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Bundesliga,11. Spieltag: IGR schlägt Bisons 10:2

(tg) Elf Spiele = elf Siege: Düsseldorf hat auch im Spitzenspiel gegen Herringen seine weiße Weste gewahrt (5:4) und damit eine lupenreine Hinrunde gespielt – und ist somit der absolute Topfavorit auf den Meistertitel 2018. Welche Rolle Titelverteidiger Iserlohn dabei spielen wird, ist derweil noch völlig offen. Beim mühsamen 7:5 über Recklinghausen waren die Sauerländer allerdings alles andere als meisterlich. Deutliche Ambitionen hat dagegen „Vize“ Remscheid, der in Calenberg mit 10:2 ein deutliches Zeichen in Richtung Rheinland setzte.


Spiel des Tages: TuS Düsseldorf-Nord – SK Germania Herringen 5:4 (2:3)

Es war das erwartete Duell zwischen Top-Abwehr und  Spitzenoffensive, in der Düsseldorfs Defensive letztlich den pfeilschnellen Gästestürmern den Zahn zog und sorgte an der Tabellenspitze für klare Verhältnisse sorgt.

Dabei waren es die Germanen, die schneller und besser in dieses Gipfeltreffen hinein kamen. Die Hausherren igelten sich in den ersten Minuten zu sehr vor dem eigenen Tor ein und spielten ihren Gästen damit in die Karten, was Stefan Gürtler (9.) und Robin Schulz (10.) mit einem Doppelpack auch in Zahlen ausdrückten.

Dennoch ließen sich die Düsseldorfer auch dadurch nicht aus ihrem Konzept bringen, hielten die Reihen vor dem eigenen Tor also eng und kamen schließlich auch nach vorne besser in Fahrt. Andreas Paczia war es schließlich, der mit seinem Anschlusstor den Knoten platzen ließ (16.), zumal Davy van Willigen drei Minuten später einen Konter zum 2:2-Gleichstand abschloss.

Fortan war es ein offener Schlagabtausch, bei dem beide Seiten ihren Rollen jedoch treu blieben, auch wenn der TuS deutlich mehr als üblich in die Offensive ging und Herringen sich häufiger als gewohnt in die Defensive gedrängt sah. Folglich war es nur ein Zufall, dass Robin Schulz die Westfalen noch vor der Pause wieder in Führung schoss (22.). Der Treffer hätte ebenso gut auf der anderen Seite Fallen können.

Und so war es nicht weiter verwunderlich, dass Düsseldorfs Antwort nach Wiederbeginn nicht lange auf sich warten ließ: Tarek Abdalla markierte in der 30. Minute den erneuten Ausgleich. Gemessen an den Spielanteilen ein gerechtfertigter Zwischenstand, wie sich im weiteren Verlauf noch bestätigte. Die Partie wogte hin und her, Chancen gab es für beide Teams quasi im Minutentakt, doch Tore blieben – auch dank hervorragender Torwartleistungen von Jan Kutscha und Timo Tegethoff – aus.

Folglich wurde es mit nahendem Spielende immer mehr zur Gewissheit, dass der nächste Fehler entscheidend sein könnte. Da aber zugleich das hohe Tempo langsam die Kraftreserven aufbrauchte, ließen sich Unkonzentriertheiten nicht mehr komplett verhindern – und im Ausnutzen dieser seltenen Momente war Düsseldorf dann besser. So brachte Andre Beckmann nach einem SKG-Ballverlust einen Konter mit dem 4:3-Führungstreffer zum Abschluss (44.). Und als die Gäste infolgedessen noch mehr in die  Offensive gingen, enteilte Diogo Carrilho zum 5:3 (47.). Herringen warf danach zwar nochmal alles in die Waagschale, doch mehr als eine Verkürzung durch Lucas Karschau wenige Sekunden vor Ablauf der Uhr gelang den Germanen nicht.      

TuS Düsseldorf-Nord:J. Kutscha, Lu. Brandt; T. Abdalla, D. Carrilho, A. Beckmann, C. Gatermann, A. Paczia, T. Paczia, J. Pink, D. van Willigen. – SK Germania Herringen: T. Tegethoff, M. Schartner; K. Karschau, Li. Hages, S. Gürtler, J. Klein, R. Schulz, L. Karschau, Lu. Hages. – Schiedsrichter: D. Loewe / T Ullrich.

