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Bundesliga, Play-off-Finale: Remscheid hofft nach 23 Jahren auf den großen Wurf

(tg) RSC Cronenberg, ERG Iserlohn und SKG Herringen – diese drei Vereine machten seit 2004 den Deutschen Rollhockey-Meister unter sich aus. Je fünfmal ging der Pott dabei an Cronenberg und Iserlohn, die auch in diesem Jahr Titelverteidiger sind, zweimal bestieg Herringen den Rollhockey-Thron. In diese Phalanx ist nun die IGR Remscheid eingebrochen und greift nach 23 Jahren erstmals wieder nach dem Meistertitel.
 

Dass in einem Finale stets die beiden besten Teams der Serie stehen, ist eine Binsenweisheit – die sich bei diesem Duell allerdings durch Zahlen auch untermauern lässt. So stellen die Remscheider mit 30 Toren die treffsicherste Mannschaft der Play-off-Serie, und mit U20-Nationalspieler Daniel Strieder (8 Tore) zugleich den gefährlichsten Angreifer. Mit Fabian Selbach und Youngster Alexander Ober haben zwei weitere Spieler in den vorangegangenen vier Partien bereits sechsmal ins Schwarze getroffen.

Demgegenüber fällt die Offensivbilanz des Titelverteidigers aus Iserlohn recht sparsam aus: Nur 15 Mal brachten die Westfalen die Kugel im gegnerischen Gehäuse unter, wobei fast die Hälfte der Treffer auf das Konto von Kapitän und Nationalspieler Sergio Pereira gingen. Der Trumpf des Iserlohner, die zum sage und schreibei 13 Mal seit 2003 im DM-Finale stehen, ist vielmehr die Defensive: Nur 10 Gegentore ließ der achtmalige Deutsche Meister in den Play-off-s bislang zu – Remscheid musste dagegen schon 21 Tore schlucken. Mehr als alle anderen Teams, die es bis ins Halbfinale schafften.

Auf dem Weg in die Finalserie sind die Iserlohn im Gegensatz zu ihren Herausforderern noch ungeschlagen, wobei gegen Darmstadt (4:4/Viertelfinale) und Walsum (3:3/Halbfinale) jeweils auswärts nur ein Remis verbucht wurde. In der Fremde nicht ganz sattelfest waren auch die Bergischen, die im Viertelfinale in Cronenberg ebenfalls ein Unentschieden (6:6) hinnehmen mussten und im Halbfinale in Herringen sogar 4:7 verloren.

Daraus ergibt sich, dass der Heimergebnisse eine nicht unerhebliche Bedeutung für die beiden Mannschaften haben werden, denn sowohl der Iserlohner Hemberg, wo die Serie am Samstag um 15.30 Uhr startet, als auch der Remscheider Hackenberg (Sonntag, 15.30 Uhr) gelten als schwer zu nehmende Bastionen. Beide Mannschaften haben in der laufenden Serie daheim nur je eine Partie abgegeben – und dies in trauter Zweisamkeit jeweils gegen Walsum.  

Und noch ein Blick auf das Personal: Iserlohn wird mit dem Handicap leben müssen, dass sich Trainer Jens Behrendt im zweiten Halbfinale in Walsum eine rote Karte einhandelte und somit für beide Endspiele gesperrt ist. Dagegen droht auf Remscheider Seite Maximilian Richter gegebenenfalls eine Sperre für Spiel 2 nach dritter blauer Karte, denn er hat in den vorherigen Partien schon zweimal auf der Strafbank Platz nehmen müssen. Ebenfalls vorbelastet gehen die Iserlohner Carlos Nunez, Sergio Pereira, Nils Hilbertz sowie Andre Costa und die IGRler Daniel Strieder und Yannick Peinke in die Endspiele. Sie alle haben in den Play-offs bereits einmal „Blau“ gesehen.

 

Das Play-off-Finale im Überblick …

… am 20./21. Mai 2017 mit dem Play-off-Finale     

ERG Iserlohn - IGR Remscheid              Sa., 15.30 Uhr, Sporthalle Hemberg

IGR Remscheid - ERG Iserlohn              So., 15.30 Uhr, Sporthalle Hackenberg

 

Bundesliga, 2. Play-off 1/2-Finale: Die IGR Remscheid steht im Finale!!!

(tg) Emotionen, Tore, Leidenschaft – der diesjährige Play-off-Modus sorgt für großes Rollhockey-Kino in den entscheidenden zweiten Halbfinalspielen. Titelverteidiger Iserlohn verteidigte in Walsum mit viel Engagement und durchaus auch einer Portion Glück den knappen 3:2-Vorsprung aus dem ersten Treffen und zieht mit einem 3:3 einmal mehr ins Finale ein. Dort treffen die Westfalen nicht wie in den vergangenen Jahren auf Herringen, sondern auf Remscheid: Die Bergischen schafften das schier Unmögliche und drehten nach 4:7-Rückstand aus Spiel 1 den Spieß durch einen 6:2-Heimsieg noch um und greifen nach 1994 erstmals wieder nach dem Meistertitel.

Das erste Finale findet damit am kommenden Samstag um 15.30 Uhr am Iserlohner Hemberg statt, tags darauf wird der Pott dann am Remscheider Hackenberg (ebenfalls 15.30 Uhr) an die Meister 2017 überreicht.

IGR Remscheid – SK Germania Herringen 6:2 (3:0)

Als der Abpfiff ertönte, das herrschte für einen kurzen Moment Stille, denn so recht glauben wollten es die Remscheider auf Anhieb nicht, dass sie es tatsächlich einmal wieder geschafft hatten: Ein praktisch schon verlorenes Rennen gegen Heringen in einen Erfolg umzumünzen. Die Germanen schwiegen auch – aus Enttäuschung über das eigene Unvermögen, einen 7:4-Vorsprung zu verteidigen.

Herringen trat in Remscheid an, als wäre es reine Formsache, das Finalticket perfekt zu machen. Doch es war letztlich ein grober Fehler, gegen die defensivstarken Remscheider blindlinks anzurennen und dabei die Absicherung des eigenen Tores teils fahrlässig aus Acht zu lassen. Zumal mit Moritz Kreidewolf im IGR-Tor durchaus ein Klassemann hockt, der nicht so leicht zu überwinden ist, vor allem, wenn seine Vorderleute schon reichlich Arbeit vorab erledigen.

Doch der Druck auf das Tor der Hausherren war auch keineswegs so hoch, als dass sich diese nicht immer wieder befreien konnten, um dann immer wieder frei Bahn auf das gegnerische Gehäuse zu haben. Die ersten Versuche konnte Timo Tegethoff noch abwehren, doch als in rascher Folge Yannick Peinke (9.) und Daniel Strieder (10.) für ein 2:0 der Bergischen sorgten, war die Richtung klar.

Herringen hatte nun große Probleme die immer vehementer anstürmenden Remscheider vom eigenen Tor fern zu halten, die konnten schlichtweg den Schalter nicht auf Kampfmodus umlegen. Auch eine Auszeit von Coach Christian Zarod half nicht, die nötige Ruhe ins Spiel zu bringen. Und so war zur Pause der eigentlich satte Vorsprung des Vortages aufgebraucht, nachdem Daniel Strieder das 3:0 gelungen war (22.).

