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Europa-Cup: IGR Remscheid gg. CP Voltregà - David gegen Goliath

(tg) Fünf Runden sind in der Bundesliga absolviert, Zeit genug also, um sich für höhere Aufgaben auf europäischem Parkett vorzubereiten. Am Samstag ist es nun soweit, im CERS-Cup steh für die fünf heimischen Vertreter RSC Darmstadt, TuS Düsseldorf-Nord, SK Germania Herringen, IGR Remscheid und RESG Walsum die Hinspiele der 1. Runde an.

Vizemeister IGR Remscheid genießt dabei zunächst Heimrecht was gegen den spanischen Vertreter CP Voltrega durchaus von Vorteil sein kann (Sa., 16 Uhr – Sporthalle Hackenberg). Zum einen, weil die Bergischen zu Hause mit ihren Fans im Rücken durchaus in der Lage sind, auch größere Kaliber mehr als nur zu ärgern. Zum anderen, weil den Iberern der am Hackenberg verlegte, langsame PVC-Boden ein unbekanntes Terrain bietet. Dass die Spanier in der heimischen OK-Liga nach ebenfalls fünf absolvierten Runden lediglich auf Rang 12 liegen, dürfte die Remscheider hoffen lassen, sich auf einen Gegner auf Augenhöhe einstellen zu können. Auf der Hut müssen sie aber auf jeden Fall vor Gerard Teixedo sein, der bereits mit sechs Treffern auswarten kann. Der Weg ins Achtelfinale wird also steiniger sein als 2016 gegen Wolfurt.

Nachdem der deutsche Rekordmeister RESG Walsum im Vorjahr gegen einen schweizerischen Club ins Achtelfinale einzog, steht ihnen heuer mit CE Lleida eine höhere Hürde gegenüber (Sa., 20 Uhr – Sporthalle Beckersloh). Allerdings haben die roten Teufel im Vorjahr gegen Turquel gezeigt, dass sie es auch mit den Südeuropäern aufnehmen können: Nach einem 0:4 in Portugal fehlte im Rückspiel (5:2) schließlich nur ein Tor für eine erfolgreiche Aufholjagd. Lleida allerdings ist ein Club mit unbekanntem Namen, der sich in der OK-Liga aber mehr als achtbar schlägt und nach fünf Spieltagen immerhin Platz 5 einnimmt. Dabei wurde mit Vic (3:2) durchaus schon ein renommierter Gegner niedergerungen. Am Hoch der Katalanen hat Torjäger Dario Gimenez mit insgesamt schon fünf Treffern großen Anteil.

 

Zunächst nach Spanien muss am Samstag der RSC Darmstadt, dem die Losfee Ende September das Spitzenteam von CE Noia zuordnete (19.30 Uhr - Pavello Olimpic de l'Ateneu). Die Iberer gehören seit Jahren zur zweiten Garde der OK-Liga, wenngleich sie in der vergangenen Saison mit Rang 8 eher unterdurchschnittlich lief. In der neuen Serie indes stehen die Galizier an dritter Position und haben dabei mit Reus (5:4) einmal mehr einen der renommierten Clubs geschlagen. Das Team hat dabei keinen hervorstechenden Star, sondern tritt als recht kompakte Einheit auf. Die 15 bisherigen Tore verteilen sich deshalb auch recht gleichmäßig auf sechs Spieler, sodass Marti Casas mit lediglich vier Treffern schon der Torstürmer ist. 

Zum italienischen Traditionsclub Hockey Valdagno, der in der Vergangenheit aber einige sportliche Untiefen durchfahren musste, reist am Samstag der deutsche Pokalsieger SK Germania Herringen (20.45 Uhr - PalaLido). Die Venetier, derzeit Fünfte der Seria A1, haben noch nicht ganz wieder zu altem Glanz gefunden, sind als Auftaktgegner im CERS-Cup aber trotzdem eine harte Nuss. Quasi zum Inventar gehört bei Valdagno Massimo Tataranni, mit schon neun Toren in fünf Partien zugleich auch deren gefährlichster Angreifer. Für Herringen wird viel davon abhängen, wie gut ihre Abwehr steht, denn in punkto Schnelligkeit sollten die jungen Germanen den mit allen Wassern gewaschenen Hockey-Routiniers aus den Südalpen durchaus überlegen sein.

Die weiteste Reise hat der TuS Düsseldorf-Nord auf dem Programm stehen, die Rheinländer müssen nach Portugal zu Juventude Viana (20.45 Uhr - Pavilhão Desportivo Municipal de Monserrate). Damit empfangen die Nordlusitaner zum zweiten Mal in Serie einen deutschen Club zum Start des CERS-Cups, im Vorjahr war Darmstadt in der Kleinstadt am Atlantik zu Gast. Die Düsseldorfer fahren allerdings mit dem Selbstbewusstsein eines ungeschlagenen Bundesliga-Spitzenreiters nach Portugal, wobei Viana im Quervergleich als derzeit Dritter der 1. Divisão durchaus als deutlicher Favorit zu sehen ist. Unabhängig davon, dass in Portugal erst zwei Runden absolviert worden sind. Wie schwer es dort für die TuSler werden wird, verdeutlicht das 2:8 von Darmstadt vor zwölf Monaten.

Doch nicht nur die deutschen Clubs sind in Europa auf Reisen, auch vier heimische Schiedsrichter haben einen Auftrag des Verbandes CERH erhalten. So leitet das bewährte WM-Gespann Thomas Ullrich und Thomas Ehlert die Begegnung zwischen OC Barcelos (POR) und RSC Uttigen (CH), während Carsten Niestroy und Torsten Flössel bei der Paarung RHC Diessbach (CH) - SCRA St. Omer (FRA) im Einsatz sein wird. Bernd Ullrich ist darüber hinaus als CERH-Delegierten bei den beiden Heimspielen der deutschen Clubs vor Ort.

Alle deutschen Spiele im Überblick …

… am 4. November 2017 - 1. Runde / Hinspiel                                          

IGR Remscheid - CP Voltrega (E)                  16.00 Uhr, Sporthalle Hackenberg
RESG Walsum    - CE Lleida (E)                        20.00 Uhr, Sporthalle Beckersloh

CE Noia (E) - RSC Darmstadt                        19.30 Uhr, Pavello Olimpic de l'Ateneu

Hockey Valdagno (I)  - SK Germania Herringen       20.45 Uhr, PalaLido

Juventude Viana (P)  - TuS Düsseldorf-Nord            20.45 Uhr, Pavilhão Desportivo Municipal de Monserrate

 

Bundesliga, 5. Spieltag: IGR unterliegt SKG Herringen

(tg) Düsseldorf setzt sich an der Spitze fest, ließ beim 12:4 in Cronenberg keinen Zweifel an seiner aktuellen Vormachtstellung aufkommen. Im Gleichschritt folgen Herringen (6:2 über Remscheid) und Walsum nach einem hart erkämpften 4:2 in Recklinghausen. Meister Iserlohn musste derweil seine Aufholambitionen zurückstecken, ließ sich von Darmstadt zu Hause einen schon sicher geglaubten Sieg noch nehmen und verlor mit 6:7 nach Verlängerung. Im Kellerduell verbuchte Krefeld mit einem 7:1 in Wuppertal den erhofften Befreiungsschlag und kann somit wieder nach oben schauen.
 