Torfolge: 0:1 (9.) S. Gürtler, 0:2 (10.) R. Schulz, 1:2 (16.) A. Paczia, 2:2 (19.) D. van Willigen, 2:3 (22.) R. Schulz, 3:3 (30.) T. Abdalla, 4:3 (44.) A. Beckmann, 5:3 (47.) D. Carrilho, 5:3 (50.) L. Karschau. - Zeitstrafen: TuS 0 min – SKG 0 min - Teamfouls: TuS 6 – SKG 12.


SC Bison Calenberg – IGR Remscheid 2:10 (0:3)

Chancenlos waren die Calenberger im Duell mit Vizemeister Remscheid, aus deren Reihen Yannick Peinke mit sieben (!) Toren nachdrücklich auf sich aufmerksam machte.

Etwas mehr als fünf Minuten durften sich die Calenberger Hoffnungen machen, den Remscheidern auf Augenhöhe im Kampf um die Punkte zu begegnen. Dann aber sah Rico van den Dungen die blaue Karte (6.), was eine zweiminütige Unterzahl für die Hausherren nach sich zog, in dessen Verlauf Yannick Peinke zum ersten Mal an diesem Abend zuschlug (8.). Die Bison wollten dann schnellstmöglich den Rückstand egalisieren, liefen damit aber ins offene Messer und fingen sich nur drei Minuten darauf das 0:2 – wieder war Yannick Peinke zur Stelle.

Mit dieser Führung im Rücken kontrollierten die Bergischen dann in aller Ruhe das Geschehen und lauerten geduldig auf ihre Chancen, während sich die Hausherren die Zähne an der IGR-Abwehr ausbissen. Da die Gäste nun aber echt fahrlässig mit ihren Gelegenheiten umgingen, blieb den die Niedersachsen die Hoffnung, über den Anschlusstreffer zurück ins Spiel zu kommen.

Umso herber war der dritte Nackenschlag in der 23. Minute durch Daniel Strieder, dem – kaum dass die Kugel wieder rollte – IGR-Tor Nummer vier durch Fabian Selbach folgte (27.). Dieser Doublette kurz vor und nach der Pause nahm den Hausherren den letzten Wind aus den Segeln, fortan hatten die Gäste frei Bahn. Dabei tobte sich vor allem Yannick Peinke regelrecht aus, der noch fünfmal ins Schwarze traf. Daniel Strieder steuerte den zehnten Treffer bei, während Marvin Stoffle und Milan Brandt in der Schlussphase etwas Ergebniskosmetik betrieben. 

SC Bison Calenberg:D. Mertens, A. Schadinsky; J. Mertens, L. Johansson, R. Johansson, R. van den Dungen, M. Brandt, M. Bässler, M. Stoffle, D. Kuczynski. – IGR Remscheid: J. Langenohl, J. van den Dungen; J. Dutt, F. Selbach, Y. Peinke, M. Richter, D. Strieder, T. Cramer, Y. Lukassen. – Schiedsrichter: T. Ehlert / L. Niestroy.

Torfolge: 0:1 (8./Überzahl) Y. Peinke, 0:2 (11.) Y. Peinke, 0:3 (23.) D. Strieder, 0:4 (27.) F. Selbach, 0:5 (37.) Y. Peinke, 0:6 (38.) D. Strieder, 1:6 (42.) M. Stoffle, 1:7 (42.) Y. Peinke, 2:7 (43./Direkter) M. Brandt, 2:8 (46.9 Y. Peinke, 2:9 (48.) Y. Peinke, 2:10 (50.) Y. Peinke. - Zeitstrafen: SCB 4 min (R. van den Dungen/6. & 16.) – IGR 2 min (T. Cramer/43.) - Teamfouls: SCB 13 – IGR 12.


