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Bundesliga: 13. Spieltag - Nur noch der Titelverteidiger ist Herringen auf den Fersen

(tg) Germania Herringen ist offensichtlich nicht zu bremsen, holte im 13. Spiel den zwölften Sieg und zieht damit einsam seine Kreise an der Tabellenspitze. Nachdem Cronenberg nun auch beim Ligavierten in Darmstadt siegte, ist der Titelverteidiger der einzige verbliebene Verfolger. Mit seinem Triumph in Hessen leistete Cronenberg zugleich aber der ERG Iserlohn im Kampf um Rang drei Schützenhilfe.

Spiel der Woche: RSC Darmstadt – RSC Cronenberg 3:5 (2:2)

Dreimal gelang es den Hessen, einen Vorsprung des amtierenden Meisters aus Cronenberg wieder zu egalisieren – doch am Ende standen sich die Darmstädter dann selbst im Weg. Damit sind die Wuppertaler Löwen nun der einzig noch verbliebene ernsthafte Konkurrent von Tabellenführer Germania Herringen.

Es war indes ein hartes Stück Arbeit für die Bergischen. Die gingen zwar schnell durch Marco Bernadowitz in Führung, doch keine zehn Sekunden später war Max Hack zur Stelle und glich schon wieder aus (5.). In diesem Stil ging es weiter, beide Mannschaften lieferten sich einen Kampf mit offenem Visier, und dies in Höchsttempo. So hatten beiden Schlussmänner jede Menge Arbeit, denn nur selten hatten die Abwehrreihen überhaupt die Chance, sich gegen eine gegnerische Angriffswelle zu formieren. Benjamin Nusch brachte schließlich die Gäste wieder in Vorlage (16.), doch auch dieser Torjubel wurde praktisch noch im Keim erstickt, als erneut Max Hack zum 2:2-Pausenstand einschoss (19.).

Auch in den zweiten Durchgang erwischten die Cronenberger den besseren Start, wobei es ausgerechnet der Ex-Darmstädter Pedro Fragoso war, der für das 3:2 verantwortlich war (29.). Aber auch der dritte Rückstand bremste den Elan der Main-Krokodile nicht, nun war es an Micael Barreto den Gleichstand wieder herzustellen (34.). Schließlich war es Cronenbergs Routinier und Leitwolf Mark Wochnik, der – wie eine Woche zuvor in Iserlohn – mit dem 4:3 den vorentscheidenden Treffer setzte (37.). Dies lag jedoch weniger daran, dass die Cronenberger die Partie nun fest im Griff hatte – ganz im Gegenteil, denn sie vergaben in der Folge gleich zwei Direkte (44./46.) und verpatzten nach blauer Karte für Kai Cepa (46.) auch eine Überzahlphase – sondern vielmehr daran, dass Darmstadt nun die Brechstange auspackte. Die Folgen: Eine Kraft raubende zweiminütige Unterzahl, die wertvolle Zeit kostete. Und kaum war die Gastgeber wieder komplett, da traf sie Benjamin Nusch mit dem 5:3 (48.) ins Mark.

RSC Darmstadt: M. Warmbier, N. Schröter; M. Barreto, J. Rohmert, P. Wagner, H. Naumann, M. Hack, K. Cepa, J. Falco Moya. – RSC Cronenberg: S. Wilk, C. Tripp; M. Schmahl, M. Mirscheidt, P. Fragoso, M. Bernadowitz, M. Wochnik, B. Nusch, K. Hövelmann, D. Kutscha. - Schiedsrichter: P. Thissen / M. Wittig.

Torfolge: 0:1 (5.) M. Bernadowitz, 1:1 (5.) M. Hack, 1:2 (16.) B. Nusch, 2:2 (19.) M. Hack, 2:3 (29.) P. Fragoso, 3:3 (34.) M. Barreto, 3:4 (37.) M. Wochnik, 3:5 (48.) B. Nusch. - Zeitstrafen: DAR 2 min (K. Cepa/46.) – CRO 0 min - Teamfouls: DAR 11 - CRO 6


RESG Walsum – SC Bison Calenberg 5:2 (2:1)

Fast fünf Monate hat es gedauert, dass die RESG Walsum wieder einen Sieg bejubeln durfte – und der war eminent wichtig. Nicht nur weil mit dem 5:2 über Calenberg das Abstiegsgespenst endgültig vertrieben wurde, sondern auch, weil der Rekordmeister damit wieder auf den fünften Platz schielen darf.

Es war allerdings eine regelrechte Zitterpartie, wobei die Walsumer endlich einmal wieder das Glück auf ihrer Seite hatten. Dies war schon im ersten Durchgang der Fall, denn die Bisons um Top-Torjäger Milan Brandt versteckten sich keineswegs sondern suchten die Flucht nach vorne. Aber die Hausherren hatten mit Flavio da Silva den effektiveren Angreifer, der erst einen Konter zum 1:0 abschloss (11.) und dann nach dem raschen Ausgleich durch Dominik Brandt (13.) die passende Antwort parat hatte – 2:1 (15.).

Auch in der Folgezeit ging es munter hin und her, doch erst nach dem Seitenwechsel gab es weitere Tore. Dabei glich zunächst Milan Brandt aus, doch noch in derselben Minute traf RESG-Spielführer Andre Kulossek schon wieder zur Walsumer Führung (30.). Damit waren die Duftmarken gesetzt – und es blieb weiter eng. Hüben wie drüben gab es reichlich Gelegenheiten, das jeweilige Torkonto weiter zu füllen. Am nächsten dran waren zunächst die Gäste, als die RESG erst das 10. Teamfoul und dann auch noch eine blaue Karte (Lukas Lemkamp) kassierten (41.). Doch weder Milan Brandt per Direktem noch Powerplay konnten genutzt werden. Ganz im Gegenteil: In Überzahl gab es das 15. Calenberger Foul, und Pedro Queiros verwandelte den Strafstoß eiskalt zum 4:2 (42.). Als nur 100 Sekunden darauf Sebastian Haas auf 5:2 erhöhte war der weg zum dritten Saisonsieg für den Rekordmeister endgültig frei.

