Get Adobe Flash player

Bundesliga, Play-off 1/4-Finale: Die Fabian-Selbach-Show bringt die IGR ins Halbfinale

(tg) Die Ergebnisse der Hinspiel versprachen Spannung, doch diese Verheißung wurde nicht erfüllt: Walsum, Remscheid, Herringen und Iserlohn nutzten ihren Heimvorteil im zweiten Spiel konsequent aus, womit die vier Bestplatzierten der Hauptrunde letztlich souverän in die DM-Halbfinal einzogen.    
IGR Remscheid – RSC Cronenberg 14:6 (5:2)
War das erste Spiel schon ein Nervenkrimi, so schafften es die bergischen Kontrahenten im Rückspiel dem Ganzen noch eine Krone aufzusetzen. Spieler des Tages bei diesem Spektakel war Fabian Selbach, der in den letzten 14 Minuten sechsmal ins Schwarze traf und somit Remscheid im Alleingang ins Halbfinale schoss.

Vor mit knapp Zuschauern vollbesetztem Haus schwankte Remscheid anfangs zwischen offensivem Start und Absicherung des eigenen Tores, während die Cronenberger ganz klar aus der Abwehr heraus agierten – und damit anfangs besser fuhren. Denn während die Hausherren zwar wollten, sich aber nicht recht trauten – und dadurch einige Bälle leichtfertig verloren – konterten die Grün-Weißen zielstrebig und bejubelten schließlich das 1:0 durch Daniel Leandro (9.). Just dieser Gegentreffer brachte im IGR-Lager die nötige Ordnung, um in den folgenden Minuten umso vehementer zurückzuschlagen: Alexander Ober (11./18.) und Yannick Peinke (13./14./25.) drehten den Spieß um.
Auf der Gegenseite gelang Jordi Molet indes das zweite RSC-Tor (20.), dessen Bedeutung erst nach dem Seitenwechsel zum Tragen kam. Denn nun legten die Cronenberger plötzlich einen Gang zu und überrumpelten ihre Gastgeber damit regelrecht. Jordi Molet (30.) und Sebastian Rath (33.) sorgten für den Anschluss, ehe Benjamin Nusch tatsächlich der Ausgleich gelang (35.). Marcell Wienberg reagiert umgehend, nahm eine Auszeit und glättete damit nicht nur rechtzeitig die Wogen, sondern schickte mit Fabian Selbach auch den entscheidenden Akteur auf das Feld. Der schoss die Blau-Weißen nicht nur prompt wieder in Führung (37.), sondern legte im 2-Minuten-Takt bis zum 9:5 nach (45.). Nun waren die Remscheider im Fluss, ließen sich auch von Jordi Molets 6:9 (46.) nicht mehr aus dem Tritt bringen, sondern stürmten mit wehenden Fahnen und fünf weiteren Toren durch Maximilian Richter (47.), Joshua Dutt (47./48.) und nochmals Fabian Selbach (49./49.) ins Halbfinale.   

IGR Remscheid:M. Kreidewolf, J. Langenohl; J. Dutt, F. Selbach, Y. Peinke, M. Richter, Y. Lukassen, D. Strieder, A. Ober, R. Selbach. – RSC Cronenberg: L. Geisler, A. Modrzewski; J. Molet, J. Vester, B. Nusch, S. Rath, K. Riedel, L. Seidler, D. Leandro, Aa. Börkei. – Schiedsrichter: M. Wittig / L. Niestroy.

Torfolge: 0:1 (9.) D. Leandro, 1:1 (11.) A. Ober, 2:1 (13.) Y. Peinke, 3:1 (14.) Y. Peinke, 4:1 (18.) A. Ober, 4:2 (20.) J. Molet, 5:2 (25.) Y. Peinke, 5:3 (30.) J. Molet, 5:4 (33.) S. Rath, 5:5 (35.) B. Nusch, 6:5 (37.) F. Selbach, 7:5 (40.) F. Selbach, 8:5 (42.) F. Selbach, 9:5 (45.) F. Selbach, 9:6 (46.) J. Molet, 10:6 (47.) M. Richter, 11:6 (47./Direkter) J. Dutt, 12:6 (48.) J. Dutt, 13:6 (49.) F. Selbach, 14:6 (49.) F. Selbach. - Zeitstrafen: IGR 4 min (M. Richter/15. - D. Strieder/50.) – RSC 2 min (J. Molet/15.) - Teamfouls: IGR 12 – RSC 12.

RESG Walsum – RHC Recklinghausen 7:3 (3:2)
Ernsthafte Zweifel am Weiterkommen der Walsumer hatte niemand mehr, auch nicht im Lager der Recklinghäuser. Die aber wollten bei den roten Teufeln zumindest so teuer wie möglich verkaufen, was ihnen mit Ausnahme einer vierminütigen Schwächephase auch gelang.

Felipe Sturla legte schon in den ersten 60 Sekunden das 1:0 für die Rheinländer vor, doch die Gäste ließen sich davon nicht beirren. Sie hatten nach dem 4:11 am Vortag nichts mehr zu verlieren und spielten entsprechen befreit auf. Der Lohn: Niklas Nohlen (5.) und Christoph Rindfleisch (9.) drehten den Spieß um. Allerdings nur für wenige Sekunden, dann war Sebastian Haas schon wieder mit dem 2:2 zur Stelle. Doch die Partie blieb offen, was auch daran lag, dass die Walsumer etwas zu leichtfertig mit ihren Gelegenheiten umgingen, lediglich Christopher Berg schaffte es noch einmal, die Kugel im RC-Tor unterzubringen (18.).

Ehe die Gäste nach dem Wiederanpfiff so richtig über eine erneute Gleichstellung des Spielstandes nachdenken konnten, war das Spiel dann allerdings entschieden. „Mann der Tat“ war dabei Xavier Berruezo, dem binnen vier Minuten ein lupenreiner Hattrick gelang und somit den Sieg auch im zweiten Match im Grunde schon festzurrte (31.). Walsum kontrollierte fortan das Spiel, legte durch Jan Dobbratz noch ein Tor nach (43.), ehe Christoph Rindfleisch mit dem letzten RHC-Treffer der Saison 2016/17 den Schlusspunkt setzte (49.)

