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Bundesliga, 7. Spieltag: IGR überrollt RHC Recklinghausen

(tg) Aus einem müden Gipfeltreffen in Iserlohn ging Herringen als 3:1-Sieger hervor und übernahm damit die Tabellenspitze von den spielfreien Düsseldorfern. Auf die haben unterdessen sowohl Walsum (13:1 in Wuppertal) als auch Remscheid (15:8 über Recklinghausen) mit deutlichen Pflichtsiegen den Abstand verkürzt. Calenberg profitierte unterdessen vom Iserlohns Niederlage und rückte dank eines knappen 5:4-Siegs über Darmstadt auf Rang 5 vor. Eine Position aufwärts ging es auch für Cronenberg nach dem 7:0-erfolg über Krefeld.


IGR Remscheid – RHC Recklinghausen 15:8 (4:4)

Auch, wenn das Ergebnis eine klare Sprache spricht: Recklinghausen war für Remscheid ein harte Nuss, die erst durch eine deutliche Tempoverschärfung im zweiten Durchgang geknackt werden konnte.

Dabei sah es anfangs ganz danach aus, als ob den Bergischen eine durchschnittliche Leistung reichen würde: Alexander Ober hatte den Vizemeister gleich mit dem ersten Angriff in Führung gebracht (1.), Daniel Strieder (8.) und Yannick Peinke (13.) im weiteren Verlauf stets dann nachgelegt, wenn Recklinghausen unangenehm frech wurde.

Allerdings ließen sich die Vester durch den 0:3-Rückstand keineswegs entmutigen. Wohl auch, weil die Remscheider meinten, damit das Nötigste bereits erledigt zu haben. Dass dies nicht so war, stand schnell fest, denn Niklas Nohlen (15.), Christoph Rindfleisch (19.) und Niko Nohlen (23.) stellten den bis dahin nicht unverdienten Gleichstand her. Und auch das 4:3 von Fabian Selbach konterte der RHC umgehend mit dem Ausgleich durch Christoph Rindfleisch (25.).

Nun wussten die Hausherren also, dass es mehr bedurfte um die Recklinghäuser zu bezwingen – und blieben eine entsprechende Reaktion nach Wiederbeginn nicht lange schuldig. Diesmal war es Daniel Strieder, der für einen Blitzstart sorgte (26.), bevor Yannick Peinke (33.), Alexander Ober (34.) und Fabian Selbach (35.) die IGR auf 8:4 davonziehen ließ. Niklas Nohlen meldete zwar die Gäste zurück (36./42.), doch umgehend ließen Fabian Selbach (40.) bzw. Daniel Strieder (42./43.) und Yannick Peinke (43.) weitere Treffer folgen: 12:6. Damit war das turbulente Toreschießen jedoch noch längst nicht beendet, bis zur letzten Minute ging es munter weiter, wobei sich Yannick Peinke und Niklas Nohlen noch zweimal in die Trefferliste eintrugen, ehe Til Cramer den Schlusspunkt setzte.

IGR Remscheid:J. Langenohl, J. van den Dungen; J. Dutt, F. Selbach, Y. Peinke, L. Friese, D. Strieder, A. Ober, Y. Lukassen, T. Cramer. – RHC Recklinghausen: L. Andrioff (ab 44. D. Jakubiak), P. Wagner, C. Rindfleisch, Niklas Nohlen, M. Angenendt, M. Schürmann, D. Cholewinski, Niko Nohlen. – Schiedsrichter: L. Niestroy / S. Häger.

Torfolge: 1:0 (1.) A. Ober, 2:0 (8.) D. Strieder, 3:0 (13.) Y. Peinke, 3:1 (15.) Niklas Nohlen, 3:2 (19.) C. Rindfleisch, 3:3 (23.) Niko Nohlen, 4:3 (25.) F. Selbach, 4:4 (25.) C. Rindfleisch, 5:4 (26.) D. Strieder, 6:4 (33.) Y. Peinke, 7:4 (34.) A. Ober, 8:4 (35.) F. Selbach, 8:5 (36.) Niklas Nohlen, 9:5 (40.) F. Selbach, 9:6 (42./Penalty) Niklas Nohlen, 10:6 (42.) D. Strieder, 11:6 (43.) Y. Peinke, 12:6 (43.) D. Strieder, 12:7 (43.) Niklas Nohlen, 13:7 (44./Direkter) Y. Peinke, 13:8 (44.) Niklas Nohlen, 14:8 (48.) Y. Peinke, 15:8 (49.) T. Cramer. - Zeitstrafen: IGR 2 min (A. Ober/40.) – RHC 2 min (L. Andrioff/44.) - Teamfouls: IGR 10 – RHC 8.




Spiel der Woche: ERG Iserlohn – SK Germania Herringen 1:3 (1:2)

Das formale Spitzenspiele sich mitunter als Mogelpackung erweisen, ist kein Geheimnis. Und so war am Iserlohner Hemberg auch niemand groß überrascht, dass das Duell zwischen Meister und Pokalsieger nicht das hielt, was es versprach. Der Grund: Beide Teams gingen mit personellen Handicaps ins Rennen.

Titelverteidiger Iserlohn musste auf Patrick Glowka, Sergio Pereira und Philipp Kirtyan verzichten, beim Cupgewinner fehlten Kevin Karschau und Justin Klein – und dies machte sich durchaus bemerkbar. Dazu kam noch, dass keine Seite ein übergroßes Risiko einzugehen bereit war, in der Startphase war es ein zähes Abtasten. Erst als Lucas Karschau einen der ersten schnelleren Angriffe mit dem 1:0 abschloss (11.), kam mehr Leben ins Spiel. Da aber die Abwehrreihen konsequent die Wege zu den Toren zumachten, waren Chancen weiterhin Mangelware.

Kurz vor der Pause wurde es plötzlich hektisch: Iserlohn wollte nun unbedingt den Ausgleich, fing sich dabei aber einen Konter ein, den Liam Hages zum 2:0 nutzte (22.). Doch keine Zeigerumdrehung später war das Westfalen-Duell wieder offen, Kai Milewski hatte den Iserlohner Anschluss markiert.

