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DRIV-Pokal 1/4-Finale: IGR trifft auf den RSC Darmstadt

(tg) Vergleicht man die anstehenden Paarungen des Pokal-Viertelfinales mit dem Bundesliga-Spielplan, so ergeben sich erstaunliche Parallelitäten: Alle vier Begegnungen zum Beginn der heißen Saisonphase in diesen Wochen doppelt im Kalender!

So trafen sich vor Wochenfrist erst der TuS Düsseldorf-Nord und der RSC Cronenberg in der Rollsporthalle Unterrath, wobei die RSC-Löwen ihren 3:2-Ligaerfolg teuer erkauften, verletzte sich ihre Nr. 1, Eric Soriano, bei einer Abwehraktion schwer an der Schulter. Auf den Spanier werden die Bergischen somit zwischen den Pfosten wohl verzichten müssen, was den erwünschten Einzug ins Halbfinale nicht einfacher machen wird. Zumal die Gastgeber nach der ebenso knappen wie unglücklichen Niederlage wohl alles daran setzen werden, um sich umgehend zu revanchieren (Sa., 18 Uhr – Rollsporthalle Unterrath).

Der eigentliche Kracher des Viertelfinales steht jedoch schon im 15.30 Uhr auf dem Programm: Am Iserlohner Hemberg empfängt Meister ERG Iserlohn den Bundesliga-Primus SK Germania Herringen, sodass einer der „dicken Fische“ im Haifischbecken früh auf der Strecke bleiben wird. Im Ligaduell, allerdings in Herringen, fegten die Germanen den westfälischen Nachbarn klar mit 7:2 vom Feld, in der Heimat ist Iserlohn derweil allerdings deutlich schwerer zu bezwingen – auch für die so offensivstarken Germanen: Deren letzter Erfolg in Iserlohn datiert vom 7. Juni 2014. Nur eine Woche später dürfen die beiden Clubs dann in der Liga erneut ihre Kräfte messen…

Der RSC Darmstadt hat es im heimischen Landesleistungszentrum mit dem Titelverteidiger IGR Remscheid zu tun (Sa., 15.30 Uhr) – und auch dieses Paarung wiederholt sich kurz darauf (wenn auch in umgekehrter Konstellation) im Ligaendspurt. Gemessen an der jüngsten Serie mit sieben Siegen gehen die Hessen mit großem Selbstbewusstsein in das Spiel. Aber auch die Remscheider haben das Halbfinale fest im Auge, zumal sie aus eigener Erfahrung wissen, dass der Pokal der kürzeste Weg nach Europa ist: Im Vorjahr verpassten sie in der Liga die internationale Qualifikation, um dann als Pokalsieger doch noch das Ticket zu ziehen – und damit eine Erfolgswelle loszulösen, die ihresgleichen sucht. 


Die vermeintlich leichteste Aufgabe im Viertelfinale hat vermeintlich die RESG Walsum vor der Brust, gastiert mit dem SC Bison Calenberg doch der einzige Club in der Sporthalle Beckersloh (Sa., 15.30Uhr), die momentan keinen Play-off-Platz belegt, sondern – nach der Rückkehr von Leitwolf Milan Brandt nach Herringen – tatsächlich noch in Abstiegsgefahr geraten könnte. Ohne den Goalgetter hatten die Niedersachen in Remscheid (1:19) gerade noch Zweitliga-Niveau und werden beim der zweitplatzierten Rekordmeister sicherlich auch nur ein Sparringspartner sein.


Der Spieltag im Überblick …
… im Viertelfinale am 25. März 2017

ERG Iserlohn                -           SK Germania Herringen              15.30 Uhr, Hemberg-Halle

RSC Darmstadt             -           IGR Remscheid                           15.30 Uhr, Landesleistungszentrum

RESG Walsum               -           SC Bison Calenberg                   15.30 Uhr, Sporthalle Beckersloh

TuS Düsseldorf-Nord     -           RSC Cronenberg                        18.00 Uhr, Rollsporthalle Unterrath         

 

Bundesliga, Nachholspiel: IGR mit schweren Beinen zum Sieg

(tg) Mit müden Knochen spulte die IGR Remscheid in den Niederlanden ihr Pflichtprogramm ab und hält durch den 6:3-erfolg in Valkenswaard weiter Kontakt zum Spitzenduo aus Herringen und Walsum. 

