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DRIV-Pokal 1/4-Finale: IGR knockt Darmstädter Krokodile out

(tg) Nur Titelverteidiger IGR Remscheid hatte mit  Herausforderer RSC Darmstadt eine harte Nuss zu knacken, zog dann aber doch mit einem 5:4-Sieg ins Pokalhalbfinale am 22. April ein. Dort kommt es nun zur Neuauflage der Vorjahres-Endspiele, die Bergischen müssen den Germanen nach Herringen, die Meister Iserlohn klar mit 7:2 distanzierte. Das zweite Halbfinale bietet ein Niederrheinderby zwischen der RESG Walsum, die Calenbergs Bisons mit 17:2 vom Parkett fegte, und dem TuS Düsseldorf-Nord, der den RSC Cronenberg mit 6:1 bezwang.

RSC Darmstadt – IGR Remscheid 4:5 (2:4)

Sehr lange 15 Minuten musste Remscheid seinen knappen Vorsprung gegen unablässig anrennende Darmstädter verteidigen. Doch das bergische Bollwerk hielt, der Titelverteidiger steht im Pokal-Halbfinale - und zeigte beim Erfolg über die Hessen überdies noch großes Fairplay.

Was war passiert? In der 20. Minute kam es im RSC-Strafraum zu einem Zusammenprall zischen Darmstadts Torwart Philip Leyer und IGR-Stürmer Yannick Peinke, was die Unparteiischen als Foul des RSC-Keeper werteten und dieses mit einer blauen Karte ahndeten. Ganz zum Unverständnis des Remscheider Kapitäns, der den Schiedsrichtern umgehend klar machte, dass es sich beim dem Zusammenstoß keineswegs um eine Regelwidrigkeit gehandelt habe und erfolgreich die Rücknahme der Zeitstrafe forderte.

Diese Aktion war umso bemerkenswerter, da sich beide Seiten zuvor durchaus nicht nur mit erlaubten Mitteln versucht hatten, einen Vorteil zu verschaffen, wie 13 Teamfouls und „Blaue“ gegen Max Hack (6.), Alexandre Andrade und Yannick Peinke (beide 13.) dokumentieren. Mit seiner Fairplay-Aktion allerdings schaffte es der Remscheider, dass sich die Wogen glätteten und im weiteren Verlauf keine Nickeligkeiten mehr aufkamen.

Remscheid hatte den besseren Start erwischt und durch Yannick Peinke früh das 1:0 erzielt (3.). Als dann Max Hack auf die Strafbank musste (6.), wurde die Chance zu erhöhen jedoch fahrlässig ausgelassen, was sich prompt rächte: In Unterzahl enteilte Alexandre Andrade und schob zum 1:1 ein (7.). Es folgte ein intensiver Schlagabtausch, bei dem die Remscheider im Abschluss mehr Kaltschnäuzigkeit bewiesen und durch Maximilian Richter (11.) sowie Daniel Strieder (15.) nun mit zwei Treffern in Führung gingen.

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Es folgte die eingangs erwähnte Szene, der umgehend das 2:3 durch Alexandre Andrade folgte (21.), doch Maximilian Richter (25.) und Daniel Strieder (30.) bauten den IGR-Vorsprung schnell wieder aus. Dass das 5:2 schon das IGR-Siegtor sein sollte, war indes nicht zu erwarten gewesen. Zumal die Darmstädter nur fünf Minuten später wieder auf Tuchfühlung herangekommen waren, nachdem Max Hack (34.) und Alexandre Andrade (35.) genau Maß genommen hatten. Doch so sehr sich beide Seiten im weiteren, immerhin noch 15-minütigen, Verlauf auch bemühten, die Kugel wollte weder hüben noch drüben kein weiteres Mal mehr über die Torlinie.    

RSC Darmstadt:P. Leyer, M. Mensah; K. Cepa, F. Bender, P. Cuntz, N. Koch, M. Hack, M. Behnke, D. May, A. Andrade. – IGR Remscheid: M. Kreidewolf, J. Langenohl; J. Dutt, F. Selbach, Y. Peinke, M. Richter, Y. Lukassen, D. Strieder, J. Kulessa, T. Cramer. – Schiedsrichter: T. Flössel / S. Dahlbock.