RESG Walsum: T. Wahlen, R. Lorz; L. Lemkamp, A. Kulossek, C. Nusch, S. Jostmeier, S. Haas, Y. Lukassen, F. da Silva, P. Queiros. – SC Bison Calenberg: A. Fragapane, J. van den Dungen; K. van de Klooster, L. Johansson, D. Brandt, R. Johansson, B. Keles, M. Brandt, M. Luther. - Schiedsrichter: S. Goldhausen / T. Sörensen.

Torfolge: 1:0 (11.) F. da Silva, 1:1 (13.) D. Brandt, 2:1 (15.) F. da Silva, 2:2 (30.) M. Brandt, 3:2 (30.) A. Kulossek, 4:2 (42./Direkter) P. Queiros, 5:2 (44.) S. Haas. - Zeitstrafen: RESG 2 min (L. Lemkamp/41.) – SCB 0 min - Teamfouls: RESG 12 – SCB 16


ERG Iserlohn – TuS Düsseldorf-Nord 4:3 (4:0)

Eine Partie mit zwei absolut gegensätzlichen Halbzeiten gab es am Iserlohner Hemberg, wo die heimische ERG am Ende einen 4:0-Pausenvorsprung nur dank eines klasse Reflexes ihres Torwartes Lukas Kost über die Zeit brachten.

Im ersten Abschnitt gab es von Beginn an keinen Zweifel, wer Herr im Hause ist: Die Sauerländer legten ein hohes Tempo vor, ließen ihre Gäste kaum zur Entfaltung kommen. Jorge Fonseca (3./14.) und Sergio Pereira (12.) drückten die klare Überlegenheit auch in Zahlen aus – 3:0 hieß es nach einer Viertelstunde. Und so hätte Sebastian Glowkas Tor zum 4:0 (18.) eigentlich der Grundstein für einen ruhigen Nachmittag der Iserlohner sein können. Hätte!

Denn nach der Pause war der ERG-Rhythmus wie weggeblasen, was auch an der taktischen Umstellung beim TuS lag. Der stand in der Abwehr nun deutlich höher, hatte überdies den Keeper getauscht und mit David Cosme-Diaz nun einen echten Hexer im Kasten. Der Schlussmann fischte alles weg, was die Iserlohner auf sein Tor brachten – und dies sorgte beim Vizemeister von Minute zu Minute für mehr Unruhe. Die Karten der Rheinländer hatte da Tobias Paczia mit dem 1:4-Anschluss schon längst verbessert (28.), ein sicher verwandelter Penalty von Daniel Horchmer ließ die Düsseldorfer Aktien weiter steigen (43.). Die Rheinländer hatten indes auch Glück, dass weder Jorge Fonseca den Direkten nach blauer Karte für Daniel Horchmer, noch das Iserlohner Team die anschließende Überzahl zu einem weiteren Tor ausnutzten (43.).

Und so wurde es noch einmal richtig eng, als Marti Garriga Roses vier Minuten vor dem Ende zum 3:4 traf, was bei den Hausherren endgültig alles aus dem Lot brachte. Der TuS nahm gut 60 Sekunden vor Ablauf den Torwart raus, schnürte in Überzahl die Iserlohner ein und verpasste das 4:4 schließlich nur um den Bruchteil einer Sekunde, sie ERG-Schlussmann Lukas Kost reichte, um gefährlichen den Ball noch von der Linie zu kratzen (50.).

ERG Iserlohn: P. Glowka (ab 48. L. Kost); C. Nunez, F. Bender, K. Milewski, J. Rocha, S. Glowka, J. Fonseca, S. Pereira, T. Henke. – TuS Düsseldorf-Nord: J. Kutscha (ab 26. D. Cosme-Diaz); J. Pink, N. Fichtner, M. Roses Garriga, L. Scheulen, A. Beckmann, T. Paczia, D. Horchmer. - Schiedsrichter: B. Ullrich / D. Loewe.

Torfolge: 1:0 (3.) J. Fonseca, 2:0 (12.) S. Pereira, 3:0 (14.) J. Fonseca, 4:0 (18.) S. Glowka, 4:1 (28.) T. Paczia, 4:2 (43./Penalty) D. Horchmer, 4:3 (46.) M. Roses Garriga. - Zeitstrafen: ERG 0 min – TuS 2 min (D. Horchmer/43.) - Teamfouls: ERG 6 – TuS 7


SK Germania Herringen – IGR Remscheid 7:2 (5:2)

Wieder ein Sieg für Herringen. Es ist der zwölfte im laufenden Wettbewerb. Doch das Resultat kam keineswegs so einfach zustande, wie es vielleicht zu vermuten ist, denn bis zur 17. Minute war die IGR Remscheid die klar bessere Mannschaft.

Das zurückgekehrte Selbstbewusstsein bei den Bergischen war anfangs das große Plus, mit einer kompakten Abwehr wurde der Tabellenführer ausgebremst, während Marc Schinkowski gleich einen der ersten eigenen Angriffe mit dem 1:0 abschloss (3.). Ein Rückstand in eigener Halle – für Herringen in der aktuellen Saison eine ungewohnte Situation. Und entsprechend schwer taten sich die Hausherren damit, brauchten lange, um den eigenen Rhythmus zu finden. Aber als Kevin Karschau per Penalty dann endlich ausgleichen konnte (16.), gefror den Germanen die Freude dafür regelrecht in den Adern: Schon im direkten Gegenzug sorgte Julian Peinke für die erneute IGR-Führung.