Ein Foul an Robin Schulz im ERG-Strafraum brachte im zweiten Durchgang dann aber früh die Entscheidung. Stefan Gürtler trat an den Punkt und ließ Iserlohns Torwart Lukas Kost keine Chance (32.). Das Polster reichte den Germanen, die fortan clever das Tempo verschleppten und Iserlohns Bemühungen somit ins Leere laufen ließen.  

ERG Iserlohn: L. Kost, T. Weber; N. Hilbertz, K. Milewski, S. Glowka, C. Hegener, A. Börkei, T. Henke. – SK Germania Herringen: M. Schartner, T. Tegethoff; Li. Hages, S. Gürtler, M. Stork, R. Schulz, R. Schulz, L. Karschau, Lu. Hages. – Schiedsrichter: T. Ullrich / T. Ehlert.

Torfolge: 0:1 (11.) L. Karschau, 0:2 (22.) Li. Hages, 1:2 (23.) K. Milewski, 1:3 (32./Penalty) S. Gürtler. - Zeitstrafen: ERG 0 min – SKG 0 min - Teamfouls: ERG 4 – SKG 8.


SC Moskitos Wuppertal – RESG Walsum 1:13 (1:7)

Der Dreier beim Schlusslicht aus Wuppertal war bei den Walsumern fest eingeplant und nach nicht einmal einer Viertelstunde auch schon in trockenen Tüchern.

Sebastian Haas und Miquel Vila Gallaguet mit jeweils zwei Toren sowie Xavier Berruezo hatten nach gerade einmal etwas mehr als 13 Minuten Spielzeit schon einen deutlichen 5:0-Vorsprung herausgeschossen - und damit faktisch bereits alles klargemacht. Die Moskitos taten zwar ihr Bestes, um in der Folge dagegenzuhalten, hatten der technischen und läuferischen Klasse ihrer Gäste aber nur wenig entgegen zu setzen. Jan Dobbratz (16.) und Xavier Berruezo (21.) erhöhten vor der Pause noch moderat, ehe Jan Henckels der SC-Ehrentreffer gelang (24.).

Im zweiten Durchgang machten RESG-Neuzugang Pelayo Ramos (28./32.) und Sebastian Haas (32.) rasch die „10“ voll, ehe die Walsumer in den Schongang schalteten, um wertvolle Kräfte für das CERS-Cup-Rückspiel am kommenden Samstag zu sparen. Aber auch dies reichte, um gegen tapfer kämpfende Wuppertaler durch Jan Dobbratz (2) und Nuno Rilhas noch dreimal nachzulegen.    

SC Moskitos Wuppertal:R. Prange, A. Obermeier; D. Meuer, T. Lucht, G. Dincer, N. Obermeier, M. Mirscheid, J. Henckels, J. Spiecker, R. Hauck. – RESG Walsum: T. Wahlen, R. Lorz; M. Vila Gallaguet, C. Nusch, J. Dobbratz, X. Berruezo, F. Schmidt, N. Rilhas, S. Haas, P. Ramos. – Schiedsrichter: P. Thißen / A. Richter.

Torfolge: 0:1 (5.) S. Haas, 0:2 (6.) X. Berruezo, 0:3 (8.) M. Vila Gallaguet, 0:4 (13.) S. Haas, 0:5 (14.) M. Vila Gallaguet, 0:6 (16.) J. Dobbratz, 0:7 (21.) X. Berruezo, 1:7 (24.) J. Henckels, 1:8 (28.) P. Ramos, 1:9 (32./Direkter) S. Haas, 1:10 (32.) P. Ramos, 1:11 (40.) N. Rilhas, 1:12 (41.) J. Dobbratz, 1:13 (46./Direkter) J. Dobbratz. - Zeitstrafen: SCM 6 min (M. Mirscheid/32. – J. Henckels/46. & 46.) – RESG 0 min - Teamfouls: SCM 6 – RESG 7.


SC Bison Calenberg – RSC Darmstadt 5:4 (4:3)

Auch in Calenberg roch es wieder nach einer Verlängerung, doch Darmstadt schaffte es nicht, ein drittes Mal in Folge eine Partie erst in der Extraschicht zu entscheiden.

Dabei standen sich die kämpferischen Hessen selbst im Weg, mussten sie doch in der Schlussphase gleich dreimal in Unterzahl agieren und dabei nötige Kräfte lassen. Denn souverän waren die Hausherren lediglich in der Startphase, als Leif Johansson schnell zum 1:0 getroffen hatte (5.) und Milan Brandt die Bisons nach zwischenzeitlichen 1:1 von Maximilian Becker (7.) wieder in Vorlage bringen konnte (9.). Joeri Mertens baute den Vorsprung kurz darauf weiter aus (11.), doch Marcel Behnke hielt die Gäste auf Tuchfühlung (16.).

Es reichte aber nie zum Gleichstand, da Calenberg mit effektiven Kontern immer im entscheidenden Moment zuschlug. So auch beim 4:2 durch Reik Johansson (22.), dem Alexandre Andrade indes umgehend den erneuten Anschlusstreffer folgen ließ (23.).

Im zweiten Abschnitt änderte sich nichts: Darmstadt drängte, Calenberg verteidigte – und profitierte von den RSC-fehlern. So nutzte Milan Brandt den Direkten als Folge der blauen Karte für Philip Wagner kompromisslos zum 5:3 (33.). Die Hessen durften aber dennoch weiter hoffen: einerseits überstanden sie einen weitere Hinausstellung gegen Alexandre Andrade (36.) schadlos, andererseits verkürzte Nils Koch abermals (39.). Als dann aber Alexandre Andrade erneut in die Kühlbox musste (45.), hatte dies zwar keine unmittelbaren Folgen. Den Gästen fehlte nach überstandener Unterzahl aber die Kraft, um noch einmal zum Gegenschlag auszuholen.

SC Bison Calenberg:D. Mertens, T. Richter; R. van den Dungen, L. Johansson, R. Johansson, M. Stoffle, J. Mertens, J. Rocha, D. Kuczynski. – RSC Darmstadt: P. Leyer, M. Mensah; P. Wagner, M. Becker, M. Hack, M. Behnke, A. Andrade, N. Koch, M. Abdi. – Schiedsrichter: T. Flössel / S. Dahlbock.