Einen kurzen Moment gerieten die Hausherren ins Straucheln, als Kevin Karschau kurz nach Wiederbeginn auf 1:3 verkürzte (32.). U20-Nationalspieler Daniel Strieder erstickte die Germanen-Gegenwehr jedoch im Keim, als er nicht nur umgehend wieder zum 4:1 einschob (34.), sondern kurz darauf eine Zeitstrafe für Robin Schulz zum 5:1 nutze. Eine Minute zuvor hatte Maximilian Richter auf der Strafbank Platznehmen müssen, Moritz Kreidewolf den SKG-Direkten jedoch pariert.

Damit war die Wende bereits geschafft, doch noch war eine knappe Viertelstunde zu absolvieren. Die Hausherren ließen sich indes nicht dazu verleiten, nun vollends Gas zu geben, sondern beschränkten sich mit aller Ruhe und Geduld darauf, das Spiel von hinten heraus zu kontrollieren. Dabei wurde es ihnen von den Herringern indes auch leicht gemacht, denn Liam Hages sorgte in deren Reihen für eine zweiminütige Lücke.

Den daraus resultierenden Direkten ließ die IGR zwar ungenutzt (39.), was aber nicht weiter ins Gewicht fiel, da Herringen keine Mittel zur Gegenwehr fand. Alexander Ober machte schließlich den Sack per Strafstoß zu, nachdem die Westfalen ihr 10. Teamfoul begangen hatten (46.). Das 2:6 von Torschützenkönig Kevin Karschau half den Gästen nicht mehr (50.).  

IGR Remscheid:M. Kreidewolf, J. Langenohl; J. Dutt, F. Selbach, L. Kuhn, Y. Peinke, M. Richter, Y. Lukassen, D. Strieder, A. Ober. – SK Germania Herringen: T. Tegethoff, M. Schartner; K. Karschau, Li. Hages, S. Gürtler, P. Michler, R. Schulz, M. Brandt, L. Karschau, Lu. Hages. – Schiedsrichter: T. Ehlert / P. Thißen.

Torfolge: 1:0 (9.) Y. Peinke, 2:0 (10.) D. Strieder, 3:0 (22.) D. Strieder, 3:1 (32.) K. Karschau, 4:1 (34.) D. Strieder, 5:1 (36./Direkter) D. Strieder, 6:1 (46./Direkter) A. Ober, 6:2 (50.) K. Karschau. - Zeitstrafen: IGR 2 min (M. Richter/35.) – SKG 6 min (R. Schulz/36. & 50. - Li. Hages/39.) - Teamfouls: IGR 8 – SKG 11.
 

RESG Walsum – ERG Iserlohn 3:3 (1:2)

Die Sporthalle Beckersloh war ein brodelnder Hexenkessel, doch auch mit ihren lautstarken Fans im Rücken schaffte es der Rekordmeister aus Walsum nicht, den Rückstand aus dem ersten Treffen aufzuholen. Iserlohn warf sich am Ende mit Mann und Maus gegen die Angriffswellen, rettete das Remis über die Zeit und wahrte somit seine Chancen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung.

Walsum legte umgehend furios los, doch statt, wie erhofft, schnell den Ein-Tor-Rückstand aufzuholen, liefen die roten Teufel in die Falle. Iserlohn hatte die Lunte gerochen, sich bewusst auf eine starke defensive eingestellt, um dann mit einem einstudierten Konterzug Nils Hilbertz auf dem Weg zum 1:0 zu schicken (5.).

Der Gegentreffer wirkte wie ein Tiefschlag, den die Hausherren nur schwer verdauten. Statt aber wie am Vortag die Ruhe zu bewahren – es war ja noch reichlich Zeit zur Korrektur – wurde schon jetzt die Brechstange ausgepackt, was in Paarung mit großer Emotionalität in einer doppelten Zeitstrafe gegen Miquel Vila-Gallaguet und Pedro Queiros gipfelte (11.). Andre Costa schlug die Einladung zum 2:0 nicht aus, verwandelte den resultierenden Direkten vielmehr kaltschnäuzig.

Schließlich tat RESG-Trainer Günter Szalek das einzig richtige, nahm eine Auszeit und sorgte damit dafür, dass sich die Gemüter erst einmal abkühlten. Mit dem erhofften Erfolg, denn nun agierten seine Mannen wesentlich besonnener und vor allem zielstrebiger. Dass vor Der Pause Christopher Berg lediglich den 1:2-Anschluss markierte (18.) war letztlich der Hauptverdienst von ERG-Torwart Patrick Glowka, der so manche Walsumer Großchance zunichtemachte.

Kurz nach der Pause bot sich für Iserlohn die große Möglichkeit, wieder auf zwei Tore davon zu ziehen, doch nach dem 10. Walsumer Teamfoul blieb Tobias Wahlen Sieger im Duell mit Andre Costa (28.). Und diese Großtat schien das Blatt zu wenden, fortan ging es fast ausnahmslos nur noch in Richtung Iserlohner Tor. Eine blaue Karte für Nils Hilbertz erleichterte den Hausherren die Jagd auf den Ausgleich, Xavier Berruezo zielte maßgenau (32.).

Naturgemäß sorgte der Gleichstand für die Freisetzung weiterer Kräfte bei den Rheinländern, die in der Folge das Gästetor unter Dauerbeschuss nahmen, dabei aber auch zunehmend an Patrick Glowka verzweifelten. Schließlich aber war das ERG-Tor sturmreif geschossen, beim Versuch von Sebastian Haas hatte auch der Nationaltorwart kein probates Mittel  - 3:2, Gleichstand in der Summe beider Spiele (42.).

Angesichts der fortgeschrittenen Spielzeit war klar, der nächste Treffer bringt mit größter Wahrscheinlichkeit die Entscheidung. Und dabei schlug das Pendel nun wieder zugunsten der Iserlohner aus, als nach 15. Teamfoul der Hausherren Iserlohns Kapitän die Verantwortung übernahm, an den Punkt schritt und die Kugel zum 3:3 in die Maschen schob (44.).

Noch aber war für Walsum nicht alles verloren, zumal die Dramaturgie des Spiels durchaus noch einen möglichen Wendepunkt bot: Knappe 80 Sekunden vor dem Ende sah Andre Costa den blauen Karton, womit Walsum ein big Point praktisch auf dem Silbertablett präsentiert bekam. Allein: Sie nahmen das Geschenk nicht an. So scheiterte Miquel Vila-Gallaguet mit dem fälligen Direkten an Patrick Glowka, der auch in den restlichen Sekunden der Partie, in der Walsum für Tobias Wahlen einen fünften Feldspieler brachte und somit in 5:3-Überzahl agierte, der Turm in der Brandung war und Iserlohn den Einzug ins Finale sicherte.

Das werden die Iserlohner ohne ihren Trainer Jens Behrendt bestreiten müssen, der sich nach dem Abpfiff auf dem Spielfeld mit Nuno Rilhas ein ebenso erhitztes wie leider auch unschönes Wort- und Gestengefecht lieferte, für welches beide Akteure mit einer roten Karten „belohnt“ wurden.     