Torfolge: 0:1 (3.) Y. Peinke, 1:1 (7./Unterzahl) A. Andrade, 1:2 (11.) M. Richter, 1:3 (15.) D. Strieder, 2:3 (21.) A. Andrade, 2:4 (25.) M. Richter, 2:5 (30.) D. Strieder, 3:5 (34.) M. Hack, 4:5 (35.) A. Andrade. - Zeitstrafen: RSC 6 min (M. Hack/6. - A. Andrade/13. - K. Cepa/37.) – IGR 4 min (Y. Peinke/13. - F. Selbach/37.) - Teamfouls: RSC 14 – IGR 9.

ERG Iserlohn – SK Germania Herringen 2:7 (0:2)

Der Meister aus Iserlohn erhielt im westfälischen Pokalderby eine Lehrstunde und kassierte gegen Herringen die höchste Heimniederlage in einem nationalen Wettbewerb seit 2005. Damals unterlag die ERG Cronenberg in einem Meisterschaftsspiel mit 1:7.

Ein Blick auf die Kaderliste zeigt aber auch, dass Iserlohn sich mit stark Ersatz geschwächten Mannschaft dem in Bestbesetzung angetretenen Ligaspitzenreiter erwehren musste. Der ließ sich auch nicht lange bitten und schlug aus den personellen Schwächen der Gastgeber eiskalt Profit: So sorgte Robin Schulz für die frühe Führung (6.), wenig später verwandelte Lucas Karschau einen Direkten infolge einer blauen Karte für Carlos Nunez sicher zum 2:0.

Damit war zwar noch längst keine Entscheidung gefallen, es war aber offensichtlich, dass der Vorsprung von Iserlohn nur mit größten Anstrengungen kompensierte werden könnte. Den Hausherren fehlte es schlichtweg an der nötigen Substanz, um Herringen nochmals gefährlich werden zu können.

Als die Germanen den zweiten Durchgang dann umgehend mit dem 3:0 durch Kevin Karschau eröffneten, war die Richtung vorgegeben (27.). Stefan Gürtlers 4:0 (36.) konterte Andre Costa zwar schnell mit dem Anschluss (39.). Dass dieser Treffer aber erst nach einer Strafzeit gegen Stefan Gürtler zustande kam, noch dazu per Strafstoß, offenbart die Dominanz der Herringer, die umgehend durch Kevin Karschau den alten Abstand wieder herstellten (40.). Noch in derselben Minute verkürzte Jens Behrendt zwar nochmals, doch die Germanen ließen sich nicht mehr in Bedrängnis bringen, sondern machten ihren Triumpf durch zwei weitere Tore von Kevin Karschau (43./46.) perfekt.    

ERG Iserlohn:L. Kost, P. Glowka; C. Nunez, N. Hilbertz, A. Münger, C. Hegener, Ad. Börkei, J. Behrendt, T. Henke, A. Costa. – SK Germania Herringen: T. Tegethoff, M. Schartner; K. Karschau, Li. Hages, M. Storck, S. Gürtler, P. Michler, J. Klein, L. Karschau, R. Schulz. – Schiedsrichter: T. Ehlert / L. Nawratil.

Torfolge: 0:1 (6.) R. Schulz, 0:2 (12./Direkter) L. Karschau, 0:3 (27.) K. Karschau, 0:4 (36.) S. Gürtler, 1:4 (39./Direkter) A. Costa, 1:5 (40.) K. Karschau, 2:5 (40.) J. Behrendt, 2:6 (43./Direkter) K. Karschau, 2:7 (46.) K. Karschau. - Zeitstrafen: ERG 4 min (C. Nunez/12. - N. Hilbertz/43.) – SKG 2 min (S. Gürtler/39.) - Teamfouls: ERG 10 – SKG 9.

TuS Düsseldorf-Nord – RSC Cronenberg 6:1 (0:0)

RSC-Torwart Leon Geisler war 32 Minuten lang der Fels in der Brandung der Düsseldorfer Angriffe. Dann aber unterlief dem Junglöwen ein Foulspiel, was den Gastgebern zum Durchbruch verhalf…

Die Rheinländer knüpften nahtlos an die Bundesliga-Begegnung eine Woche zuvor an und nahmen das Cronenberger Tor praktisch unter Dauerbeschuss. Der junge Keeper fischte allerdings alles, darunter auch einige Unhaltbare, ab. Da zugleich die Gäste sich aber kaum aus der TuS-Umklammerung befreien konnten, war die logische Konsequenz ein torloses remis zur Pause.