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Valkenswaardse RC – IGR Remscheid 3:6 (1:3)

Nach der unglücklichen Niederlage im Penaltyschießen tags zuvor, mussten die Bergischen gleich zu Beginn den nächsten Tiefschlag verdauen: Dave Holtzer hatte gleich die erste VRC-Attacke mit dem 1:0 abgeschlossen. Mit schweren Beinen machten sich die Remscheider nun daran, den Rückstand zu egalisieren, doch erst nach einer Auszeit (13.) fanden sie die dazu notwendige Ordnung im Angriff. Mit einer besprochenen Angriffsvariante wurde nun Yannik Lukassen freigespielt, der nur noch einzudrücken brauchte (15.).

Doch die Hausherren gaben sich unbeeindruckt und hielten mit offenem Visier dagegen. Die IGR hatte durchaus ihre Mühen, die niederländischen Konter rechtzeitig zu bremsen, schlug dann aber genau mit diesem Mittel zurück: Binnen 60 Sekunden enteilten Fabian Selbach (23.) und Daniel Strieder (24.) und zeigten dabei Kaltschnäuzigkeit im Abschluss.

Und die Gäste legten unmittelbar nach Wiederbeginn mit gleicher Münze nach. Wiederum Daniel Strieder (30.) und zwei Minuten darauf Yannik Lukassen (32./Direkter) schraubten den Vorsprung auf 5:1. Der VRC antwortete zwar umgehend durch Davy van Willigen, doch alles weitere Anrennen war in der Folge dann vergeblich. So blieb eine Strafstoßchance nach 10. IGR-Teamfoul ungenutzt (36.), das 3:5 gelang Stan Holtzer erst in der 45. Minute. Zu spät, um noch die Verlängerung zu erreichen. Zumal Lukas Kuhn kurz vor dem Ende mit dem sechsten Treffer den Remscheider Erfolg in trockene Tücher brachte.       

Valkenswaardse RC:P. Santos, J. van den Dungen; A. Nottebohm, D. Real, R. van den Dungen, D. Holtzer, S. Holtzer, D. van Willigen. – IGR Remscheid: J. Langenohl, M. Raab; F. Selbach, L. Kuhn, Y. Peinke, M. Richter, Y. Lukassen, D. Strieder, A. Ober, J. Kulessa. – Schiedsrichter: T. Sörensen / M. Wittig.

Torfolge: 1:0 (2.) D. Holtzer, 1:1 (15.) Y. Lukassen, 1:2 (23.) F. Selbach, 1:3 (24.) D. Strieder, 1:4 (30.) D. Strieder, 1:5 (32./Direkter) Y. Lukassen, 2:5 (33.) D. van Willigen, 3:5 (45.) S. Holtzer, 3:6 (50.) L. Kuhn. - Zeitstrafen: VRC 2 min (D. van Willigen/25.) – IGR 0 min - Teamfouls: VRC 17 – IGR 14.
 

Bundesliga, 18. Spieltag: Super Spiel, klasse Kampf, Lotterie verloren

In einem hochklassigen Spiel verliert die IGR bei der RESG Walsum im Penaltyschiessen, nimmt aber einen Punkt mit.

Das Heimteam hatte dabei den besseren Start und konnte in Minute 2 nach einem krassen Fehler in der IGR-Defensive in Führung gehen, die Daniel Strieder quasi im Gegenzug zum 1:1 ausglich. Es folgte die beste Phase der IGR, die durch Jannick Peinke und Max Richter einen 1:3-Vorsprung herausschossen. Walsums 2:3-Anschlusstreffer unmittelbar vor dem Pausenpfiff war erneut durch einen Fehler in der Defensive begünstigt. Nach dem Wechsel ging es dann Schlag auf Schlag: Die Duisburger glichen nur Sekunden nach Wiederanpfiff aus, Max Richter Sekunden erzielte Sekunden später die erneute IGR-Führung. Daniel Strieder baute diese nach blauer Karte gegen Walsum auf 3:5 aus. Doch das Heimteam schlug zurück und drehte das Spiel binnen 4 Minuten in ein 6:5. Jetzt war die Moral bei den Blau-weißen gefragt und die lieferten: Eine halbhohe Hereingabe von Kapitän Yannick Peinke nahm Yannik Lukassen volley ab und stellte auf 6:6. Der Rest war Rollhockey-Bundesliga, wie sie Spaß macht. Beide Teams suchten die Entscheidung, die in der Schlusssekunde mit einem Pfostenkracher von Yannick Peinke in die Verlängerung vertagt wurde. Wieder schaffte Walsum die Führung kurz nach dem Anpfiff, unmittelbar nach Beginn der 2. Verlängerungshälfte glich Alex Ober für Remscheid aus. Dann folgte das unvermeidliche Penaltyschießen: Fabian Selbach für blau-weiß und Sebastian Haas für rot-weiß versenkten und wieder ging es in die Verlängerung. Yannik Lukassen brachte die IGR letztmalig in Front, doch zwei Treffer von Sebastian Haas der RESG den zweiten Punkt.
Eine Klasseleistung bringt der IGR zwar nur einen Punkt ein, aber wer kann schon sagen, wofür der noch gut sein wird ...
Schon am morgigen Sonntag um 14:30 geht es in Valkenswaard weiter. Wenig Zeit also für die IGR, um zu regenerieren. 
 