RESG Walsum:T. Wahlen, R. Lorz; M. Vila-Gallaguet, C. Berg, C. Nusch, X. Berruezo, S. Haas, N. Rilhas, P. Queiros, F. Sturla. – ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; C. Nunez, N. Hilbertz, K. Milewski, C. Hegener, A. Münger, S. Pereira, T. Henke, A. Costa. – Schiedsrichter: B. Ullrich / L. Nawratil.

Torfolge: 0:1 (5.) N. Hilbertz, 0:2 (11./Direkter) A. Costa, 1:2 (18.) C. Berg, 2:2 (32./Direkter), 3:2 (42.) S. Haas, 3:3 (44./Direkter) S. Pereira. - Zeitstrafen: RESG 4 min (M. Vila-Gallaguet/11. - P. Queiros/11.) – ERG 4 min (N. Hilbertz/32. – A. Costa/49.) - Rote Karte: N. Rilhas (RESG/50+) – J. Behrendt (ERG/50+) -Teamfouls: RESG 17 – ERG 9.

 

So geht’s weiter …

… am 20./21. Mai 2017 mit dem Play-off-Finale     

ERG Iserlohn - IGR Remscheid                          15.30 Uhr, Sporthalle Hemberg


IGR Remscheid - ERG Iserlohn                          15.30 Uhr, Sporthalle Hackenberg      

    

Bundesliga, 1. Play-off 1/2-Finale: Westfalen nutzen ihren Heimvorteil

(tg) Die beiden Vorjahresfinalisten aus Iserlohn und Herringen nutzten im ersten Halbfinalspiel ihren Heimvorteil und gehen nach ihren Siegen nun entsprechend selbstbewusst in das jeweils entscheidende Sonntagsmatch: Rekordmeister Walsum hat gegen Titelverteidiger Iserlohn nach einem 2:3 durchaus noch beste Chancen auf das Finale, während Remscheid gegen Herringen einen schon recht üppigen 4:7-Rückstand aufholen müsste.

SK Germania Herringen – IGR Remscheid 7:4 (2:2)

40 Minuten war es ein Duell auf Augenhöhe, dann schien den Remscheidern die Luft auszugehen, was Herringen – besser: Milan Brandt – dann ausnutzte, um den Westfalen für das Sonntagsspiel ein Drei-Tore-Polster zu verschaffen.

Die Anfangsphase hatte etwas Skurriles: Gleich der erste Angriff brachte Herringen durch einen sicher verwandelten Penalty zwar die Führung (3.), den Ton gaben aber eindeutig die Gäste aus dem Bergischen an, die sich dabei drei, vier erstklassige Möglichkeiten erspielten – indes: ohne Erfolg! Umso mehr wurde das Geschehen dann auf den Kopf gestellt, als Milan Brandt die erst zweite SKG-Chance zum 2:0 nutzte (12.) …

Dann aber fanden auch die Remscheider erfolgreich den Weg zum gegnerischen Tor, keine zwei Minuten nach dem 0:2 konnte Daniel Strieder nur per Foul gebremst werden und verwandelte den fälligen Strafstoß selbst zum Anschluss für die IGR. Und die blieb am Drücker, während die Hausherren sich in Geduld übten und ihre Defensivkünste in die Waagschale warfen. Vor allem an Schlussmann Timo Tegethoff bissen sich die Remscheider regelrecht die Zähne aus. Erst eine blaue Karte gegen Lucas Karschau machte den Weg zum Ausgleich frei, Alexander Ober nutzte den Direkten eiskalt (22.).

Kurz nach dem Seitenwechsel wurden die Gäste für unbändiges Engagement mit dem Führungstreffer belohnt, Daniel Strieder hatte per Schlagschuss unhaltbar in den Knick getroffen (30.). Doch auch dieser Vorsprung hatte keinen Bestand, nur drei Minuten später schob Liam Hages zum 3:3 ein.

In der Folge wogte die spannende Partie hin und her, vor beiden Toren brannte es immer wieder lichterloh. Die Frage, wer sich – nun vielleicht entscheidend – die Führung erarbeitet, wurde in der 38. Minute geklärt, als Stefan Gürtler per Direktabnahme ins Schwarze traf. Remscheid investierte in der Folge viel Energie, um abermals gleichzuziehen, hatte dabei Glück, einen Direkten nach „Blau“ für Yannick Peinke schadlos zu überstehen (42.). Doch in Unterzahl verloren die Gäste dann Milan Brandt aus den Augen, der dies umgehend mit dem 5:3 bestrafte (44.).

Keine zwei Minuten darauf schlug der Sturmtank ein weiteres Mal zu, womit die Richtung nun klar war. Maximilian Richter verkürzte für die Remscheider zwar nochmal (47.), doch es war nun auch nicht zu verhehlen, dass den IGR-Recken die Kräfte schwanden. Nutznießer war einmal mehr Milan Brandt, der aus spitzem Winkel den 7:4-Endstand markierte.

SK Germania Herringen:T. Tegethoff, M. Schartner; K. Karschau, Li. Hages, S. Gürtler, P. Michler, R. Schulz, M. Brandt, L. Karschau, Lu. Hages. –
IGR Remscheid: M. Kreidewolf, J. Langenohl; J. Dutt, F. Selbach, Y. Peinke, M. Richter, Y. Lukassen, D. Strieder, A. Ober, T. Cramer.
Schiedsrichter: D. Loewe / T. Sörensen.

Torfolge: 1:0 (3./Penalty) L. Karschau, 2:0 (12.) M. Brandt, 2:1 (14./Penalty) D. Strieder, 2:2 (22./Direkter) A. Ober, 2:3 (30.) D. Strieder, 3:3 833.) Li. Hages, 4:3 (38.) S. Gürtler, 5:3 (44./Überzahl) M. Brandt, 6:3 (46.) M. Brandt, 6:4 (47.) M. Richter, 7:4 (49.) M. Brandt. - Zeitstrafen: SKG 2 min (L. Karschau/22.) – IGR 2 min (Y. Peinke/42.) - Teamfouls: SKG 13 – IGR 7.

ERG Iserlohn – RESG Walsum 3:2 (1:1)
Defensive war Trumpf in dieser intensiven Begegnung zwischen Iserlohn und Walsum, in welcher der Titelverteidiger letztlich die Nase dank zwingenderer Aktionen verdient leicht vorne hatte.

Die Partie hatte eine überaus lange Anlaufzeit, denn sowohl Jens Behrendt (Iserlohn) als auch Günter Szalek (Walsum) hatten „disziplinierte Defensivarbeit“ in den Fokus gestellt – und die Akteure auf dem Feld setzten diese Vorgaben so perfekt um, dass vor den Tore kaum mal etwas anbrannte.

Gleich der erste Fehler – und der unterlief Iserlohn – zeigte dann, wie erbarmungslos die Angreifer selbst kleinste Chancen zu nutzen vermochten: Felipe Sturla kam letztlich völlig frei zum Abschluss und ließ Patrick Glowka im ERG-Tor keine Chance (23.). Allerdings konnten sich die Walsumer nicht lange über diese Führung freuen, denn kurz darauf übersahen sie Andre Costa, der mutterseelenalleine auf RESG-Schlussmann Tobias Wahlen zusteuerte und eiskalt zum 1:1 einschob (25.).