Spiel der Woche: ERG Iserlohn – RSC Darmstadt 6:7 n. Verl (5:5/3:3/2:1)

46 Minuten lang war der amtierende Meister aus Iserlohn klarer Herr am heimischen Hemberg und wähnte folglich einen Sieg über Darmstadt schon sicher. Dann aber überschlugen sich die Ereignisse – und die Hessen drehten den Spieß noch um.

Nach  nur 10 Sekunden hatte Alexandre Andrade mit einem satten Pfostentreffer die Gastgeber regelrecht wachgerüttelt, die in der Folge aus kompakter Abwehr heraus das Geschehen unter ihre Kontrolle brachten. Adrian Börkei (7./12.) schloss darüber hinaus zwei sehr sehenswerte Angriffe mit Treffern ab, so dass die ERG-Dominanz sich auch auf dem Scoreboard widerspiegelte.

Die Hessen dagegen kamen nur durch Strafstöße zu Chancen, die allesamt von Alexandre Andrade aber vergeben wurden, der in gleich drei Fällen (7./17./18.) seinen Meister in Lukas Kost fand. Selbst in Unterzahl hatten die Iserlohner dank der neuen Regelung, dass es in diesem Fall keine 10-Sekunden-Frist zum Verlassen der eigenen Spielhälfte mehr gibt, stets mehr Ballbesitz als die Gäste.

Dass diese sich vor der Halbzeit doch noch einmal ins Gespräch brachten, war einer Energieleistung von Max Hack zu verdanken. Der schnappte sich noch in der eigenen Hälfte den Ball, ließ sich in der Folge trotz energischer Versuche von keinem Iserlohner mehr bremsen und stocherte die Kugel schließlich zum 1:2 über die Linie (25.).

Nur wenige Minuten brauchten die Iserlohner jedoch, um im zweiten Abschnitt durch Sergio Pereira den alten Abstand wieder herzustellen. Und danach stellte sich das alte Spielchen wieder ein: Iserlohn stand kompakt, spielte flüssig nach vorne und ließ Darmstadt so kaum ins Spiel finden. Einziges Manko: Die Chancen wurde nicht genutzt. So hätte Sergio Pereira spätestens in der 43. Minute den Sack zuschnüren können, ja müssen, als er nach 10. RSC-Teamfoul zum Strafstoß antrat, den Ball aber neben das Tor setzte.

Der gegnerische Fehlschuss weckte bei den Hessen neue Lebensgeister, zumal kurz darauf Alexandre Andrade den bis dato so sicheren ERG-Schlussmann Lukas Kost aus spitzem Winkel narrte und zum 2:3 traf (46.). Es schien zwar nicht so, als ob dies die Westfalen aus der Ruhe brachte, doch Darmstadt warf nun alles nach vorne und hatte dabei auch das nötige Quäntchen Glück, als die Unparteiischen in der 49. Minute auf Penalty entschieden. So rettete Max Hack die Gäste in die Verlängerung, in der er umgehend das 4:3 nachlegte (52.).

Doch auch dies war nur ein kurzfristiger Zwischenstand, die Extraschicht gestaltete sich nämlich zu einem regelrechten Spektakel. So drehte Nils Hilbertz den Spieß mit einem Doppelpack wieder herum (54./55.), woraufhin Nils Koch eine überaus schlitzohrige Antwort parat hatte – 5:5 (55.).

Nach kurzem Durchschnaufen brachte Kai Milewski die Iserlohner zurück auf die Siegerstraße (57.), so dachten diese zumindest. Doch die Hessen hatten noch ausreichend Dampf im Kessel und glichen nicht nur durch Marcel Behnke abermals aus (59.), sondern hatten durch Alexandre Andrade auch noch das finale Tor in petto (60.)

ERG Iserlohn: L. Kost, T. Weber; P. Kirtyan, N. Hilbertz, K. Milewski, S. Glowka, C. Hegener, A. Börkei, S. Pereira, T. Henke – RSC Darmstadt: P. Leyer, M. Mensah; F. Bender, M. Becker, M. Hack, M. Behnke, A. Andrade, M. Abdi, N. Koch, D. May. – Schiedsrichter: L. Niestroy / L. Nawratil.

Torfolge: 1:0 (7.) A. Börkei, 2:0 (12.) A. Börkei, 2:1 (25.) M. Hack, 3:1 (30.) M. Pereira, 3:2 (46.) A. Andrade, 3:3 (49./Penalty) M. Hack, 3:4 (52.) M. Hack, 4:4 (54.) N. Hilbertz, 5:4 (55.) N. Hilbertz, 5:5 (55.) N. Koch, 6:5 (57.) K. Milewski, 6:6 (59.) M. Behnke, 6:7 (60.) A. Andrade. - Zeitstrafen: ERG 4 min (S. Pereira/9. & 17.) – RSC 0 min - Teamfouls: ERG 8 – RSC 12.


RSC Cronenberg – TuS Düsseldorf-Nord 4:12 (1:3)

Eine herbe Heimklatsche gab es für die Cronenberger Löwen vom aktuellen Spitzenreiter Düsseldorf. Als zusätzlichen Dämpfer müssen die Bergischen nach Blau-Rot gegen Jordi Molet und Rot für Benjamin Nusch in den kommenden Wochen noch auf zwei wichtige Akteure verzichten.

Schon nach vier Minuten ergab sich für die Gastgeber die große Möglichkeit zur Führung: Nach „Blau“ für TuS-Keeper Jan Kutscha war dessen Ersatz Lean Brandt jedoch ein sicherer Rückhalt und hielt während seines Kurzeinsatzes den Kasten sauber. So waren es dann doch die Rheinländer, die den ersten zählbaren Treffer landeten: Tobias Paczia schloss zum 1:0 ab (13.).