Torfolge: 1:0 (5.) L. Johansson, 1:1 (7.) M. Becker, 2:1 (9.) M. Brandt, 3:1 (11.) J. Mertens, 3:2 (16.) M. Behnke, 4:2 (22.) R. Johansson, 4:3 (23.) A. Andrade, 5:3 (33./Direkter) M. Brandt, 5:4 (39.) N. Koch. - Zeitstrafen: SCB 0 min – RSC 6 min (P. Wagner/33. - A. Andrade/36. & 45.) - Teamfouls: SCB 6 – RSC 12.
 

RSC Cronenberg – HSV Krefeld 7:0 (3:0)

Im vierten Anlauf haben die Cronenberger endlich ihren ersten Heimsieg unter Dach und Fach gebracht. Krefeld machte es den Bergischen aber nicht leicht, wenngleich am Ende das Resultat eindeutig war.

Vor allem HSV-Keeper Marcel Hass machte den Gastgebern das Leben schwer, verhinderte mit vielen guten Reaktionen immer wieder den Führungstreffer der dominanten Cronenberger. Die hatten zwar das Spiel im Griff, konnten aber nicht immer verhindern, dass mal ein Gästespieler gefährlich entwischte. Fynn Hilbertz im RSC-Gehäuse sorgte aber souverän dafür, dass der HSV nicht seinerseits das 1:0 markierte.

Bis kurz vor der Pause mussten die heimischen Fans letztlich warten, ehe der Knoten platzte – und dann gleich deutlich: Jordi Molet (21.), Niko Morovic (21.) und Kay Hövelmann (23.) sorgten binnen weniger Augenblicke endlich auch für einen numerischen Beweis der Löwen-Übermacht. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel legte Sebastian Rath ein Doppelpack nach (26./30.), womit frühzeitig alles klar war. Die Hausherren spielten nun clever die Zeit aus, kamen durch Niko Morovic (42.) und Mats Trimborn (48.) zudem noch zu zwei weiteren Torerfolgen.

RSC Cronenberg:F. Hilbertz (ab 30. L. Geisler); M. Bernadowitz, J. Molet, K. Hövelmann, S. Rath, K. Riedel, L. Seidler, N. Morovic, M. Trimborn. – HSV Krefeld: M. Hass, R. Surrey; M. Hackel, C. Jachtmann, S. Holtzer, D. Horchmer, D. Hausch, D. Quabeck, S. Emmrich, P. Greiffenstein. – Schiedsrichter: F. Schäfer / A. Feiteira.

Torfolge: 1:0 (21.) J. Molet, 2:0 (21.) N. Morovic, 3:0 (23.) K. Hövelmann, 4:0 (26.) S. Rath, 5:0 (30.) S. Rath, 6:0 (42.) N. Morovic, 7:0 (48.) M. Trimborn. - Zeitstrafen: RSC 0 min – HSV 0 min - Teamfouls: RSC 9 – HSV 7.

 

 

Bundesliga, 7. Spieltag: IGR empfängt den RHC Recklinghausen

(tg) Spitzenreiter Düsseldorf hat am kommenden Wochenende turnusgemäß Pause, was der Rest der Bundesliga-Konkurrenz naturgemäß nutzen möchte, um den Abstand auf die Rheinländer zu verkürzen. Und dabei steht ein Spiel besonders im Mittelpunkt: Im westfälischen Derby empfängt der amtierende Meister Iserlohn den aktuellen Pokalsieger Herringen.
 

Anstoß zum Gipfeltreffen ist am Samstag um 15.30 Uhr in der Iserlohner Hemberg-Halle, wo der Titelverteidiger ERG Iserlohn auf ein volles Haus gegen den SK Germania Herringen hofft. In den letzten Jahren gab es bei dem Aufeinandertreffen der beiden westfälischen Clubs immer Spitzenhockey zu sehen, mit zumeist knappen Ausgang: In den 23 gemeinsamen Partien der vergangenen fünf Jahre fiel der Unterscheid zwölfmal um nur einen Treffer aus, wobei vom 1:0 bis zum 10:9 alles dabei war. In drei weiteren Begegnungen gab es gar keinen Sieger und auch die Gesamtbilanz ist mit 10:10-Erfolge ausgeglichen. Dennoch hatten die Iserlohner zuletzt die Nase immer vorne, holten sie doch drei Meistertitel in Serie – 2015 und 2016 in spannenden Finals just gegen Herringen. Aber auch wenn das vorerst letzte Duell am 1. April diesen Jahres mit 3:1 an Iserlohn ging, gemessen am Tabellenranking gehen die Herringer als Favorit in die Partie. Deren Ehrgeiz wird dabei noch zusätzlich dadurch angestachelt, dass sie im Erfolgsfall Düsseldorf vom Thron stoßen können.
 

Fest einen Dreier im Visier wird Rekordmeister RESG Walsum haben, denn die roten Teufel fahren zum bislang chancenlosen Schlusslicht SC Moskitos Wuppertal (Sa., 15 Uhr – Sporthalle Am Kothen). Die Bergischen mussten am vergangenen Wochenende eine 3:23-Klatsche hinnehmen und haben in erst fünf Spielen schon über 70 Treffer kassiert. Für die Walsumer, die an gleicher Stelle im Vorjahr ein 16:3 verbuchten, kommt der Tripp nach Wuppertal somit genau richtig, können sie sich doch zum einen vom angestauten Frust nach der 3:4-Heimniederlage gegen Remscheid befreien und sich zugleich auf das CERS-Cup-Rückspiel eine Woche später in Lleida vorbereiten.
18:5 leuchtete es nach 50 Minuten in der Vorsaison auf der Anzeigentafel, die IGR Remscheid bejubelte nach Kräften einen Kantersieg über den RHC Recklinghausen. Folglich kehren die Vester am Samstag nicht unbedingt mit den besten Gefühlen zurück in die Halle am Hackenberg (Sa., 15.30 Uhr), zumal die Remscheider mit starken Leistungen aufwarteten – und sich die Generalprobe für das CERS-Cup-Rückspiel in Voltrega wohl keinesfalls vermiesen lassen wollen. Dass die Recklinghäuser dagegen seit drei Wochen kein Pflichtspiel mehr absolviert haben (spielfrei in der Liga, Europapokal-Wochenende), ist durchaus ein weiterer Nachteil für den RHC.


