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Bundesliga, 15. Spieltag: 12:0 - Shut-out gegen Krefeld

(tg) Totgesagt leben bekanntlich länger: Der in der Tabelle deutlich abgeschlagene Meister Iserlohn hat sich mit einem 7:2 über Spitzenreiter Düsseldorf im Kandidaten-Poker für den Titel 2018 zurückgemeldet. Gleichzeitig rang Walsum im Verfolgerduell Herringen nieder (6:3), während Remscheid mit Kellerkind Krefeld (12:0) keine Probleme hatte, sodass nun drei Teams mit 33 Zählern hinter Düsseldorf (36) in Lauerstellung sind. In einer wilden Hatz kam Recklinghausen gegen Calenberg (9:8) ebenso zum dritten Dreier wie Darmstadt in Wuppertal, wobei die Hessen beim 11:1 durchaus im Schongang agieren konnten.

Spiel des Tages: ERG Iserlohn – TuS Düsseldorf-Nord 7:2 (2:0)

In Bestbesetzung hat Titelverteidiger Iserlohn gegen den aktuellen Spitzenreiter Düsseldorf gezeigt, dass die Westfalen im Rennen um den diesjährigen Meistertitel ungeachtet ihres aktuellen Tabellenplatzes durchaus noch zu rechnen ist.

Der amtierende Meister legte allerdings auch einen Traumstart hin, denn Kai Milewski gelang es schon in der 3. Minute die solide TuS-Abwehr zu knacken, was den Hausherren natürlich perfekt in die Karte spielte. Schließlich beherrschen die Iserlohner selbst das Verteidigungshandwerk perfekt, sodass sie nun aus der Defensive heraus das Spiel zu kontrollieren versuchten. Dies klappte zwar nicht immer, doch auf Schlussmann Lukas Kost war in den brenzligen Situationen wie etwa der Zwei-Minuten-Strafe für Christopher Hegener (8.) Verlass.

Entsprechend haderten die Düsseldorfer zunehmend mit ihrem Schicksal, zumal ihre ansonsten so hohe Effektivität im Abschluss nicht zum Tragen kam. Umso bitterer war es für den Spitzenreiter, der längst ein optisches Übergewicht hatte, dass den Hausherren kurz vor der Pause ein blitzsauberer Konter gelang, den Adrian Börkei zum 2:0 beendete (24.).

Fünf Minuten nach Wiederanpfiff hatte sich Adrian Börkei dann endgültig als „Mann des Tages“ entpuppt, denn per Doppelpack hatte er den ERG-Vorsprung auf 4:0 gebracht (29./30.). Und die nun völlig entfesselten Gastgeber ließen nicht locker, legten durch Timon Henke das fünfte Tor nach (33.), bevor Sergio Pereira per Direktem nach 10. TuS-Teamfoul das halbe Dutzend voll machte (35.).

Sekunden darauf kam endlich auch der TuS per Strafstoß zu seinem ersten Treffer durch Diogo Carrilho (35.), der dabei von einer blauen Karte für Sergio Pereira profitierte. Und auch das 2:6 in der 38. Minute gelang den Rheinländern nur vom Punkt (10. ERG-Teamfoul), erneut war Diogo Carrilho der sichere Schütze. Aus dem Spiel heraus gelang den Düsseldorfern aber weiterhin nichts Zählbares, sie bissen sich schlichtweg an Iserlohn Defensive die Zähne aus. So hatte Sebastian Glowka das letzte Wort, als er in der 49. Minute den 7:2-Sieg perfekt machte.

ERG Iserlohn:L. Kost, T. Weber; P: Kirtyan, N. Hilbertz, K. Milewski, S. Glowka, C. Hegener, A. Börkei, S. Pereira, T. Henke. – TuS Düsseldorf-Nord: J. Kutscha, Lu. Brandt; T. Abdalla, D. Carrilho, N. Fichtner, C. Gatermann, A. Paczia, T. Paczia, J. Pink, D. van Willigen. – Schiedsrichter: A. Feiteira / L. Niestroy.