Nun aber machten die Remscheider einen entscheidenden Fehler, wollten die Führung lediglich in die Pause bringen, statt am Drücker zu bleiben. Und dies nutzte Herringen nahezu meisterlich aus, denn innerhalb der verbliebenen Minuten drehten sie die Partie zu ihren Gunsten. Wieder glich Kevin Karschau aus (20.), dann sorgte sein Bruder Lucas per Strafstoß für den Führungswechsel. Kurz danach sah Yannick Peinke „Blau“, den Direkten verwandelte der ältere der Karschau-Brüder zum 4:2 (24.), bevor der Jüngere sogar noch zum 5:2 traf (25.) – und zum Start des zweiten Durchgangs sofort das halbe Dutzend voll machte (26.). Damit war der IGR der Zahn gezogen, von diesen furiosen fünf Minuten erholte sie sich nicht mehr. Einzige Prämisse war nun, die Hausherren nicht in einen Rausch kommen zu lassen, was immerhin bestens gelang, denn nur noch einmal – wieder Kevin Karschau (40.) – traf der Tabellenführer ins gegnerische Netz.

Germania Herringen: T. Tegethoff, M. Michler; K. Karschau, Li. Hages, M. Fillmer, C. Schulz, S. Gürtler, P. Michler, L. Karschau, Lu. Hages. - IGR Remscheid: M. Mattusch, M. Brockmann; P. Nikolajko, F. Selbach, M. Wilk, M. Schinkowski, M. Wiegershaus, J. Peinke, Y. Brockmann, Y. Peinke. Schiedsrichter: C. Nistroy / A. Hasenheit.

Torfolge: 0:1 (3.) M. Schinkowski, 1:1 (16./Penalty) K. Karschau, 1:2 (17.) J. Peinke, 2:2 (20.) K. Karschau, 3:2 (23./Penalty) L. Karschau, 4:2 (24./Direkter) K. Karschau, 5:2 (25.) L. Karschau, 6:2 (26.) L. Karschau, 7:2 (40.) K. Karschau. - Zeitstrafen: SKG 0 min – IGR 2 min (Y. Peinke/24.) - Teamfouls: SKG 12 – IGR 7

Bundesliga: Vorbericht zum 13.+14. Spieltag - Doppelrunde stimmt auf heiße Phase ein

(tg) Mit einem Doppelspieltag leitet die Rollhockey-Bundesliga am kommenden Wochenende die heiße Phase vor der Saison ein. Bevor es dann aber so richtig ernst wird im Rennen um die besten Play-off-Plätze sowie im Abstiegskampf, können die Teams einer gut vierwöchigen Pause – unterbrochen nur durch das Pokal-Viertelfinale – noch einmal ihre Kräfte sammeln.

Dass es so langsam ernst wird im Titelrennen, erkennt man auch daran, dass viele Clubs ihr Personal aufstocken: Valkenswaard, Remscheid und Walsum haben mit Verpflichtungen aus Südeuropa schon aufhorchen lassen, nun legte auch der amtierende Meister nach: Der RSC Cronenberg kann ab dem 11. April auf die Dienste des 35-jährigen ehemaligen französischen Nationalspieler Guirec Henry bauen, der zuletzt beim SCRA St. Omer aktiv war.

Beim Gastspiel der Wuppertaler Löwen im Darmstädter Landesleistungszentrum (Sa., 15.30 Uhr) muss es indes die aktuelle Formation schaffen, die Krokodile auf Distanz zu halten. Die Hessen haben zwar zuletzt in Krefeld nicht so recht überzeugt, sind daheim allerdings immer für eine Überraschung gut. Und das Torjägerduo Micael Barreto und Max Hack hat momentan einen sensationellen Lauf. Dem wird Cronenberg seine stabile Abwehr entgegen setzen, die vor Wochenfrist auch der Garant für den Sieg im Verfolgerduell mit Iserlohn war.

Die Sauerländer haben da eine deutlich einfachere Aufgabe vor der Brust, mit dem TuS Düsseldorf-Nord gastiert am Samstag der Vorletzte in der neuen Hembergsporthalle (15.30 Uhr). Dass die Rheinländer immer ein unangenehmer Gegner sind, haben die Iserlohner zwar erst vor kurzem im Pokal erfahren. Zwar gewann der Vizemeister in Düsseldorf, doch das 4:2 dort war mühsam erkämpft. Während der TuS in eigener Halle jedoch schon sieben Punkte erobern konnte, lief es in der Fremde bislang alles andere als gut: Bei fünf Reisen wurde erst ein Pünktchen eingesammelt. Dass der Knoten just bei den heimstarken Iserlohnern platzen wird, ist somit eher unwahrscheinlich, zumal die ERG nach dem 3:5 gegen Cronenberg das eigene Publikum versöhnen möchte.

Auf Wiedergutmachung muss auch die RESG Walsum aus sein, denn seit Mitte Oktober (!) wartet der Rekordmeister nun schon auf einen Sieg. Folglich befinden stehen die roten Teufel vor der Visite des Aufsteigers Bison Calenberg am Beckersloh (Sa., 15.30 Uhr) mit dem Rücken zur Wand. Allerdings stehen die Niedersachsen auch nur mit drei Punkten mehr auf dem Konto da, sind damit unmittelbarer Tabellennachbar der Duisburger. Mit einem Sieg könnte die Misere der letzten Monate also im Handstreich vergessen gemacht werden, während sich Calenberg mit einem Dreier die Play-off-Teilnahme schon fast sichern könnte.

In aller Ruhe die Konkurrenz betrachten und dann die eigene Aufgabe angehen – so wird der erste Tag der Doppelrunde für Spitzenreiter Germania Herringen aussehen, die am Samstag erst um 18 Uhr die IGR Remscheid auf das Parkett bitten werden. Allerdings könnten die Bergischen ein härterer Prüfstein werden, als die Tabelle erahnen lässt. Denn deren Coach Andreas Reinert kennt die Germania aus dem Effeff, hat er doch sein Handwerk dort erlernt, und einen großen Teil des Bundesliga-Kaders in der Jugend trainiert. Darüber hinaus haben die Remscheider ihre Start-Depression überwunden und sich bis auf dem 6. Platz empor gekämpft. Diesen gilt es zu halten, um nicht wieder in den Abstiegsstrudel hinein gerissen zu werden.