Nach dem Wiederanpfiff änderte sich zunächst nichts, bis Leon Geisler eben jener Fehler unterlief, der ihm eine blaue Karte einbrockte (32.). Nun musste Alexander Modrzewski zwischen die Pfosten, der gegen den Strafstoß auch noch abwehren konnte, in Unterzahl dann aber einen Schuss von Tobias Paczia passieren lassen musste (33.). Und ehe die Strafzeit gegen Leon Geisler abgelaufen war, schlug auch noch Andre Beckmann eiskalt zu (34.).

Nun mussten die Gäste natürlich mehr riskieren, sie gaben folglich ihre defensive Formation auf und setzten alles daran, den Anschluss zu markieren. Die Versuche waren aber nicht vom Erfolg gekrönt. Als in den Schlussminuten erst Daniel Leandro (45.) und dann auch Jordi Molet (47.) die Bergischen erneut in Unterzahl brachten, war der Weg für die TuSler frei: Daniel Kutscha (3) und Tobias Paczia machten das halbe Dutzend voll, ehe Jan Vester zumindest noch der Ehrentreffer gelang.         

TuS Düsseldorf-Nord:J. Kutscha, Lu. Brandt; A. Beckmann, N. Fichtner, D. Kutscha, T. Paczia, C. Gatermann, J. Pink, L. Scheulen. – RSC Cronenberg: L. Geisler (32. – 35. A. Modrzewski); M. Bernadowitz, J. Molet, J. Vester, B. Nusch, M. Thiel, D. Leandro, Aa. Börkei. – Schiedsrichter: T. Ullrich / B. Ullrich.

Torfolge: 1:0 (33./Überzahl) T. Paczia, 2:0 (34.) A. Beckmann, 3:0 (45.) T. Paczia, 4:0 (45./Direkter) D. Kutscha, 5:0 (47./Direkter) D. Kutscher, 6:0 (50.) D. Kutscha, 6:1 (50.) J. Vester. - Zeitstrafen: TuS 2 min (N. Fichtner/17.) –RSC 8 min (J. Molet/17. & 47. - L. Geisler/32. - D. Leandro/45.) - Teamfouls: TuS 9 – RSC 11.

RESG Walsum – SC Bison Calenberg 17:2 (9:1)

Die roten Teufel galten im Vorfeld als klarer Favorit. Dass es gegen die Calenberger dann aber so einfach werden würde, war sicherlich nicht zu erwarten: Die Bisons erwiesen sich nur in den ersten zehn Minuten als konkurrenzfähig.

Lag es nun daran, dass die Hausherren die Aufgabe zu sehr auf die leichte Schulter nahmen, oder doch an der sehr defensiven Ausrichtung der Niedersachsen: In der Startphase jedenfalls war es eine ausgeglichene Partie, die nach Treffern von Sebastian Haas (6.) und Mateus Luther (9.) folgerichtig 1:1 stand.

Dann aber erkannten die Walsumer, dass sie durchaus mehr investieren müssten – und legten gleich zwei Schüppen mehr drauf. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten, binnen drei Minuten sorgten Sebastian Haas, Miquel Vila-Gallaguet und Xavier Berruezo für eine klare 4:1-Führung (13.). Damit war Calenberg klar die Grenze aufgezeigt, fortan kontrollierten die Rheinländer problemlos das Geschehen und bauten ihren Vorsprung durch Treffer von Nuno Rilhas, Xavier Berruezo, Pedro Queiros (2) und Christopher Nusch bis zur Pause weiter aus.

Der zweite Durchgang geriet dann zum RESG-Schaulaufen, wobei es die Akteure mitunter zu verspielt angingen, sodass bis zur 39. Minute nur ein weiteres Tor von Sebastian Haas zu verzeichnen war. Dann aber leitete Christopher Berg eine furiose Endphase ein, als er sich mit dem 11:1 als letzter bis dato noch torloser Walsumer in der Statistik verewigte. Der Tore ließ er selbst noch folgen, dazu kam ein Hattrick von Pedro Queiros – der Kantersieg war perfekt, wobei das zwischenzeitliche 2:11 von Sven Kirnig fast unterging.

