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Bundesliga, 15. Spieltag: 12:0 - Shut-out gegen Krefeld

(tg) Totgesagt leben bekanntlich länger: Der in der Tabelle deutlich abgeschlagene Meister Iserlohn hat sich mit einem 7:2 über Spitzenreiter Düsseldorf im Kandidaten-Poker für den Titel 2018 zurückgemeldet. Gleichzeitig rang Walsum im Verfolgerduell Herringen nieder (6:3), während Remscheid mit Kellerkind Krefeld (12:0) keine Probleme hatte, sodass nun drei Teams mit 33 Zählern hinter Düsseldorf (36) in Lauerstellung sind. In einer wilden Hatz kam Recklinghausen gegen Calenberg (9:8) ebenso zum dritten Dreier wie Darmstadt in Wuppertal, wobei die Hessen beim 11:1 durchaus im Schongang agieren konnten.

Spiel des Tages: ERG Iserlohn – TuS Düsseldorf-Nord 7:2 (2:0)

In Bestbesetzung hat Titelverteidiger Iserlohn gegen den aktuellen Spitzenreiter Düsseldorf gezeigt, dass die Westfalen im Rennen um den diesjährigen Meistertitel ungeachtet ihres aktuellen Tabellenplatzes durchaus noch zu rechnen ist.

Der amtierende Meister legte allerdings auch einen Traumstart hin, denn Kai Milewski gelang es schon in der 3. Minute die solide TuS-Abwehr zu knacken, was den Hausherren natürlich perfekt in die Karte spielte. Schließlich beherrschen die Iserlohner selbst das Verteidigungshandwerk perfekt, sodass sie nun aus der Defensive heraus das Spiel zu kontrollieren versuchten. Dies klappte zwar nicht immer, doch auf Schlussmann Lukas Kost war in den brenzligen Situationen wie etwa der Zwei-Minuten-Strafe für Christopher Hegener (8.) Verlass.

Entsprechend haderten die Düsseldorfer zunehmend mit ihrem Schicksal, zumal ihre ansonsten so hohe Effektivität im Abschluss nicht zum Tragen kam. Umso bitterer war es für den Spitzenreiter, der längst ein optisches Übergewicht hatte, dass den Hausherren kurz vor der Pause ein blitzsauberer Konter gelang, den Adrian Börkei zum 2:0 beendete (24.).

Fünf Minuten nach Wiederanpfiff hatte sich Adrian Börkei dann endgültig als „Mann des Tages“ entpuppt, denn per Doppelpack hatte er den ERG-Vorsprung auf 4:0 gebracht (29./30.). Und die nun völlig entfesselten Gastgeber ließen nicht locker, legten durch Timon Henke das fünfte Tor nach (33.), bevor Sergio Pereira per Direktem nach 10. TuS-Teamfoul das halbe Dutzend voll machte (35.).

Sekunden darauf kam endlich auch der TuS per Strafstoß zu seinem ersten Treffer durch Diogo Carrilho (35.), der dabei von einer blauen Karte für Sergio Pereira profitierte. Und auch das 2:6 in der 38. Minute gelang den Rheinländern nur vom Punkt (10. ERG-Teamfoul), erneut war Diogo Carrilho der sichere Schütze. Aus dem Spiel heraus gelang den Düsseldorfern aber weiterhin nichts Zählbares, sie bissen sich schlichtweg an Iserlohn Defensive die Zähne aus. So hatte Sebastian Glowka das letzte Wort, als er in der 49. Minute den 7:2-Sieg perfekt machte.

ERG Iserlohn:L. Kost, T. Weber; P: Kirtyan, N. Hilbertz, K. Milewski, S. Glowka, C. Hegener, A. Börkei, S. Pereira, T. Henke. – TuS Düsseldorf-Nord: J. Kutscha, Lu. Brandt; T. Abdalla, D. Carrilho, N. Fichtner, C. Gatermann, A. Paczia, T. Paczia, J. Pink, D. van Willigen. – Schiedsrichter: A. Feiteira / L. Niestroy.

Torfolge: 1:0 (3.) K. Milewski, 2:0 (24.) A. Börkei, 3:0 (29.) A. Börkei, 4:0 (30.) A. Börkei, 5:0 (33.) T. Henke, 6:0 (35./Direkter) S: Pereira, 6:1 (35./Direkter) D. Carrilho, 6:2 (38./Direkter) D. Carrilho, 7:2 (49.) S. Glowka . - Zeitstrafen: ERG 4 min (C. Hegener/8. - S. Pereira/35.) – TuS 2 min (T. Abdalla/46.) - Teamfouls: ERG 12 – TuS 16.

RESG Walsum – SK Germania Herringen 6:3 (1:1)

Das Ergebnis liest sich deutliches als die tatsächlichen Gegebenheiten des Verfolgerduells auf dem Parkett. Denn obwohl Herringen nur mit einem Minikader nach Walsum reiste, hatten sie einen Erfolg vor Augen. Erst in der Schlussphase schlug das Pendel endgültig zugunsten der roten Teufel aus.

Die Germanen verließen sich auf ihre Abwehrstärke und Sprintschnelligkeit und zogen vor dem eigenen Tor ein Bollwerk auf, an dem sich die Walsumer lange Zeit vergeblich abmühten. Die kuriose Folge: Die konterstarken Gäste hatten mit drei Pfostenschüssen die besseren Chancen auf ihrer Seite – und gingen demzufolge nicht unverdient in Vorlage, als Marcel Stork in der 22. Minute goldrichtig stand. Doch die Gäste freuten sich zu lange über die Führung und fingen sich nur Sekunden nach Wiederanpfiff den Ausgleich durch Miquel Vila-Gallaguet.

Der bescherte den Hausherren dann einen Start nach Maß in die zweite Hälfte, als er gleich die erste Attacke zum 2:1 nutzte (26.). Dieses Mal aber ließ die Herringer Antwort nicht lange auf sich warten, Lucas Karschau stellte den Gleichstand wieder her (29.). Allerdings schien sich der Rekordmeister in der Kabine das passende Konzept zurecht gelegt zu haben, um die SGK-Hintermannschaft auszuhebeln: Zweimal bediente Sebastian Haas per Querpass Felipe Sturla – 4:2 (35./37.).

Jedoch waren die Herringer dadurch in ihrem Bestreben, in Walsum zu punkten, noch längst nicht ausgebremst, zumal Lucas Karschau schon wenig später der Anschlusstreffer gelang (40.). Mehr war den Germanen aber nicht vergönnt, die nach „Blau“ für Xavier Berruezo weder Strafstoß (Lucas Karschau/41.) noch zweiminütige Überzahl (Liam Hages/Pfosten) nutzen konnten, um gleich zu ziehen. Die Quittung kam dann gute 150 Sekunden vor dem Ende, als Miquel Vila-Gallaguet innerhalb von wenigen Augenblicken zweimal erfolgreich abzog und mit dem 6:3 klare Fakten schuf.

RESG Walsum:T. Wahlen, R. Lorz; M. Vila-Gallaguet, C. Berg, C. Nusch, X. Berruezo, S. Haas, F. Schmidt, N. Rilhas, F. Sturla. – SK Germania Herringen: T. Tegethoff, M. Schartner; Li. Hages, M. Stork, S. Gürtler, J. Klein, L. Karschau, Lu. Hages. – Schiedsrichter: T. Ehlert / T. Ullrich.

Torfolge: 0:1 (22.) M. Stork, 1:1 (23.) M. Vila-Gallaguet, 2:1 (26.) M. Vila-Gallaguet, 2:2 (29.) L. Karschau, 3:2 (35.) F. Sturla, 4:2 (37.) F. Sturla, 4:3 (40.) L. Karschau, 5:3 (48.) M. Vila-Gallaguet, 6:3 (48.) M. Vila-Gallaguet. - Zeitstrafen: RESG 2 min (X. Berruezo/41.) – SKG 2 min (M. Stork/32.) - Teamfouls: RESG 6 – SKG 11.