Nach nicht ganz 24 Stunden Ruhepause rollt die Kugel schon am Sonntag weiter, wobei es am Remscheider Hackenberg zur Neuauflage des jüngsten Pokalkrimis mit der RESG Walsum kommen wird (So., 15.30 Uhr). Mehrfach wechselte dabei die Führung, ein Sieger wurde erst im Penaltyschießen ermittelt, so dass auch für die Bundesliga-Partie für reichlich Spannung gesorgt sein dürfte. Denn beide Teams teilen in dieser Saison ein ähnliches Schicksal: Die Nerven flattern mitunter gewaltig, hüben wie drüben wurden schon mehrfach selbst klare Führungen noch aus der Hand gegeben.

Der TuS Düsseldorf-Nord erwartet derweil in der heimischen Rollsporthalle Unterrath (15.30 Uhr) den RSC Darmstadt – und steht auch dabei in der Rolle des Außenseiters. Wenn die Abwehr den Sturmläufen der hessischen Angreifer indes lange genug stand halten kann, können sich die TuSler etwas ausrechnen, denn die RSC-Schwachstelle ist sicherlich die Defensive. Einzige Voraussetzung: Düsseldorfs chronische Abschlussschwäche muss überwunden werden.

Daheim ist der RSC Cronenberg in dieser Saison am ehesten aus der Bahn zu werfen. Zwar ist der Titelverteidiger aktuell immer noch ungeschlagen, doch wenn er Punkte abgab, dann stets zu Hause: Dreimal ging in der Alfred-Henckels-Halle ein Spiel unentschieden aus. Nun kommt der Valkenswaardse RC (Sa., 15.30 Uhr), und der hat mit Nuno Rilhas augenscheinlich einen Glücksgriff gelandet. Viermal traf der Portugiese in seinen drei Spielen schon ins Schwarze und war damit maßgeblich an der Rückeroberung des 8. Ranges beteiligt. Der letzte Auswärtstriumph der Niederländer ist indes schon eine ganze Weile her und datiert vom 1. Spieltag der laufenden Serie mit einem 5:1 in Darmstadt.

Das Schlusslicht empfängt den Liga-Primus – klarer könnten die Karten vor dem Match zwischen dem HSV Krefeld und Germania Herringen (So., 15.30 Uhr, Bonhoeffer-Halle) wohl nicht verteilt sein. Dass die Punkte in der Seidenstadt jedoch nicht einfach abgeholt werden können, zeigte das jüngste Gastspiel des RSC Darmstadt eindrucksvoll: Eine Woche nach dem klaren 12:2 im Pokal (in Darmstadt), wären die Krokodile fast kalt erwischt worden und erzitterten sich beim HSV einen knappen 6:5-Erfolg. Und auch der RSC Cronenberg (3:1) und die ERG Iserlohn (6:4) mussten dort gehörig zittern. Die Germania dürfte somit mehr aus gewarnt sein und ihre Lehren aus den Beinahe-Ausrutschern der hochkarätigen Konkurrenz ziehen.

Den Schlusspunkt hinter das Mammut-Programm des Wochenende setzten schließlich die ERG Iserlohn, die zum dritten Mal in Serie am heimischen Hemberg antreten darf und dabei eine echte Premiere feiern kann: Zum ersten Mal überhaupt kommt der SC Bison Calenberg zu einem Erstligaspiel in die Waldstadt (So., 16.30 Uhr). Eine große Unbekannte ist der Aufsteiger für den Vizemeister deshalb aber nicht, gerade der Topleute Milan Brandt und Dominik Brandt sind alte Bekannte, die mit ihrem Ex-Club Herringen schon mehrfach bei der ERG gastierten. Umgekehrt sieht es da schon anders aus, ein erster Auftritt in einer fremden Halle ist immer mit einem gewissen Maß an Unsicherheit verbunden. Zu verlieren haben die Bisons allerdings nichts, sie kommen als Herausforderer und blicken der sportlichen Aufgabe somit gelassen entgegen.

Der 13. Spieltags am 9. März  im Überblick
 
RSC Darmstadt            -      RSC Cronenberg         15.30 Uhr, Landesleistungszentrum

ERG Iserlohn                -      TuS Düsseldorf-Nord    15.30 Uhr, Neue Hemberghalle

RESG Walsum              -      SC Bison Calenberg     15.30 Uhr, Sporthalle Beckersloh

Germania Herringen     -      IGR Remscheid          18.00 Uhr, Glückauf-Halle

Der 14. Spieltags am 10. März  im Überblick

TuS Düsseldorf-Nord    -     RSC Darmstadt           15.30 Uhr, Rollsporthalle Unterrath

RSC Cronenberg         -     Valkenswaardse RC       15.30 Uhr, Alfred-Henckels-Halle

HSV Krefeld                 -     Germania Herringen      15.30 Uhr, Bonhoeffer-Sporthalle

IGR Remscheid           -     RESG Walsum             15.30 Uhr, Sportzentrum Hackenberg

ERG Iserlohn              -     SC Bison Calenberg      16.30 Uhr, Neue Hemberghalle

Bundesliga: 12. Spieltag - Herringen hat von Verfolgern nichts zu befürchten

(tg) 5:3 gewann der RSC Cronenberg das Verfolgerduell, doch weder der Titelverteidiger noch „Vize“ Iserlohn bewiesen im direkten Aufeinandertreffen meisterliche Form. So kann die Germania Herringen,  zumal die Pflicht in Walsum souverän erfüllt wurde, gelassen in die Zukunft blicken. Dies gilt inzwischen auch wieder für die IGR Remscheid, die im wichtigen Platzierungsspiel den Valkenswaardse RC auf Distanz hielt. Hoffnungen auf den dritten Platz kann sich nun der RSC Darmstadt machen, wenngleich der Sieg in Krefeld knapper ausfiel, als nach dem Pokaltreffen erwartet wurde.