RESG Walsum:T. Wahlen (ab 26. R. Lorz); M. Vila-Gallaguet, C. Berg, C. Nusch, X. Berruezo, S. Haas, N. Rilhas, P. Queiros. – SC Bison Calenberg: R. Kaas (ab 47. D. Kuczynski); S. Kirnig, L. Johansson, H. Philipp, M. Bässler, D. Luther, M. Stoffle. – Schiedsrichter: D. Loewe / S. Häger.

Torfolge: 1:0 (6.) S. Haas, 1:1 (9.) M. Luther, 2:1 (10.) S. Haas, 3:1 (10.) M. Vila-Gallaguet, 4:1 (13./Penalty) X. Berruezo, 5:1 (19.) N. Rilhas, 6:1 (21.) X. Berruezo, 7:1 (22.) P. Queiros, 8:1 (23.) P. Queiros, 9:1 (25.) C. Nusch, 10:1 (29.) S. Haas, 11:1 (39. C. Berg, 11:2 (40.) S. Kirnig, 12:2 (42.) P. Queiros, 13:2 (44.) P. Queiros, 14:2 (45.) C. Berg, 15:2 (48./Direkter) P. Queiros, 16:2 (49.) C. Berg, 17:2 (49.) C. Berg. - Zeitstrafen: RESG 0 min – SCB 6 min (L. Johansson/27. - M. Luther/48. & 48.) - Teamfouls: RESG 8 – SCB 5.

 

So geht’s weiter …

… am 22. April 2017 mit dem Halbfinale                                     

IGR Remscheid (TV)      -           SK Germania Herringen              15.30 Uhr, Sporthalle Hackenberg

RESG Walsum                 -           TuS Düsseldorf-Nord                  15.30 Uhr, Sporthalle Beckersloh
 

DRIV-Pokal 1/4-Finale: IGR trifft auf den RSC Darmstadt

(tg) Vergleicht man die anstehenden Paarungen des Pokal-Viertelfinales mit dem Bundesliga-Spielplan, so ergeben sich erstaunliche Parallelitäten: Alle vier Begegnungen zum Beginn der heißen Saisonphase in diesen Wochen doppelt im Kalender!

So trafen sich vor Wochenfrist erst der TuS Düsseldorf-Nord und der RSC Cronenberg in der Rollsporthalle Unterrath, wobei die RSC-Löwen ihren 3:2-Ligaerfolg teuer erkauften, verletzte sich ihre Nr. 1, Eric Soriano, bei einer Abwehraktion schwer an der Schulter. Auf den Spanier werden die Bergischen somit zwischen den Pfosten wohl verzichten müssen, was den erwünschten Einzug ins Halbfinale nicht einfacher machen wird. Zumal die Gastgeber nach der ebenso knappen wie unglücklichen Niederlage wohl alles daran setzen werden, um sich umgehend zu revanchieren (Sa., 18 Uhr – Rollsporthalle Unterrath).

Der eigentliche Kracher des Viertelfinales steht jedoch schon im 15.30 Uhr auf dem Programm: Am Iserlohner Hemberg empfängt Meister ERG Iserlohn den Bundesliga-Primus SK Germania Herringen, sodass einer der „dicken Fische“ im Haifischbecken früh auf der Strecke bleiben wird. Im Ligaduell, allerdings in Herringen, fegten die Germanen den westfälischen Nachbarn klar mit 7:2 vom Feld, in der Heimat ist Iserlohn derweil allerdings deutlich schwerer zu bezwingen – auch für die so offensivstarken Germanen: Deren letzter Erfolg in Iserlohn datiert vom 7. Juni 2014. Nur eine Woche später dürfen die beiden Clubs dann in der Liga erneut ihre Kräfte messen…

Der RSC Darmstadt hat es im heimischen Landesleistungszentrum mit dem Titelverteidiger IGR Remscheid zu tun (Sa., 15.30 Uhr) – und auch dieses Paarung wiederholt sich kurz darauf (wenn auch in umgekehrter Konstellation) im Ligaendspurt. Gemessen an der jüngsten Serie mit sieben Siegen gehen die Hessen mit großem Selbstbewusstsein in das Spiel. Aber auch die Remscheider haben das Halbfinale fest im Auge, zumal sie aus eigener Erfahrung wissen, dass der Pokal der kürzeste Weg nach Europa ist: Im Vorjahr verpassten sie in der Liga die internationale Qualifikation, um dann als Pokalsieger doch noch das Ticket zu ziehen – und damit eine Erfolgswelle loszulösen, die ihresgleichen sucht. 