 

Bundesliga, 18. Spieltag: Die Zeit der Rechenspiele

(tg) Vier Spieltage sind noch in der Hauptrunde der 1. Rollhockey-Bundesliga zu spielen, doch das Feld hat wohl seine Startordnung für die folgende Play-off-Phase schon so gut wie gefunden. Noch gibt es zwar für alle Teams durchaus den Spielraum ein Rang gut zu machen – oder auch zu verlieren. Doch ein Blick auf das Restprogramm zeigt, dass die Top-Acht nur noch sechs Direktbegegnungen ausfechten müssen. Drei davon stehen am kommenden Samstag auf dem Plan, der damit vorentscheidend sein kann.

Die kommenden Wochen könnten vor allem an der Spitze noch einmal einiges durcheinander wirbeln, denn mit dem Verfolgerduell zwischen der RESG Walsum und der IGR Remscheid (Sa., 15.30 Uhr – Sporthalle Beckersloh) beginnt ein regelrechter Endspurt um Rang 1, den momentan die SK Germania Herringen innehat. Die Westfalen haben am kommenden Wochenende zu Hause gegen den HSV Krefeld zwar eine leichtere Aufgabe vor der Brust (Sa., 18 Uhr – Glückauf-Arena), müssen in den kommenden Wochen aber noch zum Titelverteidiger ERG Iserlohn (1. April) und zum Pokalsieger IGR Remscheid (29. April) – und hat damit eindeutig das schwierigste Restprogramm im Vergleich zu  Walsum. Mit einem Erfolg über den HSV, der im ersten Treffen klar mit 14:0 distanziert worden ist, würde der aktuelle knappe 3-Punkte-Vorsprung zumindest gewahrt.

Wollen die roten Teufel aber ernsthaft nochmal die Poleposition attackieren, so ist eine Wiederholung des 8:4-Sieges in Remscheid Pflicht. Sollten andererseits die Bergischen beim Rekordmeister erfolgreich sein – und dann am Sonntag im Nachholspiel beim Valkenswaardse RC (19 Uhr – VRC-Rollerdom) noch nachlegen, stünde ihnen der Weg zur Tabellenspitze wieder weit offen. Für die Niederländer dagegen ist durchaus noch Rang acht erreichbar, aber auch für sie gilt dabei: Erst einmal die Pflicht erfüllen, wenn am Samstag das Gastspiel beim SC Moskitos Wuppertal ansteht (15 Uhr – Sporthalle Am Kothen). Die haben sich schon im Hinspiel nur knapp mit 2:3 bezwingen lassen und werden ihre letzte Chance auf einen Punktgewinn sicherlich nicht kampflos verstreichen lassen. Der direkte Klassenerhalt ist für die Wuppertaler zwar seit vergangener Woche nicht mehr möglich, die Relegation allerdings theoretisch noch erreichbar.

Doch nicht nur oben und unten in der Tabelle liegt noch einiges in der Luft, auch im Mittelfeld könnten am Samstag einige Rochaden erfolgen. Im hessischen Landesleistungszentrum erwartet der RSC Darmstadt etwa die ERG Iserlohn zum Endspiel um Rang 4 (Sa., 18 Uhr). Derzeit beträgt der Vorsprung der Krokodile auf den Titelverteidiger lediglich einen Punkt. Dass die Westfalen im Hinspiel klar mit 7:3 gewannen, ist indes keine Garantie, den Platz erneut als Sieger zu verlassen. Darmstadt ist überaus heimstark, was die Iserlohner im Vorjahr im Pokal (1:3) und im laufenden Wettbewerb die Walsumer (4:5) erfuhren. Allerdings sind die Hessen auch überaus launisch, wie ein 1:10 gegen Herringen ebenso unterstreicht wie da 3:6 gegen Cronenberg…


Eine „Etage“ weiter unten steht ein weiteres Finale an: Der TuS Düsseldorf-Nord will gegenüber Gast RSC Cronenberg den sechsten Platz verteidigen (Sa., 18 Uhr – Rollsporthalle Unterrath). Die Rheinländer haben dabei einen kleinen Bonus im direkten Vergleich, haben sie im ersten Aufeinandertreffen doch mit 4:2 gewonnen. Die Bergischen dagegen zeigten sich zuletzt bärenstark und haben immerhin vier ihrer neun Auswärtsspiele gewonnen. Unter dem Strich sind beide Mannschaften in ihren Leistungen sehr wankelmütig, vor allem die TuSler, die im Sommer 2016 im DM-Halbfinale standen, hinken ihren Erwartungen deutlich hinterher.