Spiel der Woche: ERG Iserlohn – RSC Cronenberg 3:5 (3:3)

Mark Wochnik und Pedro Fragoso waren die Männer des Tages: Mit ihrer ganzen Abgeklärtheit und Cleverness entschied das Duo das Verfolgerduell quasi im Alleingang, traf bei insgesamt gerade einmal fünf Torschüssen viermal ins Schwarze. Die Iserlohner brachten sich derweil selbst um die große Chance, zumindest einen Punkteteilung zu erreichen, als bei ihnen zwei Minuten vor dem Ende die Emotionen hoch kochten und Sergio Pereira sowie Patrick Glowka (der gleich doppelt) aufgrund ihrer lautstarken Reklamationen nach einer strittigen Schiedsrichterntscheidung  die blaue Karte sahen. Doch der Reihen nach…

Iserlohn hatte sich viel vorgenommen und eröffnete die Partie mit einem furiosen Offensivfeuerwerk. Der RSC wurde förmlich überrannt und Sergio Pereira konnte von Pedro Fragoso nur regelwidrig gestoppt werden. Der Cronenberger sah dafür „Blau“, den fälligen Direkten verwandelte Jorge Fonseca ebenso trickreich wie souverän (3.). Und die Sauerländer legten nach, Sergio Pereira schloss ein energisches Solo mit dem 2:0 ab (10.). Vom amtierenden Meister war bis dahin bis auf einen Konter von Daniel Kutscha nichts zu sehen, die Gäste hatten sogar das Glück, nicht noch höher in Rückstand zu geraten, denn ein weiteres Tor von Jorge Fonseca wurde nicht anerkannt, weil dem Treffer ein Foul durch Kai Milewski voran gegangen war (13.).

Danach ließ der Druck der Iserlohner nach, auch weil der Meister nun seine Stabilität in der Abwehr gefunden hatte. Und über die Defensivarbeit holten sich die Bergischen mehr und mehr Spielanteile zurück, wobei gelungene Offensivaktionen lange Zeit auf sich warten ließen. Und so kam der Anschlusstreffer durch Mark Wochnik, der sich regelrecht durch die ERG-Abwehr durchwühlte, für viele wie aus heiterem Himmel (19.). Damit war der RSC aber wieder im Spiel, zumal Pedro Fragoso kurz darauf erst im Iserlohner Strafraum zu Fall gebracht worden war und dann den daraus resultierenden Penalty knallhart vollstreckte (21.). Ein perfekt platzierter Schuss von Jorge Fonseca der ließ die ERG allerdings nur Sekunden später wieder über den Führungstreffer jubeln (21.). Dass es aber dennoch nichts mir einem Vorsprung zur Pause für den Gastgeber wurde, lag an Mark Wochnik (vorbereiter) und Pedro Fragoso (Vollstrecker), die kurz darauf für den neuerlichen Gleichstand sorgten (23.).

Nach dem Seitenwechsel ging es nun mit offenem Visier weiter, wobei die Gäste dank ihrer sicher stehenden Abwehr die Angriffe der Iserlohner souverän abblockten – und damit das Spiel quasi kontrollierten. Und so hatten die Löwen nach dem 10. ERG-Teamfoul die wesentlich größere Chance auf die Führung, doch Pedro Fragoso scheiterte nun an Torwart Patrick Glowka (31.). Drei Minuten später dann ein gelungener RSC-Spielzug, den Mark Wochnik mit einem Schuss aus der Drehung zum 4:3 abschloss. Dass dies schon eine kleine Vorentscheidung sein könnte, zeigte sich in den anschließenden Minuten: Iserlohn berannte nun zwar energisch das Cronenberger Tor, doch wirklich gefährlich wurde es dabei nur selten. Der Meister beschränkte sich nun auf seine Defensivarbeit, und dabei war er absolut top – während das 15. Teamfoul der Hausherren durch Benjamin Nusch ungesühnt blieb (42.).

So blieb die Hoffnung der Iserlohner auf eine Punkteteilung weiter aufrecht, um die sich der amtierende Pokalsieger dann aber schließlich selbst brachte: Die Aufregung nach dem zurück gepfiffenen Vorteil – Jorge Fonseca hatte frei Bahn auf das RSC-Tor – war sicherlich verständlich, doch letztlich erwiesen Sergio Pereira und Patrick Glowka mit ihren Reklamationen den Sauerländern einen Bärendienst, da sie beide dafür „Blau“ sahen. Der ERG-Schlussmann sogar gleich doppelt, nachdem er noch seinen Schläger an der Bande zertrümmert hatte. Die Konsequenz: Doppelte Unterzahl – und dieses Geschenk ließ sich Cronenberg nicht nehmen, Benjamin Nusch traf zum entscheidenden 5:3 (49.).

ERG Iserlohn: P. Glowka (ab 48. L. Kost); C. Nunez, F. Bender, K. Milewski, J. Rocha, S. Glowka, J. Fonseca, S. Pereira, T. Henke. - Cronenberg: S. Wilk, B. Siebel; M. Schmahl, J. Behrendt, P. Fragoso, M. Bernadowitz, M. Wochnik, B. Nusch, K. Hövelmann, D. Kutscha. - Schiedsrichter: T. Ullrich / B. Ullrich.