Noch in den Jubel hinein sorgte Kay Hövelmann zwar wieder für den Gleichstand (14.), der aber auch nur wenig später von Tarek Abdalla revidiert wurde (16.). Bis zur Pause schloss sich ein offener Schlagabtausch an, wobei die Cronenberger den spielerischen Mitteln der Düsseldorfer ihren Kampfgeist entgegen stellen, was sich allerdings negativ in der Teamfoulstatistik niederschlug. So war das zehnte Vergehen schon in der 25. Minute verbucht, Tarek Abdalla nutze den Strafstoß zum 3:1.

Nach dem Seitenwechsel durften dann in kurzer Folge Jordi Molet (28.) und Kay Hövelmann (29.) auf der Strafbank Platz nehmen. Die doppelte Überzahl nutzte Diogo Carrilho zum Doppelpack (30.), womit der Weg für den TuS klar auf Erfolg wies. Noch aber zeigten sich die RSC-Löwen kämpferisch, konnten die Düsseldorfer aber nicht entscheidend bremsen. Andreas Paczia (39.), Tobias Paczia (41./Direkter nach 15. RSC-Teamfoul) und Tarek Abdalla (42.) machten alles klar, wobei Jordi Molet zwischenzeitlich das zweite Cronenberger Tor eingestreut hatte (40.).

Dies war aber zugleich der letzte positive Beitrag des RSC-Routiniers, der sich kurz darauf zwei weitere blaue Karten einhandelte, und damit die Disqualifikation (43./47.). Die jeweilige Überzahl nutzen derweil Tobias Paczia (44.) und André Beckmann (47.), um die 10ner-Marke zu erreichen. Tarek Abdalla (48.) und Jonas Pink (50.) machten gar noch das Dutzend voll, während RSC-Youngster Niko Morovic noch zweimal für die Hausherren traf (48./50.). Dies war letztlich aber einerlei, zumal Cronenberg noch die rote Karte von Benjamin Nusch (49.) verdauen musste.

RSC Cronenberg:E. Soriano, L. Geisler; M. Bernadowitz, J. Molet, B. Nusch, K. Hövelmann, S. Rath, K. Riedel, L. Seidler, N. Morovic. – TuS Düsseldorf-Nord: J. Kutscha (4. -7. Le. Brandt); J. Pink, T. Abdalla, D. Carrilho, N. Fichtner, A. Beckmann, C. Gatermann, A. Paczia, T. Paczia. – Schiedsrichter: T. Ullrich / T. Sörensen.

Torfolge: 0:1 (13.) T. Abdalla, 1:1 (14.) K. Hövelmann, 1:2 (16.) T. Paczia, 1:3 (25./Direkter) T. Abdalla, 1:4 (30./Überzahl) D. Carrilho, 1:5 (Überzahl) D. Carrilho, 1:6 (39.) A. Paczia, 2:6 (40.) J. Molet, 2:7 (41./Direkter) T. Paczia, 2:8 (42.) T. Abdalla, 2:9 (44./Überzahl) T. Paczia, 2:10 (47./ 3-3) A. Beckmann, 2:11 (48.) T. Abdalla, 3:11 (48.) N. Morovic, 3:12 (50./Überzahl) J. Pink, 4:12 (50.) N. Morovic. - Zeitstrafen: RSC 8 min (J. Molet/28., 43. & 47. - K. Hövelmann/29.) – TuS 4 min (J. Kutscha/4. – N. Fichtner/47.) - Rote Karte: B. Nusch (49./RSC) - Teamfouls: RSC 18 – TuS 9.


SK Germania Herringen – IGR Remscheid 6:2 (3:2)

Herringens Selbstverständnis, zu Hause eine Macht zu sein, ist mit dem klaren Erfolg über Vizemeister Remscheid wieder hergestellt. Die Germanen stürmten dabei jedoch keineswegs in gewohnter Manier über das Feld, sondern traten taktisch solide aus kompakter Abwehr auf den Plan.

Es dauerte jedoch eine ganze Halbzeit lang, ehe sich dieses Mittel zum Erfolg auch tatsächlich manifestierte. Im ersten Durchgang nämlich ließen sich die Hausherren von dem Offensivhockey der Remscheider anstecken, zumal dies den eigenen Fans mehr Spektakel versprach. Und so ging es auf dem Feld auf stetig hin und her, brenzlige Torraumszene reihte sich an Torraumszene.

Den ersten Treffer verbuchten die Hausherren dank eines knallharten Penaltys von Stefan Gürtler (7.), dem keine 60 Sekunden später Yannick Peinke aber schon das 1:1 folgen ließ. Nochmals gut zwei Zeigerumdrehungen später lagen die Bergischen in Führung, Alexander Ober hatte via Innenpfosten ins Schwarze getroffen. Aber auch dieser Score hatte nur kurz bestand, dann war Kevin Karschau mit dem erneuten Gleichstand zur Stelle (15.). Es war also folglich nur eine Sache des Glücks, dass die Germanen durch Robin Schulz (22.) mit einem leichten Vorteil in die Halbzeitpause gingen  - und nicht etwa die gleichstarken Gäste.

In der Kabine folgten offenbar klare Worte von SKG-Coach Christian Zarod, denn nach Wiederbeginn hielten sich die Herringen weitgehend zurück und konzentrierten sich primär auf die Abwehrarbeit, um dann blitzschnell umzuschalten.

In diese Falle rannten die weiterhin sehr offensiv ausgerichteten Gäste nahezu blindlings hinein: Kevin Karschau entwischte zweimal und ließ sich dabei die Chancen, zu erhöhen, nicht nehmen (31./35.). Nun hatten die Gastgeber leichtes Spiel, ließen Remscheids Attacken ins Leere laufen, um kurz vor Ende durch Lucas Karschau schließlich selbst noch einmal nachzulegen.       

SK Germania Herringen:T. Tegethoff, M. Schartner; K. Karschau, Li. Hages, M. Stork, S. Gürtler, J. Klein, R. Schulz, L. Karschau. – IGR Remscheid: J. Langenohl, J. van den Dungen; J. Dutt, F. Selbach, Y. Peinke, M. Richter, D. Strieder, A. Ober, J. Kulessa, Y. Lukassen. – Schiedsrichter: P. Thißen / T. Flössel.

Torfolge: 1:0 (7./Penalty) S. Gürtler, 1:1 (8.) Y. Peinke, 1:2 (11.) A. Ober, 2:2 (15.) K. Karschau, 3:2 (22.) R. Schulz, 4:2 (31.) K. Karschau, 5:2 (35.) K. Karschau, 6:2 (48.) L. Karschau. - Zeitstrafen: SKG 0 min – IGR 0 min - Teamfouls: SKG 7 – IGR 14.