Die vermeintlich leichteste Aufgabe im Viertelfinale hat vermeintlich die RESG Walsum vor der Brust, gastiert mit dem SC Bison Calenberg doch der einzige Club in der Sporthalle Beckersloh (Sa., 15.30Uhr), die momentan keinen Play-off-Platz belegt, sondern – nach der Rückkehr von Leitwolf Milan Brandt nach Herringen – tatsächlich noch in Abstiegsgefahr geraten könnte. Ohne den Goalgetter hatten die Niedersachen in Remscheid (1:19) gerade noch Zweitliga-Niveau und werden beim der zweitplatzierten Rekordmeister sicherlich auch nur ein Sparringspartner sein.


Der Spieltag im Überblick …
… im Viertelfinale am 25. März 2017

ERG Iserlohn                -           SK Germania Herringen              15.30 Uhr, Hemberg-Halle

RSC Darmstadt             -           IGR Remscheid                           15.30 Uhr, Landesleistungszentrum

RESG Walsum               -           SC Bison Calenberg                   15.30 Uhr, Sporthalle Beckersloh

TuS Düsseldorf-Nord     -           RSC Cronenberg                        18.00 Uhr, Rollsporthalle Unterrath         

 

Bundesliga, Nachholspiel: IGR mit schweren Beinen zum Sieg

(tg) Mit müden Knochen spulte die IGR Remscheid in den Niederlanden ihr Pflichtprogramm ab und hält durch den 6:3-erfolg in Valkenswaard weiter Kontakt zum Spitzenduo aus Herringen und Walsum. 

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Valkenswaardse RC – IGR Remscheid 3:6 (1:3)

Nach der unglücklichen Niederlage im Penaltyschießen tags zuvor, mussten die Bergischen gleich zu Beginn den nächsten Tiefschlag verdauen: Dave Holtzer hatte gleich die erste VRC-Attacke mit dem 1:0 abgeschlossen. Mit schweren Beinen machten sich die Remscheider nun daran, den Rückstand zu egalisieren, doch erst nach einer Auszeit (13.) fanden sie die dazu notwendige Ordnung im Angriff. Mit einer besprochenen Angriffsvariante wurde nun Yannik Lukassen freigespielt, der nur noch einzudrücken brauchte (15.).

Doch die Hausherren gaben sich unbeeindruckt und hielten mit offenem Visier dagegen. Die IGR hatte durchaus ihre Mühen, die niederländischen Konter rechtzeitig zu bremsen, schlug dann aber genau mit diesem Mittel zurück: Binnen 60 Sekunden enteilten Fabian Selbach (23.) und Daniel Strieder (24.) und zeigten dabei Kaltschnäuzigkeit im Abschluss.

Und die Gäste legten unmittelbar nach Wiederbeginn mit gleicher Münze nach. Wiederum Daniel Strieder (30.) und zwei Minuten darauf Yannik Lukassen (32./Direkter) schraubten den Vorsprung auf 5:1. Der VRC antwortete zwar umgehend durch Davy van Willigen, doch alles weitere Anrennen war in der Folge dann vergeblich. So blieb eine Strafstoßchance nach 10. IGR-Teamfoul ungenutzt (36.), das 3:5 gelang Stan Holtzer erst in der 45. Minute. Zu spät, um noch die Verlängerung zu erreichen. Zumal Lukas Kuhn kurz vor dem Ende mit dem sechsten Treffer den Remscheider Erfolg in trockene Tücher brachte.       

Valkenswaardse RC:P. Santos, J. van den Dungen; A. Nottebohm, D. Real, R. van den Dungen, D. Holtzer, S. Holtzer, D. van Willigen. – IGR Remscheid: J. Langenohl, M. Raab; F. Selbach, L. Kuhn, Y. Peinke, M. Richter, Y. Lukassen, D. Strieder, A. Ober, J. Kulessa. – Schiedsrichter: T. Sörensen / M. Wittig.