Torfolge: 1:0 (3./Direkter) J. Fonseca, 2:0 (10.) S. Pereira, 2:1 (19.) M. Wochnik, 2:2 (21./Penalty) P. Fragoso, 3:2 (21.) J. Fonseca, 3:3 (23.) P. Fragoso, 3:4 (34.) M. Wochnik, 3:5 (49./doppelte Überzahl) B. Nusch. - Zeitstrafen: ERG 6 min (S. Pereira/48. – P. Glowka/ 2x 48.) – RSC 2 min (P. Fragoso/3.) - Teamfouls: ERG 17 - RSC 8


RESG Walsum – SK Germania Herringen 2:6 (1:3)

Bis zur 43. Minute sah es so aus, als ob die RESG Walsum dank einer starken Leistung dem Spitzenreiter ein Bein hätte stellen können. Doch dann platzten erst der Traum vom Coup und letztlich auch der Kragen bei Flavio da Silva und Pedro Queiros, die in den letzten Minuten noch drei blaue Karten „sammelten“.

Walsum musste zwar früh das 0:1 durch Kevin Karschau schlucken, kämpfte sich aber über die Defensive ins Spiel und ließ Herringen dabei ziemlich ratlos aussehen. Das 1:1 durch Flavio da Silva (14.) war da nur die logische Konsequenz. Und der Rekordmeister blieb am Drücker, musste aber damit leben, keinen weiteren Treffer setzen zu können. Und so kam es, wie es kommen musste: Die Germania hatte das Glück des Liga-Primus auf seiner Seite und rückte durch einen Doppelschlag von Lucas Karschau (21.) und Philipp Michler (23.) die Verhältnisse zurecht. In der Kabine verdauten die Hausherren diesen Nackenschlag allerdings bestens, schlugen unmittelbar nach Wiederaufnahme der Partie zurück und stellten durch Pedro Queiros den Anschluss wieder her (26.). In der Folge lag mehrfach der Ausgleich in der Luft, aber auch Herringen verpasste es mehrfach, den Vorsprung wieder auszubauen, etwa nach der Zeitstrafe gegen Flavio da Silva, als ein Direkter vergeben wurde und die Überzahl fruchtlos blieb (37.). Entsprechend groß war die Erleichterung bei den Gästen, als Liam Hages einen Konter mit dem 4:2 abschloss (43.), was allerdings die Walsumer noch längst nicht in ihre Schranken verwies. Die suchten weiterhin ihre Chance, wenn auch ohne Glück. Und der Frust darüber entlud sich in der Schlussphase, als Pedro Queiros (45./50.) und Flavio da Silva (50.) noch dreimal „Blau“ sahen und zudem das 10. Teamfoul kassiert wurde, was Herringens Lucas Karschau überdies mit zwei weiteren Strafstoß-Toren ahndete (49./50.).

RESG Walsum: R. Lorz, T. Wahlen; L. Lemkamp, A. Kulossek, C. Nusch, S. Jostmeier, S. Haas, D. Quabeck, F. da Silva, P. Queiros. - Germania Herringen: M. Michler, M. Bauckloh; K. Karschau, Li. Hages, S. Gürtler, P. Michler, J. Klein, R. Schulz, L. Karschau, Lu. Hages. - Schiedsrichter: M. Wittig / P. Thissen.

Torfolge: 0:1 (2.) K. Karschau, 1:1 (14.) F. da Silva, 1:2 (21.) L. Karschau, 1:3 (23.) P. Michler, 2:3 (26.) P. Queiros, 2:4 (43.) Li. Hages, 2:5 (49./Direkter) l. Karschau, 2:6 (50./Direkter) L. Karschau. - Zeitstrafen: RESG 8 min (F. da Silva/37. & 50. – P. Queiros/45. & 50.) – SKG 0 min - Teamfouls: RESG 10 – SKG 9


HSV Krefeld – RSC Darmstadt 5:6 (2:4)

Nach dem klaren 12:2 über den HSV im Pokal vor gerade einmal einer Woche hatte der RSC Darmstadt die Aufgabe in Krefeld zu sehr auf die leichte Schulter genommen – konnte letztlich aber einen knappen Vorsprung über die Zeit retten.

Dass den Seidenstädtern eine erfolgreiche Revanche für die Pokalschmach nicht gelang, lag an der schwachen Startphase der Hausherren. So hatten die flinken RSC-Angreifer leichtes Spiel, eine 3:0-Führung heraus zu schießen. Max Hack (4.), Philip Wagner (10.) und Micael Barreto (11.) zeichneten für die Tore verantwortlich. David Hausch sorgte indes kurz darauf dafür, dass die Krefelder im Spiel blieben (12.). Zwar stellte Philip Wagner nur vier Minuten später den alten Abstand wieder her, doch Frederik Görtz (19.) und – schon nach dem Seitenwechsel – Nils Hilbertz (31.) brachten die Krefelder wieder auf 3:4 heran. Allerdings hatten die Hausherren auch an diesem Tag kein Gegenmittel gegen Micael Barreto parat, der schließlich wieder zu entscheidenden Figur bei den Hessen avancierte, als er per Doppelschlag zum 6:3 traf (35./38.). Krefeld zeigte sich zwar unbeeindruckt und nutzte den Heimvorteil aus, um durch Stephan Micus (40.) und Frederik Görtz (42.) wieder auf Tuchfühlung zu kommen. Doch trotz aller weiteren Versuche, damit hatte der HSV sein Pulver verschossen, so dass sich Darmstadt nach dem knappen Sieg nun sogar Hoffnungen auf Platz drei in der Endabrechnung machen kann.

HSV Krefeld: D. Heulmanns, S. Keuthen; L. Schüren, M. Hendricks, F. Görtz, P. Greiffenstein, N. Hilbertz, S. Micus, D. Hausch, N. Kluschewski. - RSC Darmstadt: M. Warmbier, N. Schröter; M. Barreto, J. Rohmert, P. Wagner, H. Naumann, M. Hack, K. Cepa, J. Falco Moya. - Schiedsrichter: A. Feiteira / B. Schiffmann.