Die Tore taten der Partie insofern gut, dass beide Seiten nun wussten, dass nur über ein größeres Engagement in der Offensive die Freiräume erzwungen werden konnten, die für Tore notwendig waren. Vor allem die Hausherren setzten nun auf verstärktes Risiko, zogen nach dem Seitenwechsel das Tempo an, ohne dabei jedoch die Absicherung nach hinten aus den Augen zu verlieren.

Die Taktik ging auf, als Sergio Pereira kurz hinter der Mittellinie schwungvoll ausholte und die Kugel via Innenpfosten zum 2:1 ins Walsumer Tor donnerte (29.). Nun waren die Westfalen klar am Drücker, Walsum gelang es nur selten, sich zu befreien, kam dann aber auch zumeist nicht einmal in die Nähe des ERG-Tores. Als dann Felipe Sturla doch mal eine Lücke fand, blieb Sergio Pereira nur die Möglichkeit eines Fouls, um den Ausgleich zu verhindern, wofür er zu Recht die blaue Karte sah (36.). Da aber Xavier Berruezo den Penalty über das Tor setzte und den roten Teufeln auch in Überzahl nicht viel einfiel, hatte sich das taktische Foul letztlich gelohnt.

Kaum waren die Iserlohner wieder komplett, wieder das alte Bild: Die Hausherren bedrängten das RESG-Gehäuse, wobei das 3:1 schließlich aus einem lupenreinen Überzahl-Konter resultierte: Andre Costa und Andreas Münger spielten doppelten Doppelpass, das 3:1 war perfekt (39.). Kurz darauf hätte Kai Milewski nochmal erhöhen können, sein Schuss strich aber um Millimeter am gegnerischen Tor vorbei (42.), woraus sich ein direkter Konter für Walsum entwickelte, der ihnen den Anschluss brachte: Nuno Rilhas hatte aus der Distanz den Ball vors ERG-Tor gebracht, Pedro Queiros diesem im letzten Moment noch die entscheidende Richtungsänderung gegeben – 2:3 (42.).

Danach folgte ein regelrechter Nervenkrimi, denn inzwischen waren beide Seiten bei neun Teamfouls angelangt, weshalb nun hüben wie drüben in den anfänglichen Defensivmodus zurückschalteten, dabei in den Zweikämpfen aber nicht mehr allzu viel Risiko eingingen. So lief die Uhr immer weiter herunter, ohne dass es nochmals eine wirklich gute Einschussmöglichkeit für eine Seite gab …

ERG Iserlohn:P. Glowka, L. Kost; C. Nunez, N. Hilbertz, K. Milewski, C. Hegener, A. Münger, S. Pereira, T. Henke, A. Costa. – RESG Walsum: T. Wahlen, R. Lorz; M. Vila-Gallaguet, C. Berg, C. Nusch, X. Berruezo, S. Haas, N. Rilhas, P. Queiros, F. Sturla. – Schiedsrichter: L. Niestroy / T. Ehlert.

Torfolge: 0:1 (23.) F. Sturla, 1:1 (25.) A. Costa, 2:1 (29.) S. Pereira, 3:1 (39.) A. Costa, 3:2 (42.) P. Queiros. - Zeitstrafen: ERG 2 min (S. Pereira/36.) – RESG 0 min - Teamfouls: ERG 9 – RESG 9.

 

So geht’s weiter …

… am  14. Mai 2017 mit dem 2. Play-off-Halbfinale          

IGR Remscheid - SK Germania Herringen      15.30 Uhr, Sporthalle Hackenberg

RESG Walsum - ERG Iserlohn                        15.30 Uhr, Sporthalle Beckersloh     
 

Bundesliga, Play-off 1/2-Finale: Da waren’s nur noch vier …

(tg) Das Saisonende rückt näher, die Spannung steigt! Vier Teams sind noch im Rennen um den Meistertitel 2017 – es sind die vier Teams, die schon in der Hauptrunde am besten Abschnitten: Titelverteidiger Iserlohn misst sich mit Rekordmeister Walsum, Vorjahresfinalist Herringen tritt  gegen Pokalsieger Remscheid an, um am kommenden Wochenende die beiden Finalisten zu bestimmen.  
 

Glatt durch kam im Viertelfinale nur die RESG Walsum, die nun mit der ERG Iserlohn allerdings ein deutlich anderes Kaliber vor der Brust hat – womit es eine Neuauflade der Halbfinalserie der Vorsaison gibt. Und die liefert gleich das beste Beispiel dafür, dass sich Bezüge zur Hauptrunde eindeutig verbieten. Hatten in 2016 nämlich die roten Teufel beide Ligaspiele gegen die Westfalen gewonnen, so kam es im Kampf um den Finaleinzug knüppeldick für die Rheinländer. Die haben vor allem die 2:11-Schmach in eigener Halle noch in guter Erinnerung, und sinnen nun auf Revanche. Bevor es am Sonntag am Beckersloh (15.30 Uhr) jedoch zum Show-Down zwischen Rekordmeister und Titelverteidiger kommen wird, stehen sich die beiden Kontrahenten am Samstag in der Iserlohner Hemberghalle gegenüber (15.30 Uhr). Die ist im Grunde eine schwer einzunehmende Festung, wobei die Walsumer in dieser Serie offensichtlich den Schlüssel gefunden hatten – und dort als einziges Team der Liga einen Sieg einfuhren. Was dieser Blick in die Vergangenheit jedoch wert ist – siehe oben …

Mit dem Erreichen des Halbfinales hat die IGR Remscheid seit Jahren den größten Erfolg zu verzeichnen, doch der Pokalsieg des Vorjahres hat den Titelhunger der Bergischen geweckt: Das Finale ist fest im Visier. Auf dem Weg dahin steht allerdings just der SK Germania Herringen im Weg, der zunächst einmal Heimrecht in der Glückauf-Arena genießt (Sa., 15.30 Uhr). Dass dort alles möglich ist, verraten die jüngsten Remscheider Auftritte: Im Pokalfinale münzten sie dort einen 0:3-Rückstand in einen 7:3-Triumpf um, in der diesjährigen Hauptrunde verloren sie dort mit 4:7. Das entscheidende Duell wird allerdings sonntags (15.30 Uhr) am der Remscheider Hackenberg fallen. Also just dort, wo das Duell der beiden Teams am 22. Spieltag für noch immer zu spürende kräftige Nachbeben sorgte, deren Aufarbeitung noch längst nicht abgeschlossen ist.