Torfolge: 1:0 (2.) D. Holtzer, 1:1 (15.) Y. Lukassen, 1:2 (23.) F. Selbach, 1:3 (24.) D. Strieder, 1:4 (30.) D. Strieder, 1:5 (32./Direkter) Y. Lukassen, 2:5 (33.) D. van Willigen, 3:5 (45.) S. Holtzer, 3:6 (50.) L. Kuhn. - Zeitstrafen: VRC 2 min (D. van Willigen/25.) – IGR 0 min - Teamfouls: VRC 17 – IGR 14.
 

Bundesliga, 18. Spieltag: Super Spiel, klasse Kampf, Lotterie verloren

In einem hochklassigen Spiel verliert die IGR bei der RESG Walsum im Penaltyschiessen, nimmt aber einen Punkt mit.

Das Heimteam hatte dabei den besseren Start und konnte in Minute 2 nach einem krassen Fehler in der IGR-Defensive in Führung gehen, die Daniel Strieder quasi im Gegenzug zum 1:1 ausglich. Es folgte die beste Phase der IGR, die durch Jannick Peinke und Max Richter einen 1:3-Vorsprung herausschossen. Walsums 2:3-Anschlusstreffer unmittelbar vor dem Pausenpfiff war erneut durch einen Fehler in der Defensive begünstigt. Nach dem Wechsel ging es dann Schlag auf Schlag: Die Duisburger glichen nur Sekunden nach Wiederanpfiff aus, Max Richter Sekunden erzielte Sekunden später die erneute IGR-Führung. Daniel Strieder baute diese nach blauer Karte gegen Walsum auf 3:5 aus. Doch das Heimteam schlug zurück und drehte das Spiel binnen 4 Minuten in ein 6:5. Jetzt war die Moral bei den Blau-weißen gefragt und die lieferten: Eine halbhohe Hereingabe von Kapitän Yannick Peinke nahm Yannik Lukassen volley ab und stellte auf 6:6. Der Rest war Rollhockey-Bundesliga, wie sie Spaß macht. Beide Teams suchten die Entscheidung, die in der Schlusssekunde mit einem Pfostenkracher von Yannick Peinke in die Verlängerung vertagt wurde. Wieder schaffte Walsum die Führung kurz nach dem Anpfiff, unmittelbar nach Beginn der 2. Verlängerungshälfte glich Alex Ober für Remscheid aus. Dann folgte das unvermeidliche Penaltyschießen: Fabian Selbach für blau-weiß und Sebastian Haas für rot-weiß versenkten und wieder ging es in die Verlängerung. Yannik Lukassen brachte die IGR letztmalig in Front, doch zwei Treffer von Sebastian Haas der RESG den zweiten Punkt.
Eine Klasseleistung bringt der IGR zwar nur einen Punkt ein, aber wer kann schon sagen, wofür der noch gut sein wird ...
Schon am morgigen Sonntag um 14:30 geht es in Valkenswaard weiter. Wenig Zeit also für die IGR, um zu regenerieren. 
 

 

Bundesliga, 18. Spieltag: Die Zeit der Rechenspiele

(tg) Vier Spieltage sind noch in der Hauptrunde der 1. Rollhockey-Bundesliga zu spielen, doch das Feld hat wohl seine Startordnung für die folgende Play-off-Phase schon so gut wie gefunden. Noch gibt es zwar für alle Teams durchaus den Spielraum ein Rang gut zu machen – oder auch zu verlieren. Doch ein Blick auf das Restprogramm zeigt, dass die Top-Acht nur noch sechs Direktbegegnungen ausfechten müssen. Drei davon stehen am kommenden Samstag auf dem Plan, der damit vorentscheidend sein kann.

Die kommenden Wochen könnten vor allem an der Spitze noch einmal einiges durcheinander wirbeln, denn mit dem Verfolgerduell zwischen der RESG Walsum und der IGR Remscheid (Sa., 15.30 Uhr – Sporthalle Beckersloh) beginnt ein regelrechter Endspurt um Rang 1, den momentan die SK Germania Herringen innehat. Die Westfalen haben am kommenden Wochenende zu Hause gegen den HSV Krefeld zwar eine leichtere Aufgabe vor der Brust (Sa., 18 Uhr – Glückauf-Arena), müssen in den kommenden Wochen aber noch zum Titelverteidiger ERG Iserlohn (1. April) und zum Pokalsieger IGR Remscheid (29. April) – und hat damit eindeutig das schwierigste Restprogramm im Vergleich zu  Walsum. Mit einem Erfolg über den HSV, der im ersten Treffen klar mit 14:0 distanziert worden ist, würde der aktuelle knappe 3-Punkte-Vorsprung zumindest gewahrt.