Torfolge: 0:1 (4.) M. Hack, 0:2 (10.) P. Wagner, 0:3 (11.) M. Barreto, 1:3 (12.) D. Hausch, 1:4 (16.) P. Wagner, 2:4 (19.) F. Görtz, 3:4 (31.) N. Hilbertz, 3:5 (35.) M. Barreto, 3:6 (38.) M. Barreto, 4:6 (40.) S. Micus, 5:6 (42.) F. Görtz. - Zeitstrafen: HSV 0 min – RSC 0 min - Teamfouls: HSV 5 – RSC 7


IGR Remscheid – Valkenswaardse RC 4:3 (2:2)

Die „Remscheider Kimi-Nachmittage“ gingen in die nächste Runde – und erneut gab es dabei einen glücklichen Ausgang für die Bergischen, die in 2013 daheim somit weiter ungeschlagen bleiben. Für die Gäste aus Valkenswaard änderte die zehnte Niederlage dagegen gar nichts, sie stecken weiterhin mitten im Abstiegskampf.

Die Partie fing turbulent an: Fabian Selbach brachte die Hausherren schon in der dritten Minute in Vorlage, doch die Führung hielt keine 20 Sekunden, da hatte Nuno Rilhas schon wieder egalisiert. Es schloss sich ein kampfbetontes Match zweier sich auf Augenhöhe begegnender Teams an, die eine Hülle an Chancen vergaben, weitere Treffer zu markieren. So konnten die Niederländer weder den Direkten nach „Blau“ für Max Richter (5.) nutzen noch die folgende Überzahlphase, trafen dann durch Arjan van Gerven aber doch zum 2:1 (11.). Aber auch diese Führung hielt nicht lange, nur etwas mehr als eine Zeigerumdrehung darauf war Julian Peinke zur Stelle und glich wieder aus. Kurz vor der Pause dann die große Chance für die IGR, mit einer Führung im Rücken die Seiten zu wechseln, doch der Penalty nach 10. VRC-Foul brachte nichts ein.

Auch in den zweiten Abschnitt starteten  beide Teams mit hohem Tempo, weitere Treffer ließen nicht lange auf sich warten. Zwar verschossen die Gäste nach einer Zeitstrafe gegen Markus Wilk per Direkten wieder einen Direkten (30.), doch in Überzahl holte Lowie Boogers das Versäumte rasch nach (31.). Quasi postwendend folgte aber das 15. Teamfoul der Valkenswaarder, so dass Marc Schinkowski noch in Unterzahl den Ausgleich wieder herstellen konnte (31.). Beim 3:3 blieb es dann lange Zeit, denn im Abschluss waren beide Teams an diesem Tag ohne Fortune. So vergab etwa Valkenswaard nach dem 10. IGR-Teamfoul auch seinen dritten Strafstoß an diesem Nachmittag (43.). So hatte die IGR in der 47. Minute schließlich allen Grund zum Jubel, nachdem Yannick Peinke getroffen hatte. Zwei Minuten später hätten die Gastgeber den Sack dann zumachen können, ließen die Chance zum fünften Treffer nach 20. VRC-Teamfoul aber ungenutzt und mussten so noch einige Sekunden zittern, bis der wichtige Sieg feststand.

IGR Remscheid: M. Mattusch, M. Kreidewolf; F. Selbach, M. Wilk, R. Selbach, M. Schinkowski, M. Wiegershaus, J. Peinke, M. Richter, Y. Peinke. - Valkenswaardse RC: H. de Wit, M. Haas; C. Hegener, R. van Dooren, L. Bischoff, D. van Willigen, A. van Gerven, L. Boogers, N. Janssens, N. Rilhas. - Schiedsrichter: C. Nistroy / D. Loewe.

Torfolge: 1:0 (3.) F. Selbach, 1:1 (3.) N. Rilhas, 1:2 (11.) A. van Gerven, 2:2 (13.) J. Peinke, 2:3 (31./Überzahl) L. Boogers, 3:3 (31./Direkter in Unterzahl)  M. Schinkowski, 4:3 (47.) Y. Peinke. - Zeitstrafen: IGR 4 min (M. Richter/5. – M. Wilk/30.) – VRC 0 min - Teamfouls: IGR 10 – VRC 20

Bundesliga: Vorbericht zum 12. Spieltag - Der Dauerbrenner nur als Verfolgerduell

(tg) Schön regelmäßig vier Punkte trennen die Teams auf den ersten vier Plätzen der Rollhockey-Bundesliga. Doch an diesem Wochenende treffen im direkten Duell treffen Pokalsieger Iserlohn (3.) und Meister Cronenberg (2.) aufeinander. Je nach Ausgang dieser Partie kann in das Spitzenquartett noch einmal kräftig Bewegung kommen.

Es ist das 44 (!) Mal, dass sich Iserlohn und Cronenberg innerhalb von zehn Jahren begegnen. Es sind klar die beiden dominierenden Teams der Bundesliga, die sich in diesem Jahr allerdings einer dritten Kraft erwehren müssen: Germania Herringen. Bislang hecheln sowohl Titelverteidiger als auch Pokalsieger dem Spitzenreiter vergeblich hinterher – und daran wird sich wohl auch am Samstag nichts ändern. Aber: Beide Teams wollen sich den Rang zwei für die Play-offs sichern, und daraus zieht diese Partie am Hemberg (15 Uhr) auch seine größte Brisanz. Cronenberg kommt mit einer makellosen Auswärtsbilanz (fünf Siege in fünf Spielen) ins Sauerland, dazu hat der RSC die beste Defensive der Liga. Dem hält Iserlohn entgegen, die schlagkräftigere Offensivabteilung zu haben und daheim eine wahre Macht zu sein. Dies könnte indes – wie schon im Hinspiel (2:2) - zu einem Leistungspatt führen…