RHC Recklinghausen – RESG Walsum 2:4 (2:1)

Am Ende blieb den Recklinghäusern zwar die Erkenntnis, mit einem der Großen der Liga gut mitgehalten zu haben, aber eben auch das Wissen, dass durchaus mehr gegen Walsum möglich gewesen wäre. Wäre nur die Strafstöße genutzt worden …

Die Recklinghäuser nutzten konsequent ihren Heimvorteil, denn Walsum kam mit der niedrigen Bande überhaupt nicht zurecht und bugsierten den Ball immer wieder ins Seitenaus. So war es nicht weiter überraschend, dass der RHC mehr vom Spiel hatte, da er mit den Rahmenbedingungen besser vertraut war. Das 1:0 von Niklas Nohlen (10.) war die logische Konsequenz.

Walsum war spielerisch zwar durchaus überlegen, konnte dieses Pfund aber nur selten in die Waagschale werfen. In der 14. Minute aber klappte es einmal reibungslos – und prompt schloss Felipe Sturla zum Gleichstand ab. Der währte indes nur knappe vier Minuten, dann war Niklas Nohlen wieder für die munter aufspielenden Hausherren erfolgreich.

Kurz nach dem Seitenwechsel musste RESG-Akteur Xavier Berruezo für zwei Minuten in die Kühlbox (30.), doch die Hausherren konnten den Vorteil aus Direkten sowie zweiminütiger Überzahl nicht nutzen, um die Führung zu vergrößern. Kaum waren die Walsumer indes wieder komplett, war Miquel Vila Gallaguet zur Stelle und glich erneut aus (33.). Eine Minute später jubelten die roten Teufel erneut, Sebastian Haas hatte sie in Vorlage gebracht.

Und diesen Vorsprung verteidigten die Gäste nun routiniert. Selbst eine weitere Unterzahl – nun saß Christopher Nusch in der Kühlbox (38.) – wurde schadlos überstanden. Als Miquel Vila Gallaguet dann das 4:2 erzielte, war der Weg zum vierten Saisonsieg der Walsumer frei.   

RHC Recklinghausen:D. Jakubiak, L. Andrioff; L. Sowade, P. Wagner, Niklas Nohlen, C. Rindfleisch, M. Angenendt, Niko Nohlen, M. Schürmann, M. Carstensen. – RESG Walsum: T. Wahlen, R. Lorz; M. Vila Gallaguet, C. Nusch, J. Dobbratz, X. Berruezo, S. Haas, N. Rilhas, F. Sturla. – Schiedsrichter: A. Feiteira / M. Wittig.

Torfolge: 1:0 (10.) Niklas Nohlen, 1:1 (14.) F. Sturla, 2:1 (18.) Niklas Nohlen, 2:2 (33.) M. Vila Gallaguet, 2:3 (34.) S. Haas, 2:4 (42.) M. Vila Gallaguet. - Zeitstrafen: HSV 0 min – IGR 0 min - Teamfouls: HSV 7 – IGR 5.


SC Moskitos Wuppertal – HSV Krefeld 1:7 (0:4)

Im Kellerduell waren die Wuppertaler Moskitos chancenlos gegen siegeshungrige Krefelder, die sich mit diesem ersten Sieg vorerst eventueller Abstiegssorgen entledigt haben.

Es dauerte jedoch eine ganze Weile, ehe die Krefelder im Bergischen die Handbremse in den Köpfen so richtig lösen konnten. Die Negativerlebnisse der Vorwochen ließen sie nur halbherzig starten, was den Wuppertalern mehrfach die Möglichkeit zur Führung gab. Daniel Horchmer war es schließlich, der mit einem Doppelschlag (12./13.) den Knoten beim HSV platzen ließ, der im weiteren Verlauf dann klar das Geschehen bestimmte. Mit den Treffern von Steven Emmrich (21.) und Maximilian Hendricks (25.) war zum Seitenwechsel auch nummerisch eine klare Distanz geschaffen.

Dennis Meuer sorgte kurz nach dem Wiederanpfiff kurzzeitig für Hoffnung bei den Moskitos, als er zum 1:4 abschloss (33.). Doch Maximilian Hendricks antwortete postwendend, und nahm den Hausherren damit die Luft aus den Segeln. In der Schlussphase legten Daniel Horchmer (46.) und Steven Emmrich (50.) dann noch zweimal für die Seidenstädter nach. 

SC Moskitos Wuppertalk:R. Prange, A. Obermeier; R. Hauck, D. Meuer, T. Lucht, N. Brikmann, G. Dincer, N. Obermeier, M. Mirscheid, J. Henckels. – HSV Krefeld: M. Hass, R. Surrey; P. Greiffenstein, M. Hackel, S. Emmrich, C. Jachtmann, S. Holtzer, D. Horchmer, D. Hausch, M. Hendricks. – Schiedsrichter: B. Ullrich / A. Richter.

Torfolge: 0:1 (12.) D. Horchmer, 0:2 (13.) D. Horchmer, 0:3 (21.) S. Emmrich, 0:4 (25.) M. Hendricks, 1:4 (33.) D. Meuer, 1:5 (35.) M. Hendricks, 1:6 (46.) D. Horchmer, 1:7 (50./Überzahl) S. Emmrich. - Zeitstrafen: SCM 2 min (R. Hauck/49.) – HSV 0 min - Teamfouls: SCM 9 – HSV 7.

 

Bundesliga, 5. Spieltag: IGR tritt beim SKG Herringen an

(tg) In seine nun doch schon fünfte Runde geht die Rollhockey-Bundesliga am Samstag und so langsam lassen sich erste Trends erkennen. Überraschend ist dabei nicht nur die unangefochtene Spitzenstellung des TuS Düsseldorf-Nord, sondern auch wie weit Titelverteidiger Iserlohn schon wieder einmal Hintertreffen geraten ist. Welcher dieser Trends sich verhärtet – oder gebrochen wird – ist die spannende Frage am letzten Oktoberspieltag.

Reichlich Zündstoff liegt wohl in dem Wiedersehen zwischen dem SK Germania Herringen und der IGR Remscheid (Sa., 18 Uhr – Glückauf-Arena). Und dies wird weniger daran liegen, dass die Bergischen die Hammer im Vorjahr nach 4:7-Rückstand aus dem ersten Spiel noch mit einem 6:2-Sieg aus dem DM-Halbfinale kegelten. Vielmehr hat das Tohuwabohu um das kurz zuvor ausgetragene Hauptrundenspiel in Remscheid die Fan-Gemüter in beiden Lagern erregt. Von offenen Rechnungen muss in diesem Zusammenhang zwar nicht gesprochen werden, doch die gegenseitigen Sympathien sind derzeit nicht gerade groß. Dass die Herringer zuletzt daheim gegen Walsum eine Niederlage hinnehmen mussten, während die Remscheider sich in Krefeld austoben durften, macht es gerade für die Gastgeber nicht unbedingt einfacher.