Wollen die roten Teufel aber ernsthaft nochmal die Poleposition attackieren, so ist eine Wiederholung des 8:4-Sieges in Remscheid Pflicht. Sollten andererseits die Bergischen beim Rekordmeister erfolgreich sein – und dann am Sonntag im Nachholspiel beim Valkenswaardse RC (19 Uhr – VRC-Rollerdom) noch nachlegen, stünde ihnen der Weg zur Tabellenspitze wieder weit offen. Für die Niederländer dagegen ist durchaus noch Rang acht erreichbar, aber auch für sie gilt dabei: Erst einmal die Pflicht erfüllen, wenn am Samstag das Gastspiel beim SC Moskitos Wuppertal ansteht (15 Uhr – Sporthalle Am Kothen). Die haben sich schon im Hinspiel nur knapp mit 2:3 bezwingen lassen und werden ihre letzte Chance auf einen Punktgewinn sicherlich nicht kampflos verstreichen lassen. Der direkte Klassenerhalt ist für die Wuppertaler zwar seit vergangener Woche nicht mehr möglich, die Relegation allerdings theoretisch noch erreichbar.

Doch nicht nur oben und unten in der Tabelle liegt noch einiges in der Luft, auch im Mittelfeld könnten am Samstag einige Rochaden erfolgen. Im hessischen Landesleistungszentrum erwartet der RSC Darmstadt etwa die ERG Iserlohn zum Endspiel um Rang 4 (Sa., 18 Uhr). Derzeit beträgt der Vorsprung der Krokodile auf den Titelverteidiger lediglich einen Punkt. Dass die Westfalen im Hinspiel klar mit 7:3 gewannen, ist indes keine Garantie, den Platz erneut als Sieger zu verlassen. Darmstadt ist überaus heimstark, was die Iserlohner im Vorjahr im Pokal (1:3) und im laufenden Wettbewerb die Walsumer (4:5) erfuhren. Allerdings sind die Hessen auch überaus launisch, wie ein 1:10 gegen Herringen ebenso unterstreicht wie da 3:6 gegen Cronenberg…


Eine „Etage“ weiter unten steht ein weiteres Finale an: Der TuS Düsseldorf-Nord will gegenüber Gast RSC Cronenberg den sechsten Platz verteidigen (Sa., 18 Uhr – Rollsporthalle Unterrath). Die Rheinländer haben dabei einen kleinen Bonus im direkten Vergleich, haben sie im ersten Aufeinandertreffen doch mit 4:2 gewonnen. Die Bergischen dagegen zeigten sich zuletzt bärenstark und haben immerhin vier ihrer neun Auswärtsspiele gewonnen. Unter dem Strich sind beide Mannschaften in ihren Leistungen sehr wankelmütig, vor allem die TuSler, die im Sommer 2016 im DM-Halbfinale standen, hinken ihren Erwartungen deutlich hinterher.

Der Spieltag im Überblick …

… am 18. März 2017 mit dem 19. Spieltag                        

SC Moskitos Wuppertal  -           Valkenswaardse RC       15.00 Uhr, Sporthalle Am Kothen

RESG Walsum                -           IGR Remscheid             15.30 Uhr, Sporthalle Beckersloh
TuS Düsseldorf-Nord      -           RSC Cronenberg           18.00 Uhr, Rollsporthalle Unterrath

RSC Darmstadt             -             ERG Iserlohn                 18.00 Uhr, Landesleistungszentrum

SK Germania Herringen  -          HSV Krefeld                  18.00 Uhr, Glückauf-Arena

SC Bison Calenberg       -           RHC Recklinghausen     verlegt auf den 2.4.2017, 17 Uhr

… am 19. März 2017 mit einem Nachholspiel vom 12. Spieltag                                

           Valkenswaardse RC       -           IGR Remscheid               15.30 Uhr, Rollerhal
 

              

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