 

Das Play-off-Halbfinale im Überblick …
… am  13./14. Mai 2017       
Samstag, 13. Mai

SK Germania Herringen - IGR Remscheid              15.30 Uhr, Glückauf-Arena

ERG Iserlohn - RESG Walsum                                15.30 Uhr, Hembergsporthalle

Sonntag, 14. Mai

IGR Remscheid - SK Germania Herringen              15.30 Uhr, Sporthalle Hackenberg

RESG Walsum - ERG Iserlohn                                 15.30 Uhr, Sporthalle Beckersloh
 

Bundesliga, Play-off 1/4-Finale: Die Fabian-Selbach-Show bringt die IGR ins Halbfinale

(tg) Die Ergebnisse der Hinspiel versprachen Spannung, doch diese Verheißung wurde nicht erfüllt: Walsum, Remscheid, Herringen und Iserlohn nutzten ihren Heimvorteil im zweiten Spiel konsequent aus, womit die vier Bestplatzierten der Hauptrunde letztlich souverän in die DM-Halbfinal einzogen.    
IGR Remscheid – RSC Cronenberg 14:6 (5:2)
War das erste Spiel schon ein Nervenkrimi, so schafften es die bergischen Kontrahenten im Rückspiel dem Ganzen noch eine Krone aufzusetzen. Spieler des Tages bei diesem Spektakel war Fabian Selbach, der in den letzten 14 Minuten sechsmal ins Schwarze traf und somit Remscheid im Alleingang ins Halbfinale schoss.

Vor mit knapp Zuschauern vollbesetztem Haus schwankte Remscheid anfangs zwischen offensivem Start und Absicherung des eigenen Tores, während die Cronenberger ganz klar aus der Abwehr heraus agierten – und damit anfangs besser fuhren. Denn während die Hausherren zwar wollten, sich aber nicht recht trauten – und dadurch einige Bälle leichtfertig verloren – konterten die Grün-Weißen zielstrebig und bejubelten schließlich das 1:0 durch Daniel Leandro (9.). Just dieser Gegentreffer brachte im IGR-Lager die nötige Ordnung, um in den folgenden Minuten umso vehementer zurückzuschlagen: Alexander Ober (11./18.) und Yannick Peinke (13./14./25.) drehten den Spieß um.
Auf der Gegenseite gelang Jordi Molet indes das zweite RSC-Tor (20.), dessen Bedeutung erst nach dem Seitenwechsel zum Tragen kam. Denn nun legten die Cronenberger plötzlich einen Gang zu und überrumpelten ihre Gastgeber damit regelrecht. Jordi Molet (30.) und Sebastian Rath (33.) sorgten für den Anschluss, ehe Benjamin Nusch tatsächlich der Ausgleich gelang (35.). Marcell Wienberg reagiert umgehend, nahm eine Auszeit und glättete damit nicht nur rechtzeitig die Wogen, sondern schickte mit Fabian Selbach auch den entscheidenden Akteur auf das Feld. Der schoss die Blau-Weißen nicht nur prompt wieder in Führung (37.), sondern legte im 2-Minuten-Takt bis zum 9:5 nach (45.). Nun waren die Remscheider im Fluss, ließen sich auch von Jordi Molets 6:9 (46.) nicht mehr aus dem Tritt bringen, sondern stürmten mit wehenden Fahnen und fünf weiteren Toren durch Maximilian Richter (47.), Joshua Dutt (47./48.) und nochmals Fabian Selbach (49./49.) ins Halbfinale.   

IGR Remscheid:M. Kreidewolf, J. Langenohl; J. Dutt, F. Selbach, Y. Peinke, M. Richter, Y. Lukassen, D. Strieder, A. Ober, R. Selbach. – RSC Cronenberg: L. Geisler, A. Modrzewski; J. Molet, J. Vester, B. Nusch, S. Rath, K. Riedel, L. Seidler, D. Leandro, Aa. Börkei. – Schiedsrichter: M. Wittig / L. Niestroy.

Torfolge: 0:1 (9.) D. Leandro, 1:1 (11.) A. Ober, 2:1 (13.) Y. Peinke, 3:1 (14.) Y. Peinke, 4:1 (18.) A. Ober, 4:2 (20.) J. Molet, 5:2 (25.) Y. Peinke, 5:3 (30.) J. Molet, 5:4 (33.) S. Rath, 5:5 (35.) B. Nusch, 6:5 (37.) F. Selbach, 7:5 (40.) F. Selbach, 8:5 (42.) F. Selbach, 9:5 (45.) F. Selbach, 9:6 (46.) J. Molet, 10:6 (47.) M. Richter, 11:6 (47./Direkter) J. Dutt, 12:6 (48.) J. Dutt, 13:6 (49.) F. Selbach, 14:6 (49.) F. Selbach. - Zeitstrafen: IGR 4 min (M. Richter/15. - D. Strieder/50.) – RSC 2 min (J. Molet/15.) - Teamfouls: IGR 12 – RSC 12.

RESG Walsum – RHC Recklinghausen 7:3 (3:2)
Ernsthafte Zweifel am Weiterkommen der Walsumer hatte niemand mehr, auch nicht im Lager der Recklinghäuser. Die aber wollten bei den roten Teufeln zumindest so teuer wie möglich verkaufen, was ihnen mit Ausnahme einer vierminütigen Schwächephase auch gelang.

Felipe Sturla legte schon in den ersten 60 Sekunden das 1:0 für die Rheinländer vor, doch die Gäste ließen sich davon nicht beirren. Sie hatten nach dem 4:11 am Vortag nichts mehr zu verlieren und spielten entsprechen befreit auf. Der Lohn: Niklas Nohlen (5.) und Christoph Rindfleisch (9.) drehten den Spieß um. Allerdings nur für wenige Sekunden, dann war Sebastian Haas schon wieder mit dem 2:2 zur Stelle. Doch die Partie blieb offen, was auch daran lag, dass die Walsumer etwas zu leichtfertig mit ihren Gelegenheiten umgingen, lediglich Christopher Berg schaffte es noch einmal, die Kugel im RC-Tor unterzubringen (18.).

Ehe die Gäste nach dem Wiederanpfiff so richtig über eine erneute Gleichstellung des Spielstandes nachdenken konnten, war das Spiel dann allerdings entschieden. „Mann der Tat“ war dabei Xavier Berruezo, dem binnen vier Minuten ein lupenreiner Hattrick gelang und somit den Sieg auch im zweiten Match im Grunde schon festzurrte (31.). Walsum kontrollierte fortan das Spiel, legte durch Jan Dobbratz noch ein Tor nach (43.), ehe Christoph Rindfleisch mit dem letzten RHC-Treffer der Saison 2016/17 den Schlusspunkt setzte (49.)

RESG Walsum:T. Wahlen, R. Lorz; C. Berg, C. Nusch, J. Dobbratz, X. Berruezo, S. Haas, N. Rilhas, F. Schmidt, F. Sturla. – RHC Recklinghausen: D. Jakubiak (ab 26. L. Andrioff); M. Angenendt, P. Wagner, C. Rindfleisch, Niklas Nohlen, M. Schürmann, D. Cholewinski, Niko Nohlen, F. Teelen. – Schiedsrichter: C. Niestroy / K. Andres.

Torfolge: 1:0 (1.) F. Sturla, 1:1 (5.) Niklas Nohlen, 1:2 (9.) C. Rindfleisch, 2:2 (9.) S. Haas, 3:2 (18.) C. Berg, 4:2 (27.) X. Berruezo, 5:2 (27.) X. Berruezo, 6:2 (31./Penalty) X. Berruezo, 7:2 (43.) J. Dobbratz, 7:3 (49.) C. Rindfleisch. - Zeitstrafen: RESG 0 min – RHC 0 min - Teamfouls: RESG 10 – RHC 10.