Der Spieltag im Überblick …

… am 18. März 2017 mit dem 19. Spieltag                        

SC Moskitos Wuppertal  -           Valkenswaardse RC       15.00 Uhr, Sporthalle Am Kothen

RESG Walsum                -           IGR Remscheid             15.30 Uhr, Sporthalle Beckersloh
TuS Düsseldorf-Nord      -           RSC Cronenberg           18.00 Uhr, Rollsporthalle Unterrath

RSC Darmstadt             -             ERG Iserlohn                 18.00 Uhr, Landesleistungszentrum

SK Germania Herringen  -          HSV Krefeld                  18.00 Uhr, Glückauf-Arena

SC Bison Calenberg       -           RHC Recklinghausen     verlegt auf den 2.4.2017, 17 Uhr

… am 19. März 2017 mit einem Nachholspiel vom 12. Spieltag                                

           Valkenswaardse RC       -           IGR Remscheid               15.30 Uhr, Rollerhal
 

Bundesliga, 18. Spieltag: IGR schlägt erschreckend schwache Bisons mit 19:1

(tg) So spannend die Spiele am 18. Spieltag auch waren, in der Tabelle blieb letztlich alles wie gehabt, da sich die Favoriten in allen Fällen durchsetzten. Während Recklinghausen beim 12:11 über Wuppertal,   Iserlohn beim 3:2 über Düsseldorf und auch Darmstadt beim 4:2 in Krefeld sowie Walsum beim 5:3 in Cronenberg die Latte nur knapp überquerten, hatten Herringen (9:2 in Valkenswaard) und vor allem Remscheid, die Calenberg mit 19:1 demontierten, keine nennenswerte Gegenwehr zu brechen. 


IGR Remscheid – SC Bison Calenberg 19:1 (9:0)
„Das hatte mit Rollhockey nicht viel zu tun“, schimpfte IGR-Vorsitzender Georg Feldhoff über den völlig desolaten Auftritt des Gastes aus Calenberg, der sich erstmals ohne sein Zugpferd Milan Brandt präsentierte. Der hat sich bei den Niedersachsen unter der Woche abgemeldet, um pünktlich zu den Play-offs für seinen Stammverein Herringen einsatzberechtigt zu sein.

Ganze sieben Minuten hielten die Bisons dem Anrennen der Remscheider stand, dann war Yannick Peinke mit dem 1:0 zur Stelle. Dabei blieb es dann zwar nochmals sechs Zeigerumdrehungen lang, doch dies lag vorwiegend an den guten Reflexen von SCB-Schlussmann Tim Richter. Dessen Gehäuse war aber schließlich mit dem 2:0 durch Yannick Peinke sturmreif geschossen. Yannick Peinke (3) und Yannik Lukassen erhöhten binnen einer Minute um vier weitere Tore, womit auch der letzte SCB-Widerstand gebrochen war (18.). Der Rest war langweiliges Einbahnstraßen-Rollhockey mit folgerichtigem IGR-Schützenfest, zu dem mit Daniel Strieder (3), Til Cramer, Lukas Kuhn, Maximilian Richter (je 2), Fabian Selbach, Alexander Ober sowie abermals Yannick Peinke und Yannik Lukassen alle Spieler der Hausherren ihren Beitrag entrichteten. Den Ehrentreffer für die völlig desolaten Calenberger markierte Spielertrainer Jörg Kuley zum zwischenzeitlichen 1:13 in der 37. Minute. 

IGR Remscheid:M. Kreidewolf (ab 26. J. Langenohl); F. Selbach, L. Kuhn, Y. Peinke, M. Richter, Y. Lukassen, D. Strieder, A. Ober, T. Cramer. – SC Bison Calenberg: T. Richter, A. Schadinsky; J. Kuley, D. Kuczynski, R. Johansson, H. Philipp, M. Bässler, S. Leitmann, M. Stoffle, M. Luther. – Schiedsrichter: D. Loewe / R. Henke.