RESG Walsum:T. Wahlen, R. Lorz; C. Berg, C. Nusch, J. Dobbratz, X. Berruezo, S. Haas, N. Rilhas, F. Schmidt, F. Sturla. – RHC Recklinghausen: D. Jakubiak (ab 26. L. Andrioff); M. Angenendt, P. Wagner, C. Rindfleisch, Niklas Nohlen, M. Schürmann, D. Cholewinski, Niko Nohlen, F. Teelen. – Schiedsrichter: C. Niestroy / K. Andres.

Torfolge: 1:0 (1.) F. Sturla, 1:1 (5.) Niklas Nohlen, 1:2 (9.) C. Rindfleisch, 2:2 (9.) S. Haas, 3:2 (18.) C. Berg, 4:2 (27.) X. Berruezo, 5:2 (27.) X. Berruezo, 6:2 (31./Penalty) X. Berruezo, 7:2 (43.) J. Dobbratz, 7:3 (49.) C. Rindfleisch. - Zeitstrafen: RESG 0 min – RHC 0 min - Teamfouls: RESG 10 – RHC 10.

SK Germania Herringen – TuS Düsseldorf-Nord 8:3 (3:1)

Wie am Vortag tragen beide Seiten wieder nur unter Protest an, wobei es zumindest den Herringern am Ende dann wohl egal war, denn das angestrebte Halbfinale wurde ja letztlich erreicht. Allerdings wehrten sich die Düsseldorfer bis zum Schluss erheblich, erst ein Viererpack in den Schlussminuten brachte den Germanen den Durchbruch.

Es war zu Beginn ein zähes Ringen, denn beide Mannschaften legten zunächst ihr Hauptaugenmerk auf die Absicherung des eigenen Tores. Zumindest bei den Hausherren hielt die Zurückhaltung mit den eigenen Fans im Rücken aber nicht lange an, Milan Brandt belohnte den Mut zum Risiko mit dem frühen 1:0 (8.).

Danach musste naturgemäß auch der TuS seine Offensivbemühungen verstärken, war zu einem offenen Schlagabtausch führte, in dem die Torhüter sich über Arbeitsmangel nicht beschweren konnten. Dass der 200-Tore-Sturm der Germanen zur Pause dank Treffern von Robin Schulz (16.) und Stefan Gürtler (20.) vorne lag, war im Grunde Zufall, denn auch die Düsseldorfer, für die Jonas Pink traf (19.), hatten Chancen in Hülle und Fülle.

Milan Brandts 4:1 kurz nach dem Seitenwechsel ließ zunächst vermuten, dass Herringen sich nun deutlicher absetzen würde. Doch die TuSler nahmen rasch den Fanden wieder auf und boten weiter gekonnt Paroli. Nur im Abschluss blieben sie weiterhin glücklos, wenngleich hinten auch kaum noch etwas anbrannte. Als sechse Minuten vor dem Ablauf der Uhr Andre Beckmann das 2:4 gelang, keimte folglich nochmals Hoffnung bei den Rheinländern auf – die vier Minuten später aber großer Tristesse gewichen war: Im Minutentakt hatten Lucas Karschau (45./47.), Milan Brandt (46.) und Marcel Stork (48.) für den Sportklub eingenetzt. So blieb Tobias Paczia nur noch das TuS-Schlusswort (50.).    

SK Germania Herringen:T. Tegethoff, M. Schartner; Li. Hages, M. Stork, S. Gürtler, P. Michler, R. Schulz, M. Brandt, L. Karschau, Lu. Hages. – TuS Düsseldorf-Nord: J. Kutscha, Lu. Brandt; J. Pink, N. Fichtner, A. Paczia, T. Paczia, C. Gatermann, T. Abdalla, D. Kutscha, A. Beckmann. – Schiedsrichter: B. Ullrich / D. Loewe.

Torfolge: 1:0 (8.) M. Brandt, 2:0 (16.) R. Schulz, 2:1 (19.) J. Pink, 3:1 (20.) S. Gürtler, 4:1 (30.) M. Brandt, 4:2 (44.) A. Beckmann, 5:2 (45./Penalty) L. Karschau, 6:2 (46.) M. Brandt, 7:2 (47.) L. Karschau, 8:2 (48.) M. Stork, 8:3 (50.) T. Paczia. -Zeitstrafen: SKG 0 min – TuS 0 min - Teamfouls: SKG 6 – TuS 9.

ERG Iserlohn – RSC Darmstadt 5:1 (2:0)

Die Festung Hemberg bleibt für die Darmstädter eine nicht einzunehmende Bastion, der dort beheimatete Titelverteidiger Iserlohn zog unter dem Strich souverän ins die Vorschlussrunde ein.

Wohin die Reise gehen würde, erfuhren die Hessen schon in den ersten Minuten, in denen die Westfalen ein regelrechtes Offensivfeuerwerk abfackelten und durch Sergio Pereira folgerichtig früh in Führung gingen (3.). Im weiteren Verlauf stabilisierte sich die RSC-Defensive dann zwar deutlich, doch die Iserlohner blieben das bestimmende Team. Einzig mit der schon obligatorisch leichtfertigen Chancenverwertung haderte ERG-Coach Jens Behrendt einmal mehr, sodass ihm schon ein dicker Stein der Erleichterung von den Schultern fiel als kurz vor der Pause Timon Henke das 2:0 gelang (21.).

Noch war damit aber nichts verloren für die Gäste, die im ersten Durchgang durchaus auch ihre Chancen besaßen, in der Fremde aber die nötige Zielstrebigkeit vermissen ließen, die sich im eigenen Landesleistungszentrum sonst so auszeichnet. Erst als zur Mitte des zweiten Durchgangs Sergio Pereira erst einen Penalty verwandelte (33.) und kurz darauf Nils Hilbertz ins Schwarze traf (35.), war der Darmstädter Widerstand gebrochen.