IGR Remscheid – HSV Krefeld 12:0 (8:0)

Nur eine kurze Geschichte hat dieses ungleiche Duell zwischen Titelanwärter Remscheid und Kellerkind Krefeld, denn nach elf Minuten war am Hackenberg im Grunde schon alles gelaufen.

Die Remscheider wussten über die Frühstartqualitäten ihre Gäste bestens Bescheid, hielten sich also anfangs mit eigenen Offensivaktionen zurück und den HSV somit ins Leere rennen. Nach gut fünf Minuten übernahmen dann die Bergischen das Kommando und machten durch Yannik Lukassen (8./11.) und Alexander Ober (8./9.) kurzen Prozess. Das 4:0 in rascher Folge nahm den Rheinländern jeglichen Mut zum Widerstand, die IGR hatte fortan leichtes Spiel – zeigte sich dabei aber mitunter zu verspielt.

Dennoch war mit dem Pausengang alles in trockenen Tüchern, denn Daniel Strieder (19.), Maximilian Richter (20.), Alexander Ober (21.) und Fabian Selbach (21.) hatten einen weiteren Vierfachschlag ins Ziel gebracht. Der zweite Durchgang war dann ein reines Freundschaftsspiel, in dem es die Hausherren erneut zu oft mit Kabinettstückchen übertrieben, ehe Coach Marcell Wienberg in der 38. Minute per Auszeit die Notbremse zog und mehr Sachlichkeit verlangte. Die nüchterne Folge: Fabian Selbach (41.), Daniel Strieder (44.), Lucas Friese (49.) und Maximilian Richter (50.) trieben die Ausbeute auf 12:0.    

IGR Remscheid:J. Langenohl (ab 26. J. van den Dungen); J. Dutt, F. Selbach, L. Friese, M. Richter, A. Ober, D. Strieder, T. Cramer, Y. Lukassen. – HSV Krefeld: M. Hass (ab 41. R. Surrey); S. Holtzer, M. Hendricks, D. Horchmer, M. Hackel, D. Quabeck, C. Jachtmann, P. Greiffenstein, N. Kluschewski. – Schiedsrichter: C. Niestroy / S. Häger.

Torfolge: 1:0 (8.) Y. Lukassen, 2:0 (8.) A. Ober, 3:0 (9.) A. Ober, 4:0 (11.) Y. Lukassen, 5:0 (19.) D. Strieder, 6:0 (20.) M. Richter, 7:0 (21.) A. Ober, 8:0 (21.) F. Selbach, 9:0 (41.) F. Selbach, 10:0 (44.) D. Strieder, 11:0 (49.) L. Friese, 12:0 (50.) M. Richter. - Zeitstrafen: IGR 0 min – HSV 0 min - Teamfouls: IGR 4 – HSV 12.

RHC Recklinghausen – SC Bison Calenberg 9:8 (4:4)

Einer Achterbahnfahrt gleicht das Jahr 2018 für Calenberg, wobei der Auftritt in Recklinghausen wie eine Zeitraffer-Wiederholung der ersten Wochen gleich kam. Den Vestern war dies herzlich egal, ihr dritter Sieg hält die Hoffnungen an der Play-off-Qualifikation aufrecht. 

Nach anfänglicher Zurückhaltung war das 1:0 der Calenberger durch Milan Brandt der Startschuss zu einem wilden Hockeyspiel. Denn fortan gab es keinerlei taktisches Gerüst mehr, hüben wie drüben wurde nur noch Vollgas gegeben, was den 100 Zuschauern einen unterhaltsamen Nachmittag bescherte. So drehte Niklas Nohlen per Doublette erstmals den Spieß herum (11./12.), wen auch nur für wenige Sekunden. Dann war wieder Milan Brandt zur Stelle, der dann auch für alle weiteren Bison-Tore verantwortlich war – und dieser in der 14. Minute erneut in Vorlage brachte. Niklas Nohlen und Christoph Rindfleisch brauchten indes nur eine Minute, um den Vorteil wieder auf Recklinghäuser Seite zu ziehen (15). Noch vor der Pause glichen die Gäste dank ihres Toptorjägers jedoch abermals aus (23.).

Und der Wahnsinn setzte sich nach der Unterbrechung nahtlos fort, wobei es zunächst so aussah, als ob sich Recklinghausen mit drei schnellen Treffern von Christoph Rindfleisch (28.) und Philipp Wagner (29./30.) den nötigen Abstand verschafft hätte, um nun einem sicheren Sieg entgegen zu sehen. Doch weit gefehlt, denn Milan Brandt war weiter nicht zu bändigen und sorgte schließlich mit vier Toren zwischen der 35. und 43. Minute im Alleingang für einen erneuten Führungswechsel. Aber auch die Bisons vermochten es nicht, ihren Vorteil ins Ziel zu retten, denn Christoph Rindfleisch (49.) und Philipp Wagner (50.) verhalfen den nimmermüden RHClern zum einem Sieg in buchstäblich letzter Sekunde.      

RHC Recklinghausen:D. Jakubiak, L. Andrioff; P. Wagner, C. Rindfleisch, Niklas Nohlen, M. Angenendt, M. Schürmann, Niko Nohlen. – SC Bison Calenberg: T. Richter, G. Johansson; L. Johansson, R. van den Dungen, M. Bässler, D. Kuczynski, M. Brandt, M. Stoffle, J. Mertens, T. Tilborghs. – Schiedsrichter: P. Thißen / M. Wittig.

Torfolge: 0:1 (9.) M. Brandt, 1:1 (11.) Niklas Nohlen, 2:1 (12.) Niklas Nohlen, 2:2 (12.) M. Brandt, 2:3 (14.) M. Brandt, 3:3 (15.) Niklas Nohlen, 4:3 (15.) C. Rindfleisch, 4:4 (23.) M. Brandt, 5:4 (28.) C. Rindfleisch, 6:4 (29.) P. Wagner, 7:4 (30.) P. Wagner, 7:5 (35.) M. Brandt, 7:6 (35.) M. Brandt, 7:7 (40.) M. Brandt, 7:8 (43.) M. Brandt, 8:8 (49.) C. Rindfleisch, 9:8 (50.) P. Wagner. - Zeitstrafen: RHC 0 min – SCB 0 min - Teamfouls: RHC 5 – SCB 9.

SC Moskitos Wuppertal – RSC Darmstadt 1:11 (0:5)

So bitter die Wahrheit für die Gastgeber auch klingt: Der dritte Saisonsieg war für Darmstadt beim Schlusslicht aus Wuppertal letztlich nur reine Formsache.

Allerdings benötigten die Hessen eine lange Anlaufphase, um ihre Überlegenheit auch in Treffer umzumünzen. Die Moskitos verteidigten mit großem Engagement das eigene Tor und hatten bei Kontern durchaus ihre Chancen gehabt, selbst vorzulegen. Als schließlich aber Felix Bender zum 1:0 der Krokodile traf (16.), platzte regelrecht der Knoten: Max Hack (3) und Paul Cuntz legten quasi im Minutentakt bis zur Pause nach.

Und diesen Rhythmus hielten die Hessen auch nach Wiederanpfiff aufrecht, sodass es nach Toren von Max Hack (27.), Maximilian Becker (32.), Nils Koch (34.) und Paul Cuntz (35.) nach einem Debakel für die Hausherren aussah, auch wenn Tobias Lucht zwischenzeitlich der Ehrentreffer gelungen war (32.). Die Gäste aber ließen es nach dem 9:1 lockerer angehen und waren nun nicht mehr so konsequent im Abschluss. Lediglich Max Hack zeigte sich noch torhungrig und erhöhte in der Schlussphase noch zum finalen Score von 11:1.    