Torfolge: 1:0 (7.) Y. Peinke, 2:0 (13.) Y. Peinke, 3:0 (18.) Y. Peinke, 4:0 (18.) Y. Peinke, 5:0 (18.) Y. Peinke, 6:0 (18.) Y. Lukassen,7:0 (20./Direkter) T. Cramer, 8:0 (23.) T. Cramer, 9:0 (24.) F. Selbach, 10:0 (28.) Y. Peinke, 11:0 (31.) D. Strieder, 12:0 (33.) Y. Lukassen, 13:0 (35.) D. Strieder, 13:1 (37.) J. Kuley, 14:1 (41.) M. Richter, 15:1 (41.) M. Richter, 16:1 (44.) L. Kuhn, 17:1 (44.) L. Kuhn, 18:1 (45.) D. Strieder, 19:1 (48.) A. Ober. - Zeitstrafen: IGR 0 min – SCB 2 min (M. Stoffle/20.) - Teamfouls: IGR 4 – SCB 6.


 

Spiel der Woche: RHC Recklinghausen – SC Moskitos Wuppertal 12:11 (4:5)
Es war ein Tag des offenen Tores in Heinrich-Auge-Halle, der am Ende in den Gastgebern einen glücklichen Sieger sah, der damit zugleich einen großen Schritt Richtung Play-off-Teilnahme machte. Die Wuppertaler dagegen waren wohl noch nie so nah an ihrem ersten Punktgewinn wie im Vest, wo die Entscheidung erst in letzter Minute fiel.

Als Marius Schürmann schon in der 4. Minute das 1:0 für Recklinghausen erzielte, sah es noch ganz nach dem üblichen Verlauf aus: Wuppertal bemühte sich zwar redlich, war aber zumeist in der eigenen Abwehr damit beschäftigt, den Ball vom Tor wegzuhalten. Was mehr schlecht als recht gelang, denn in der 8. Minute erhöhte Philipp Wagner schon auf 2:0.

Dieser Treffer markierte aber zugleich einen Wendepunkt in der Partie. Während die Hausherren nun glaubten, den Rest quasi im Schongang erledigen zu können, erwachte bei den Moskitos plötzlich der Mut der Verzweiflung – was ungeahnte Kräfte freisetzte. Plötzlich tauchte Tobias Lückenhaus vor dem RHC-Tor auf und schob zum 1:2 ein (13.). Zwei Minuten später machte es ihm Julian Peinke nach (15.), der noch in derselben Minute ein weiteres Mal einnetzte – nach dem Sekunden zuvor Niko Nohlen das kurzfristige 3:2 gelungen war.

Und die Stechmücken setzten nach, gingen nach weiteren Toren von Julian Peinke (17.) und Yannic Brockmann (22.) nun ihrerseits mit zwei Treffern in Vorlage. Und die Führung hielt bis zur Pause, allerdings verkürzte Philipp Wagner noch ein wenig für die Vester.

Nach Wiederbeginn riss der Faden beim Sportclub, wohl auch deshalb, weil Recklinghausen nun zu seiner anfänglichen Kompromisslosigkeit zurückgefunden hatte. Fünf Minuten nach Wiederbeginn glich Niklas Nohlen folglich aus und brachte seine Mannen vier weitere Zeigerumdrehungen später wieder in Führung. Das Ligaschlusslicht aber hatte durchaus Lunte gerochen und hielt mit hochgekrempelten Ärmeln dagegen.

So ging es in der Folge in einem offenen Schlagabtausch hin und her: Julian Peinke (36.), Philipp Wagner (36.), Niklas Nohlen (38.) und Yannic Brockmann (38.) trieben den Zwischenstand in kürzester Zeit von 8:7, ehe sich nach weiteren erfolgreichen Abschlüssen von Philipp Wagner (40./42.) eine Tendenz erahnen ließ.

Dies aber auch nur für kurze Zeit, denn nach blauer Karte gegen Frank Teelen (43.) bot sich ihnen die Gelegenheit zum Gegenschlag, was Tobias Lückenhaus in Überzahl auch gelang (45.). Und zwei Minuten später waren die Bergischen dank Julian Peinke tatsächlich wieder auf Tuchfühlung, womit eine turbulente Schlussphase eingeleitet war.

Die 49. Minute brachte schließlich den dramatischen Höhepunkt einer wohl unvergesslichen Partie: Binnen dieser 60 Sekunden verwandelte Niklas Nohlen erst einen Strafstoß, sah dann „Blau“, was Yannic Brockmann vom Punkt das 10:11 ermöglichte, ehe – nun per Penalty – Christoph Rindfleisch zum 12:10 traf. Dies war letztlich der Durchbruch für die Hausherren, die aber trotzdem noch einmal zittern mussten, als Dennis Meuer knapp 30 Sekunden vor dem Ende wieder auf ein Tor verkürzte.   