Deren letzte Möglichkeit, sich noch einmal zurückzumelden, verstrich, als der Strafstoß nach 10. ERG-Teamfoul nichts Zählbares einbrachte (39.), drei Minuten darauf Sergio Pereira aber einen weiteren Penalty knallhart verwandelte. Alexandre Andrades 1:5 gehörte somit nur noch zur Kategorie „Ehrentreffer“ (44.), denn die Iserlohner ließen sich nun die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.

ERG Iserlohn:L. Kost, P. Glowka; C. Nunez, N. Hilbertz, K. Milewski, A. Müngener, C. Hegener, S. Pereira, T. Henke, A. Costa. – RSC Darmstadt: P. Leyer, M. Warmbier; F. Bender, N. Koch, P. Wagner, M. Becker, M. Hack, M. Behnke, J. Rohmert, A. Andrade. – Schiedsrichter: T. Ullrich / L. Nawratil.

Torfolge: 1:0 (3.) S. Pereira, 2:0 (21.) T. Henke, 3:0 (33./Penalty) S. Pereira, 4:0 (35.) N. Hilbertz, 5:0 (42./Penalty) S. Pereira, 5:1 (44.) A. Andrade. - Zeitstrafen: ERG 0 min – RSC 0 min - Teamfouls: ERG 9 – RSC 12.


06.05.2017
1. Bundesliga Herren, Play-off-Viertelfinale – Spiel 1

 

(tg) Der neue Play-off-Modus offenbart großes Spannungspotential: Nach dem ersten Viertelfinalspiel ist in gleich drei Paarungen noch nicht einmal ein Hauch von Vorentscheidung gefallen! Titelverteidiger Iserlohn und Darmstadt trennten sich ebenso unentschieden (4:4) wie die beiden bergischen Derbygegner Cronenberg und Remscheid (6:6). Auch Düsseldorf wahrte sich trotz 2:3-Heimniederlage gegen Herringen noch alle Chancen auf das Halbfinale. Es könnte also gut sein, dass hier und dort die Entscheidung erst in der Verlängerung fällt, in der es in diesem Jahr allerdings kein Golden Goal geben wird. Oder vielleicht sogar erst im Penaltyschießen ein Sieger gefunden wird. So gut wie „durch“ ist lediglich Hauptrundensieger Walsum nach einem klaren 11:4 in Recklinghausen.   

RSC Cronenberg – IGR Remscheid 6:6 (1:4)

Das war Derby pur: Mit einem Kraftakt trotzen die Cronenberger dem favorisierten Rivalen aus Remscheid ein 6:6-Remis ab, wobei schnell Einigkeit herrschte, wer den Löwen damit eine hoffnungsvolle Ausgangslage vor Spiel 2 verschafft hatte: Torwart Leon Geisler, der nicht nur drei Strafstöße parierte.

Yannik Lukassen hatten den Gästen einen Traumstart verschafft (3.), doch danach erwuchs ein offener Schlagabtausch mit vielen Torchancen für beide Mannschaften. Und so kam das 1:1 durch den Ex-Remscheider Daniel Leandro auch keineswegs auf heiterem Himmel (13.), wenngleich zu diesem Zeitpunkt schon ersichtlich war, dass Leon Geisler der Turm in der Schlacht werden würde. Gegen Daniel Strieders Versuch war der RSC-Torwart zwar machtlos (17.), doch letztlich verhinderte er einen deutlicheren Rückstand.

Hoch her ging es dann zu Beginn des zweiten Durchgangs, als binnen zehn Minuten gleich fünf Tore fielen. Den Anfang machte Jan Vester mit dem erneuten Gelichstand (26.), doch postwendend brachte Daniel Strieder die Gäste wieder in Vorlage (28.). Es dauerte aber keine 60 Sekunden, da schob Jordi Molet die Kugel zum 3:3 über die Linie, ehe binnen weniger Augenblicke erst Alexander Ober und dann Benjamin Nusch auf 4:4 erhöhten (35.).

Damit war die wilde Hatz aber noch nicht beendet: Jordi Molet nutzte den Strafstoß nach 10. IGR-Teamfoul, um erstmals die Hausherren in Vorlage zu bringen (37.), doch noch in derselben Spielminute war wiederum Alexander Ober zur Stelle. Erst nach dem postwendenden 6:5 vom Benjamin Nusch (38.) schienen die Tore geschlossen. Doch ein Ass hatten die Remscheider dann doch noch im Ärmel, Kapitän Yannick Peinke stellte fünf Minuten vor dem Ende den 6:6-Endstand her.      

RSC Cronenberg:L. Geisler, A. Modrzewski; J. Molet, J. Vester, B. Nusch, S. Rath, K. Riedel, L. Seidler, D. Leandro, Aa. Börkei. – IGR Remscheid: M. Kreidewolf, J. Langenohl; J. Dutt, F. Selbach, Y. Peinke, M. Richter, Y. Lukassen, D. Strieder, A. Ober, T. Cramer. – Schiedsrichter: T. Ehlert / T. Sörensen.

Torfolge: 0:1 (3.) Y. Lukassen, 1:1 (13.) D. Leandro, 1:2 (17.) D. Strieder, 2:2 (26.) J. Vester, 2:3 (28.) D. Strieder, 3:3 (19.) J. Molet, 3:4 (35.) A. Ober, 4:4 (35.) B. Nusch 5:4 (37./Direkter) J. Molet, 5:5 (37.) A. Ober, 6:5 (38.) B. Nusch, 6:6 (45.) Y. Peinke. - Zeitstrafen: RSC 0 min – IGR 0 min - Teamfouls: RSC 21 – IGR 17.

RHC Recklinghausen – RESG Walsum 4:11 (2:6)
Über vierzig Minuten lang wehrte sich Recklinghausen nach besten Kräften und hielt die Partie gegen Walsum durchaus offener, als es bei einem Duell zwischen Hauptrunden-Sieger und Achtplatzierten zu erwarten wäre. Als dann aber die Kräfte schwanden, setzte sich der Rekordmeister noch souverän ab und steht mit mehr als einem Bein bereits im Halbfinale.