Torfolge: 1:0 (3.) K. Milewski, 2:0 (24.) A. Börkei, 3:0 (29.) A. Börkei, 4:0 (30.) A. Börkei, 5:0 (33.) T. Henke, 6:0 (35./Direkter) S: Pereira, 6:1 (35./Direkter) D. Carrilho, 6:2 (38./Direkter) D. Carrilho, 7:2 (49.) S. Glowka . - Zeitstrafen: ERG 4 min (C. Hegener/8. - S. Pereira/35.) – TuS 2 min (T. Abdalla/46.) - Teamfouls: ERG 12 – TuS 16.

RESG Walsum – SK Germania Herringen 6:3 (1:1)

Das Ergebnis liest sich deutliches als die tatsächlichen Gegebenheiten des Verfolgerduells auf dem Parkett. Denn obwohl Herringen nur mit einem Minikader nach Walsum reiste, hatten sie einen Erfolg vor Augen. Erst in der Schlussphase schlug das Pendel endgültig zugunsten der roten Teufel aus.

Die Germanen verließen sich auf ihre Abwehrstärke und Sprintschnelligkeit und zogen vor dem eigenen Tor ein Bollwerk auf, an dem sich die Walsumer lange Zeit vergeblich abmühten. Die kuriose Folge: Die konterstarken Gäste hatten mit drei Pfostenschüssen die besseren Chancen auf ihrer Seite – und gingen demzufolge nicht unverdient in Vorlage, als Marcel Stork in der 22. Minute goldrichtig stand. Doch die Gäste freuten sich zu lange über die Führung und fingen sich nur Sekunden nach Wiederanpfiff den Ausgleich durch Miquel Vila-Gallaguet.

Der bescherte den Hausherren dann einen Start nach Maß in die zweite Hälfte, als er gleich die erste Attacke zum 2:1 nutzte (26.). Dieses Mal aber ließ die Herringer Antwort nicht lange auf sich warten, Lucas Karschau stellte den Gleichstand wieder her (29.). Allerdings schien sich der Rekordmeister in der Kabine das passende Konzept zurecht gelegt zu haben, um die SGK-Hintermannschaft auszuhebeln: Zweimal bediente Sebastian Haas per Querpass Felipe Sturla – 4:2 (35./37.).

Jedoch waren die Herringer dadurch in ihrem Bestreben, in Walsum zu punkten, noch längst nicht ausgebremst, zumal Lucas Karschau schon wenig später der Anschlusstreffer gelang (40.). Mehr war den Germanen aber nicht vergönnt, die nach „Blau“ für Xavier Berruezo weder Strafstoß (Lucas Karschau/41.) noch zweiminütige Überzahl (Liam Hages/Pfosten) nutzen konnten, um gleich zu ziehen. Die Quittung kam dann gute 150 Sekunden vor dem Ende, als Miquel Vila-Gallaguet innerhalb von wenigen Augenblicken zweimal erfolgreich abzog und mit dem 6:3 klare Fakten schuf.

RESG Walsum:T. Wahlen, R. Lorz; M. Vila-Gallaguet, C. Berg, C. Nusch, X. Berruezo, S. Haas, F. Schmidt, N. Rilhas, F. Sturla. – SK Germania Herringen: T. Tegethoff, M. Schartner; Li. Hages, M. Stork, S. Gürtler, J. Klein, L. Karschau, Lu. Hages. – Schiedsrichter: T. Ehlert / T. Ullrich.

Torfolge: 0:1 (22.) M. Stork, 1:1 (23.) M. Vila-Gallaguet, 2:1 (26.) M. Vila-Gallaguet, 2:2 (29.) L. Karschau, 3:2 (35.) F. Sturla, 4:2 (37.) F. Sturla, 4:3 (40.) L. Karschau, 5:3 (48.) M. Vila-Gallaguet, 6:3 (48.) M. Vila-Gallaguet. - Zeitstrafen: RESG 2 min (X. Berruezo/41.) – SKG 2 min (M. Stork/32.) - Teamfouls: RESG 6 – SKG 11.

IGR Remscheid – HSV Krefeld 12:0 (8:0)

Nur eine kurze Geschichte hat dieses ungleiche Duell zwischen Titelanwärter Remscheid und Kellerkind Krefeld, denn nach elf Minuten war am Hackenberg im Grunde schon alles gelaufen.