SC Moskitos Wuppertal:R. Kaas, A. Obermeier; T. Lucht, S. Kirnig, J. Spiecker, R. Hauck, G. Dincer, N. Obermeier, N. Brikmann, J. Henckels. – RSC Darmstadt: P. Leyer, M. Mensah; F. Bender, P. Cuntz, M. Becker, M. Hack, M. Behnke, M. Abdi, N. Koch. – Schiedsrichter: D. Loewe / B. Ullrich.

Torfolge: 0:1 (16.) F. Bender, 0:2 (17.) M. Hack, 0:3 (22.) P. Cuntz, 0:4 (23.) M. Hack, 0:5 (24.) M. Hack, 0:6 (27.) M. hack, 0:7 (32.) M. Becker, 1:7 (32.) T. Lucht, 1:8 (34.) N. Koch, 1:9 (35.) P. Cuntz, 1:10 (45.) M. Hack, 1:11 (50.) M. Hack . - Zeitstrafen: SCM 0 min – RSC 0 min - Teamfouls: SCM 9 – RSC 3.

 

Bundesliga, 15. Spieltag: Der Kampf um die besten Play-off-Plätze ist im vollen Gange

Der Kampf um die besten Play-off-Plätze ist im vollen Gange

(tg) 67 Tore – also 13,4 im Schnitt pro Partie – fielen in den Partien des 5. Spieltages in der Hinrunde. Mehr Treffer gab es an keinem anderen Spieltag der aktuellen Bundesliga-Serie zu sehen. Folglich dürfte es spannend werden, ob es bei den erneuten Duellen wieder in dieser Größenordnung im Tornetz klingeln wird? 

Die meisten Tore sahen vor gut vier Monaten die Besucher der Bonhoeffer-Halle, wo die IGR Remscheid dem HSV Krefeld gleich 14 „Eier“ ins Nest legte, die Hausherren aber auch dreimal trafen. Und angesichts des Laufes, den der Vizemeister aus dem Bergischen mit acht Siegen in Folge aktuell hat, darf den Rheinländern vor der Reise in die Sporthalle Hackenberg durchaus mulmig zumute sein (Sa., 16 Uhr). Dass mit Yannick Peinke der IGR-Leitwolf eine Sperre nach 7. blauer Karte absitzen muss, wird dabei wohl kaum ins Gewicht fallen.

Endlich einmal wieder einen Erfolg feiern hat auch der RSC Darmstadt auf dem Plan, der dazu auch allen Grund zur Hoffnung haben darf: Die Hessen treten beim abgeschlagenen Schlusslicht SC Moskitos Wuppertal an (Sa., 15 Uhr – Sporthalle Am Kothen). Im ersten Aufeinandertreffen schenkten die Darmstädter den Stechmücken ein glattes Dutzend ein, und lagen damit noch unter dem Schnitt von gut 15 Toren, die Wuppertal im bisherigen Saisonverlauf hinnehmen musste. In Wuppertal müssen die Krokodile allerdings mit Alexandre Andrade auf ihren treffsichersten Spieler verzichten, da dieser in der Vorwoche eine 7. Blaue Karte erhalten hatte.

Und auch der RHC Recklinghausen wurde im Hinspiel vom samstäglichen Gast SC Bison Calenberg (15.30 Uhr – Heinrich-Auge-Halle) ordentlich unter Beschuss genommen – hielt allerdings auch reichlich dagegen. So gab es am Ende eines unterhaltsamen Schützenfestes einen 10:6-Erfolg für die Niedersachsen. Somit stehen die Zeichen durchaus auf Revanche, zumal die Vester die drei Punkte gebrauchen könnten, wollen sie noch einmal in den Kampf um die Play-off-Plätze eingreifen. Die Bisons dagegen brauchen jeden Zähler, um Rang 5 zu untermauern.

Darauf schielt nicht nur die ERG Iserlohn, die mit dem neuen alten Spitzenreiter TuS Düsseldorf-Nord allerdings eine hohe Hürde vor der Brust hat (Sa., 15.30 Uhr – Hemberg-Sporthalle). Im ersten Aufeinandertreffen jedenfalls hatte der Titelverteidiger nicht den Hauch einer Chance und unterlag dem aktuellen Primus mit 3:6. Im neuen Jahr indes sind die Westfalen noch ungeschlagen und zeigten in heimischer Halle angesichts personeller Engpässe (am Samstag fehlt weiter Sergio Pereira nach Rot-Sperre) große Moral. Das Prunkstück der Düsseldorfer ist dagegen deren Abwehr sowie die Effektivität im Abschluss: Eine Kombination, mit der zuletzt Herringen mit 4:1 bezwungen wurde.


Aber auch der RSC Cronenberg hat Rang 5 durchaus noch im Visier. Dazu müsste dem Altmeister aber nicht nur die Konkurrenz aus Recklinghausen und Düsseldorf in die Karten spielen, sondern am Sonntag auch das Nachholspiel gegen die ERG Iserlohn gewonnen werden (18 Uhr – Alfred-Henckels-Halle). Im Hinspiel gelang dies nach Penaltyschießen mit 8:7, und auch für das zweite Spiel sind die Löwen guter Dinge, schließlich haben sie am Samstag frei und können somit ausgeruht in das ewige Duell mit den Westfalen gehen.

Das Highlight der Runde wird aber sicherlich im Duisburger Beckersloh stattfinden, wo sich am Samstag ab 15.30 Uhr Rekordmeister RESG Walsum und Pokalsieger SK Germania Herringen gegenübertreten werden. Beim 7:6-Sieg im Hinspiel gelang den roten Teufel buchstäblich in letzter Sekunde der entscheidende Treffer zum K.o. der Germanen. Die haben folglich allen Grund, sich revanchieren zu wollen, müssen dabei aber auf den gesperrten Kevin Karschau verzichten. Und das 1:4 im Spitzenspiel mit Düsseldorf sorgte auch nicht gerade für zusätzliches Selbstbewusstsein bei den Westfalen, die im Falle einer erneuten Pleite auf Rang 3 abrutschen würden.

Der Spieltag im Überblick …

… am 3. Februar 2018 mit dem 15. Spieltag         

SC Moskitos Wuppertal - RSC Darmstadt, 15.00 Uhr, Sporthalle Am Kothen 

ERG Iserlohn - TuS Düsseldorf-Nord, 15.30 Uhr, Hemberg-Sporthalle

RHC Recklinghausen  - SC Bison Calenberg, 15.30 Uhr, Heinrich-Auge-Halle

RESG Walsum - SK Germania Herringen, 15.30 Uhr, Sporthalle Beckersloh

IGR Remscheid - HSV Krefeld, 16.00 Uhr, Sporthalle Hackenberg

spielfrei:RSC Cronenberg

… am 4. Februar 2018, Nachholspiel vom 12. Spieltag    

RSC Cronenberg - ERG Iserlohn, 18.00 Uhr, Alfred-Henckels-Halle
 

Bundesliga, 14. Spieltag: Spitzenquartett im Gleichschritt voran

(tg) Mit zweistelligen Siegen schossen sich die beiden punktgleichen Spitzenreiter Düsseldorf (16:1 über Wuppertal) und Herringen (12:6 über Recklinghausen) für das gemeinsame Treffen warm. Im Windschatten der beiden taten sich die Verfolger deutlich schwerer: Remscheid erkämpfte ein 6:4 in Darmstadt, Walsum setzte sich im Niederrheinderby mit 6:2 über Krefeld durch. Nur unter Protest beendete derweil Cronenberg seine Partie in Calenberg, sodass über den 6:2-Sieg der Calenberger wohl noch nicht das letzte Wort gefallen ist.