 

Zum dritten Mal in Folge darf der RSC Cronenberg in der heimischen Alfred-Henckels-Halle antreten, doch brachte den Bergischen der Heimvorteil zuletzt nicht unbedingt einen Vorteil: 4:13 endete das Spiel gegen Düsseldorf, gegen Darmstadt folgte ein 4:6 nach Verlängerung. Und auch der erste Auftritt in eigener Halle endete nach Extraschicht mit einem 4:5 gegen Calenberg. Nun kommt mit dem HSV Krefeld der Vorletzte der Liga nach Wuppertal (Sa., 15.30 Uhr), und den gebeutelten RSC-Löwen wohl gerade recht. Denn angesichts des bisherigen Abschneidens der Rheinländer machen sich die Cronenberger berechtigte Hoffnungen, ihre Fans endlich den ersten Heimsieg feiern zu lassen. Im Vorjahr gab es schließlich ein 5:2.

Zum dritten Mal in Folge muss dagegen der RSC Darmstadt auf Reisen gehen. Angesichts der erfolgreichen Gastspiele in Iserlohn (6:5) und Cronenberg (6:4) werden die Hessen die lange Tour nach Niedersachsen zum SC Bison Calenberg mit großer Zuversicht antreten, auch in der Sporthalle Eldagsen zu punkten. Vor Jahresfrist jedenfalls gelang dies mit einem 10:4 sehr eindrucksvoll. Und momentan scheint die Formkurve der Darmstädter zu steigen, während die Calenberger zuletzt in Düsseldorf (0:4) und auch beim 10:6 zu Hause über Recklinghausen schwächelten.    


Der Spieltag im Überblick …

… am 18. November 2017 mit dem 7. Spieltag                             

SC Moskitos Wuppertal - RESG Walsum       15.00 Uhr, Sporthalle Am Kothen

ERG Iserlohn - SK Germania Herringen        15.30 Uhr, Hemberg-Halle

RSC Cronenberg - HSV Krefeld                    15.30 Uhr, Alfred-Henckels-Halle

IGR Remscheid - RHC Recklinghausen         16.00 Uhr, Sporthalle Hackenberg

SC Bison Calenberg - RSC Darmstadt          18.00 Uhr, Sporthalle Eldagsen

spielfrei:TuS Düsseldorf-Nord

Bundesliga, 6. Spieltag: IGR punktet in Walsum

(tg) Düsseldorf dominiert weiter die Liga und ist nach einem 4:0 über Calenberg weiterhin unbezwungen an der Spitze. Dahinter nahmen musste Walsum gegen Remscheid schon die zweite Heimpleite (3:4) hinnehmen, sodass Herringen nach einem 23:3-Kantersieg über Wuppertal vorerst einziger Verfolger ist. Eng zu geht es dagegen auf den Plätzen 4 bis 8, die nur durch drei Zähler getrennt sind. Iserlohn schob sich durch ein 4:1 in Krefeld wieder vor, während sich die Verlängerungsexperten aus Cronenberg und Darmstadt erst nach einer Extraschicht trennten und der Bonuspunkt dank eines 6:4 an die Hessen ging.
Spiel der Woche: RESG Walsum – IGR Remscheid 3:4 (0:1)

 

Schon zum zweiten Mal in der noch jungen Saison mussten die Walsumer roten Teufel vor eigenem Publikum die Punkte den Gästen überlassen. Vizemeister Remscheid war in den entscheidenden Momenten bissiger und nahm die Zähler verdient in Empfang.

Rekordmeister gegen Vizemeister – nicht nur auf dem Papier war dies ein absolutes Spitzenspiel: Hohes Tempo, Kampf und Engagement sowie ungezählte Torszenen sorgten für beste Stimmung auf der vollbesetzten Tribüne Und dies von der ersten Minute an, wobei zunächst die Hausherren klar am Drücker waren. Folglich zog IGR-Coach Marcell Wienberg schon in der 10. Minute die Notbremse in Form einer Auszeit – und nahm damit reichlich Dampf aus dem Kessel.

Nach der kurzen Unterbrechung fanden dann auch die Bergischen besser ins Spiel, waren insbesondere durch ihre Konter immer eine Gefahr für das Tor der Hausherren. Und die Taktik der Remscheider ging schließlich voll auf, als sich Yannick Peinke absetzen konnte und goldrichtig zum Führungstreffer in Position lief (16.).

Nun sah sich Günter Szalek gezwungen, seine Mannen mit einem Time-out neu zu justieren. Doch in diesem Fall verpuffte der Effekt. Zwar hatten die roten Teufel fortan ein optisches Übergewicht, bissen sich an der gut gestaffelten IGR-Abwehr aber regelrecht die Zähne aus. Die Bergischen verteidigten gekonnt ihren knappen Vorsprung bis in die Pause.

Wieder auf zurück auf dem Parkett gelang den Gästen der nächste perfekte Schachzug, nur wenige Augenblicke nach Wiederanpfiff erhöhte Fabian Selbach für den Vizemeister auf 2:0 (29). Nun aber zogen sich die Remscheider zu weit zurück in die eigenen Hälfte, was Walsum reichlich Platz gab, um seine Attacken geduldig aufzubauen, bis sich die optimale Schussposition ergab. Bis zum zählbaren Erfolg dauerte es jedoch noch eine ganze Weile, selbst der Strafstoß nach 10. IGR-Teamfoul reichte nicht zum erhofften Anschlusstreffer (32.).

Drei Minuten später aber war es soweit, Felipe Sturla ließ die RESG-Fans jubeln, die Halle am Beckersloh war nun ein regelrechtes Tollhaus. Und die Stimmung wurde noch besser, als Felipe Sturla die blaue Karte für Yannick Peinke zum 2:2-Ausgleich nutzte (39.). IGR-Trainer Marcell Wienberg fürchtete ein Kippen der Partie und sorgte mit einer erneuten Auszeit für eine taktische Pause, die den Walsumern tatsächlich den Wind aus den Segeln nahm.