Die Remscheider wussten über die Frühstartqualitäten ihre Gäste bestens Bescheid, hielten sich also anfangs mit eigenen Offensivaktionen zurück und den HSV somit ins Leere rennen. Nach gut fünf Minuten übernahmen dann die Bergischen das Kommando und machten durch Yannik Lukassen (8./11.) und Alexander Ober (8./9.) kurzen Prozess. Das 4:0 in rascher Folge nahm den Rheinländern jeglichen Mut zum Widerstand, die IGR hatte fortan leichtes Spiel – zeigte sich dabei aber mitunter zu verspielt.

Dennoch war mit dem Pausengang alles in trockenen Tüchern, denn Daniel Strieder (19.), Maximilian Richter (20.), Alexander Ober (21.) und Fabian Selbach (21.) hatten einen weiteren Vierfachschlag ins Ziel gebracht. Der zweite Durchgang war dann ein reines Freundschaftsspiel, in dem es die Hausherren erneut zu oft mit Kabinettstückchen übertrieben, ehe Coach Marcell Wienberg in der 38. Minute per Auszeit die Notbremse zog und mehr Sachlichkeit verlangte. Die nüchterne Folge: Fabian Selbach (41.), Daniel Strieder (44.), Lucas Friese (49.) und Maximilian Richter (50.) trieben die Ausbeute auf 12:0.    

IGR Remscheid:J. Langenohl (ab 26. J. van den Dungen); J. Dutt, F. Selbach, L. Friese, M. Richter, A. Ober, D. Strieder, T. Cramer, Y. Lukassen. – HSV Krefeld: M. Hass (ab 41. R. Surrey); S. Holtzer, M. Hendricks, D. Horchmer, M. Hackel, D. Quabeck, C. Jachtmann, P. Greiffenstein, N. Kluschewski. – Schiedsrichter: C. Niestroy / S. Häger.

Torfolge: 1:0 (8.) Y. Lukassen, 2:0 (8.) A. Ober, 3:0 (9.) A. Ober, 4:0 (11.) Y. Lukassen, 5:0 (19.) D. Strieder, 6:0 (20.) M. Richter, 7:0 (21.) A. Ober, 8:0 (21.) F. Selbach, 9:0 (41.) F. Selbach, 10:0 (44.) D. Strieder, 11:0 (49.) L. Friese, 12:0 (50.) M. Richter. - Zeitstrafen: IGR 0 min – HSV 0 min - Teamfouls: IGR 4 – HSV 12.

RHC Recklinghausen – SC Bison Calenberg 9:8 (4:4)

Einer Achterbahnfahrt gleicht das Jahr 2018 für Calenberg, wobei der Auftritt in Recklinghausen wie eine Zeitraffer-Wiederholung der ersten Wochen gleich kam. Den Vestern war dies herzlich egal, ihr dritter Sieg hält die Hoffnungen an der Play-off-Qualifikation aufrecht. 

Nach anfänglicher Zurückhaltung war das 1:0 der Calenberger durch Milan Brandt der Startschuss zu einem wilden Hockeyspiel. Denn fortan gab es keinerlei taktisches Gerüst mehr, hüben wie drüben wurde nur noch Vollgas gegeben, was den 100 Zuschauern einen unterhaltsamen Nachmittag bescherte. So drehte Niklas Nohlen per Doublette erstmals den Spieß herum (11./12.), wen auch nur für wenige Sekunden. Dann war wieder Milan Brandt zur Stelle, der dann auch für alle weiteren Bison-Tore verantwortlich war – und dieser in der 14. Minute erneut in Vorlage brachte. Niklas Nohlen und Christoph Rindfleisch brauchten indes nur eine Minute, um den Vorteil wieder auf Recklinghäuser Seite zu ziehen (15). Noch vor der Pause glichen die Gäste dank ihres Toptorjägers jedoch abermals aus (23.).

Und der Wahnsinn setzte sich nach der Unterbrechung nahtlos fort, wobei es zunächst so aussah, als ob sich Recklinghausen mit drei schnellen Treffern von Christoph Rindfleisch (28.) und Philipp Wagner (29./30.) den nötigen Abstand verschafft hätte, um nun einem sicheren Sieg entgegen zu sehen. Doch weit gefehlt, denn Milan Brandt war weiter nicht zu bändigen und sorgte schließlich mit vier Toren zwischen der 35. und 43. Minute im Alleingang für einen erneuten Führungswechsel. Aber auch die Bisons vermochten es nicht, ihren Vorteil ins Ziel zu retten, denn Christoph Rindfleisch (49.) und Philipp Wagner (50.) verhalfen den nimmermüden RHClern zum einem Sieg in buchstäblich letzter Sekunde.      