Spiel des Tages: SC Bison Calenberg – RSC Cronenberg 6:2 (1:1)

Milan Brandt war einmal mehr der Matchwinner, wobei es ihm dieses Mal leicht gemacht wurde, denn drei seiner fünf Tore resultierten aus Strafzeiten in Folge von Cronenberger Regelverstößen. Die RSCler waren allerdings nicht immer ganz einverstanden mit den Entscheidungen des Unparteiischen-Duos Bernd Ullrich / Peter Thißen und spielten die letzten gut sechs Minuten nur unter Protest zu Ende.

Der Bison-Goalgetter brauchte nicht lange, um auf Touren zu kommen: Gleich den ersten Angriff der Hausherren schloss Milan Brandt mit dem 1:0 ab (1.). Im Anschluss aber erarbeiteten sich die Gäste deutlich mehr Spielanteile, die Calenberger beschränkten sich vornehmlich auf ihre Konterqualitäten. Das zunehmende Übergewicht der Bergischen nutzte Kay Hövelmann schließlich zum 1:1 (15.), dem allerdings nur kurze Zeit später die erneute SCB-Führung durch Rico van den Dungen folgte (19.).

Dass der Rückstand zur Pause nicht noch größer war, verdankte der RSC Keeper Fynn Hilbertz, der in der 23. Minute den ersten Strafstoß gegen seine Farben nach „Blau“ für Otto Platz parierte (23.) und auch in der anschließenden Unterzahl alles im Griff hatte. Als sechs Minuten nach dem Wiederanpfiff mit Sebastian Rath erneut ein Löwe in die Kühlbox musste, ließ sich Milan Brandt die neuerliche Strafstoßchance nicht nehmen.

Ebenso in der 39. Minute – erneut hatte Sebastian Rath den blauen Karton gesehen – sowie in der 44. Minute, als es erst das 10. Teamfoul gegen die Gäste gab und in dessen Folge noch „Blau“ für Kai Riedel und RSC-Coach Tobias Rath. Und genau diese Ereignisse waren es dann auch, die den Protest bei den Gäste auslösten, die nämlich kurz zuvor in Überzahl durch Benjamin Nusch auf 2:4 verkürzt hatten und sich nun übervorteilt sahen, zumal Milan Brandt die SCB-Überzahl noch zum entscheidenden 6:2 nutzte (45.).        

SC Bison Calenberg:T. Richter, D. Mertens; J. Rocha, L. Johansson, R. van den Dungen, M. Bässler, D. Kuczynski, M. Brandt, M. Stoffle, J. Mertens. – RSC Cronenberg: F. Hilbertz, E. Soriano; J. Molet, O. Platz, B. Nusch, K. Hövelmann, S. Rath, K. Riedel, L. Seidler, N. Morovic. – Schiedsrichter: B. Ullrich / P. Thißen.

Torfolge: 1:0 (1.) M. Brandt, 1:1 (15.) K. Hövelmann, 2:1 (19.) R. van den Dungen, 3:1 (31./Direkter) M. Brandt, 4:1 (39./Direkter) M. Brandt, 4:2 (43. /Überzahl) B. Nusch, 5:2 (44./Direkter) M. Brandt, 6:2 (45./Überzahl) M. Brandt. - Zeitstrafen: SCB 2 min (L. Johansson/41.) – RSC 10 min (O. Platz/23. – S. Rath/31. & 39. - K. Riedel/44. - T. Rath/44.) - Teamfouls: SCB 5 – RSC 12.


TuS Düsseldorf-Nord – SC Moskitos Wuppertal 16:1 (5:0)

Die jüngsten zwei Niederlagen hatten die Düsseldorfer doch stark verunsichert, wie in der Startphase gegen das abgeschlagene Schlusslicht der Liga offenbar wurde. Zwar igelten sich sie Wuppertaler sofort vor dem eigenen Tor ein, doch die Rheinländer brauchten eine ganze Weile, um ihrerseits so richtig in Schwung zu kommen.

So war das 1:0 von Davy van Willigen (11.) lange Zeit der einzige Treffer – und angesichts der klaren Verhältnisse auf dem Feld einerseits schmeichelhaft für die Gäste, andererseits ein Ausdruck des angeknacksten Selbstbewusstseins der Hausherren. Erst das 2:0 von Tarek Abdalla (17.) ließ den Knoten platzen, sodass dieser selbst (18./21.) und Diogo Carrilho (18.) bis zur Pause doch noch eine klare 5:0-Führung herausschossen.

Im zweiten Durchgang holten die TuSler dann schnell nach, was die Fans schon in der ersten Hälfte erwartet hatten: Tore am Fließband. Innerhalb der ersten fünf Minute rappelte es regelrecht im Karton, als Tarek Abdalla, Tobias Paczia, Davy van Willigen (je 2) und Diogo Carrilho den Spielstand in zweistellige Höhen trieben. Zusammen mit dem SCM-Ehrentreffer von Jan Henckels (30.) fielen in dieser kurzen Phase somit acht Tore. Darauf ruhten sich die Düsseldorfer dann eine ganze Weile aus, ehe Tarek Abdalla (3) und Diogo Carrilho noch einen Vier-Tore-Schlussakkord aus dem Hut zauberten. 

TuS Düsseldorf-Nord:Lu. Brandt, J. Kutscha; T. Abdalla, D. Carrilho, A. Beckmann, C. Gatermann, A. Paczia, T. Paczia, J. Pink, D. van Willigen. – SC Moskitos Wuppertal: R. Kaas, A. Obermeier; T. Lucht, T. Lückenhaus, M. Mirscheid, G. Dincer, N. Obermeier, J. Henckels, N. Brikmann. – Schiedsrichter: T. Sörensen / T. Flössel.

Torfolge: 1:0 (11.) D. van Willigen, 2:0 (17.) T. Abdalla, 3:0 (18.) T. Abdalla, 4:0 (18.) D. Carrilho, 5:0 (21.) T. Abdalla, 6:0 (26.) T. Abdalla, 7:0 (26.) T. Abdalla, 8:0 (27.) D. Carrilho, 9:0 (28.) T. Paczia, 10:0 (28.) D. van Willigen, 11:0 (29.) D. van Willigen, 11:1 (30.) J. Henckels, 12:1 (31./Direkter) T. Paczia, 13:1 (46.) T. Abdalla, 14:1 (46.) T. Abdalla, 15:1 (48./Direkter) T. Abdalla, 16:1 (49.) D. Carrilho. - Zeitstrafen: TuS 0 min – SCM 4 min (M. Mirscheid/31. - A. Obermeier/50.) - Teamfouls: TuS 7 – SCM 11.


SK Germania Herringen – RHC Recklinghausen 12:6 (5:3)

Mit dem Kopf wohl schon beim Spitzenspiel waren die Herringer, so zumindest die Vermutung von Trainer Christian Zarod, der kopfschüttelnd mitansehen musste, wie schwer sich sein Team gegen Recklinghausen tat. Den Gästen fehlten letztlich aber die Mittel, um aus den SKG-Unzulänglichkeiten mehr Kapital schlagen zu können.

Immerhin gingen die Vester durch Christoph Rindfleisch in Führung (6.), aber nur für wenige Sekunden, dann war Lucas Karschau mit dem 1:1 zur Stelle. Per Doppelschlag rückte Robin Schulz die Verhältnisse zurecht (8./9.), wenngleich die Recklinghäuser durch Marius Schürmann auf Tuchfühlung blieben (11.). Auch das 4:2 von Kevin Karschau (16.) beeindruckte die Gäste nicht sonderlich, Christoph Rindfleisch verkürzte abermals (19.). Umso größer war der Stein, der den Germanen von den Schultern fiel, als Lucas Karschau den 5:3-Pausenstand markiert (23.).