SK Germania Herringen – TuS Düsseldorf-Nord 8:3 (3:1)

Wie am Vortag tragen beide Seiten wieder nur unter Protest an, wobei es zumindest den Herringern am Ende dann wohl egal war, denn das angestrebte Halbfinale wurde ja letztlich erreicht. Allerdings wehrten sich die Düsseldorfer bis zum Schluss erheblich, erst ein Viererpack in den Schlussminuten brachte den Germanen den Durchbruch.

Es war zu Beginn ein zähes Ringen, denn beide Mannschaften legten zunächst ihr Hauptaugenmerk auf die Absicherung des eigenen Tores. Zumindest bei den Hausherren hielt die Zurückhaltung mit den eigenen Fans im Rücken aber nicht lange an, Milan Brandt belohnte den Mut zum Risiko mit dem frühen 1:0 (8.).

Danach musste naturgemäß auch der TuS seine Offensivbemühungen verstärken, war zu einem offenen Schlagabtausch führte, in dem die Torhüter sich über Arbeitsmangel nicht beschweren konnten. Dass der 200-Tore-Sturm der Germanen zur Pause dank Treffern von Robin Schulz (16.) und Stefan Gürtler (20.) vorne lag, war im Grunde Zufall, denn auch die Düsseldorfer, für die Jonas Pink traf (19.), hatten Chancen in Hülle und Fülle.

Milan Brandts 4:1 kurz nach dem Seitenwechsel ließ zunächst vermuten, dass Herringen sich nun deutlicher absetzen würde. Doch die TuSler nahmen rasch den Fanden wieder auf und boten weiter gekonnt Paroli. Nur im Abschluss blieben sie weiterhin glücklos, wenngleich hinten auch kaum noch etwas anbrannte. Als sechse Minuten vor dem Ablauf der Uhr Andre Beckmann das 2:4 gelang, keimte folglich nochmals Hoffnung bei den Rheinländern auf – die vier Minuten später aber großer Tristesse gewichen war: Im Minutentakt hatten Lucas Karschau (45./47.), Milan Brandt (46.) und Marcel Stork (48.) für den Sportklub eingenetzt. So blieb Tobias Paczia nur noch das TuS-Schlusswort (50.).    

SK Germania Herringen:T. Tegethoff, M. Schartner; Li. Hages, M. Stork, S. Gürtler, P. Michler, R. Schulz, M. Brandt, L. Karschau, Lu. Hages. – TuS Düsseldorf-Nord: J. Kutscha, Lu. Brandt; J. Pink, N. Fichtner, A. Paczia, T. Paczia, C. Gatermann, T. Abdalla, D. Kutscha, A. Beckmann. – Schiedsrichter: B. Ullrich / D. Loewe.

Torfolge: 1:0 (8.) M. Brandt, 2:0 (16.) R. Schulz, 2:1 (19.) J. Pink, 3:1 (20.) S. Gürtler, 4:1 (30.) M. Brandt, 4:2 (44.) A. Beckmann, 5:2 (45./Penalty) L. Karschau, 6:2 (46.) M. Brandt, 7:2 (47.) L. Karschau, 8:2 (48.) M. Stork, 8:3 (50.) T. Paczia. -Zeitstrafen: SKG 0 min – TuS 0 min - Teamfouls: SKG 6 – TuS 9.

ERG Iserlohn – RSC Darmstadt 5:1 (2:0)

Die Festung Hemberg bleibt für die Darmstädter eine nicht einzunehmende Bastion, der dort beheimatete Titelverteidiger Iserlohn zog unter dem Strich souverän ins die Vorschlussrunde ein.

Wohin die Reise gehen würde, erfuhren die Hessen schon in den ersten Minuten, in denen die Westfalen ein regelrechtes Offensivfeuerwerk abfackelten und durch Sergio Pereira folgerichtig früh in Führung gingen (3.). Im weiteren Verlauf stabilisierte sich die RSC-Defensive dann zwar deutlich, doch die Iserlohner blieben das bestimmende Team. Einzig mit der schon obligatorisch leichtfertigen Chancenverwertung haderte ERG-Coach Jens Behrendt einmal mehr, sodass ihm schon ein dicker Stein der Erleichterung von den Schultern fiel als kurz vor der Pause Timon Henke das 2:0 gelang (21.).

Noch war damit aber nichts verloren für die Gäste, die im ersten Durchgang durchaus auch ihre Chancen besaßen, in der Fremde aber die nötige Zielstrebigkeit vermissen ließen, die sich im eigenen Landesleistungszentrum sonst so auszeichnet. Erst als zur Mitte des zweiten Durchgangs Sergio Pereira erst einen Penalty verwandelte (33.) und kurz darauf Nils Hilbertz ins Schwarze traf (35.), war der Darmstädter Widerstand gebrochen.

Deren letzte Möglichkeit, sich noch einmal zurückzumelden, verstrich, als der Strafstoß nach 10. ERG-Teamfoul nichts Zählbares einbrachte (39.), drei Minuten darauf Sergio Pereira aber einen weiteren Penalty knallhart verwandelte. Alexandre Andrades 1:5 gehörte somit nur noch zur Kategorie „Ehrentreffer“ (44.), denn die Iserlohner ließen sich nun die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.

ERG Iserlohn:L. Kost, P. Glowka; C. Nunez, N. Hilbertz, K. Milewski, A. Müngener, C. Hegener, S. Pereira, T. Henke, A. Costa. – RSC Darmstadt: P. Leyer, M. Warmbier; F. Bender, N. Koch, P. Wagner, M. Becker, M. Hack, M. Behnke, J. Rohmert, A. Andrade. – Schiedsrichter: T. Ullrich / L. Nawratil.

Torfolge: 1:0 (3.) S. Pereira, 2:0 (21.) T. Henke, 3:0 (33./Penalty) S. Pereira, 4:0 (35.) N. Hilbertz, 5:0 (42./Penalty) S. Pereira, 5:1 (44.) A. Andrade. - Zeitstrafen: ERG 0 min – RSC 0 min - Teamfouls: ERG 9 – RSC 12.


06.05.2017
1. Bundesliga Herren, Play-off-Viertelfinale – Spiel 1

 

(tg) Der neue Play-off-Modus offenbart großes Spannungspotential: Nach dem ersten Viertelfinalspiel ist in gleich drei Paarungen noch nicht einmal ein Hauch von Vorentscheidung gefallen! Titelverteidiger Iserlohn und Darmstadt trennten sich ebenso unentschieden (4:4) wie die beiden bergischen Derbygegner Cronenberg und Remscheid (6:6). Auch Düsseldorf wahrte sich trotz 2:3-Heimniederlage gegen Herringen noch alle Chancen auf das Halbfinale. Es könnte also gut sein, dass hier und dort die Entscheidung erst in der Verlängerung fällt, in der es in diesem Jahr allerdings kein Golden Goal geben wird. Oder vielleicht sogar erst im Penaltyschießen ein Sieger gefunden wird. So gut wie „durch“ ist lediglich Hauptrundensieger Walsum nach einem klaren 11:4 in Recklinghausen.   