 

Zum Kellergipfel empfängt derweil der SC Moskitos Wuppertal den HSV Krefeld in der Sporthalle Am Kothen (SA., 15.30 Uhr). Beider Seiten warten aktuell mit einer fast schon katastrophalen Bilanz auf: Null Punkte und in vier Spielen schon 38 (HSV) bzw. 46 (SCM) Gegentore. Damit ist klar, dass der samstägliche Verlierer das Tabellenende so schnell nicht verlassen wird. Gemessen am Krefelder 8:5 im Vorjahr ist dem Gast ein leichter Vorteil zuzuschreiben. Allerdings haben die Wuppertaler zum Ende der Serie 16/17 durchaus gezeigt, dass sie in der Liga konkurrenzfähig sind.


In der Alfred-Henckels-Sporthalle wird am Samstag ab 15.30 Uhr der RSC Cronenberg den derzeitigen Spitzenreiter TuS Düsseldorf-Nord auf den Prüfstand stellen. Einzig die Rheinländer sind noch ungeschlagen, haben dabei aber mit Rekordmeister Walsum (3:0), Vizemeister Remscheid (5:2) und Titelverteidiger Iserlohn (6:3) schon drei hohe Hürden souverän genommen. Nun soll beim Altmeister im Bergischen Land der nächste Dreier eingefahren werden, wobei die RSC-Löwen durchaus gewillt sind, ihre Krallen zu zeigen. Das Team, das schon zweimal in die Extraschicht gehen musste, zeigt eine gesunde Mischung aus Routiniers und Youngstern und musste das Vorjahresduell nur knapp mit 2:4 an den TuS abgeben.


Auf einen Ausrutscher des niederrheinischen Nachbarn hofft derweil die RESG Walsum, die es ihrerseits zum RHC Recklinghausen zeiht (Sa., 15.30 Uhr – Heinrich-Auge-Sporthalle). Nach ihrer Auftaktniederlage gegen Düsseldorf fahren die roten Teufel inzwischen wieder in der Erfolgsspur und sind dank des direkten Vergleichs gegenüber Herringen auf Platz zwei gelistet. Zu sehr auf die leichte Schulter sollten sie die heimstarken Recklinghäuser indes nicht nehmen. Schon vor Jahresfrist zeigten sich die Vester durchaus ebenbürtig und unterlagen nur hauchdünn mit 6:7. Der Rekordmeister ist also gewarnt, fährt aber dennoch mit dem Selbstverständnis zum RHC, dort drei Punkte einzufahren.
 

Und der Titelverteidiger? Die ERG Iserlohn zeigte sich in ihren erst drei Spielen noch nicht unbedingt in Topform und hat somit schon einige Punkte liegen lassen. Für Unruhe sorgt dies im Sauerland dennoch nicht, schließlich lief der Motor vor zwölf Monaten auch noch nicht rund – und am Ende hielten die Iserlohner den Meisterpokal in Händen. Nun aber gilt die ganze Konzentration dem RSC Darmstadt, der ebenfalls noch nicht so richtig aus den Startblöcken gekommen ist  (Sa., 15.30 Uhr – Hemberg-Sporthalle). Dass die Hessen in der Vergangenheit bei den Westfalen nicht viel zu holen hatten, macht die Ausgangslage für die Lilienstädter nicht einfacher. Doch ganz chancenlos sind sie gegen die Iserlohner, die personell einen Aderlass zu verkraften hatten, sicherlich nicht.

 

Der Spieltag im Überblick …

… am 28. Oktober 2017 mit dem 5. Spieltag                                

SC Moskitos Wuppertal - HSV Krefeld, 15.00 Uhr, Sporthalle Am Kothen

ERG Iserlohn - RSC Darmstadt, 15.30 Uhr, Hemberg-Sporthalle

RSC Cronenberg - TuS Düsseldorf-Nord, 15.30 Uhr, Alfred-Henckels-Halle

RHC Recklinghausen - RESG Walsum, 15.30 Uhr, Heinrich-Auge-Sporthalle

SK Germania Herringen - IGR Remscheid, 18.00 Uhr, Glückauf-Arena

spielfrei: SC Bison Calenberg

 

Bundesliga, 4. Spieltag: IGR überrollt Krefeld

(tg) Die rheinische Rebellion ist im vollen Gange, nachdem in den zurückliegenden 13 Jahren sämtliche nationale Meistertitel nach Westfalen oder ins Bergische Land gingen: Düsseldorf distanzierte Titelverteidiger Iserlohn mit 6:3 und übernahm damit dank des Walsumer 7:6-Erfolges in Herringen die Spitzenstellung. Der Rekordmeister liegt dank des vorerst besseren direkten Vergleichs mit den Germanen auf Rang 2. Im oberen Drittel des Rangliste etabliert hat sich vorerst auch Calenberg durch seinen 10:6-Sieg über Recklinghausen, während sich Vizemeister Remscheid nach einem 14:3 in Krefeld wieder an die Spitze herangeschoben hat. Frustabbau vollzog derweil Darmstadt mit einem 12:0 über Wuppertal.


Spiel der Woche: SK Germania Herringen – RESG Walsum 6:7 (4:3)

0:3 lag Walsum nach gerade einmal sieben Minuten zurück und hatte sich dabei durchaus dilettantisch präsentiert. Herringen dagegen war sich damit des Sieges wohl zu früh zu sicher und kassierte am Ende die Quittung.

Auch wenn sich RESG-Trainer Günter Szalek über den Sieg freute, angesichts der Startphase seiner Mannen fand er deutliche Worte: „Das waren katastrophale Fehler, wir haben uns einen Bockschuss nach dem anderen geleistet!“ Und diese Einladung nahmen die Herringern natürlich dankend an. So brauchte Liam Hages die Kugel nur noch über die Linie zu schieben (3.). Dann war Stefan Gürtler beim Penalty ebenso zielsicher (6.), wie nur Sekunden später Robin Schulz nach einem Konter (7.).

Diesen Schock musste der Rekordmeister erst einmal verdauen, wobei der 1:3-Anschluss von Miquel Vila Gallaguet (15.) großen Anteil hatte. Die RESG nahm umgehend noch eine Auszeit – und kam dann wie verwandelt auf das Feld zurück. Dass sich Kevin Karschau unmittelbar danach eine blaue Karte einhandelte und Felipe Sturla den Direkten zum 2:3 verwandelte (16.), spielte den Gästen natürlich zusätzlich in die Karten. Denn auch wenn Robin Schulz nahezu postwendend zum 4:2 traf (19.), Walsum war nun im Spiel und verkürzte dank Miquel Vila Gallaguet noch vor dem Seitenwechsel wieder auf ein Tor Rückstand (22.).