RHC Recklinghausen:D. Jakubiak, L. Andrioff; P. Wagner, C. Rindfleisch, Niklas Nohlen, M. Angenendt, M. Schürmann, Niko Nohlen. – SC Bison Calenberg: T. Richter, G. Johansson; L. Johansson, R. van den Dungen, M. Bässler, D. Kuczynski, M. Brandt, M. Stoffle, J. Mertens, T. Tilborghs. – Schiedsrichter: P. Thißen / M. Wittig.

Torfolge: 0:1 (9.) M. Brandt, 1:1 (11.) Niklas Nohlen, 2:1 (12.) Niklas Nohlen, 2:2 (12.) M. Brandt, 2:3 (14.) M. Brandt, 3:3 (15.) Niklas Nohlen, 4:3 (15.) C. Rindfleisch, 4:4 (23.) M. Brandt, 5:4 (28.) C. Rindfleisch, 6:4 (29.) P. Wagner, 7:4 (30.) P. Wagner, 7:5 (35.) M. Brandt, 7:6 (35.) M. Brandt, 7:7 (40.) M. Brandt, 7:8 (43.) M. Brandt, 8:8 (49.) C. Rindfleisch, 9:8 (50.) P. Wagner. - Zeitstrafen: RHC 0 min – SCB 0 min - Teamfouls: RHC 5 – SCB 9.

SC Moskitos Wuppertal – RSC Darmstadt 1:11 (0:5)

So bitter die Wahrheit für die Gastgeber auch klingt: Der dritte Saisonsieg war für Darmstadt beim Schlusslicht aus Wuppertal letztlich nur reine Formsache.

Allerdings benötigten die Hessen eine lange Anlaufphase, um ihre Überlegenheit auch in Treffer umzumünzen. Die Moskitos verteidigten mit großem Engagement das eigene Tor und hatten bei Kontern durchaus ihre Chancen gehabt, selbst vorzulegen. Als schließlich aber Felix Bender zum 1:0 der Krokodile traf (16.), platzte regelrecht der Knoten: Max Hack (3) und Paul Cuntz legten quasi im Minutentakt bis zur Pause nach.

Und diesen Rhythmus hielten die Hessen auch nach Wiederanpfiff aufrecht, sodass es nach Toren von Max Hack (27.), Maximilian Becker (32.), Nils Koch (34.) und Paul Cuntz (35.) nach einem Debakel für die Hausherren aussah, auch wenn Tobias Lucht zwischenzeitlich der Ehrentreffer gelungen war (32.). Die Gäste aber ließen es nach dem 9:1 lockerer angehen und waren nun nicht mehr so konsequent im Abschluss. Lediglich Max Hack zeigte sich noch torhungrig und erhöhte in der Schlussphase noch zum finalen Score von 11:1.    

SC Moskitos Wuppertal:R. Kaas, A. Obermeier; T. Lucht, S. Kirnig, J. Spiecker, R. Hauck, G. Dincer, N. Obermeier, N. Brikmann, J. Henckels. – RSC Darmstadt: P. Leyer, M. Mensah; F. Bender, P. Cuntz, M. Becker, M. Hack, M. Behnke, M. Abdi, N. Koch. – Schiedsrichter: D. Loewe / B. Ullrich.

Torfolge: 0:1 (16.) F. Bender, 0:2 (17.) M. Hack, 0:3 (22.) P. Cuntz, 0:4 (23.) M. Hack, 0:5 (24.) M. Hack, 0:6 (27.) M. hack, 0:7 (32.) M. Becker, 1:7 (32.) T. Lucht, 1:8 (34.) N. Koch, 1:9 (35.) P. Cuntz, 1:10 (45.) M. Hack, 1:11 (50.) M. Hack . - Zeitstrafen: SCM 0 min – RSC 0 min - Teamfouls: SCM 9 – RSC 3.

 

              

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