Die Remscheider fanden dagegen nicht nur zurück zu ihrer Defensivsicherheit, sondern trumpften nun auch wieder durch blitzschnelle Konter auf. Daniel Strieders 3:2 kam somit nicht aus heiterem Himmel (45.). Eine weitere Zeigerumdrehung später lagen die Gäste noch deutlicher auf der Siegerstraße, Youngster Alexander Ober hatte per Strafstoß – Felipe Sturla hatte „Blau“ gesehen – auf 4:2 erhöht. Aber die Röntgen-Städter mussten um den Dreier noch reichlich kämpfen, was vor allem daran lag, dass Christopher Nusch die Walsumer knapp zwei Minuten vor Ablauf der Uhr wieder auf Tuchfühlung bracht.

Günter Szalek schickte nochmals seine Bestformation ins Rennen, die in einer Auszeit die letzten Instruktionen erhielt. Doch die IGR-Abwehr hielt dem letzten RESG-Ansturm mit vereinten Kräften Stand.

RESG Walsum:T. Wahlen, R. Lorz; M. Vila Gallaguet, C. Berg, C. Nusch, J. Dobbratz, X. Berruezo, F. Schmidt, N. Rilhas, F. Sturla. – IGR Remscheid: J. Langenohl, J. van den Dungen; J. Dutt, F. Selbach, Y. Peinke, L. Friese, M. Richter, D. Strieder, A. Ober, Y. Lukassen. – Schiedsrichter: C. Niestroy / P. Thißen.

Torfolge: 0:1 (16.) Y. Peinke, 0:2 (29.) F. Selbach, 1:2 (35.) F. Sturla, 2:2 (39./Direkter) F. Sturla, 2:3 (45.) D. Strieder, 2:4 (46./Direkter) A. Ober, 3:4 (48.) C. Nusch. - Zeitstrafen: RESG 2 min (F. Sturla/46.) – IGR 2 min (Y. Peinke/39.) - Teamfouls: RESG 8 – IGR 13.


TuS Düsseldorf-Nord – SC Bison Calenberg 4:0 (2:0)

Calenberg reiste ohne Milan Brandt, der das Damenteam im Femal League Cup in Portugal coachte, und nur in dünner Besetzung nach Düsseldorf und zog sich unter diesen Voraussetzungen achtbar aus der Affäre. Die Rheinländer konnten mit der Trefferbeute dagegen nicht zufrieden sein, wahrten aber ihren Nimbus der Ungeschlagenheit.

Das frühe 1:0 durch Andreas Paczia (5.) ließ anfangs Böses ahnen für die Bisons, die in der Folge aber vor dem eigenen Tor die Räume sehr eng machten und nicht mehr viel zuließen. Einzig Diogo Carrilho fand noch einmal eine Lücke im SCB-Bollwerk und traf zum schmeichelhaften 2:0-Pausenstand (16.).

Bis weit in den zweiten Durchgang hinein rannten die TuSler immer wieder vergeblich an und bissen sich an Calenbergs Abwehr und Torwart Danny Mertens die Zähne aus. Dann aber reichten zwei schulbuchmäßig vorgetragene Angriffen aus, sodass Andreas Paczia (36.) und André Beckmann (40.) innerhalb weniger Minuten den sechsten Saisonsieg perfekt machten.  

TuS Düsseldorf-Nord:J. Kutscha, Le. Brandt; J. Pink, T. Abdalla, D. Carrilho, N. Fichtner, A. Beckmann, C. Gatermann, A. Paczia, T. Paczia. – SC Bison Calenberg: D. Mertens, T. Richter; L. Johansson, R. Johansson, M. Stoffle, T. Tilborghs, J. Mertens. – Schiedsrichter: T. Ullrich / L. Nawratil.

Torfolge: 1:0 (5.) A. Paczia, 2:0 (16.) D. Carrilho, 3:0 (36.) A. Paczia, 4:0 (40.) A. Beckmann. - Zeitstrafen: TuS 0 min – SCB 0 min - Teamfouls: TuS 6 – SCB 3.


SK Germania Herringen – SC Moskitos Wuppertal 23:3 (12:2)

Die klare Klatsche für die Moskitos war in Herringen zu befürchten, und die Germanen kannten gegen das Schlusslicht auch keine Gnade, sondern schossen sich für die kommenden Aufgaben gegen Iserlohn und Valdagno ein.

Kevin Karschau eröffnete das Schützenfest schon nach wenigen Sekunden. Danach aber übertrieben es die Hausherren mit ihrer offensiven Ausrichtung und kassierten prompt den Ausgleich durch Tobias Lucht (5.). Die Germanen reagierten, sicherten fortan doch besser mit einem Mann den Rückraum ab und schafften es dennoch, bis zur Pause durch Stefan Gürtler (4), Lucas Karschau, Kevin Karschau (je 3) und Justin Klein ein Dutzend Tore auf ihr Konto zu verbuchen. Kurz vor der Pause gelang Dennis Meuer noch ein bisschen Kosmetik.

Nach dem Seitenwechsel ging es weiter nur in eine Richtung und wieder schlug Kevin Karschau schon in der erste Spielminute zu. Der Torschützenkönig der Vorsaison ließ sich im weiteren Verlauf noch dreimal feiern, jeweils zwei Treffer erzielten Stefan Gürtler, Lucas Karschau und Luis Hages, während Robin Schulz die Kugel einmal über die Linie drückte. Jan Henckels war auf der Gegenseite der schütze zum zwischenzeitlichen 3:17 (36.).

SK Germania Herringen:T. Tegethoff, M. Schartner; K. Karschau, F. Schulze, S. Gürtler, J. Klein, R. Schulz, L. Karschau, N. Grünewald, Lu. Hages. – SC Moskitos Wuppertal: R. Prange, A. Obermeier; D. Meuer, T. Lucht, G. Dincer, N. Obermeier, M. Mirscheid, J. Henckels, J. Spiecker. – Schiedsrichter: G. Richter / A. Richter.