Nach dem Wiederanpfiff indes machten die Hausherren dann schnell kurzen Prozess: Stefan Gürtler (27./28.), Robin Schulz (29.) und Lucas Karschau (31.) erhöhten praktisch im Minutentakt, sodass die Schwächephase Mitte des Durchgangs, die Christoph Rindfleisch und Marius Schürmann zum 5:9 nutzten, schon nicht mehr ins Gewicht fiel. Zumal Stefan Gürtler umgehend wieder auf 10:5 erhöhte (37.). Und auch damit war das muntere Toreschießen noch längst nicht beendet: Marcel Stork (44.) und Lucas Karschau (50.) hüben sowie Niklas Nohlen (40.) drüben trugen sich noch in die Liste ein.   

SK Germania Herringen:T. Tegethoff, M. Schartner; K. Karschau, M. Stork, S. Gürtler, J. Klein, R. Schulz, L. Karschau, Lu. Hages. – RHC Recklinghausen: D. Jakubiak, L. Andrioff; P. Wagner, C. Rindfleisch, Niklas Nohlen, M. Angenendt, M. Schürmann, S. Sowade, Niko Nohlen. – Schiedsrichter: G. Richter / A. Richter.

Torfolge: 0:1 (6.) C. Rindfleisch, 1:1 (6.) L. Karschau, 2:1 (8.) R. Schulz, 3:1 (9.) R. Schulz, 3:2 (11.) M. Schürmann, 4:2 (16.) K. Karschau, 4:3 (19.) C. Rindfleisch, 5:3 (23.) L. Karschau, 6:3 (27.) S. Gürtler, 7:3 (28.) S. Gürtler, 8:3 (29.) R. Schulz, 9:3 (31.) L. Karschau, 9:4 (37.) C. Rindfleisch, 9:5 (37.) M. Schürmann, 10:5 (37.) S. Gürtler, 10:6 (40.) Niklas Nohlen, 11:6 (44.) M. Stork, 12:6 (50.) L. Karschau. - Zeitstrafen: SKG 0 min – RHC 0 min - Teamfouls: SKG 3 – RHC 9.


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RSC Darmstadt – IGR Remscheid 4:6 (3:2)

Jeweils vier blaue Karten und insgesamt 29 Teamfouls sprechen eine klare Sprache: Im hessischen Landesleistungszentrum ging es körperbetont zur Sache, wobei die Bergischen am Ende die besseren Nerven besaßen.

Schon in der zweiten Minute sah Alexandre Andrade den blauen Karton, was Alexander Ober per Strafstoß das 1:0 für die Remscheider bescherte. Nur drei Minuten (und sieben Teamfouls!) später musste Daniel Strieder für zwei Minuten auf die Bank, sodass Nils Koch vom Punkt zum Ausgleich kam.

Und in diesem körperbetonten Stil ging es weiter: Nachdem Maximilian Richter die Gäste wieder in Führung gebracht hatte (11.), sah IGR-Keeper Joey van den Dungen „Blau“ (12.). Den Strafstoß konnte Jonas Langenohl allerdings abwehren und auch die Unterzahl überstanden die Gäste. Die konnten dann aber nur kurz durchschnaufen, denn kaum wieder komplett, erhielt Yannick Peinke die blaue Karte (15.). Und dieses Mal ließen sich die Darmstädter die Chance nicht entgehen und egalisierten den Score durch Alexandre Andrade, dem kurz vor der Pause dann auch die RSC-Führung gelang (23.). Das mögliche vierte Tor aber gelang Hessen nach 10. IGR-Teamfoul (25.) nicht.

In der Kabine kühlten die Gemüter auf beiden Seiten deutlich ab, sodass zu  Beginn des zweitens Abschnitte tatsächlich ohne ständige Unterbrechungen Rollhockey gespielt wurde. Dabei zeigten sich die Remscheider zielstrebiger und glichen nun ihrerseits durch Maximilian Richter aus (31.).

Es folgte eine lange Phase ohne nennenswerte Ereignisse, hüben wie drüben wurde nun geduldiger gespielt, was aber nicht zum gewünschten Erfolg führte. Einen Dreier aber wollten beide Teams unbedingt einfahren. Und als die Uhr weniger als zehn Minuten Spielzeit anzeigte, wurde das Visier wieder hochgeklappt und mit allen Mitteln um den Erfolg gekämpft. Das 10. RSC-Teamfoul blieb noch ohne (Tor-)Folgen (41.). Kurz darauf sah aber Max Hack „Blau“, was Yannick Peinke mit dem 4:3 durch Direkten zusätzlich bestrafte.

Der Ärger der Hausherren war noch nicht verraucht, da schlug Fabian Selbach erneut zu (44.). Die Hessen aber gaben sich noch nicht geschlagen und kamen infolge des 15. IGR-Teamfouls wieder auf 4:5 heran, da Nils Koch den Strafstoß trocken verwandelte (46.). Die Hausherren drängten nun auf den Ausgleich, wobei sich Max Hack aber erneut über die Grenze des Erlaubten wagt und dafür „Blau“ kassierte. Alexander Ober behielt die Nerven und nutzte den Direkten zum 6:4-Knockout (49.). 

RSC Darmstadt:P. Leyer, M. Mensah; F. Bender, P. Cuntz, P. Wagner, M. Becker, M. Hack, M. Behnke, A. Andrade, N. Koch. – IGR Remscheid: J. Langenohl, J. van den Dungen; J. Dutt, F. Selbach, Y. Peinke, L. Friese, M. Richter, A. Ober, D. Strieder. – Schiedsrichter: C. Niestroy / L. Niestroy.

Torfolge: 0:1 (2./Direkter) A. Ober, 1:1 (5./Direkter) N. Koch, 1:2 (11.) M. Richter, 2:2 (16./Direkter) A. Andrade, 3:2 (23.) A. Andrade, 3:3 (31.) M. Richter, 3:4 (44./Direkter) Y. Peinke, 3:5 (44.) F. Selbach, 4:5 (46./Direkter) N. Koch, 4:6 (49./Direkter) A. Ober. - Zeitstrafen: RSC 8 min (A. Andrade/2. & 50. - M. Hack/44. & 49.) – IGR 8 min (D. Strieder/5. - J. van den Dungen/12. - Y. Peinke/15. & 50.) - Teamfouls: RSC 13 – IGR 16.


HSV Krefeld – RESG Walsum 2:6 (1:1)

Das Ergebnis scheint klar, doch dass das Derby für die Walsumer längst nicht so glatt verlief, wie der Tabellenstand der beiden Teams vermuten ließ, offenbart der Zwischenstand beim Seitenwechsel.

Die Krefelder waren keineswegs gewillt, die Punkte kampflos herzugeben und überraschten durch mutiges Offensivspiel. Dies brachte die Gäste durchaus aus dem Gleichgewicht, was schließlich zum 1:0 durch Philipp Greiffenstein führte (12.). Der Jubel im HSV-Lager war aber nur kurz, direkt nach Wiederaufnahme des Spiels schob Xavier Berruezo zum Gleichstand ein. Zu mehr aber war der Rekordmeister nicht im Stande, da sich die Hausherren mit großem Engagement in die Zweikämpfe stürzten und ihr Torwart Marcel Hass einen Sahnetag erwischt hatte.