Die RESG Walsum blickt in eine finstere Zukunft: Vor dem Gastspiel des Spitzenreiters Germania Herringen am Beckersloh (15.30 Uhr) hat erst ihr Vorsitzender Reinhold Luerweg aus persönlichen Gründen seinen sofortigen Rücktritt erklärt. Und im gleichen Atemzug kündigte Trainer Quim Puigvert an, im Sommer seinen Posten zur Verfügung zu stellen, um sich intensiver auf seine Aufgabe als Damen-Nationaltrainer fokussieren zu können. Und auch sportlich läuft es für den Rekordmeister alles andere als rund: Dem blamablen 0:8 in Valkenswaard folgte vergangenes Wochenende das Pokal-Aus, wohlgemerkt nach 6:4-Führung eine Minute vor Schluss. Dabei sollte mit Neuzugang Flavio da Silva, der durchaus Impulse setzte, nun das Feld von hinten aufgerollt werden. Nun droht gegen Herringen die nächste Pleite, denn der Tabellen-Erste ist in bestechender Form, konnte sich zudem dank eines Freiloses im Pokal eine Woche länger ausruhen als der Rest der Liga. 28 Tore in den letzten drei Partien sprechen da eine überdeutliche Sprache.

Im Remscheider Sportzentrum Hackenberg kommt es ab 15.30 Uhr derweil zu einem entscheidenden Duell im Abstiegskampf: Die IGR Remscheid (11 Punkte) empfängt den Valkenswaardse RC (9 Pkt.). Schon im Hinspiel war es eine enge Kiste, die Bergischen behielten in  Eindhoven nur knapp mit 4:3 die Oberhand. Die Niederländer haben sich seitdem aber deutlich verbessert, können mit Nuno Rilhas einen effektiven Spielmacher vorweisen, der beim 8:0 über Walsum alle Fäden in der Hand hielt – und drei Tore beisteuerte. Mit André Costa hat der VRC nun einen weiteren Portugiesen verpflichtet, der aber erst ab April spielberechtigt sein wird. Damit dessen Einsatz dann aber überhaupt noch Sinn macht, muss das schlechteste Auswärtsteam in Remscheid im Kampf um die Play-off-Ränge punkten. Auch die IGR hat sich in Südeuropa umgesehen und gab jüngst einen echten Knaller als Neuverpflichtung bekannt: Vom HC Braga, immerhin Erstligist in Portugal und im Vorjahr im Finale des CERS-Cups, kommt Vitor Oliveira, ist aber ebenfalls erst im April einsetzbar. Doch auch ohne die Verstärkung fahren die Bergischen derzeit daheim auf einer Erfolgswelle: Erst wurde Iserlohn ein 5:5 abgerungen, dann Walsum im Pokal nach 3:6-Rückstand noch bezwungen.

Es ist gerade einmal sieben Tage her, da standen sich der HSV Krefeld und der RSC Darmstadt im Pokal gegenüber. Mit einem verheerenden Ausgang für die Seidenstädter, die mit 2:12 regelrecht demontiert wurden. In der Bundesliga war der HSV gegen die Hessen beim 4:7 derweil nicht ganz so chancenlos. Und nun trifft man sich in der Bonhoeffer-Halle (18 Uhr), und dort gelten aufgrund der rutschigen  Bahn andere Gesetze. Entsprechend zuversichtlich sehen die Krefelder der Partie auch entgegen, einzig die schwere Verletzung von Keeper Fynn Hilbertz bereite einige Bauchschmerzen, denn mit Max Hack und Micael Barreto haben die Hessen zwei ausgefuchste Stürmer, die im Pokalspiel alleine für neun Treffer verantwortlich waren.

Dass man sich für gute Leistungen nicht viel kaufen kann, dass wissen die Akteure des TuS Düsseldorf-Nord nur zu gut. So wurden sie nach dem Pokal-Aus gegen Iserlohn zwar von allen Seiten gelobt, doch am sportlichen Niedergang konnte dies nichts ändern. Nun soll gegen Calenberg (18 Uhr, Sporthalle Eldagsen) ein erneuter Anlauf unternommen werden, um die Niederlagenserie in 2013 endlich zu beenden. Allerdings sind die Niedersachsen in eigener Halle eine Macht, einzig Cronenberg und Herringen konnten dort bislang punkten. Und im Pokal konnten sich die beiden Brandtbrüder mit zusammen elf Toren schon einmal warm schießen. Hoffnung schöpfen die Rheinländer derweil aus dem Hinspiel (7:7), in dem sie endlich einmal ihre Abschlussschwäche überwanden. Allerdings wissen die TuSler aus dieser Begegnung auch, dass die Bisons bis zur letzten Sekunde für ein Tor gut sind, denn den siebten SCB-Treffer markierte Milan Brandt damals erst mit dem Schlusspfiff.

Der 12. Spieltags am 2. März  im Überblick

IGR Remscheid         -  Valkenswaardse RC       15.30 Uhr, Sportzentrum Hackenberg
ERG Iserlohn            -  RSC Cronenberg           15.30 Uhr, Hemberg-Sporthalle
RESG Walsum          -  Germania Herringen       15.30 Uhr, Sporthalle Beckersloh
SC Bison Calenberg  - TuS Düsseldorf-Nord      18.00 Uhr, Sporthalle Eldagsen
HSV Krefeld              - RSC Darmstadt              18.00 Uhr, Bonhoeffer-Sporthalle

 

Bundesliga: IGR verpflichtet Vitor Oliveira

Die IGR Remscheid hat Vitor Sequeira Oliveira - genannt "Viti" - für das Bundesligateam als Spieler verpflichtet.

Viti Oliveira ist 30 Jahre alt, portugiesischer Staatsbürger und seit rd. 10 Jahren in der 1. portugiesischen Division aktiv. Zuletzt spielte er u.a. für den HC Braga und erreichte im Jahr 2012 das Finale des CERS-Cups.

Viti wird ab Mitte März das Training beim Bundesligisten IGR Remscheid aufnehmen und sich parallel im Jugendbereich als Trainer engagieren.

Die IGR freut sich über den prominenten Neuzugang und wünscht Viti alles Gute für seinen Start in der Bundesliga.
 

 

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