Torfolge: 1:0 (1.) K. Karschau, 21:1 (5.) T. Lucht, 2:1 (6.) L. Karschau, 3:1 (7.) K. Karschau, 4:1 (15.) S. Gürtler, 5:1 (16.) L. Karschau, 6:1 (17.) S. Gürtler, 7:1 (18.) S. Gürtler, 8:1 (18.) K. Karschau, 9:1 (20.) L. Karschau, 10:1 (21.) K. Karschau, 11:1 (22.) J. Klein, 12:1 (25.) S. Gürtler, 12:2 (25.) D. Meuer, 13:2 (26.) K. Karschau, 14:2 (29.) R. Schulz, 15:2 (34.) Lu. Hages, 16:2 (34.) Lu. Hages, 17:2 (35.) S. Gürtler, 17:3 (36.) J. Henckels, 18:3 (37.) L. Karschau, 19:3 (38.) K. Karschau, 20:3 (42.) K. Karschau, 21:3 (42.) K. Karschau, 22:3 (44.) L. Karschau, 23:3 (47.) S. Gürtler. - Zeitstrafen: SKG 0 min – SCM 2 min (J. Spiecker/50.) - Teamfouls: SKG 2 – SCM 7.


HSV Krefeld – ERG Iserlohn 1:4 (0:3)

Der Meister kommt nicht so recht in Tritt, was in diesem Fall aber auch an den Eigentümlichkeiten der Krefelder Halle zu tun hatte: Bei niedriger Bande kam kaum Spielfluss auf, sodass die Westfalen mit der reinen Pflichterfüllung schon zufrieden waren.

Der HSV hatte sich indes auch taktisch gut auf den Titelverteidiger eigestellt und hielt die Begegnung dank des Heimvorteils lange Zeit offen. Es musste letztlich ein Penalty herhalten, damit die Iserlohner das 1:0 feiern konnten: Sebastian Glowka hatte trocken abgezogen (16.).

Damit war im Grunde die Richtung vorgegeben und kurz vor der Pause machte Sergio Pereira mit einem Doppelpack im Grunde schon alles klar (22./23.). Unmittelbar nach Wiederbeginn folgte auch schon das 4:0 durch Kai Milewski (28.), danach ließen es die Iserlohner gemächlicher angehen und sparten Kräfte für die kommenden Heimaufgaben gegen Herringen und Reus. Viel Gefahr ging von den Krefeldern auch nicht aus, David Hausch gelang zumindest noch der Ehrentreffer (34.).   

HSV Krefeld:M. Hass, R. Surrey; M. Hackel, C. Jachtmann, S. Holtzer, D. Horchmer, D. Hausch, M. Hendricks, D. Quabeck, N. Kluschewski. – ERG Iserlohn: L. Kost, T. Weber; P. Kirtyan, N. Hilbertz, K. Milewski, S. Glowka, A. Börkei, S. Pereira. – Schiedsrichter: A. Feiteira / F. Tönis.

Torfolge: 0:1 (16./Penalty) S. Glowka, 0:2 (22.) S. Pereira, 0:3 (23.) S. Pereira, 0:4 (28.) K. Milewski, 1:4 (34.) D. Hausch. - Zeitstrafen: HSV 2 min (D. Horchmer/48.) – ERG 0 min - Teamfouls: HSV 2 – ERG 4.


RSC Cronenberg – RSC Darmstadt 4:6n. Verl. (4:4/1:3)

Zum zweiten Mal in Folge schafften die Darmstädter auf gegnerischem Platz einen Erfolg. Cronenberg dagegen musste eine Partie schon zum dritten Mal in der noch jungen Saison nach einer Extraschicht verloren geben. 

Dier erste Hälfte gehörte ganz klar den Hessen. Zwar warfen sich die durch Sperren (Jordi Molet, Benjamin Nusch) dezimierten RSCler mit löwenherz in die Zweikämpfe, konnten aber nicht verhindern, dass Nils Koch 89.), Max Hack (13.) und Felix Bender (15.) die Darmstädter mit 3:0 in Führung schossen.

Danach machten die Gäste indes den Fehler, sich zu früh auf ihren Lorbeeren auszuruhen, sodass die Bergischen nach und nach besser ins Spiel fanden und kurz vor der Pause durch Nico Morovic den ersten Akzent setzten. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff waren die Cronenberger dann endgültig zurück im Rennen, erneut Nico Morovic hatte auf 2:3 verkürzt (27.).

Die Hausherren hatten nun deutlich Oberwasser und drehten die Partie durch Lucas Seidler (34.) und Kay Hövelmann (42.) in eine 4:3-Führung. Die Hessen wehrten sich zwar nach Kräften, bissen sich aber am bestens aufgelegten RSC-Keeper Fynn Hilbertz die Zähne aus. Aber wie schon in Iserlohn vor 14 Tagen war ihnen das Glück schließlich hold und Max Hack rettete Darmstadt in die Verlängerung (49.).

In der hatten zunächst die Cronenberger die besseren Chancen, doch am Ende jubelten die Gäste, nachdem erneut Max Hack das 5:4 erzielt hatte (59.) und Sekunden darauf Nils Koch einen Strafstoß nach „Blau“ für Marco Bernadowitz knallhart in die Maschen gedonnert hatte.

RSC Cronenberg:F. Hilbertz, L. Geisler; L. Felsch, M. Bernadowitz, K. Hövelmann, S. Rath, K. Riedel, L. Seidler, N. Morovic, M. Trimborn. – RSC Darmstadt: M. Warmbier, M. Mensah; F. Bender, M. Becker, M. Hack, M. Behnke, A. Andrade, N. Koch, J. Rohmert, D. May. – Schiedsrichter: B. Ullrich / M. Wittig.

Torfolge: 0:1 (9.) N. Koch, 0:2 (13.) M. Hack, 0:3 (15.) F. Bender, 1:3 (24.) N. Morovic, 2:3 (27.) N. Morovic, 3:3 (34.) L. Seidler, 4:3 (42.) K. Hövelmann, 4:4 (49.) M. Hack, 4:5 (59.) M. Hack, 4:6 (59./Direkter) N. Koch. - Zeitstrafen: CRO 2 min (M. Bernadowitz/59.) – DAR 0 min - Teamfouls: CRO 7 – DAR 3.
 