Die Vester waren schon in den ersten beiden Saisonbegegnungen eine harte Nuss – und entpuppte sich erneut als eine solche. Miquel Vila-Gallaguet schloss zwar gleich den ersten RESG-Angriff mit dem 1:0 für die Gäste ab (1.), doch danach hielt die RHC-Defensive den gegnerischen Angriffen stand. Und die Hausherren waren durchaus in der Lage, auch in die Gegenrichtung Akzente zu setzen, wie sich beim 1:1 von Christoph Rindfleisch eindrucksvoll zeigte (10.).

Wieder war es Miquel Vila-Gallaguet, der seine Farben in Vorlage brachte (13.). Kurz darauf legte Christopher Berg das 3:1 nach (16.), doch abermals Christoph Rindfleisch hielt die Recklinghäuser auf Tuchfühlung (17.). Die wollten dann aber zu viel auf einmal – und rannten ins offene Messer: Felipe Sturla entwischte binnen einer Minuten gleich zweimal und sorgte erstmals für einen deutlicheren Vorsprung des Favoriten, der dank Christopher Berg noch vor der Pause das halbe Dutzend schon vollmachte.

Dass sich die Gastgeber aber dennoch noch längst nicht geschlagen gaben, unterstrich Niklas Nohlen unmittelbar nach dem Wiederanpfiff mit seinem Treffer zum 3:6 (26.). In den folgenden zehn Minuten blieben die RHCler auch durchaus am Drücker, doch Walsum hatte es dank der klaren Führung auch leicht, das Spiel aus der Abwehr heraus zu kontrollieren, um dann bei erstbester Gelegenheit durch Felipe Sturla wieder auf 3 zu erhöhen (36.).

Damit war im Grunde alles klar, wenngleich die Vester auch tapfer weiter darum bemüht waren, es noch einmal spannend zu machen. Mit dem 4:7 durch Christoph Rindfleisch gelang dies auch nochmals (44.), doch hatten die Mühen darum auch viel Kraft gekostet. Und dies nutzen die roten Teufel in der Schlussphase eiskalt aus, um durch Nuno Rilhas (44.), Xavier Berruezo (45.), Christopher Berg (47.) und Felipe Sturla (50.) für mehr als klare Verhältnisse zu sorgen.

RHC Recklinghausen:D. Jakubiak, L. Andrioff; M. Angenendt, P. Wagner, C. Rindfleisch, Niklas Nohlen, M. Schürmann, D. Cholewinski, Niko Nohlen, F. Teelen. – RESG Walsum: T. Wahlen, R. Lorz; M. Vila-Gallaguet, C. Berg, C. Nusch, X. Berruezo, S. Haas, N. Rilhas, P. Queiros, F. Sturla. – Schiedsrichter: A. Feiteira / S. Häger.

Torfolge: 0:1 (1.) M. Vila-Gallaguet, 1:1 (10.) C. Rindfleisch, 1:2 (13.) M. Vila-Gallaguet, 1:3 (16.) C. Berg, 2:3 (17.) C. Rindfleisch, 2:4 (18.) F. Sturla, 2:5 (18.) F. Sturla, 2:6 (24.) C. Berg, 3:6 (26.) Niklas Nohlen, 3:7 (36.) F. Sturla, 4:7 (44.) C. Rindfleisch, 4:8 (44.) N. Rilhas, 4:9 (45.) X. Berruezo, 4:10 (46.) C. Berg, 4:11 (50.) F. Sturla. - Zeitstrafen: RHC 0 min – RESG 0 min - Teamfouls: RHC 7 – RESG 10.


TuS Düsseldorf-Nord – SK Germania Herringen 2:3 (0:3)

Noch bevor es losging, wurde von beiden Mannschaften bereits Protest gegen die Partie eingelegt – als Nachwehen der erst tags zuvor bekanntgewordenen Wertung der Herringer Partie in Remscheid und den daraus resultierenden Folgen für die Play-off-Paarungen. Sportlich hatten die Herringer dann alles im Griff, ließen dann aber zu früh die Zügel schleifen, sodass für Düsseldorf weiterhin noch alles drin ist.

Die Germanen konnten verletzungsbedingt nicht ihre beste Formation aufbieten und begannen anfangs ungewohnt defensiv. Düsseldorf ließ die Räume anfangs zunächst ungenutzt, traute dem Braten der nicht so recht – und rannten dann doch ins offene Messer: Als die Rheinländer mutiger wurden, eroberte Milan Brandt den Ball und bediente Lucas Karschau, der den Konter zum 1:0 abschloss (13.).

Damit war gleich der erste dicke Fehler mit einem Gegentor bestraft worden, doch nun mussten die Düsseldorfer trotzdem mehr riskieren, um den Rückstand aufzuholen. Die Westfalen blieben derweil ihrer Defensive treu und zeigten, dass sie auch in dieser Kategorie eine Topadresse sind. Zumal die Kontertaktik weitere Früchte trug, denn kurz vor der Pause schlug Liam Hages noch zweimal zu (23./25.).

An dem 3:0 des Sportklubs änderte sich dann aber nach dem Seitenwechsel lange Zeit nichts, was zum einen daran lag, dass auch der TuS durchaus die Kunst der Verteidigung beherrscht und mit Jan Kutscha zudem noch einen Torwart der Extraklasse zwischen den Pfosten hatte. Auf der Gegenseite hielt sich allerdings auch Timo Tegethoff schadlos, das Resultat schien somit in Steingemeißelt. Letztlich wähnten sich die Herringer aber zu früh zu siegessicher, fabrizierten zwei vermeidbare Fehler, die Daniel Kutscha (47.) und Tarek Abdalla (50.) eiskalt in Tore ummünzten – und die Halbfinal-Aktien der Rheinländern damit wieder deutlich anstiegen.  

TuS Düsseldorf-Nord:J. Kutscha, Lu. Brandt; J. Pink, N. Fichtner, A. Paczia, T. Paczia, C. Gatermann, T. Abdalla, D. Kutscha, A. Beckmann. – SK Germania Herringen: T. Tegethoff, M. Schartner; Li. Hages, M. Stork, S. Gürtler, P. Michler, M. Brandt, L. Karschau, Lu. Hages. – Schiedsrichter: T. Ullrich / P. Thißen.