RSC Cronenberg – IGR Remscheid 6:6 (1:4)

Das war Derby pur: Mit einem Kraftakt trotzen die Cronenberger dem favorisierten Rivalen aus Remscheid ein 6:6-Remis ab, wobei schnell Einigkeit herrschte, wer den Löwen damit eine hoffnungsvolle Ausgangslage vor Spiel 2 verschafft hatte: Torwart Leon Geisler, der nicht nur drei Strafstöße parierte.

Yannik Lukassen hatten den Gästen einen Traumstart verschafft (3.), doch danach erwuchs ein offener Schlagabtausch mit vielen Torchancen für beide Mannschaften. Und so kam das 1:1 durch den Ex-Remscheider Daniel Leandro auch keineswegs auf heiterem Himmel (13.), wenngleich zu diesem Zeitpunkt schon ersichtlich war, dass Leon Geisler der Turm in der Schlacht werden würde. Gegen Daniel Strieders Versuch war der RSC-Torwart zwar machtlos (17.), doch letztlich verhinderte er einen deutlicheren Rückstand.

Hoch her ging es dann zu Beginn des zweiten Durchgangs, als binnen zehn Minuten gleich fünf Tore fielen. Den Anfang machte Jan Vester mit dem erneuten Gelichstand (26.), doch postwendend brachte Daniel Strieder die Gäste wieder in Vorlage (28.). Es dauerte aber keine 60 Sekunden, da schob Jordi Molet die Kugel zum 3:3 über die Linie, ehe binnen weniger Augenblicke erst Alexander Ober und dann Benjamin Nusch auf 4:4 erhöhten (35.).

Damit war die wilde Hatz aber noch nicht beendet: Jordi Molet nutzte den Strafstoß nach 10. IGR-Teamfoul, um erstmals die Hausherren in Vorlage zu bringen (37.), doch noch in derselben Spielminute war wiederum Alexander Ober zur Stelle. Erst nach dem postwendenden 6:5 vom Benjamin Nusch (38.) schienen die Tore geschlossen. Doch ein Ass hatten die Remscheider dann doch noch im Ärmel, Kapitän Yannick Peinke stellte fünf Minuten vor dem Ende den 6:6-Endstand her.      

RSC Cronenberg:L. Geisler, A. Modrzewski; J. Molet, J. Vester, B. Nusch, S. Rath, K. Riedel, L. Seidler, D. Leandro, Aa. Börkei. – IGR Remscheid: M. Kreidewolf, J. Langenohl; J. Dutt, F. Selbach, Y. Peinke, M. Richter, Y. Lukassen, D. Strieder, A. Ober, T. Cramer. – Schiedsrichter: T. Ehlert / T. Sörensen.

Torfolge: 0:1 (3.) Y. Lukassen, 1:1 (13.) D. Leandro, 1:2 (17.) D. Strieder, 2:2 (26.) J. Vester, 2:3 (28.) D. Strieder, 3:3 (19.) J. Molet, 3:4 (35.) A. Ober, 4:4 (35.) B. Nusch 5:4 (37./Direkter) J. Molet, 5:5 (37.) A. Ober, 6:5 (38.) B. Nusch, 6:6 (45.) Y. Peinke. - Zeitstrafen: RSC 0 min – IGR 0 min - Teamfouls: RSC 21 – IGR 17.

RHC Recklinghausen – RESG Walsum 4:11 (2:6)
Über vierzig Minuten lang wehrte sich Recklinghausen nach besten Kräften und hielt die Partie gegen Walsum durchaus offener, als es bei einem Duell zwischen Hauptrunden-Sieger und Achtplatzierten zu erwarten wäre. Als dann aber die Kräfte schwanden, setzte sich der Rekordmeister noch souverän ab und steht mit mehr als einem Bein bereits im Halbfinale.

Die Vester waren schon in den ersten beiden Saisonbegegnungen eine harte Nuss – und entpuppte sich erneut als eine solche. Miquel Vila-Gallaguet schloss zwar gleich den ersten RESG-Angriff mit dem 1:0 für die Gäste ab (1.), doch danach hielt die RHC-Defensive den gegnerischen Angriffen stand. Und die Hausherren waren durchaus in der Lage, auch in die Gegenrichtung Akzente zu setzen, wie sich beim 1:1 von Christoph Rindfleisch eindrucksvoll zeigte (10.).

Wieder war es Miquel Vila-Gallaguet, der seine Farben in Vorlage brachte (13.). Kurz darauf legte Christopher Berg das 3:1 nach (16.), doch abermals Christoph Rindfleisch hielt die Recklinghäuser auf Tuchfühlung (17.). Die wollten dann aber zu viel auf einmal – und rannten ins offene Messer: Felipe Sturla entwischte binnen einer Minuten gleich zweimal und sorgte erstmals für einen deutlicheren Vorsprung des Favoriten, der dank Christopher Berg noch vor der Pause das halbe Dutzend schon vollmachte.

Dass sich die Gastgeber aber dennoch noch längst nicht geschlagen gaben, unterstrich Niklas Nohlen unmittelbar nach dem Wiederanpfiff mit seinem Treffer zum 3:6 (26.). In den folgenden zehn Minuten blieben die RHCler auch durchaus am Drücker, doch Walsum hatte es dank der klaren Führung auch leicht, das Spiel aus der Abwehr heraus zu kontrollieren, um dann bei erstbester Gelegenheit durch Felipe Sturla wieder auf 3 zu erhöhen (36.).

Damit war im Grunde alles klar, wenngleich die Vester auch tapfer weiter darum bemüht waren, es noch einmal spannend zu machen. Mit dem 4:7 durch Christoph Rindfleisch gelang dies auch nochmals (44.), doch hatten die Mühen darum auch viel Kraft gekostet. Und dies nutzen die roten Teufel in der Schlussphase eiskalt aus, um durch Nuno Rilhas (44.), Xavier Berruezo (45.), Christopher Berg (47.) und Felipe Sturla (50.) für mehr als klare Verhältnisse zu sorgen.

RHC Recklinghausen:D. Jakubiak, L. Andrioff; M. Angenendt, P. Wagner, C. Rindfleisch, Niklas Nohlen, M. Schürmann, D. Cholewinski, Niko Nohlen, F. Teelen. – RESG Walsum: T. Wahlen, R. Lorz; M. Vila-Gallaguet, C. Berg, C. Nusch, X. Berruezo, S. Haas, N. Rilhas, P. Queiros, F. Sturla. – Schiedsrichter: A. Feiteira / S. Häger.

Torfolge: 0:1 (1.) M. Vila-Gallaguet, 1:1 (10.) C. Rindfleisch, 1:2 (13.) M. Vila-Gallaguet, 1:3 (16.) C. Berg, 2:3 (17.) C. Rindfleisch, 2:4 (18.) F. Sturla, 2:5 (18.) F. Sturla, 2:6 (24.) C. Berg, 3:6 (26.) Niklas Nohlen, 3:7 (36.) F. Sturla, 4:7 (44.) C. Rindfleisch, 4:8 (44.) N. Rilhas, 4:9 (45.) X. Berruezo, 4:10 (46.) C. Berg, 4:11 (50.) F. Sturla. - Zeitstrafen: RHC 0 min – RESG 0 min - Teamfouls: RHC 7 – RESG 10.