Recklinghausen:D. Jakubiak, L. Andrioff; M. Angenendt, K. Paape, P. Wagner, Niklas Nohlen, C. Rindfleisch, Niko Nohlen, M. Schürmann, F. Teelen. – SC Moskitos Wuppertal: R. Prange, D. Bauckloh; Y. Brockmann, D. Meuer, T. Lucht, J. Peinke, P. Kirtyan, T. Lückenhaus, M. Mirscheid, J. Henckels. – Schiedsrichter: F. Schäfer / M. Brosien.

Torfolge: 1:0 (4.) M. Schürmann, 2:0 (8.) P. Wagner, 2:1 (13.) T. Lückenhaus, 2:2 (15.) J. Peinke, 3:2 (15.) Niko Nohlen, 3:3 (15.) J. Peinke, 3:4 (17.) J. Peinke, 3:5 (22.) Y. Brockmann, 4:5 (23.) P. Wagner, 5:5 (30.) Niklas Nohlen, 6:5 (34.) Niklas Nohlen, 6:6 (36.) J. Peinke, 7:6 (36.) P. Wagner, 8:6 (38.) Niklas Nohlen, 8:7 (38.) Y. Brockmann, 9:7 (40.) P. Wagner, 10:7 (42,/Penalty) P. Wagner, 10:8 (45./Überzahl) T. Lückenhaus, 10:9 (47.) J. Peinke, 11:9 (49./Penalty) Niklas Nohlen, 11:10 (49./Direkter) Y. Brockmann, 12:10 (49./Penalty) C. Rindfleisch, 12:11 (50.) D. Meuer. - Zeitstrafen: RHC 4 min (F. Teelen/43. – Niklas Nohlen/49.) – SCM 0 min - Teamfouls: RHC 6 – SCM 11.

Valkenswaardse RC – SK Germania Herringen 2:9 (2:3)

Auch wenn es zur Halbzeit beim Zwischenstand von „nur“ 3:2 so aussah, als ob Spitzenreiter Herringen in Valkenswaard einmal mehr seine schlechte Auswärtsseite präsentierte – unter dem Strich gab es nie einen Zweifel am Erfolg der Germanen in den Niederlanden.

Die Westfalen hatten ruhig begonnen, ließen sich von den gewohnt defensiv beginnenden Valkenswaardern nicht aus der Reserve locken, sondern warteten geduldig auf sich bietende Chancen. Und dann wurde eiskalt zugeschlagen, sodass Kevin Karschau (7.), Robin Schulz (12.) und Liam Hages (14.) schließlich eine klare 3:0-Führung markierten.

Auf der anderen Seite war SKG-Schlussmann Timo Tegethoff bis dato nahezu beschäftigungslos, was maßgeblicher Grund dafür sein dürfte, dass er sich kurz vor der Pause von zwei Distanzschüssen durch Dave Holtzer auf dem falschen Fuß erwischen ließ (19./23.). Der plötzliche Anschluss der Niederländer schockte die Gäste aber keineswegs, die vielmehr im zweiten Durchgang schnell Nägel mit Köpfen machten – dank Kevin Karschau. Der ebenso flinke wie treffsichere Stürmer donnerte die Kugel ab der 30. Minute viermal ins gegnerische Netz, Liam Hages (46.) und Robin Schulz (49.) erledigten den Rest.

Valkenswaardse RC:P. Santos, J. van den Dungen; R. van den Dungen, D. Holtzer, S. Holtzer, D. Guimaraes. – SK Germania Herringen: T. Tegethoff, M. Schartner; K. Karschau, Li. Hages, M. Stork, S. Gürtler, P. Michler, J. Klein, R. Schulz, L. Karschau. – Schiedsrichter: T. Sörensen / M. Wittig.

Torfolge: 0:1 (7.) K. Karschau, 0:2 (12.) R. Schulz, 0:3 (14.) Li. Hages, 1:3 (19.) D. Holtzer, 2:3 (23.) D. Holtzer, 2:4 (30.) K. Karschau, 2:5 (34.) K. Karschau, 2:6 (41.) K. Karschau, 2:7 (42./Direkter) K. Karschau, 2:8 (46.) Li. Hages, 2:9 (49.) R. Schulz. - Zeitstrafen: VRC 0 min – SKG 0 min - Teamfouls: VRC 12 – SKG 11.

RSC Cronenberg – RESG Walsum 3:5 (2:2)

Starke Abwehrarbeit hüben wie drüben sorgte zwar für wenige Treffer, aber dafür für ein überaus spannendes Kräftemessen zwischen den beiden Altmeistern, die zusammen auf 29 DM-Titel kommen. Der Rekordmeister aus Walsum zeigte sich dabei als das effektivere Team.