Bundesliga, 6. Spieltag: Rekordmeister empfängt Vizemeister

(tg) Die 6. Runde der diesjährigen Bundesliga-Serie anstehenden Spielpaarungen bergen ein Versprechen: auf viele Tore. Der Maßstab sind dabei die jeweiligen fünf identischen Begegnungen des Vorjahres, bei denen die kleine Hartgummikugel sage und schreibe 74 Mal im Tornetz landete – also 14,8 Tore pro Spiel. Ob die Akteure bei den Neuauflagen auch wieder so viel Zielwasser getrunken haben, wird sich am Samstag zeigen.

Immerhin 19 Tore gab es für die Zuschauer im Vorjahr beim Aufeinandertreffen der RESG Walsum und der IGR Remscheid, dass an diesem Samstag das Topspiel des Tages sein wird (15.30 Uhr – Sporthalle Beckersloh). Schließlich sind die Walsumer nicht nur Rekordmeister, sondern momentan auch Zweiter der Liga, und Remscheid trägt den Titel des Vizemeisters mit Stolz auf der Brust. Bei jüngsten Kräftemessen gab es auch nach Verlängerung noch keinen Sieger, beim Stand von 7:7 ging es in Penaltyschießen. In dem legten die Schützen noch fünf weitere Tore nach, wobei am Ende die roten Teufel knapp mit 10:9 triumphierten. Ob es bei der Neuauflage wieder so viele Tore zu sehen geben wird, ist offen. Sicher ist jedoch, dass beide Teams sich in Bestform gegenüber stehen werden, zusätzlich beflügelt durch famose Auftritte im CERS-Cup vor wenigen Tagen. 

Alleine beim Duell des SK Germania Herringen mit dem SC Moskitos Wuppertal (Sa., 18 Uhr – Glückauf-Arena) gab es im Vorjahr 24 (!) Treffer zu sehen – wohlgemerkt alle für den Gastgeber. Und angesichts der bisherigen Bilanzen – Herringen hat als Dritter der Liga die zweitbeste Trefferausbeute, Wuppertal hat als punktloses Schlusslicht in vier Spielen schon über 50 Tore kassiert – ist leider zu befürchten, dass die Moskitos von den Germanen auch dieses Mal eine herbe Klatsche erhalten werden.
Spitzenreiter TuS Düsseldorf-Nord kann sich am Samstag keineswegs in Ruhe zurücklehnen und zusehen, wie sich die Verfolger gegenseitig die Punkte abjagen, denn mit dem SC Bison Calenberg kommt immerhin der Viertplatzierte in die Rollsporthalle Unterrath (Sa., 16 Uhr). Vor heimischem Publikum wollen die Rheinländer naturgemäß ihren Nimbus der Ungeschlagenheit wahren, doch die Bisons sind durchaus ein ernst zu nehmender Gegner. Und dies gewiss nicht erst seit Neuestem, auch vor Jahresfrist verlangten die Niedersachsen den TuSlern alles ab und gaben sich mit 6:8 nur denkbar knapp geschlagen. Und nun kommen die Calenberger verstärkt zurück, die Neuzugänge haben bisher schon mehrfach ihre Qualitäten bewiesen. Dies gilt allerdings auch für die Düsseldorfer Neulinge, allen voran Diogo Carrilho, der schon zwölf Tore erzielt hat und damit hinter Tarek Abdalla auf Rang 3 der Torschützenliste liegt.

Nach der heftigen 4:13-Hemabfuhr gegen Düsseldorf steht für den RSC Cronenberg gegen den RSC Darmstadt gleich das nächste Heimspiel auf dem Plan (Sa., 15.30 Uhr – Alfred-Henckels-Halle). Die Prämisse dabei lautet ganz klar: Wiedergutmachung. Was aber schwer fallen dürfte, denn mit Jordi Molet (drei Blaue Karten gegen Düsseldorf) und Benjamin Nusch („Rot“ gegen Düsseldorf) sind gleich zwei wichtige Akteure gesperrt. Und grade deren Erfahrung könnte gegen die kämpferischen Hessen, die jüngst ein 1:3 in Iserlohn in ein 7:6 drehten, schmerzlich vermisst werden. Und auch der letzte Vergleich der Bergischen mit den Krokodilen fiel eng aus, erst nach Verlängerung setzten sich die Bergischen mit 6:5 hauchdünn durch.

Angesichts der Spiele der Konkurrenz könnte es somit ein Tag ganz nach dem Geschmack des amtierenden Meisters ERG Iserlohn werden, der im Idealfall wieder auf Platz 4 springen könnte. Dazu müssen die Sauerländer aber zunächst einmal ihre eigenen Hausaufgaben machen, die ihnen vom HSV Krefeld gestellt werden (Sa. 18 Uhr – Bonhoeffer-Halle). Dem Papier zu Folge keine allzu große Hürde für die Iserlohner, die im Vorjahr den HSV mit 6:0 deutlich distanzierten. Allerdings birgt die Bonhoeffer-Halle so mache Eigenart, die schon machen Favoriten zumindest ausbremste. Und auch das aktuelle Leistungsniveau des Spitzenreiters, der erst einen Dreier einfahren konnte, lässt die Krefelder durchaus auf einen Coup hoffen


Der Spieltag im Überblick …

… am 11. November 2017 mit dem 6. Spieltag                              

RSC Cronenberg           -           RSC Darmstadt             15.30 Uhr, Alfred-Henckels-Halle

RESG Walsum              -           IGR Remscheid                        15.30 Uhr, Sporthalle Beckersloh

TuS Düsseldorf-Nord      -           SC Bison Calenberg       16.00 Uhr, Rollsporthalle Unterrath

HSV Krefeld                 -           ERG Iserlohn                18.00 Uhr, Bonhoeffer-Sporthalle

SK Germania Herringen  -           SC Moskitos Wuppertal  18.00 Uhr, Glückauf-Arena

spielfrei:RHC Recklinghausen

Europa-Cup: Knappes Ergebnis hält Chancen auf Weiterkommen offen

(tg) Iserlohn holte sich zum Auftakt der European League in Oliveirense erwartungsgemäß eine Niederlage ab, die aber – angesichts der angespannten Personallage beim deutschen Meister – noch moderat ausfiel. erfreulicher war das Abschneiden der deutschen Vertreter im CERS-Cup, denn mit Walsum (3:5), Herringen (2:4) und Remscheid (4:6) haben sich gleich drei Clubs trotz Niederlage die Hoffnungen auf ein Weiterkommen bewahren können. Aussichtslos ist dagegen die Lage für Düsseldorf (1:7) und Darmstadt (2:11).