Torfolge: 0:1 (13.) L. Karschau, 0:2 (23.) Li. Hages, 0:3 (25.) Li. Hages, 1:3 (47.) D. Kutscha, 2:3 (50.) T. Abdalla. -Zeitstrafen: TuS 2 min (A. Paczia/12.) – SKG 2 min (Lu. Hages/12.) - Teamfouls: TuS 7 – SKG 7.

RSC Darmstadt – ERG Iserlohn 4:4 (2:1)

Nicht gewonnen, aber eben auch nicht verloren – sowohl im Darmstädter als auch dem Iserlohner Lager sorgte dieses Remis für durchaus gemischte Gefühle. Schließlich ist nach dem 4:4 für beide Seiten noch alles offen, wenngleich der Titelverteidiger in eigener Halle sicherlich alle Trümpfe in der Hand haben wird.

Die Hessen legten schwungvoll los, wollten frühestmöglich Nägel mit Köpfen machen. Dies gelang Alexandre Andrade dann auch (3.), doch mehr als dieses eine Tor ließ die sich danach stabilisierende ERG-Abwehr nicht zu. Vielmehr formierten sich die Westfalen schnell zum Gegenschlag, was Nils Hilbertz noch vor Ablauf der ersten zehn Minuten den Ausgleich bescherte.

Fortan sahen die gut 100 Zuschauer einen Schlagabtausch auf hohem Niveau, vor allem die Schlussmänner Philip Leyer und Lukas Kost präsentierten sich dabei von ihrer jeweils besten Seite. Letztlich hatten die Hausherren im Abschluss zweimal das nötige Quäntchen Glück, um mit einer Führung in die Pause zu gehen: Zunächst als Maximilian Hack die Kugel zur erneuten Führung über die Linie drückte (17.), dann beim parierten Iserlohner Strafstoß nach blauer Karte gegen Alexandre Andrade (25.).

Auch nach dem Seitenwechsel hielten sich die Darmstädter in Unterzahl schadlos, konnten das 2:2 durch Sergio Pereira aber damit nur aufschieben (30.). Doch vom Anstoß weg fand Maximilian Hack erneut eine Lücke in der Iserlohner Defensive, die Krokodile waren wieder in Führung. Gerade einmal sieben Minuten später gelang es Iserlohn allerdings, durch Nils Hilbertz abermals den Gleichstand herzustellen. Und noch mehr: Eine weitere Zeigerumdrehung später donnerte Sergio Pereira die Kugel ins RSC-Tor – 4:3 für Iserlohn! 

Nun zeigten die Hessen, dass sie durchaus in der Lage sind, Nackenschläge zu verdauen: Sie drängten auf den Ausgleich. Nach dem 10. Teamfoul der Gäste blieb der fällige Strafstoß noch ungenutzt (44.), doch als zwei Minuten darauf Carlos Nunez „Blau“ sah, ging Marcel Behnke als Sieger aus dem Duell mit Lukas Kost hervor. Mit dem 4:4 war dann auch der Endpunkt markiert, in den restlichen Minuten ging keine Seite mehr ein Wagnis ein…   

RSC Darmstadt:P. Leyer, M. Mensah; F. Bender, N. Koch, P. Wagner, M. Becker, M. Hack, M. Behnke, J. Rohmert, A. Andrade. – ERG Iserlohn: L. Kost, P. Glowka; C. Nunez, N. Hilbertz, K. Milewski, A. Müngener, Ad. Börkei, S. Pereira, T. Henke, A. Costa. – Schiedsrichter: C. Niestroy / L. Niestroy.

Torfolge: 1:0 (3.) A. Andrade, 1:1 (9.) N. Hilbertz, 2:1 (17.) M. Hack, 2:2 (30.) S. Pereira, 3:2 (30.) M. Hack, 3:3 (37.) N. Hilbertz, 3:4 (38.) S. Pereira, 4:4 (46. /Direkter) M. Behnke. - Zeitstrafen: RSC 2 min (A. Andrade/25.) – ERG 2 min (C. Nunez/46.) - Teamfouls: RSC 4 – ERG 11.

 

Bundesliga, Play-off 1/4-Finale: Spielwertung sorgt für Änderungen

(tg) Gewonnen hatte die IGR Remscheid das letzte Hauptrundenspiel gegen den SK Germania Herringen, doch das 9:7 reichte nun einmal nicht, um die Westfalen auch in der Tabelle zu überholen, da diese im direkten Vergleich letztlich besser abschnitten. Allerdings hatten die Unparteiischen Frank Schäfer und Michael Brosien im Spielbericht einen Sonderbericht angekündigt – und dabei den Vorwurf des Antispiels erhoben. Nun hat der Vorstand der Sportkommission Rollhockey nach einer Eilanhörung sein Urteil gefällt: Das Spiel wird mit 10:0 für Remscheid gewertet!  
Die hat für die Abschlusstabelle durchaus Konsequenzen, denn nun ziehen die Bergischen eben doch an den Germanen vorbei und gehen als Zweitplatzierte in die Play-offs. Die erleben damit natürlich auch zwei geänderte Viertelfinal-Paarungen. So dürfen sich die Remscheider nun auf ein Bergisches Derby mit dem RSC Cronenberg freuen, der SK Germania Heringen muss sich derweil mit dem TuS Düsseldorf-Nord auseinander setzen.


Das Play-off-Viertelfinale im Überblick …

… am 6./7. Mai 2017

Samstag 6. Mai - Hinspiele
RHC Recklinghausen - RESG Walsum; 15.30 Uhr, Heinrich-Auge-Sporthalle
!!
RSC  Cronenberg - IGR Remscheid; 15.30 Uhr, Alfred-Henckels-Halle
!!
TuS Düsseldorf-Nord - SK Germania Herringen; 15.30 Uhr, Rollsporthalle Unterrath

RSC Darmstadt - ERG Iserlohn; 15.30 Uhr, Landesleistungszentrum          


Sonntag 7. Mai – Rückspiele

RESG Walsum - RHC Recklinghausen; 15.30 Uhr, Sporthalle Beckersloh
!!
IGR Remscheid - RSC  Cronenberg; 15.30 Uhr, Sporthalle Hackenberg
!!
SK Germania Herringen - TuS Düsseldorf-Nord; 15.30 Uhr, Glückauf-Arena 

ERG Iserlohn - RSC Darmstadt; 15.30 Uhr, Hembergsporthalle

 

Bundesliga, Play-off 1/4-Finale: Jetzt wird es ernst!