Und auch als Xavier Berruezo den zweiten Durchgang gleich mit dem 1:2 eröffnete (27.), steckten die Seidenstädter nicht auf, sondern antworteten frech mit dem 2:2 von Colin Jachtmann (29.). wenig später war es dann aber vorbei mit der Aufmüpfigkeit des Tabellenvorletzten: Das 3:2 von Felipe Sturla hätten die Gastgeber noch verkraften können (30.). Doch kurz darauf folgte eine Zwei-Minuten-Strafe für Colin Jachtmann (31.), die daraus resultierende Überzahl nutzte Miquel Vila-Gallaguet zum 4:2 (33.) - der Knackpunk!  Die Hausherren mühten sich zwar redlich um den Anschluss, doch Walsum hatte nun alles im Griff und baute den Vorsprung durch Miquel Vila-Gallaguet (41.) und Nuno Rilhas (47.) weiter aus.

HSV Krefeld:M. Hass, R. Surrey; S. Holtzer, M. Hendricks, D. Horchmer, M. Hackel, D. Quabeck, C. Jachtmann, P. Greiffenstein. – RESG Walsum: T. Wahlen, R. Lorz; M. Vila-Gallaguet, F. Trender, C. Nusch, J. Dobbratz, X. Berruezo, S. Haas, N. Rilhas, F. Sturla. – Schiedsrichter: F. Schäfer / A. Feiteira.

Torfolge: 1:0 (12.) P. Greiffenstein, 1:1 (12.) X. Berruezo, 1:2 (27.) X. Berruezo, 2:2 (29.) C. Jachtmann, 2:3 (30.) F. Sturla, 2:4 (33./Überzahl) M. Vila Gallaguet, 2:5 (41.) M. Vila Gallaguet, 2:6 (47.) N. Rilhas. - Zeitstrafen: HSV 2 min (C. Jachtmann/31.) – RESG 0 min - Teamfouls: HSV 6 – RESG 1.
 

Bundesliga, 14. Spieltag: Quo vadis, Düsseldorf?

(tg) So schnell kann es mitunter gehen: Vor 14 Tagen noch galt der da noch ungeschlagene TuS Düsseldorf-Nord als neue Richtmarke im deutschen Rollhockey, am kommenden Wochenende könnte ihm die Spitzenposition endgültig entgleiten – und der SK Germania Herringen wieder den Thron übernehmen. 

Nach zwei Niederlagen in Serie hat der TuS Düsseldorf-Nord seinen einst satten Vorsprung komplett aufgebraucht, ist nur aufgrund des besseren direkten Vergleichs mit Herringen noch Erster. Da kommt den Rheinländern am Samstag das Schlusslicht SC Moskitos Wuppertal gerade recht (16 Uhr – Rollsporthalle Unterrath). Schon im ersten Aufeinandertreffen waren die TuSler 19-mal erfolgreich, und in eigener Halle werden sie sich von den Moskitos sicherlich nicht ausstechen lassen.
 

Es ist folglich die ideale Gelegenheit, um sich für das schon am Sonntag folgende Duell mit dem SK Germania Herringen (15.30 Uhr – Glückauf-Arena) einzurollen. Erst vor drei Wochen standen sich die beiden Teams im Hinspiel gegenüber, nach 0:3-Rückstand gewann Düsseldorf letztlich mit 5:4. Das alleine gibt den Herringern schon genug Anreiz, um daheim auf Revanche zu sinnen. Zusätzlich angestachelt wird das Gipfeltreffen dadurch, dass der Sieger sich um drei Punkte absetzen würde, während dem Verlierer im schlimmsten Fall in naher Zukunft ein Durchreichen bis auf Rang 4 droht.


Auch der SK Germania Herringen hat zuvor am Samstag eine optimale Vorbereitungsaufgabe, wenn in der Glückauf-Arena ab 18 Uhr der RHC Recklinghausen auflaufen wird. Zwar sind die Vester durchaus ein anderes Kaliber als die Wuppertaler, doch im Hinspiel dominierten die Germanen klar mit 11:1 – und werden sich vor eigenem Publikum sicherlich keine Blöße erlauben.


Ihre hervorragende Ausgangslage hinter dem Führungsduo wahren wollen derweil die IGR Remscheid ebenso wie die RESG Walsum, die nach Punkte momentan ebenfalls gleichauf liegen. Am Samstag haben die Bergischen dabei die höhere Hürde vor der Brust, müssen sie doch zum heimstarken RSC Darmstadt (Sa., 18 Uhr – Landesleistungszentrum) reisen, der ihnen beim 5:3-Hinspielerfolg schon das Leben ziemlich schwer gemacht hat. Die Remscheider sind also gut beraten, wenn sie die Hessen nicht alleine an ihrem 8. Tabellenplatz messen.


Dies gilt allerdings auch für den HSV Krefeld, am Samstag Gastgeber für die Walsumer (Sa., 18 Uhr – Bonhoeffer-Halle), schließlich ist es ein Derby, in dem mitunter ganz anderer Gesetze gelten. Die greifen zwar nicht immer, wie etwa beim klaren 8:2-Sieg der roten Teufel im ersten Duell deutlich wurde, doch in heimischer Halle können die Seidenstädter auch dank der für viele Gäste  ungewöhnlichen Bedingungen durchaus ein großes Ärgernis darstellen.


Ein stets Auf und Ab waren die letzten Runden für den SC Bison Calenberg, der dadurch einigen Boden verloren hat und am Samstag durchaus noch weiter abrutschen könnte. Denn mit dem RSC Cronenberg kommt der unmittelbare Tabellennachbar (Sa. 18 Uhr – Sporthalle Eldagsen). Eine Konstellation, die zuletzt gegen Iserlohn (4:6) sowie Remscheid (2:10) alles andere als vom Erfolg gekrönt war. Dagegen sammelten die Bergischen in der Vorwoche sechs Punkte und hängen den Bisons damit ziemlich im Nacken.


Der Spieltag im Überblick …

… am 27. Januar 2018 mit dem 14. Spieltag                                 

TuS Düsseldorf-Nord - SC Moskitos Wuppertal, 16.00 Uhr, Rollsporthalle Unterrath

SC Bison Calenberg - RSC Cronenberg, 18.000 Uhr, Sporthalle Eldagsen

RSC Darmstadt - IGR Remscheid, 18.00 Uhr, Landesleistungszentrum

HSV Krefeld - RESG Walsum, 18.00 Uhr, Bonhoeffer-Halle

SK Germania Herringen - RHC Recklinghausen, Glückauf-Arena

spielfrei:ERG Iserlohn
 

… am 28. Januar 2018, vorgezogen vom 16. Spieltag      
SK Germania Herringen - TuS Düsseldorf-Nord, 15.30 Uhr, Glückauf-Arena
 

Bundesliga,13. Spieltag: IGR schlägt den Spitzenreiter

(tg) Düsseldorf kassierte in Remscheid die zweite Niederlage in Folge (2:4) und liegt nun nur noch dank des besseren direkten Vergleichs vor den wieder punktgleichen Herringern, die ein 12:2 über Krefeld feierten. Siegreich waren auch die Walsumer über Darmstadt (6:2), sodass an der Ligaspitze nun wieder ein Vierkampf um die Pole-Position herrscht. Dahinter klafft auf Titelverteidiger Iserlohn (6:4 über Calenberg) schon eine deutliche Lücke von neun Punkten. Die Recklinghäuser Hoffnungen auf die Play-off-Qualifikation erhielten derweil beim 0:9 in Cronenberg einen herben Dämpfer.