CERS-Cup                 -          IGR Remscheid – CP Voltrega 4:6 (0:3)
„Da war mehr drin“, bilanzierte Marcell Wienberg nach dem Abpfiff und attestierte seiner Mannschaft „das beste Spiel der Saison“. Einzige Manko: Während die Gäste eiskalt jeden IGR-Fehler bestraften, klebte den Hausherren im Abschluss das Pech am Schläger, denn mehrfach stand nur noch das Torgestänge im Weg. 

Drei Minuten reichten Voltrega in der Schlussphase der ersten Hälfte, um ein bis dahin ausgeglichenes Match zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Remscheid hatte gut verteidigte und auch erstklassige Chancen besessen, wurde durch diese 180 Sekunden aber um den verdienten Lohn gebracht. Doch die Bergischen steckten den dreifachen Nackenschlag gut weg und verdauten auch noch das 0:4 (32.), ohne den Mut zu verlieren, den Iberern die Stirn zu bieten.

Yannick Peinke brach schließlich den Bann (37.), Daniel Strieder (39./40.) verkürzte nach zwischenzeitlichen 1:5 weiter. Als Yannick Peinke schließlich der das 4:5 gelang, stand die Halle am Hackenberg Kopf, es roch nach einem Unentschieden. Als den Gästen sechs Minuten vor dem Ende jedoch das 4:6 gelang, hatten die Remscheider nicht mehr ausreichend Kräfte, um sich nochmals zurückzumelden.

CERS-Cup                 -          RESG Walsum – CE Lleida 3:5 (1:0)

Ein Unentschieden war für den deutschen Rekordmeister zum Greifen nahe, keine 60 Sekunden fehlten Walsum mehr zum Teilerfolg. Doch die Kräfte waren nach furioser Aufholjagd aufgebraucht, die Spanier kamen dank Torjäger Gimenez noch zu einem 5:3-Sieg. Doch der Reihe nach…

Die roten Teufel versteckten sich keineswegs, sondern suchten von Beginn an den Weg zum gegnerischen Tor. Schlitzohr Miquel Vila Gallaguet belohnte dies in der 8. Minute mit einem erfolgreichen Bauerntrick. Dass es bei dieser knappen Führung blieb, war  ein Verdienst von RESG-Tormann Tobias Wahlen, der im ersten Durchgang nicht nur zwei Strafstöße entschärfte.

Kurz nach dem Seitenwechsel bot sich dann Christopher Nusch per Direkten die Chance, zu erhöhen. Während der Walsumer aber verschoss, machte es Lleida im Gegenzug besser, Gimenez glich vom Punkt aus. Und es kam noch ärger für die Walsumer, denn bis zur 40. Minute zogen die Iberer auf 3:1 davon. Aber die Walsumer krempelten die Ärmel hoch und kamen dank einer Energieleistung und Treffern von Xavier Berruezo (46.) und Felipe Sturla (48.) tatsächlich zu Ausgleich. Danach aber waren die Akkus leer und Lleida schlug noch zweimal zu.

CERS-Cup                 -          Hockey Valdagno – SK Germania Herringen 4:2 (0:1)
Dank einer taktischen Meisterleistung wahrte der deutsche Pokalsieger in Valdagno seine Chance auf ein weiterkommen, denn der Rückstand von zwei Toren ist im Rollhockey nicht der Rede wert.

Stefan Gürtler hatte die Anstrengungen der Westfalen in der 12. Minute mit dem 1:0 schnell belohnt. Und die Führung verlieh naturgemäß zusätzlichen Rückenwind, während die Italiener ziemlich ratlos auf dem Parkett standen. Erst in der Halbzeitpause gelang es den Hausherren, sich das passende Konzept zurecht zu legen, um die sichere SKG-Abwehr aus den Angeln zu heben: Tataranni (29.) und Amato (31.) drehten den Spieß um.

Doch die Germanen hatten mit Kevin Karschau die passende Antwort parat (34.), versäumten es dann aber nach 10. Teamfoul der Venetier durch Lucas Karschau wieder selbst vorzulegen (35.). Noch aber war nichts entschieden, die rassige Begegnung bot zahlreiche Torraumszenen, wobei den Herringern nun ein wenig das nötige Quäntchen Glück fehlte. So fehlte bei einem Lattenknaller nur wenig zum erneuten Gleichstand, nachdem kurz zuvor Romero ins Schwarze getroffen hatte (43.). Und auch das 2:4 von Fariza (49.) ließ die Hoffnungen der Germanen nicht schwinden, in eigener Halle in 14 Tagen das Achtelfinale noch zu erreichen.

CERS-Cup                 -          Juventude Viana – TuS Düsseldorf-Nord 7:1 (0:0)

Am Ende fehlten dem aktuellen Bundesliga-Primus die Kräfte, doch die Leistung, insbesondere der ersten 35 Minuten, stimmte die Rheinländer zuversichtlich für die kommenden Aufgaben.

Mit vereinten Kräften und einem bestens aufgelegten Jan Kutscha zwischen den Pfosten, schafften die Düsseldorfer eine torlose erste Hälfte. Dabei standen sie aber nicht nur am eigenen Strafraum, sondern suchten durch Konter durchaus ihre Chancen. Im ersten Durchgang fehlte es dabei schlichtweg an der nötigen Durchschlagskraft.

Das Versäumnis wurde dann kurz nach dem Seitenwechsel nachgeholt: Diogo Carrilho enteilte und brachte den TuS unter den verdutzten Augen der Gastgeber in Führung. Doch das 1:0 der Gäste rüttelte die bis dahin etwas lethargisch wirkenden Portugiesen auf, die fortan das Tempo erhöhten – und damit den Unterschied erzwangen. Den deutschen ging mehr und mehr die Puste aus, es schlichen sich Unkonzentriertheiten ein, die Viana letztlich eiskalt bestrafte und somit noch einen um zwei, drei Tore zu hohen Sieg einfuhr.          

CERS-Cup                 -          CE Noia – RSC Darmstadt 11:2 (5:0)

Es liegen leider keine weiteren Infos zum Spiel vor.
 

              

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