(tg) 132 Spiele wurden absolviert, 179 Spieler kamen dabei zum Einsatz, von denen 113 für die 1480 geschossenen Tore verantwortlich waren. Doch dies alles zählt nicht mehr, nach dem Ende der Hauptrunde geht es für die acht Play-off-Teilnehmer wieder bei null los. In drei Wochen wird er dann feststehen, der Deutsche Rollhockey-Meister 2017. Oder mit anderen Worten: Jetzt wird es ernst! 

Vom 2:1 bis zum 24:0 reichte die Spannbreite der Resultate, mit einem Schnitt von 11,21 Toren pro Spiel war in der Bundesliga oftmals „Tag des offenen Tores“. Dabei ging es nicht immer so einseitig zu wie beim 24:0-Sieges des SK Germania Herringen zu Hause über den SC Moskitos Wuppertal (der Rekordwert der Liga), sondern mitunter auch ziemlich eng: Etwas beim 12:11 des RHC Recklinghausen über den SC Moskitos Wuppertal oder dem identischen Resultat der Calenberger Bisons über die IGR Remscheid, wobei die Niedersachsen hierzu über die Verlängerung gehen mussten.

Diese Form der Entscheidung war in gerade einmal neun Spielen notwendig, wobei in gerade einmal fünf Begegnungen nach der Extraschicht auch wirklich Schluss war. Am spektakulärsten ging es dabei wohl in den Aufeinandertreffen von Titelverteidiger ERG Iserlohn und Hauptrundensieger RESG Walsum zu: In beiden Spielen wurden zehn Minuten dran gehängt, die am Walsumer Beckersloh dann noch einmal acht (!) Tore brachte – und damit doppelt so viele wie in den vorherigen 50 Minuten regulärer Spielzeit. In vier Fällen reichte aber selbst diese zusätzliche Spielzeit  nicht aus, um einen Sieger zu ermitteln – dann musste das Glücksspiel Penaltyschießen herhalten. Dabei waren die Akteure dann oftmals schon ziemlich ausgepowert, denn von den insgesamt 40 Penaltys wurden gerade einmal 12 verwandelt!

Die treffsicherste Mannschaft stellte einmal mehr der SK Germania Herringen (220 Tore), in deren Reihen mit Kevin Karschau (72 Tore) auch der neue Torschützenkönig steht, der Vorjahressieger Milan Brandt (58 Treffer für Calenberg) und Daniel Strieder (55/Remscheid) klar auf die Plätze verwies. Erstaunlich ist dabei, dass alle acht Play-off-Teams die 100-Tore-Marke knackten, sodass auch in der Entscheidungsspielen nun viele Treffer zu erwarten sein dürften.

Aber es gab auch negative Seiten an der laufenden Serie. So gab es verblüffende 15 roten Karten, alleine am 11. Spieltag mussten drei Akteure frühzeitig unter die Dusche gehen. Und auch bei den blauen Karten gab es einen deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, der nicht alleine damit zu erklären ist, dass 2015/16 nur elf Teams am Start waren: Die Zahl der Zeitstrafen erhöhte sich um den Faktor 1,6 von 189 auf 305!

In gerade einmal 16 Spielen kamen die Unparteiischen ohne den blauen Karton aus, insgesamt 12 Spieler mussten aufgrund ihrer Kartensammlung ein Spiel pausieren, da sie siebenmal für zwei Minuten auf die Strafbank mussten. Benjamin Nusch (Cronenberg) schaffte gar die Maximalausbeute von drei „Blauen“ binnen 50 Minuten. Mateus Luther (11/Calenberg), Sergio Pereira (10/Iserlohn) und Pedro Queiros (10/Walsum) waren die fleißigsten drei Kartensammler unter den 179 Spielern (darunter immerhin 45 Torhüter) der Rollhockey-Bundesliga.

Kein Wunder also, dass es nicht alle Spieler schafften, an allen 22 Spieltagen auf dem Parkett zu stehen. Berufliche Gründe und Verletzungen zwangen den einen oder anderen auch zu mancher Spielpause. Dass es letztlich aber nur elf (!) Spieler waren, die alle Partien ihrer Mannschaft bestritten haben (also gerade einmal 6 Prozent), ist schon überraschend. Zumal mit Philipp Wagner, Niklas Nohlen und Niko Nohlen drei davon dem RHC Recklinghausen angehören, was im Umkehrschluss bedeutet, dass drei Clubs (Iserlohn, Krefeld, Remscheid) keinen einzigen Dauerbrenner in ihren Reihen haben. Immerhin ein Viertel aller Akteure war aber in mindestens 20 Spielen auf dem Parkett, was letztlich doch davon zeugt, dass es in jedem Team eine Stammformation gibt.

Dies alles ist Schall und Rauch, nun gilt es für die acht Play-off-Teilnehmer, in den kommenden drei Wochen den Meister zu küren. Und dabei kommt in diesem Jahr (einmalig*) ein veränderter Modus zum Zug: In Hin- und Rückspiel an einem Wochenende wird nach Europa-Cup-Modus um das Erreichen der nächsten Runde gerungen. Im Samstagsspiel kann es somit auch ein Remis geben, der endgültige Sieger wird erst sonntags, wenn stets das in der Hauptrunde besser platzierte Team Heimrecht genießt, ermittelt – gegebenenfalls per Golden Goal in der Verlängerung oder, als Ultima Ratio, in einem Penaltyschießen. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag sind die Anstoßzeiten auf 15.30 Uhr festgeschrieben worden.