Spiel des Tages: IGR Remscheid – TuS Düsseldorf-Nord 4:2 (2:0)

 

Zweite Niederlage in Folge für die bis dato so souveränen Düsseldorfer, die damit nur noch dank des besseren Vergleichs mit den nun punktgleichen Herringern ihren Platz an der Sonne behalten. Remscheid dagegen kann sich nun selbst wieder Hoffnungen darauf machen, die Vorrunde als Erster zu beenden.   

Über 300 Zuschauer waren an den Hackenberg gekommen, um das Spitzenspiel zu verfolgen. Sie sollten diese Entscheidung nicht bereuen! Von der ersten Sekunde an gaben beide Seiten Vollgas, legten dabei aber durchaus zunächst Wert auf die Absicherung es eigenen Tores. Dennoch gab es in beiden Strafräumen genügend packende Szenen, um bei den Fans beider Lager immer wieder den Blutdruck in die Höhe zu treiben.

Eine Zeitstrafe gegen Diogo Carrilho (11.) verschaffte den Remscheidern in Form einer Überzahl den nötigen Raum, um durch Maximilian Richter in Führung zu gehen, nachdem der Strafstoß zunächst von TuS-Keeper Luca Brandt abgewehrt worden war (12.). Als die Düsseldorfer wieder komplettiert hatten, war es wieder der offene Schlagabtausch wie zuvor.

In der 18. Minute kam es dann zu einer Duplizität der Ereignisse, wenn auch mit anderen Protagonisten. Nun „durfte“ Tobias Paczia für zwei Minuten auf der Strafbank Platz nehmen, Luca Brandt wehrte aber wieder den Direkten ab. Und fast hätten die TuSler auch die Unterzahlphase heil überstanden, doch wenige Augenblicke vor Ablauf der Strafzeit brachte Daniel Strieder den Ball doch zum 2:0 über die Linie (20.).

In der Kabine hatten sich die Düsseldorfer dann einiges überlegt, um den Rückstand schnellstmöglich aufzuholen. Aber die Hausherren rochen den Braten, denn sie hatten das perfekte Gegenmittel parat: Yannick Peinke enteilte zum 3:0 (28.). Und von diesem erneuten Nackenschlag erholten sich die Rheinländer nur sehr langsam, was auch daran lag, dass die IGR-Defensive nun einen nahezu lückenlosen Riegel vor dem eigenen Tor aufbaute und dadurch auch eine Zeitstrafe für Yannick Peinke (30.) schadlos überstand.

In der 39. Minute aber setzte Andreas Paczia den Hebel richtig an und schloss seine Attacke mit dem 1:3 ab. Ging da noch was für den Tabellenführer? Die Antwort fiel nur drei Minuten später, als mit Andre Beckmann bereits der dritte TuSler eine zweiminütige Zwangspause erhielt. Daniel Strieder trat an den Punkt und nutzte auch dieses TuS-Vergehen zu einem Treffer – 4:1 (42.). Und komplettieren konnten sich die Gäste auch nicht, denn unmittelbar nach dem IGR-Tor sah Tarek Abdalla ebenfalls „Blau“.

Die Gäste haderten nun mit dem Schicksal und versäumten es, nach dem 10. IGR-Teamfoul aufzuschließen (43.), war die Spannung sicherlich noch einmal erhöht hätte, weil es dann nach Diogo Carrilhos Treffer (44.) nur noch ein Tor Differenz hätte sein können. So aber brachte das zweite TuS-Tor die Bergischen nicht mehr ins Wanken.        

IGR Remscheid:J. Langenohl, J. van den Dungen; J. Dutt, F. Selbach, Y. Peinke, M. Richter, A. Ober, D. Strieder, T. Cramer, Y. Lukassen. – TuS Düsseldorf-Nord: Lu. Brandt, J. Kutscha; T. Abdalla, D. Carrilho, A. Beckmann, C. Gatermann, A. Paczia, T. Paczia, J. Pink, D. van Willigen. – Schiedsrichter: D. Loewe / L. Niestroy.

Torfolge: 1:0 (12./Überzahl) M. Richter, 2:0 (20./Überzahl) D. Strieder, 3:0 (28.) Y. Peinke, 3:1 (39.) A. Paczia, 4:1 (42./Direkter), 4:2 (44.) D. Carrilho. - Zeitstrafen: IGR 2 min (Y. Peinke/30.) – TuS 8 min (D. Carrilho/11. - T. Paczia/18. - A. Beckmann/42. - T. Abdalla/42.) - Teamfouls: IGR 11 – TuS 8.


SK Germania Herringen – HSV Krefeld 12:2 (4:0)

Die Herringer Tormaschine lief gegen Krefeld auf Hochtouren, doch die Germanen hätten beliebig viele Treffer erzielen können: Durch das verlorene Spiel in Düsseldorf kamen sie am nun punktgleichen TuS (noch?) nicht vorbei.

Kevin Karschau legte früh los (5./6.), doch danach wollte die Kugel partout kein weiteres Mal ins HSV-Tor. Dies lag zum einen am bestens aufgelegten Torwart Marcell Hass, aber zum anderen auch daran, dass die drückend überlegenen Hausherren mitunter zu verspiel agierten. So dauerte es bis zur 20. Minute und bedurft eines Strafstoßes, ehe Kevin Karschau seine Mannen zum dritten Mal Jubeln ließ. Das 4:0 – ebenfalls vom SKG-Torjäger Nr. 1 – folgte stehenden Fußes.

Das 0:4 war für die eifrig rackernden Krefelder indes schmeichelhaft, wie sich nach dem Seitenwechsel deutlich zeigt. Nun gingen die Westfalen wesentlich zielstrebiger zu Werke und schraubten ihre Führung durch Kevin Karschau (30.), Robin Schulz (30.), Liam Hages (32.) sowie Lucas Karschau (38./41.) kontinuierlich in die Höhe. Der Schlussakkord gehörte dann wieder Kevin Karschau, der für die Germanen noch einen Hattrick nachlegte (47./48./50.), während in dieser wilden Phase Steve Emmrich (47.) und Colin Jachtmann (49.) die Krefelder Ehrentreffer markierten.

SK Germania Herringen:M. Schartner, T. Tegethoff; K. Karschau, Li. Hages, J. Klein, R. Schulz, L. Karschau, Lu. Hages. – HSV Krefeld: M. Hass (ab 41. R. Surrey); S. Holtzer, M. Hendricks, D. Horchmer, M. Hackel, D. Quabeck, N. Kluschewski, C. Jachtmann, S. Emmrich. – Schiedsrichter: T. Ehlert / M. Wittig.

Torfolge: 1:0 (5.) K. Karschau, 2:0 (6.) K. Karschau, 3:0 (20./Direkter) K. Karschau, 4:0 (21.) K. Karschau, 5:0 (30./Direkter) K. Karschau, 6:0 (30.) R. Schulz, 7:0 (32.) Li. Hages, 8:0 (38.) L. Karschau, 9:0 (41.) L. Karschau, 10:0 (47.) K. Karschau, 10:1 (47.) S. Emmrich, 11:1 (48.) K. Karschau, 11:2 (49./Direkter) C. Jachtmann, 12:2 (50.) K. Karschau. - Zeitstrafen: SKG 6 min (J. Klein/ 18. - Lu. Hages/23. & 41.) – HSV 6 min (D. Horchmer/20. - S. Holtzer/30. - M. Hass/41.) - Teamfouls: SKG 5 – HSV 4.


RESG Walsum – RSC Darmstadt 6:2 (3:1)

Eine gute Halbzeit lang war es ein Tanz auf des Messers Schneide, bei dem beide Mannschaften gute Chancen liegen ließen. Nachdem die Walsumer dann aber in Führung gegangen waren, ließen sie sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.