Es ging schwungvoll los, doch der Weg zum ersten Tor des Tages war erst frei, als Jan Vester für eine Cronenberger Unterzahl sorgte (8.). Miquel Vila-Gallaguet nutzte den Platz, um die roten Teufel in Führung zu schießen (10.). Danach waren die Räume hüben wie drüben wieder überaus eng, dazu standen mit Eric Soriano (RSC) und Tobias Wahlen (RESG) zwei überaus gute Schlussmänner zwischen den Pfosten. Erst als kurz vor der Pause Kräfte und Konzentration etwas nachließen, boten sich Möglichkeiten, die Max Thiel (20.) und Jordi Molet (24./Penalty) zunächst für eine Cronenberger Führung verwerteten, ehe Miquel Vila-Gallaguet mit dem Pausenpfiff wieder ausglich. Nach dem Seitenwechsel ging das Nervenspiel genauso weiter, zumal Jordi Molet (33.) und Miquel Vila-Gallaguet (34.) zwar weitere Treffer gelangen, der unentschiedene Spielstand aber Bestand hatte.

Gut zehn Minuten vor dem Ende war es dann zum vierten Mal Miquel Vila-Gallaguet, der eine Lücke in der Löwen-Abwehr fand und damit der Partie den richtungsgebenden Impuls versetzte. Cronenberg gab sich zwar kämpferisch, biss sich an der kompakten RESG-Defensive aber weiterhin die Zähne aus. Als Nuno Rilhas schließlich das 5:3 gelang (42.) und wenig später ein Direkter nach „Blau“ gegen den Torschützen für den RSC auch nichts Zählbares einbrachte, war den Walsumern der Sieg nicht mehr zu nehmen.  

RSC Cronenberg:E. Soriano, A. Modrzewski; M. Bernadowitz, J. Molet, J. Vester, B. Nusch, S. Rath, K. Riedel, M. Thiel, Aa. Börkei. – RESG Walsum: T. Wahlen, C. Paß; M. Vila-Gallaguet, C. Nusch, X. Berruezo, S. Haas, N. Rilhas, F. SturlaRHC. – Schiedsrichter: B. Ullrich / T. Ehlert.

Torfolge: 0:1 (10./Überzahl) M. Vila-Gallaguet, 1:1 (20.) M. Thiel, 2:1 (24./Penalty) J. Molet, 2:2 (25.) M. Vila-Gallaguet, 3:2 (33./Penalty) J. Molet, 3:3 (34.) M. Vila-Gallaguet, 3:4 839.) M. Vila-Gallaguet, 3:5 (42.) N. Rilhas. - Zeitstrafen: RSC 4 min (J. Vester/8. - J. Molet/35.) – RESG 2 min (N. Rilhas/47.) - Teamfouls: RSC 14 – RESG 8.

HSV Krefeld – RSC Darmstadt 2:4 (0:2)

Es war sicherlich keine Glanzvorstellung der Darmstädter, doch da Krefeld Pechsträhne auch im 18. Saisonspiel anhielt, reichte es für die Hessen zum Drei-Punkte-Erfolg.

Nil Koch hatte eigentlich für einen Traumstart des RSC gesorgt (2.), doch in der Folge wirkten die Mainstädter viel zu behäbig und unkonzentriert, um frühzeitig eine klare Richtung vorzugeben. Krefeld dagegen war bemüht, den Heimvorteil mit den Eigenarten der Bonhoeffer-Sporthalle in die Waagschale zu werfen, fand aber immer wieder seinen Meister in RSC-Schlussmann Marvin Mensah. So auch nach blauer karte gegen Alexandre Andrade (17.). Immerhin blieben auch die HSVer schadlos, überstanden gar eine Unterzahlphase nach „Blau“ für Christian Siempelkamp schadlos. Umso ärgerlicher, dass noch vor der Pause der nächste Nackenschlag durch das 2:0 von Alexandre Andrade folgte (25.).

Dass es die Krefelder auch besser können, zeigten sie zu Beginn des zweiten Durchgangs, indem sie die Initiative ergriffen und Darmstadt von einer Verlegenheit in die nächste brachten. Die logische Folge: Daniel Quabeck (26.) und Maximilian Hendricks 833.) nutzten die Gunst der Stunde zum 2:2-Ausgleich.