Für das Viertelfinale sind die Favoriten klar gesteckt: Die vier Top-Teams aus Walsum, Herringen, Remscheid und Iserlohn. Allerdings zeigte gerade das

Duell zwischen dem RHC Recklinghausen und der RESG Walsum schon in der Hauptrunde, dass die Leistungsunterschiede zwischen 1. und 8. Mitunter recht klein sind. So setzte sich der Rekordmeister in beiden Fällen nur knapp mit 6:4 und 7:6 durch. Folglich sehen sich die Recklinghäuser gerade in heimischer Heinrich-Auge-Sporthalle nicht chancenlos und wollen sich dort am Samstag keineswegs schon ins Abseits schießen lassen.

Ähnlich eng  ging es in den Hauptrundenbegegnung zwischen RSC Cronenberg und SK Germania Herringen zu, als sich die Westfalen nur hauchdünn mit 5:4 über die Ziellinie retteten. Und zuletzt zeigten sich die Herringer gerade auf fremden Platz anfällig: In Remscheid gab es ein 5:9 und in Iserlohn ein 1:3. Folglich gehen die Bergischen motiviert in ihr Auftaktspiel in der Alfred-Henckels-Halle, zumal sie ja durchaus noch das Pokalfinale 2015 im Hinterkopf haben, in dem sie gegen Herringen als krasser Außenseiter galten. Letztlich aber den Pott in die Höhe reckten …

Auch im Duell zwischen dem TuS Düsseldorf-Nord und der IGR Remscheid sind die Fronten keineswegs geklärt. Die beiden Ligapartien gewann zwar das Team aus dem Bergischen, doch gerade in der Rollsporthalle Unterrath ging es beim 4:3 denkbar eng zu. Und so ist der zunächst gastgebende Vorjahres-Halbfinalist durchaus selbstbewusst genug, dort den Grundstein für den Einzug in die Vorschlussrunde zu legen. Allerdings dürfen die Düsseldorfer dann am Sonntag keinesfalls wieder eine derart desolate Vorstellung bieten wie beim 0:5 vor gerade einmal vier Wochen.

Titelverteidiger ERG Iserlohn hat in der Hauptrunde in der Fremde so manche Bruchlandung erlebt, unter anderem ein 4:5 im hessischen Landesleistungszentrum. Und just dort beginnt für die Westfalen gegen den RSC Darmstadt nun die Hauptphase des Unternehmens „Titelverteidigung“, das die Iserlohner im Erfolgsfall in den erlauchten Triplett-Club erheben würde, dem bislang nur Herten, Walsum und Cronenberg angehören. Die Darmstädter wollen naturgemäß ihre Chancen daheim bestmöglich nutzen, denn am Hemberg gab es für die Krokodile auch in dieser Serie nichts zu bestellen: Am Hemberg gewann der Meister klar mit 7:3.

*Für die Saison 2017/18 ist bereits die Rückkehr zum alten Modus mit drei Spielen in 14 Tagen beschlossen worden.

Das Play-off-Viertelfinale im Überblick …

… am 6./7. Mai 2017

Samstag 6. Mai - Hinspiele

RHC Recklinghausen  - RESG Walsum, 15.30 Uhr, Heinrich-Auge-Sporthalle

RSC  Cronenberg - SK Germania Herringen, 15.30 Uhr, Alfred-Henckels-Halle

TuS Düsseldorf-Nord - IGR Remscheid, 15.30 Uhr, Rollsporthalle Unterrath

RSC Darmstadt - ERG Iserlohn, 15.30 Uhr, Landesleistungszentrum        

Sonntag 7. Mai – Rückspiele


RESG Walsum - RHC Recklinghausen, 15.30 Uhr, Sporthalle Beckersloh

SK Germania Herringen - RSC  Cronenberg, 15.30 Uhr, Glückauf-Arena

IGR Remscheid - TuS Düsseldorf-Nord, 15.30 Uhr, Sporthalle Hackenberg

ERG Iserlohn   - RSC Darmstadt, 15.30 Uhr, Hembergsporthalle

 

Bundesliga, 22. Spieltag: Hochspannung bis zum Schluss

(tg) Platz 1 ist noch vakant, um Rang drei wird noch gerungen und auch das Heimrecht im entscheidenden 2. Play-off-Viertelfinalspiel zwischen Vierten und Fünften ist noch nicht vergeben, ja selbst der 6. Platz ist noch umkämpft – so spannend wie in der aktuellen Saison war das Finale der Hauptrunde schon lange nicht mehr. 

Wer als Hauptrundensieger in die Play-offs geht, diese Frage wird mindestens zwischen dem derzeitigen Spitzenreiter SK Germania Herringen und Rekordmeister RESG Walsum (im Fernduell) ausgefochten – unter Umständen wird aber auch die IGR Remscheid noch ein Wörtchen mitzureden haben. Dann nämlich, wenn die Bergischen ihrer bisherigen Heimstärke gerecht werden und das für Donnerstagabend angesetzte Nachholspiel gegen den RSC Darmstadt gewinnen (20 Uhr – Sporthalle Hackenberg - Anm. d. Redaktion: Ergebnis 9:5). Dass dies keine einfache Aufgabe wird, davon zeugt das knappe 5:4 der IGR im Hinspiel.
Sollte der Dreier aber auf dem Remscheider Punktekonto landen, dann wird es oben noch einmal richtig spannend, zumal die Herringer am Samstag dann just nach Remscheid reisen müssten (15.30 Uhr – Sporthalle Hackenberg). Das Polster der Germanen im direkten Vergleich ist nach dem 7:4-Erfolg im Hinspiel keineswegs üppig, bei gerade einmal drei Zählern Vorsprung könnte Remscheid also tatsächlich noch vorbeiziehen. Das jüngste 7:2 im Pokalhalbfinale vor gerade einmal sieben Tagen wird sicherlich keine Rolle mehr spielen.