Auch der Gleichstand war letztlich ein Geschenk der Germanen, in deren Reihen nun Liam Hages auf die Strafbank musste, woraufhin Christopher Nusch eine Strafstoßqualitäten eindrucksvoll beweis (30.). Direkt vom Wiederanstoß brachte Robin Schulz die Hausherren zwar wieder in Vorlage, doch die Herringer waren angezählt.

Dies ließ sich auch dadurch nicht verbergen, dass es in der Folgezeit in hohem Tempo hin und her ging. Während die Gäste nun der Siegeswille buchstäblich im Gesicht abzulesen war, sahen die Zuschauer bei den Heimischen vor allem große Verunsicherung. Die zwingenderen Chancen besaß somit Walsum, wenngleich es einen erneuten Direkten brauchte, um zum 5:5 zu treffen. Wieder „saß“ Liam Hages auf der Strafbank, wieder vollstreckte Christopher Nusch (43.).

Nun wurde es naturgemäß dramatisch, denn beide Teams wollten die Verlängerung vermeiden. Doch weder hüben noch drüben wollte sich ein Vorteil ergeben. So brachte Miquel Vila Gallaguet die roten Teufel zwar drei Minuten vor Ablauf der Uhr erstmal in Führung, doch nur 15 Sekunden später vollendete Lucas Karschau zum 6:6. Als dann aber Sebastian Haas die Gäste zum siebten Mal jubeln ließ (50.), reichte den Westfalen die Zeit nicht mehr zur Antwort.        

SK Germania Herringen:T. Tegethoff, M. Schartner; K. Karschau, Li. Hages, M. Stork, S. Gürtler, J. Klein, R. Schulz, L. Karschau. – RESG Walsum: T. Wahlen, C. Paß; M. Vila Gallaguet, C. Berg, C. Nusch, X. Berruezo, F. Schmidt, S. Haas, N. Rilhas, F. Sturla. – Schiedsrichter: B. Ullrich / T. Ullrich.

Torfolge: 1:0 (3.) Li. Hages, 2:0 (6./Penalty) S. Gürtler, 3:0 (7.) R. Schulz, 3:1 (15.) M. Vila Gallaguet, 3:2 (16./Direkter) F. Sturla, 4:2 (19.) R. Schulz, 4:3 (22.) M. Vila Gallaguet, 4:4 (30./Direkter) C. Nusch, 5:4 (30.) R. Schulz, 5:5 (43./Direkter) C. Nusch, 5:6 (47.) M. Vila Gallaguet, 6:6 (47.) L. Karschau, 6:7 (50.) S. Haas. - Zeitstrafen: SKG 6 min (K. Karschau/16. - Li. Hages/30. & 43.) – RESG 2 min (X. Berruezo/36.) - Teamfouls: SKG 9 – RESG 5.
TuS Düsseldorf-Nord – ERG Iserlohn 6:3 (2:1)

Wer 1:0 führt, der stets verliert! Auch wenn diese Binsenweisheit wohl keiner statistischen Überprüfung standhalten würde, für Meister Iserlohn traf sie in Düsseldorf zu. Wobei die Rheinländer am Ende ganz klar die besseren Karten hatten.

Kai Milewski ließ den amtierenden Meister nahezu perfekt aus den Startblöcken kommen, als er nach nur wenigen Sekunden zum 1:0 traf. Doch danach zeigten die TuSler wieder ihre gewohnt stabile Abwehrleistung und ließen Iserlohn nur noch selten in gefährliche Positionen kommen. Auf der Gegenseite fuhr Düsseldorf immer wieder blitzschnelle Konter, bei denen ERG-Keeper Patrick Glowka ordentlich ins Schwitzen kam – und den Ausgleich letztlich nur bis zur elften Minute hinauszögern konnte: Diogo Carrilho war dann nicht mehr zu bremsen.

Auch im weiteren Verlauf hatte Iserlohn zwar mehr Ballbesitz, doch die aussichtsreicheren Chancen kreierten die Gastgeber, die folgerichtig durch Tarek Abdalla in Führung gingen (21.). Noch vor dem Seitenwechsel reagierte Iserlohn mit einer taktischen Auszeit, doch es fehlten schlichtweg die zündenden Ideen, um die TuS-Abwehr vor ernsthafte Probleme zu stellen.

Die Rheinländer blieben somit ihrem Erfolgsrezept treu: Hinten eng stehen, vorne blitzschnell zuschlagen. Zumal sie mit Diogo Carrilho einen eiskalten Vollstrecker hatten, der in der 30. Minute schließlich auf 3:1 erhöhte. Kurz danach zeigte dann Jan Kutscha sein ganzes Können bei einem Iserlohner Strafstoß nach „Blau“ für Andreas Paczia. Sowohl diese Unterzahl als auch die wenig später folgende nach roter Karte für Davy van Willigen (39.) überstanden die Unterrather schadlos.

Hatte der Titelverteidiger sich damit schon beste Möglichkeiten nehmen lassen, zu verkürzen, verspielte er mit der Zeitstrafe von Sergio Pereira endgültig die letzte Chance: Tarek Abdalla behielt vom Punkt die Nerven – 4:1 (43.). Da Diogo Carrilho prompt das fünfte (46.) und sechste Tor (49.) folgen ließ, besaß das Doppelpack von Nils Hilbertz (48./50.) nur noch statistischen Wert.           

TuS Düsseldorf-Nord:J. Kutscha, Lu. Brandt; J. Pink, T. Abdalla, D. Carrilho, D. van Willigen, N. Fichtner, C. Gatermann, A. Paczia, T. Paczia. – ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; P. Kirtyan, N. Hilbertz, K. Milewski, S. Glowka, A. Börkei, S. Pereira, T. Henke. – Schiedsrichter: L. Niestroy / A. Feiteira.

Torfolge: 0:1 (1.) K. Milewski, 1:1 (11.) D. Carrilho, 2:1 (21.) T. Abdalla, 3:1 (30.) D. Carrilho, 4:1 (43./Direkter) T. Abdalla, 5:1 (46.) D. Carrilho, 5:2 (48.) N. Hilbertz, 6:2 (49.) D. Carrilho, 6:3 (50.) N. Hilbertz. - Zeitstrafen: TuS 2 min (A. Paczia/32.) – ERG 4 min (A. Börkei/39. – S. Pereira/43.) - Rote Karte: D. van Willigen (39./TuS) - Teamfouls: TuS 7 – ERG 8.
SC Bison Calenberg – RHC Recklinghausen 10:6 (6:2)

Calenbergs Lebensversicherung ist und bleibt Milan Brandt, der mit seinen sechs Toren den entscheidenden Unterscheid gegenüber der Recklinghäuser ausmachte.