Dann aber waren die Hausherren einmal mehr zu übermotiviert, bremsten sich durch zwei Zeitstrafen gegen Daniel Horchmer (31./40.) selbst aus. Die Hessen konnten daraus zwar weder per Strafstoß noch in Überzahl einen direkten Nutzen ziehen, doch sie fanden so zurück ins Spiel, während die Hausherren Kräfte ließen. Die bittere Quittung gab es in der 43. Minute, als Alexandre Andrade das 3:2 der Gäste gelang. Die Seidenstädter gingen nun nochmals volles Risiko, wurden durch Alexandre Andrade aber nochmals eiskalt ausgekontert (47.).

HSV Krefeld:F. Hilbertz, M. Hass; C. Siempelkamp, M. Hendricks, D. Horchmer, S. Micus, D. Quabeck, P. Greiffenstein, C. Jachtmann, S. Emmrich. – RSC Darmstadt: M. Mensah, P. Leyer; K. Cepa, F. Bender, P. Cuntz, P. Wagner, N. Koch, M. Behnke, A. Andrade. – Schiedsrichter: G. Richter / S. Häger.

Torfolge: 0:1 (2.) N. Koch, 0:2 (25.) A. Andrade, 1:2 (26.) D. Quabeck, 2:2 (33.) M. Hendricks, 2:3 (43.) A. Andrade, 2:4 (47.) A. Andrade. - Zeitstrafen: HSV 6 min (C. Siempelkamp/21. - D. Horchmer/31. & 40.) – RSC 2 min (A. Andrade/17.) - Teamfouls: HSV 8 – RSC 8.

ERG Iserlohn – TuS Düsseldorf-Nord 3:2 (0:1)

Des einen Pech ist des anderen Freud: In diesem Fall war Düsseldorfs Charlie Gatermann der Unglücksrabe, dessen blaue Karte Iserlohn für die letzten zwei Minuten in Überzahl brachte und Andre Costa damit den Weg zum 3:2-Siegtreffer frei machte. Der Meister ist also noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen­.

Andersherum war es fast schon bis ins Detail eine Kopie des Hinspiels, nur eben mit vertauschten Rollen. Waren es vor Monaten die Rheinländer, die einen Last-Minute-Sieg bejubelten, hatten nun die Westfalen in letztem Augenblick die Nase vorne. Vorangegangen war ein durch starke Abwehrreihen geprägtes Match, in dem die Schlussmänner Patrick Glowka (ERG) und Jan Kutscha (TuS) immer wieder ihr außerordentliches Können unterstrichen.

So dauerte es bis zur 23. Minute, ehe Tarek Abdalla mit dem 1:0 für die Gäste den ersten Glanzpunkt des Spiels setzte. Iserlohn aber hatte in der Kabine den passenden Hebel gefunden, um nun ebenfalls die TuS-Abwehr aus den Angeln zu heben. So dauerte es auch nicht lange, dann gelang Sergio Pereira das 1:1 (29.). Dieses wiederum hatte nur Sekunden Bestand, praktisch vom Wiederanpfiff weg enteilte Tarek Abdalla zur erneuten TuS-Führung (30.).

Iserlohn war gezwungen, weiter mit offenem Visier zu spielen – und nahm die Herausforderung an. Nun sah sich Düsseldorf durchaus in die eigene Hälfte eingeschnürt, setzte mit schnellen Kontern aber durchaus spürbare Nadelstiche. Iserlohns Mut zum Risiko wurde schließlich aber belohnt, wieder war es Sergio Pereira, dem der Gleichstand gelang (38.). Mit dem Remis war freilich beiden Seiten nicht geholfen, beide Seiten setzten nun auf Sieg. Und dabei schlug das Pendel zugunsten der Iserlohner  aus, als zunächst Charlie Gatermann auf die Strafbank musste, der TuS in Unterzahl das 10. Teamfoul nicht mehr vermeiden konnte und Andre Costa vom Punkt zum 3:2 verwandelte (49.).

ERG Iserlohn:P. Glowka, L. Kost; C. Nunez, N. Hilbertz, K. Milewski, C. Hegener, J. Behrendt, S. Pereira, A. Costa. –TuS Düsseldorf-Nord: J. Kutscha, Lu. Brandt; J. Pink, L. Scheulen, N. Fichtner, T. Paczia, C. Gatermann, T. Abdalla. – Schiedsrichter: L. Nawratil / L. Niestroy.

Torfolge: 0:1 (23.) T. Abdalla, 1:1 (29.) S. Pereira, 1:2 (30.) T. Abdalla, 2:2 (38.) S. Pereira, 3:2 (49./Direkter/Überzahl) A. Costa. - Zeitstrafen: ERG 0 min – TuS 2 min (C. Gatermann/48.) - Teamfouls: ERG 8 – TuS 10.
 

         

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