ERG Iserlohn – RHC Recklinghausen 7:5 (4:3)

Mit einem B-Team (ohne Patrick Glowka, Sergio Pereira, Kai Milewski, Sebastian Glowka) blieb dem amtierenden Meister die bittere Erkenntnis, dass es gegen Recklinghausen schon größter Anstrengung bedarf, um als Sieger vom Platz zu gehen. Lange Zeit sah es sogar ganz danach aus, als ob die Vester am Hemberg gewinnen würden.

Schon in der Startphase war zu merken, dass sich der RHC angesichts der Iserlohner Personalnot gute Chancen ausrechnete: Die Gäste ergriffen umgehend das Zepter und verpassten das 1:0 mehrfach nur knapp. Dieses markierten die ziemlich konfus wirkenden Hausherren, nachdem Nils Hilbertz und Adrian Börkei die erste durchdachte Aktion gelungen war (5.), was aber nur kurzfristig verschleierte, dass die Gäste mehr Spielanteile hatten.

Folglich schloss Christoph Rindfleisch einen Konter nur zwei Minuten nach dem Rückstand mit dem 1:1 ab, ehe ERG-Schlussmann Lukas Kost mehrfach die RHC-Führung verhinderte. Zwei Geistesblitze von Nils Hilbertz (11./12.) konterkarierten das Geschehen dann abermals – hatte bei Recklinghausen aber keine nachhaltige Wirkung: Die Vester spielten weiter kontrolliert und kamen dank schönem Passspiel durch Niklas Nohlen (17.) und Niko Nohlen (23.) wieder zum Ausgleich.

Einzige Makel aus Gästesicht: Iserlohn ging mit einer Führung in die Pause, da Nils Hilbertz eine Unstimmigkeit in der RHC-Defensive Sekunden vor Ablauf der Uhr zum 4:3 nutzte. Doch die Iserlohner Führung hatte nach Wiederbeginn nicht lange Bestand: Christoph Rindfleisch traf nach Doppelpass mit Niko Nohlen zum 3:3 (30.), wenig später verwandelte Niklas Nohlen einen Strafstoß zum 4:3 (33.).

Und diese Führung hielt, wenngleich Iserlohn nun endlich erkannte, dass Recklinghausen eine harte Nuss ist. Wütend drückte der Meister nun aufs Tempo, kam aber nur selten zum kontrollierten Abschluss, weil der RHC mit Mann und Maus dagegen hielt. Erst als Niklas Nohlen etwas unglücklich Adrian Börkei zu Fall brachte und damit einen Penalty verursachte, den der Gefoulte erst im Nachschuss verwandelte (43.) kamen die Gastgeber zum nun längst fälligen Ausgleich.

Recklinghausen blieb aber am Drücker, fand nun aber immer seinen Meister in Lukas Kost und hatte schließlich Pech, als Adrian Börkei die Kugel aus dem Gewühl heraus zum 6:5 eindrückte (47.). Das letzte Aufbäumen des RHC brachte keine Wende mehr, vielmehr machte nochmals Adrian Börkei mit dem 7:5 alles klar (50.).

ERG Iserlohn:L. Kost, T. Weber; N. Hilbertz, P. Kirtyan, C. Hegener, C. Nunez, A. Börkei, T. Henke. – RHC Recklinghausen: D. Jakubiak, L. Andrioff; L. Sowade, P. Wagner, C. Rindfleisch, Niklas Nohlen, M. Angenendt, M. Schürmann, D. Cholewinski, Niko Nohlen. – Schiedsrichter: F. Schäfer / M. Brosien.

Torfolge: 1:0 (5.) A. Börkei, 1:1 (7.) C. Rindfleisch, 2:1 (11.) N. Hilbertz, 3:1 (12.) N. Hilbertz, 3:2 (17.) Niklas Nohlen, 3:3 (23.) Niko Nohlen, 4:3 (25.) N. Hilbertz, 4:4 (30.) C. Rindfleisch, 4:5 (33./Direkter) Niklas Nohlen, 5:5 (43./Penalty) A. Börkei, 6:5 (45.) A. Börkei, 7:5 (50.) A. Börkei. - Zeitstrafen: ERG 4 min (A. Börkei/33. - N. Hilbertz/50.) – RHC 2 min (Niklas Nohlen/43.) - Teamfouls: ERG 6 – RHC 8.

 

              

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