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U20-Euro: Unverdient hohe Niederlage gegen Spanien

(tg) Zu lange Angst vor der eigenen Courage hatte die deutsche U20 bei der Rollhockey-EM in Pully beim Kräftemessen mit Spanien. Am Ende hieß es demzufolge 2:7, dabei wäre ein deutlich besseres Resultat durchaus möglich gewesen – wenn die Jungadler durchgängig so mutig agiert hätten wie nach dem Seitenwechsel.

Deutschland – Spanien 2:7 (0:3)

Hätte, Wenn und Aber – es ist auch leicht zu sagen, was alles möglich gewesen wäre, zumal die Deutschen gleich eiskalt erwischt wurden, als sich Sergi Llorca einen zu kurz geratenen Querpass angelte und mutterseelenallein auf Jonas Langenohl zusteuerte, der jedoch keine Abwehrchancen hatte (2.).

Auch in der Folge war es vornehmlich der deutsche Torwart, der seine Farben im Spiel hielt, indem er immer wieder glänzend gegen die Abschlüsse der spielfreudigen Iberer reagierte. Der frühe Gegentreffer lähmte indes die deutschen Angriffsbemühungen, erst Mitte des ersten Durchgangs kam Lucas Seidler bei einem Sololauf wieder gefährlich vor das spanische Gehäuse.

Statt des dabei durchaus möglichen Ausgleichs, der sicherlich noch einmal einiges geändert hätte in Bezug auf den weiteren Spielverlauf, musste die DRIV-Auswahl dann kurz vor dem Ablauf der ersten Halbzeit binnen 30 Sekunden zwei überaus bittere Pillen schlucken. Zunächst donnerte Pol Molas eine Direktabnahme aus wenigen Metern in die Maschen (17.), dann überwand Raul Fernandez den bis dahin so glänzenden Jonas Langenohl mit einem Bauerntrick (18.).

Die Pause nutzte das DRIV-Trainergespann Jordi/Paczia, um das Team neu einzustellen – und fand offensichtlich die richtigen Hebel, denn nach dem Wiederanpfiff war es nun ein Duell auf Augenhöhe. Wurde Deutschland während der ersten 20 Minuten noch weitgehend am eigenen Strafraum eingeschnürt, so musste nun auch Spanien deutlich mehr Defensivarbeit leisten. Das 1:3 durch einen strammen Distanzschuss von Daniel Strieder war somit hochverdient (28.). Nur 20 Sekunden später hätte es der Remscheider dann wieder richtig spannend machen können, bei seinem Direkten nach blauer Karte gegen Roger Bars ließ er auch Blai Roca auch keine Chance – die Kugel klatschte allerdings gegen den Pfosten …

Und der verhinderte Held wurde schließlich endgültig zum großen Pechvogel, als er kurz darauf seinerseits „Blau“ sah (30.). Den Strafstoß konnte Jonas Langenohl gegen Sergi Llorca noch parieren, in Unterzahl war schließlich aber Pablo Najera so frei, dass er sich die Ecke zum 4:1 aussuchen konnte. Lediglich zehn Sekunden später ließ Serge Llorca das 5:1 folgen – die Parte war entschieden.

Daran änderte auch das schön herausgespielte Tor von Thomas Köhler nichts mehr, es fehlte nun nicht nur die Kraft, sondern auch die Zeit, um den verbliebenen 3-Tore-Rückstand noch aufholen zu können. Eiskalt blieben derweil die Spanier, die mit einem weiteren Doppelpack von Nil Roca und Pablo Najera das Ergebnis in die Höhe trieben.    

Deutschland:J. Langenohl, L. Brandt; L. Seidler, T. Köhler, J. Dutt, N. Morovic, M. Becker, A. Börkei, S. Rath, D. Strieder. – Spanien: B. Roca, A. Prat; N. Roca, R. Fernandez, S. Llorca, X. Serrallonga, P. Molas, P. Najera, R. Bars, A. Xaus. – Schiedsrichter: J. Schneider (CH) / J. Steff (CH).

Torfolge: 0:1 (2.) S. Llorca, 0:2 (17.) P. Molas, 0:3 (18.) R. Fernandez, 1:3 (28.) D. Strieder, 1:4 (31./Überzahl) P. Najera, 1:5 (31.) S. Llorca, 2:5 (34.) T. Köhler, 2:6 (37.) N. Roca, 2:7 (37./Direkter) P. Najera. – Zeitstrafen: GER 4 min (D. Strieder/30. – M. Becker/40.) – ESP 2 min (R. Bars /28.) - Teamfouls: GER 11 – ESP 7.

 

              

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