Den besseren Start legte der RHC hin, der durch einen Doppelschlag von Niklas Nohlen nach sechs Minuten mit 2:0 in Führung lag. Doch die Bisons brauchten in Anschluss nur ganze vier Minuten, um durch Milan Brandt (6./10.) und Mateus Luther (7.) das Blatt zu ihren Gunsten zu wenden. In der Folge schloss sich ein offener Schlagabtausch an, in dem weitere Treffer jedoch zunächst nicht verbucht werden konnten.

Die letzten fünf Minuten des ersten Durchgangs sollten dann die Entscheidung bringen. Die Calenberger hatten nach temporeichem Spiel noch mehr Reserven und nutzen diesen kleinen Vorteil, um ihren Vorsprung bis zum Kabinengang auf vier Tore auszubauen. Die Treffer gingen dabei an Milan Brandt (22.), Leif Johansson (24.) und Reik Johansson (25.).

Und in diesem Stil ging es unmittelbar nach Wiederbeginn weiter. Erneut kamen die Vester besser aus den Startblöcken. Doch ehe sie sich nach dem 3:6 von Christoph Rindfleisch (26.) intensiver um eine Aufholjagd bemühen konnten, hatten Joeri Mertens (28.) und Milan Brandt (29.) schon für neue Tatsachen gesorgt.

Per Doppelschlag ließ Niklas Nohlen die Gäste für die Schlussphase nochmals hoffen - 5:8 (41.). Allerdings war Milan Brandt schlichtweg nicht zu neutralisieren, sodass der Torjäger binnen weniger Sekunden per Strafstoß und Konter doppeln konnten und somit die Entscheidung brachte (45.). Den Schlusspunkt setzte schließlich RHC-Spielführer Philipp Wagner mit einem erfolgreichen Penalty (48.).    

SC Bison Calenberg:D. Mertens, T. Richter; J. Rocha, M. Bässler, L. Johansson, M. Brandt, R. Johansson, M. Luther, T. Tilborghs, J. Mertens. – RHC Recklinghausen: D. Jakubiak (ab 45. L. Andrioff); L. Sowade, P. Wagner, Niklas Nohlen, C. Rindfleisch, M. Angenendt, Niko Nohlen, M. Schürmann. – Schiedsrichter: S. Dahlbock / T. Flössel.

Torfolge: 0:1 (2.) Niklas Nohlen, 0:2 (6.) Niklas Nohlen, 1:2 (6.) M. Brandt, 2:2 (7.) M. Luther, 3:2 (10.) M. Brandt, 4:2 (22.) M. Brandt, 5:2 (24.) R. Johansson, 6:2 (25.) L. Johansson, 6:3 (26.) C. Rindfleisch, 7:3 (29.) M. Brandt, 8:3 (28.) J. Mertens, 8:4 (39.) Niklas Nohlen, 8:5 (41.) Niklas Nohlen, 9:5 (45./Direkter) M. Brandt, 10:5 (45.) M. Brandt, 10:6 (48./Penalty) P. Wagner. - Zeitstrafen: SCB 0 min – RHC 2 min (D. Jakubiak/45.) - Teamfouls: SCB 7 – RHC 8.

HSV Krefeld – IGR Remscheid 3:14 (1:7)

Auch in der neuen Saison kommt Krefeld nicht auf die Füße, gegen Remscheid folgte die vierte klare Niederlage in Serie. Der Vizemeister hat indes den kleinen Fehlstart abgehakt und sich – bei einem Spiel weniger als die besser platzierte Konkurrenz – auf Rang 5 vorgeschoben.

Keine zehn Minuten brauchten die Remscheider, um durch eine Doublette von Jungnationalspieler Daniel Strieder (7./9.) unwiderruflich auf die Straße des Erfolges einzubiegen. Zumal Yannick Peinke (10.) und nochmals Daniel Strieder per Zweierpack (12./17.) rasch nachlegten. Erst nachdem Joshua Dutt das halbe Dutzend voll gemacht hatte (20.), gab auch der Gastgeber ein Lebenszeichen von sich: Daniel Horchmers 1:6 war aber nur ein kurzer Lichtblick, denn Yannick Peinke (22./34.), Daniel Strieder (34./37.) und Yannik Lukassen (35.) bauten den IGR-Vorsprung schließlich auf zehn Tore aus.

Danach kehrte etwas Ruhe ein, was Krefeld die Möglichkeit bot, durch Stan Holtzer (37./41.) etwas Ergebniskorrektur zu betreiben. Die fiel letztlich aber nur rein optisch aus, denn Maximilian Richter (39.), Alexander Ober (44.) und Joshua Dutt (50.) trafen noch für die Bergischen ins Schwarze.

HSV Krefeld:M. Hass, R. Surrey; N. Kluschewski, P. Greiffenstein, M. Hackel, S. Emmrich, D. Quabeck, C. Jachtmann, S. Holtzer, D. Horchmer. – IGR Remscheid: J. Langenohl, J. van den Dungen; J. Dutt, J. Kulessa, Y. Lukassen, A. Ober, Y. Peinke, D. Strieder, F. Selbach, M. Richter. – Schiedsrichter: C. Niestroy / T. Ehlert.

Torfolge: 0:1 (7.) D. Strieder, 0:2 (9.) D. Strieder, 0:3 (10.) Y. Peinke, 0:4 (12.) D. Strieder, 0:5 (17.) D. Strieder, 0:6 (20.) J. Dutt, 1:6 (22.) D. Horchmer, 1:7 (22.) Y. Peinke, 1:8 (34.) Y. Peinke, 1:9 (34.) D. Strieder, 1:10 (35.) Y. Lukassen, 2:10 (37.) S. Holtzer, 2:11 (37.) D. Strieder, 2:12 (39.) M. Richter, 3:12 (41.) S. Holtzer, 3:13 (44.) A. Ober, 3:14 (50.) J. Dutt. - Zeitstrafen: HSV 0 min – IGR 0 min - Teamfouls: HSV 7 – IGR 5.
RSC Darmstadt – SC Moskitos Wuppertal 12:0 (5:0)

Schlusslicht Wuppertal kam den gebeutelten Darmstädtern genau richtig: Kompromisslos spielten die Hessen ihre technischen und läuferischen Vorteile aus und nutzten die Überlegenheit zum Frustabbau. Die Wuppertaler dagegen kassierten damit im dritten Spiel die dritte zweistellige Abfuhr.