Ob die IGR dann aber auch als Erster über die Ziellinie ginge, würde knappe 15 Kilometer weiter westlich entschieden: In der Wuppertaler Sporthalle Am Kothen. Beim dort beheimateten SC Moskitos Wuppertal gastieren am Samstag ab 15 Uhr Walsums rote Teufel – und hoffen ganz offen auf Schützenhilfe des bergischen Rivalen. Denn ernsthafte Zweifel, dass es nach dem klaren 11:3 im ersten Aufeinandertreffen mit dem Ligaschlusslicht nicht erneut einen RESG-Sieg geben wird, hat bei den Duisburgern eigentlich niemand


Ebenfalls auf tatkräftige Remscheider Unterstützung, allerdings schon am Donnerstagabend, setzt der Titelverteidiger ERG Iserlohn, der sich  nämlich nur dann noch in der Tabelle verbessern kann, sofern Darmstadt im Bergischen verliert. Sollte dies der Fall sein, so stehen die Chancen nicht schlecht, dass die Westfalen und die Hessen am Wochenende punktgleich sein würden – und der direkte Vergleich dann für den (noch?) amtierenden Meister spräche. Während Iserlohn im abschließenden Fernduell zu Hause gegen Kellerkind HSV Krefeld (18 Uhr – Hemberghalle / Hinspiel: 6:0) einen Erfolg fest einplanen kann, muss Darmstadt zum RHC Recklinghausen (Sa., 15.320 Uhr – Heinrich-Auge-Halle). Das erste Duell mit den Vestern gewann der RSC zwar klar mit 8:4, in eigener Halle sind die Recklinghäuser jedoch stets für eine Überraschung gut.

Ebenfalls einen Show-down auf Distanz liefern sich der TuS Düsseldorf-Nord und der RSC Cronenberg, wenngleich es dabei auch „nur“ um Rang 6 geht. Ob sich dieser allerdings tatsächlich lohnt, ist fraglich, denn angesichts der Konstellation auf den Rängen 1 bis 3 ist für das Play-off-Viertelfinal gar nicht absehbar, welcher Gegner letztlich droht. Die Rheinländer, die beim zuletzt völlig desolaten SC Bison Calenberg wohl – anders als beim knappen 8:6 im Hinspiel – mit einem klaren Erfolg planen können (Sa., 18 Uhr – Sporthalle Eldagsen), werden ihren hauchdünnen 1-Punkt-Vorsprung nicht zuletzt wegen des Prestiges gegenüber den RSC-Löwen verteidigen wollen. Die haben zum Abschluss der Hauptrunde den Valkenswaardse RC zu Gast in der Alfred-Henckels-Halle – und mit den Niederländern nach dem überraschenden 1:2 im Hinspiel noch eine Rechnung zu begleichen.

Die kommenden Spiele im Überblick …

… am 29. April mit dem 22. Spieltag                                            

SC Moskitos Wuppertal  -           RESG Walsum                      15.00 Uhr, Sporthalle Am Kothen

RHC Recklinghausen      -           RSC Darmstadt                     15.30 Uhr, Heinrich-Auge-Sporthalle

IGR Remscheid               -           SK Germania Herringen        15.30 Uhr, Sporthalle Hackenberg

RSC Cronenberg             -           Valkenswaardse RC               15.30 Uhr, Alfred-Henckels-Halle

SC Bison Calenberg        -           TuS Düsseldorf-Nord             18.00 Uhr, Sporthalle Eldagsen

ERG Iserlohn                  -           HSV Krefeld                           18.00 Uhr, Hemberg-Halle
 

Bundesliga, Nachholspiel vom 21. Spieltag: IGR sichert sich mit 9:5-Sieg Platz 3

(eg) Mit einem souveränen 9:5-Erfolg gegen den RSC Darmstadt festigte die IGR Remscheid unter der Woche den so wichtigen 3. Platz der Bundesliga-Tabelle. Alles deutet auf ein Duell mit Düsseldorf in der ersten Play-Off- Runde. Bisher eher als Wundertüte zu bezeichnen, aberkeinesfalls zu unterschätzen. Rekordverdächtige 50 Punkte sammelten die blau-weißen in den Ligaspielen bisher ein, der TuS-Nord kommt ein Spiel vor Hauptrundenende gerade auf 33.

Zügig legten Sie am Donnerstagabend los, die Mannen von IGR-Coach Marcell Wienberg. Zwei Mal war es Fabian Selbach, der sich nach Ballgewinnen in der eigenen Hälfte schön durchsetzen und gegenüber einnetzen konnte (2.+5.). Noch dazwischen trug Alex Ober zu einem frühen Drei-Tore- Vorsprung bei (3.). Darmstadt hielt zunächst dagegen, erkämpfte sich Chancen und mehr Spielanteile. Doch hinterließen Arbeitstag und späte Anreise ihre Spuren. Zu kurz das Aufbäumen der Hessen, zu wenig Druck wurde den ihrerseits druckvoller spielenden Bergischen entgegengesetzt. Yannik Lukassen baute die Führung auf 4:0 aus (12.) und das Spiel schien gelaufen. Nach dem Anschlusstreffer war es Daniel Strieder, der einen Direkten im Nachsetzen zum 5:1 verwandelte (23.). Zu Beginn es zweiten Durchgangs überwand Yannik Lukassen mit einem abgefälschten Schuss (6:1, 27.) Philip Leyer im Tor der Gäste. Der Torschütze war noch nicht ganz angesagt, da verkürzte Darmstadt (6:2, 27.) und kam drei Minuten später sogar auf 6:3 heran (32.). Es folgten schöne Kombinationen in einem auf Remscheider Seite rasanten Spiel. Das 10. Teamfoul des RSC nutzte Fabian Selbach zu seinem dritten Treffer (7:3, 34.). Auch Yannik Lukassen legte auf drei nach (8:3, 39.). Darmstadt holte jedoch erneut unmittelbar danach auf (8:4, 39.) und ließ auch fünf Minuten vor dem Ende das 10. Remscheider Teamfoul nicht ungenutzt (8:5, 45.). Alexander Ober traf abschließend per Penalty trocken zum 9:5 (45.). Für den Darmstädter Kai Cepa wird das Nachholspiel indes noch ein Nachspiel haben. Er handelte sich nach einem Frustfoul an Daniel Strieder kurz vor Ende noch den Roten Karton ein und wird seinem Team in wichtigen Spielen fehlen. 
 

              

Premiumpartner

Rollhockey-Info

aktuelle Ausgabe

Partner

Fitness
 
Catering + Hotel



Ausrüstung
Medien

 

Sponsoren



 
 
 


 


 






 
 

< mehr >