TuS Düsseldorf-Nord – SK Germania Herringen 2:3 (0:3)

Noch bevor es losging, wurde von beiden Mannschaften bereits Protest gegen die Partie eingelegt – als Nachwehen der erst tags zuvor bekanntgewordenen Wertung der Herringer Partie in Remscheid und den daraus resultierenden Folgen für die Play-off-Paarungen. Sportlich hatten die Herringer dann alles im Griff, ließen dann aber zu früh die Zügel schleifen, sodass für Düsseldorf weiterhin noch alles drin ist.

Die Germanen konnten verletzungsbedingt nicht ihre beste Formation aufbieten und begannen anfangs ungewohnt defensiv. Düsseldorf ließ die Räume anfangs zunächst ungenutzt, traute dem Braten der nicht so recht – und rannten dann doch ins offene Messer: Als die Rheinländer mutiger wurden, eroberte Milan Brandt den Ball und bediente Lucas Karschau, der den Konter zum 1:0 abschloss (13.).

Damit war gleich der erste dicke Fehler mit einem Gegentor bestraft worden, doch nun mussten die Düsseldorfer trotzdem mehr riskieren, um den Rückstand aufzuholen. Die Westfalen blieben derweil ihrer Defensive treu und zeigten, dass sie auch in dieser Kategorie eine Topadresse sind. Zumal die Kontertaktik weitere Früchte trug, denn kurz vor der Pause schlug Liam Hages noch zweimal zu (23./25.).

An dem 3:0 des Sportklubs änderte sich dann aber nach dem Seitenwechsel lange Zeit nichts, was zum einen daran lag, dass auch der TuS durchaus die Kunst der Verteidigung beherrscht und mit Jan Kutscha zudem noch einen Torwart der Extraklasse zwischen den Pfosten hatte. Auf der Gegenseite hielt sich allerdings auch Timo Tegethoff schadlos, das Resultat schien somit in Steingemeißelt. Letztlich wähnten sich die Herringer aber zu früh zu siegessicher, fabrizierten zwei vermeidbare Fehler, die Daniel Kutscha (47.) und Tarek Abdalla (50.) eiskalt in Tore ummünzten – und die Halbfinal-Aktien der Rheinländern damit wieder deutlich anstiegen.  

TuS Düsseldorf-Nord:J. Kutscha, Lu. Brandt; J. Pink, N. Fichtner, A. Paczia, T. Paczia, C. Gatermann, T. Abdalla, D. Kutscha, A. Beckmann. – SK Germania Herringen: T. Tegethoff, M. Schartner; Li. Hages, M. Stork, S. Gürtler, P. Michler, M. Brandt, L. Karschau, Lu. Hages. – Schiedsrichter: T. Ullrich / P. Thißen.

Torfolge: 0:1 (13.) L. Karschau, 0:2 (23.) Li. Hages, 0:3 (25.) Li. Hages, 1:3 (47.) D. Kutscha, 2:3 (50.) T. Abdalla. -Zeitstrafen: TuS 2 min (A. Paczia/12.) – SKG 2 min (Lu. Hages/12.) - Teamfouls: TuS 7 – SKG 7.

RSC Darmstadt – ERG Iserlohn 4:4 (2:1)

Nicht gewonnen, aber eben auch nicht verloren – sowohl im Darmstädter als auch dem Iserlohner Lager sorgte dieses Remis für durchaus gemischte Gefühle. Schließlich ist nach dem 4:4 für beide Seiten noch alles offen, wenngleich der Titelverteidiger in eigener Halle sicherlich alle Trümpfe in der Hand haben wird.

Die Hessen legten schwungvoll los, wollten frühestmöglich Nägel mit Köpfen machen. Dies gelang Alexandre Andrade dann auch (3.), doch mehr als dieses eine Tor ließ die sich danach stabilisierende ERG-Abwehr nicht zu. Vielmehr formierten sich die Westfalen schnell zum Gegenschlag, was Nils Hilbertz noch vor Ablauf der ersten zehn Minuten den Ausgleich bescherte.

Fortan sahen die gut 100 Zuschauer einen Schlagabtausch auf hohem Niveau, vor allem die Schlussmänner Philip Leyer und Lukas Kost präsentierten sich dabei von ihrer jeweils besten Seite. Letztlich hatten die Hausherren im Abschluss zweimal das nötige Quäntchen Glück, um mit einer Führung in die Pause zu gehen: Zunächst als Maximilian Hack die Kugel zur erneuten Führung über die Linie drückte (17.), dann beim parierten Iserlohner Strafstoß nach blauer Karte gegen Alexandre Andrade (25.).

Auch nach dem Seitenwechsel hielten sich die Darmstädter in Unterzahl schadlos, konnten das 2:2 durch Sergio Pereira aber damit nur aufschieben (30.). Doch vom Anstoß weg fand Maximilian Hack erneut eine Lücke in der Iserlohner Defensive, die Krokodile waren wieder in Führung. Gerade einmal sieben Minuten später gelang es Iserlohn allerdings, durch Nils Hilbertz abermals den Gleichstand herzustellen. Und noch mehr: Eine weitere Zeigerumdrehung später donnerte Sergio Pereira die Kugel ins RSC-Tor – 4:3 für Iserlohn! 

Nun zeigten die Hessen, dass sie durchaus in der Lage sind, Nackenschläge zu verdauen: Sie drängten auf den Ausgleich. Nach dem 10. Teamfoul der Gäste blieb der fällige Strafstoß noch ungenutzt (44.), doch als zwei Minuten darauf Carlos Nunez „Blau“ sah, ging Marcel Behnke als Sieger aus dem Duell mit Lukas Kost hervor. Mit dem 4:4 war dann auch der Endpunkt markiert, in den restlichen Minuten ging keine Seite mehr ein Wagnis ein…   

RSC Darmstadt:P. Leyer, M. Mensah; F. Bender, N. Koch, P. Wagner, M. Becker, M. Hack, M. Behnke, J. Rohmert, A. Andrade. – ERG Iserlohn: L. Kost, P. Glowka; C. Nunez, N. Hilbertz, K. Milewski, A. Müngener, Ad. Börkei, S. Pereira, T. Henke, A. Costa. – Schiedsrichter: C. Niestroy / L. Niestroy.

Torfolge: 1:0 (3.) A. Andrade, 1:1 (9.) N. Hilbertz, 2:1 (17.) M. Hack, 2:2 (30.) S. Pereira, 3:2 (30.) M. Hack, 3:3 (37.) N. Hilbertz, 3:4 (38.) S. Pereira, 4:4 (46. /Direkter) M. Behnke. - Zeitstrafen: RSC 2 min (A. Andrade/25.) – ERG 2 min (C. Nunez/46.) - Teamfouls: RSC 4 – ERG 11.

 

              

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