Alexandre Andrade eröffnete in der dritten Minute das RSC-Schützenfest, Felix Bender (8.) und Marcel Behnke (9.) legten rasch nach. Doch auch wenn es im Anschluss ein Spiel auf ein Tor war, die Moskitos verteidigten eifrig und ließen im ersten Durchgang nur noch zwei Gegentreffer durch Nils Koch (14.) und Alexandre Andrade (24.) zu.

Nach dem Seitenwechsel jedoch konnten die Gäste der Darmstädter Angriffslawine nichts mehr entgegensetzen: Binnen zehn Minuten schraubten Alexander Andrae mit einem Doppelpack (26./28.) und Max Hack per Hattrick (31./33./35.) das Resultat auf 10:0. Nachdem wenig später Nils Koch das Dutzend voll gemacht hatte (38./41.), schalteten die Hessen zurück und ließen es dabei bewenden.   

RSC Darmstadt:P. Leyer (ab 35. M. Warmbier); F. Bender, P. Wagner, M. Hack, M. Behnke, A. Andrade, M. Abdi, N. Koch, D. May. – SC Moskitos Wuppertalk: R. Prange, A. Obermeier; T. Lucht, D. Meuer, N. Brikmann, G. Dincer, N. Obermeier, M. Mirscheid, J. Henckels. – Schiedsrichter: P. Thißen / M. Wittig.

Torfolge: 1:0 (3.) A. Andrade, 2:0 (8.) F. Bender, 3:0 (9.) M. Behnke, 4:0 (14.) N. Koch, 5:0 (24.) A. Andrade, 6:0 (26.) A. Andrade, 7:0 (28.) A. Andrade, 8:0 (31.) M. Hack, 9:0 (33.) M. Hack, 10:0 (35.) M. Hack, 11:0 (38.) N. Koch, 12:0 (41.) N. Koch. - Zeitstrafen: RSC 0 min – SCM 0 min - Teamfouls: RSC 8 – SCM 5.

 

Bundesliga, 3. Spieltag: Erstes Heimspiel gegen Darmstadt


(tg) Meister ERG Iserlohn hat am Wochenende aufgrund der Dezimierung auf nur noch elf Teams spielfrei, was die Konkurrenz in der 1. Rollhockey-Bundesliga natürlich ausnutzen möchte: Herringen und Düsseldorf, um den Vorsprung zu erweitern, und Cronenberg, Calenberg, Recklinghausen und Walsum, um am Titelverteidiger vorbei zu ziehen. Alle Wünsche werden aber nicht in Erfüllung gehen, da es einige Direktduelle geben wird.

Das interessanteste dabei wird das Aufeinandertreffen von RSC Cronenberg und SC Bison Calenberg sein (Sa., 15.30 Uhr – Alfred-Henckels-Halle). Zum einen, weil die beiden Kontrahenten in der Liga als Vierter bzw. Fünfter unmittelbare Nachbarn sind. Zum anderen wegen der in etwa gleichstark einzuschätzenden Spielerkader. Beide Mannschaften haben bislang sowohl ein positives als auch ein negatives Erlebnis gehabt und wollen nun die Gunst der Stunde nutzen, sich in der oberen Hälfte einzunisten. Im Vorjahr gab es unter ähnlichen Voraussetzungen ein relativ klares Resultat: Cronenberg schickte die Bisons mit einem 8:3 auf die Heimreise

Nicht minder delikat wird das Duell in nur knapp 15 Kilometer Entfernung sein, wenn sich in der Sporthalle Hackenberg die IGR Remscheid und der RSC Darmstadt gegenüber stehen (Sa., 16 Uhr). Die Bergischen, immerhin als Vorjahresvize am Start, haben ihren Auftakt in Düsseldorf gründlich vergeigt, sodass sie vor eigenem Publikum nun ein wenig unter Zugzwang stehen. Noch schlechter stehen die Hessen da, die ja schon zweimal im Einsatz waren – und in beiden Spielen nicht punkten konnten. Entsprechend steht für beide Seiten nicht weniger auf dem Spiel, als einen völligen Fehlstart zu vermeiden. Die IGR hat zumindest den Pluspunkt, in der eigenen Halle nur schwer zu bezwingen zu sein, wie die Darmstädter im Vorjahr beim 5:9 erfuhren.


Klare Verhältnisse – zumindest auf dem Papier – herrschen bei den Partien des derzeitigen Spitzenduos. So muss Tabellenführer SK Germania Herringen zum RHC Recklinghausen, der momentan auf Platz 6 rangiert (Sa. 15.30 Uhr – Heinrich-Auge-Halle). Vor Jahresfrist gab es an gleicher Stelle ein 4:19-Debakel für die Vester, die auch im Play-off-Viertelfinale von den Germanen zweistellig (4:11) abgefertigt wurden. Und auch Verfolger TuS Düsseldorf-Nord wird seinen dritten Saisonsieg fest eingeplant haben, wenn er um 17.30 Uhr in der Sporthalle Am Kothen beim SC Moskitos Wuppertal antreten wird. 14:3 siegten die Rheinländer im Vorjahr, zuletzt gab es für die Bergischen in eigener Halle ein 0:15 gegen Calenberg.

Zu guter Letzt hält die 3. Runde der Saison 2017/18 noch ein Derby parat: Die RESG Walsum und der HSV Krefeld stehen sich im Niederrheinduell gegenüber (Sa., 15.30 Uhr – Sporthalle Beckersloh). Während die roten Teufel aus Duisburg mit ihrem 4:2 in Darmstadt einen Fehlstart verhindern konnten, steckt Krefeld bereits wieder dick im Schlamassel: Einem 3:7 in Recklinghausen folgte ein 1:9 gegen Herringen, was den Vorletzten Rang bedeutet. In Derbys gelten gemeinhin aber andere Regeln und so war der HSV in der Vorsaison beim knappen 3:5 in Walsum auch dicht an einem Coup. Der Rekordmeister ist also gewarnt …   

Der Spieltag im Überblick …

… am 14. Oktober 2017 mit dem 3. Spieltag                                 

RSC Cronenberg           -           SC Bison Calenberg       15.30 Uhr, Alfred-Henckels-Halle

RESG Walsum              -           HSV Krefeld                  15.30 Uhr, Sporthalle Beckersloh

RHC Recklinghausen     -           SK Germania Herringen  15.30 Uhr, Heinrich-Auge-Halle

IGR Remscheid             -           RSC Darmstadt             16.00 Uhr, Sporthalle Hackenberg 

SC Moskitos Wuppertal  -           TuS Düsseldorf-Nord      17.30 Uhr, Sporthalle Am Kothen

spielfrei: ERG Iserlohn

              

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