Darmstadt überraschte die roten Teufel mit dem frühen 1:0 von Felix Bender (3.), doch die Schockstarre hielt nur kurz vor: Nur zwei Minuten darauf war Sebastian Haas mit dem Ausgleich zur Stelle. Es folgte ein offener, temporeicher Schlagabtausch mit etlichen Torszenen hüben wie drüben, und etlichen spektakulären Rettungstaten der Torsteher Tobias Wahlen (RESG) und Philip Leyer (RSC).

Doch aus einem durchaus leistungsgerechten Gleichstand zur Pause wurde nichts, denn in der Schlussphase des ersten Durchgangs hatten die Walsumer den längeren Atem und fanden durch Felipe Sturla (18.) und Sebastian Haas (22.) binnen weniger Minuten zweimal eine Lücke in der Abwehr der Hessen.

Die wiederum versuchten zum Auftakt in die zweite Runde wieder einen Blitzstart hinzulegen, doch dieses Mal passten die Hausherren besser auf – und konterten eiskalt mit einer weiteren Doublette des Duos Sebastian Haas (32.) und Felipe Sturla (34.). Max Hack verkürzte zwar umgehend, doch der Rekordmeister ließ in der Folge nicht mehr viel anbrennen, machte vielmehr mit dem 6:2 von Xavier Berruezo in der 42. Minute den Sack endgültig zu. 

RESG Walsum:T. Wahlen, R. Lorz; M. Vila-Gallaguet, C. Berg, C. Nusch, J. Dobbratz, X. Berruezo, S. Haas, N. Rilhas, F. Sturla. – RSC Darmstadt: P. Leyer, M. Mensah; F. Bender, P. Cuntz, P. Wagner, M. Hack, M. Behnke, M Abdi, N. Koch. – Schiedsrichter: C. Niestroy / T. Sörensen.

Torfolge: 0:1 (3.) F. Bender, 1:1 (5.) S. Haas, 2:1 (18.) F. Sturla, 3:1 (22.) S. Haas, 4:1 (32.) S. Haas, 5:1 (34.) F. Sturla, 5:2 (35.) M. Hack, 6:2 (42.) X. Berruezo. - Zeitstrafen: RESG 0 min – RSC 0 min - Teamfouls: RESG 12 – RSC 8.


ERG Iserlohn – SC Bison Calenberg 6:4 (2:3)

Abermals eines Kraftakts bedurfte es beim Titelverteidiger aus Iserlohn, um auf heimischem Parkett gegen kampf- und spielstarke Calenberger keine Bruchlandung zu erleben.

Schon die Startphase versprach nichts Gutes für die Hausherren, die sich zunächst in die Defensive gedrängt sahen. Calenberg verpasste es jedoch, die Führung zu markieren – und erhielt die Quittung in Form eines Doppelschlags von Kai Milewski (8./10.). Sicherheit gab dieses 2:0 den Westfalen allerdings nicht, zumal die Niedersachsen praktisch im Gegenzug schon durch Leif Johansson den Anschluss markierten (11.). Auch in der Folge kamen die Hausherren immer wieder einen Schritt zu spät in die Zweikämpfe, was zu blauen Karten für Christopher Hegener (15.) und Kai Milewski (18.) führte. Die beiden daraus resultierenden Strafstöße waren ein Fall für Milan Brandt, der in beiden Fällen eiskalt vollstreckte.

Diesen knappen Vorsprung verteidigten die Bisons bis zum Pausenpfiff, mussten unmittelbar nach Wiederbeginn aber schon das 3:3 durch Nils Hilbertz hinnehmen (26.). Leif Johansson hatte zwar umgehend die erneute SCB-Führung parat (28.), doch Iserlohn war nun deutlich engagierter und riss das Ruder förmlich an sich. Calenbergs Bollwerk hielt noch eine kurze Weile, doch als Milan Brandt „Blau“ erhielt, war der Weg für Timon Henke zum abermaligen Ausgleich frei (32.). Und es kam für die Calenberger noch dicker: Schon zwei Minuten später traf Nils Hilbertz zum 5:4, weitere zwei Minuten darauf legte Christopher Hegener nach. Calenberg versuchte in der Folgezeit alles, um dem Spiel nochmals eine Wende zu verleihen, doch nun war Iserlohn voll konzentriert.

ERG Iserlohn:L. Kost, T. Weber; P. Kirtyan, N. Hilbertz, K. Milewski, C. Hegener, A. Börkei, T. henke. – SC Bison Calenberg: T. Richter, D. Mertens; L. Johansson, R. van den Dungen, M. Brandt, M. Stoffle, J. Mertens, S. Leitmann. – Schiedsrichter: T. Ullrich / S. Häger.

Torfolge: 1:0 (8.) K. Milewski, 2:0 (10.) K. Milewski, 2:1 (11.) L. Johansson, 2:2 (15./Direkter) M. Brandt, 2:3 (18./Direkter) M. Brandt, 3:3 (26.) N. Hilbertz, 3:4 (28.) L. Johansson, 4:4 (32./Direkter) T. henke, 5:4 (34.) N. Hilbertz, 6:4 (36.) C. Hegener. - Zeitstrafen: ERG 6 min (C. Hegener/15. & 44. - K. Milewski/18.) – SCB 4 min (M. Brandt/32. - L. Johansson/37.) - Teamfouls: ERG 5 – SCB 4.


RSC Cronenberg – RHC Recklinghausen 9:0 (5:0)

Theoretisch ist für Recklinghausen im Kampf um die Play-off-Teilnahme noch alles drin, schließlich sind in der Bundesliga noch neun Runden zu spielen. Die klare Niederlage in Cronenberg, zumal gegen einen unmittelbaren Konkurrenten, spricht eine andere Sprache.

Die Löwen zeigten umgehend ihre Krallen und stellten ihre Gäste mit zwei schnellen Treffern von Lucas Seidler (2.) und Benjamin Nusch (4.) vor vollendete Tatsachen. Von diesem frühen Schock erholten sich die Vester nicht mehr, zumal das RSC-Duo just in dem Moment ein weiteres Doppelpack vorlegte, als der RHC so langsam anfing, Aufwind zu sammeln (14./16.). Das 5:0 von Niko Morovic kurz vor der Halbzeitpause war somit schon die Entscheidung (21.).

Im zweiten Durchgang konnten es die Cronenberger nun ruhig angehen lassen, viel Widerstand gab es nämlich nicht mehr abzuwehren. Die größte Chance, zumindest den Ehrentreffer zu markieren, vergaben die Recklinghäuser nach einer guten halben Stunde mit dem Strafstoß nach 10. RSC-Teamfoul. In der Schlussphase gaben die Bergischen nochmal so richtig Gas und trieben durch Tore von Lucas Seidler (2), Benjamin Nusch und Jordi Molet das Resultat kräftig in die Höhe. 

RSC Cronenberg:E. Soriano, F. Hilbertz; M. Bernadowitz, J. Molet, O. Platz, B. Nusch, K. Hövelmann, S. Rath, L. Seidler, N. Morovic. – RHC Recklinghausen: D. Jakubiak, L. Andrioff; L. Sowade, P. Wagner, C. Rindfleisch, Niklas Nohlen, M. Angenendt, M. Schürmann, S. Sowade, Niko Nohlen. – Schiedsrichter: P. Thißen / F. Tönis.

Torfolge: 1:0 (2.) L. Seidler, 2:0 (4.) B. Nusch, 3:0 (14.) B Nusch, 4:0 (16.) L. Seidler, 5:0 (21.) N. Morovic, 6:0 (43.) B. Nusch, 7:0 (44.) L. Seidler, 8:0 (47./Penalty) J. Molet, 9:0 (47.) L. Seidler. - Zeitstrafen: RSC 0 min – RHC 0 min - Teamfouls: RSC 14 – RHC 4.

 

              

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