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Bundesliga, 5. Spieltag: IGR unterliegt SKG Herringen

(tg) Düsseldorf setzt sich an der Spitze fest, ließ beim 12:4 in Cronenberg keinen Zweifel an seiner aktuellen Vormachtstellung aufkommen. Im Gleichschritt folgen Herringen (6:2 über Remscheid) und Walsum nach einem hart erkämpften 4:2 in Recklinghausen. Meister Iserlohn musste derweil seine Aufholambitionen zurückstecken, ließ sich von Darmstadt zu Hause einen schon sicher geglaubten Sieg noch nehmen und verlor mit 6:7 nach Verlängerung. Im Kellerduell verbuchte Krefeld mit einem 7:1 in Wuppertal den erhofften Befreiungsschlag und kann somit wieder nach oben schauen.
 

Spiel der Woche: ERG Iserlohn – RSC Darmstadt 6:7 n. Verl (5:5/3:3/2:1)

46 Minuten lang war der amtierende Meister aus Iserlohn klarer Herr am heimischen Hemberg und wähnte folglich einen Sieg über Darmstadt schon sicher. Dann aber überschlugen sich die Ereignisse – und die Hessen drehten den Spieß noch um.

Nach  nur 10 Sekunden hatte Alexandre Andrade mit einem satten Pfostentreffer die Gastgeber regelrecht wachgerüttelt, die in der Folge aus kompakter Abwehr heraus das Geschehen unter ihre Kontrolle brachten. Adrian Börkei (7./12.) schloss darüber hinaus zwei sehr sehenswerte Angriffe mit Treffern ab, so dass die ERG-Dominanz sich auch auf dem Scoreboard widerspiegelte.

Die Hessen dagegen kamen nur durch Strafstöße zu Chancen, die allesamt von Alexandre Andrade aber vergeben wurden, der in gleich drei Fällen (7./17./18.) seinen Meister in Lukas Kost fand. Selbst in Unterzahl hatten die Iserlohner dank der neuen Regelung, dass es in diesem Fall keine 10-Sekunden-Frist zum Verlassen der eigenen Spielhälfte mehr gibt, stets mehr Ballbesitz als die Gäste.

Dass diese sich vor der Halbzeit doch noch einmal ins Gespräch brachten, war einer Energieleistung von Max Hack zu verdanken. Der schnappte sich noch in der eigenen Hälfte den Ball, ließ sich in der Folge trotz energischer Versuche von keinem Iserlohner mehr bremsen und stocherte die Kugel schließlich zum 1:2 über die Linie (25.).

Nur wenige Minuten brauchten die Iserlohner jedoch, um im zweiten Abschnitt durch Sergio Pereira den alten Abstand wieder herzustellen. Und danach stellte sich das alte Spielchen wieder ein: Iserlohn stand kompakt, spielte flüssig nach vorne und ließ Darmstadt so kaum ins Spiel finden. Einziges Manko: Die Chancen wurde nicht genutzt. So hätte Sergio Pereira spätestens in der 43. Minute den Sack zuschnüren können, ja müssen, als er nach 10. RSC-Teamfoul zum Strafstoß antrat, den Ball aber neben das Tor setzte.

Der gegnerische Fehlschuss weckte bei den Hessen neue Lebensgeister, zumal kurz darauf Alexandre Andrade den bis dato so sicheren ERG-Schlussmann Lukas Kost aus spitzem Winkel narrte und zum 2:3 traf (46.). Es schien zwar nicht so, als ob dies die Westfalen aus der Ruhe brachte, doch Darmstadt warf nun alles nach vorne und hatte dabei auch das nötige Quäntchen Glück, als die Unparteiischen in der 49. Minute auf Penalty entschieden. So rettete Max Hack die Gäste in die Verlängerung, in der er umgehend das 4:3 nachlegte (52.).

Doch auch dies war nur ein kurzfristiger Zwischenstand, die Extraschicht gestaltete sich nämlich zu einem regelrechten Spektakel. So drehte Nils Hilbertz den Spieß mit einem Doppelpack wieder herum (54./55.), woraufhin Nils Koch eine überaus schlitzohrige Antwort parat hatte – 5:5 (55.).

Nach kurzem Durchschnaufen brachte Kai Milewski die Iserlohner zurück auf die Siegerstraße (57.), so dachten diese zumindest. Doch die Hessen hatten noch ausreichend Dampf im Kessel und glichen nicht nur durch Marcel Behnke abermals aus (59.), sondern hatten durch Alexandre Andrade auch noch das finale Tor in petto (60.)

ERG Iserlohn: L. Kost, T. Weber; P. Kirtyan, N. Hilbertz, K. Milewski, S. Glowka, C. Hegener, A. Börkei, S. Pereira, T. Henke – RSC Darmstadt: P. Leyer, M. Mensah; F. Bender, M. Becker, M. Hack, M. Behnke, A. Andrade, M. Abdi, N. Koch, D. May. – Schiedsrichter: L. Niestroy / L. Nawratil.

Torfolge: 1:0 (7.) A. Börkei, 2:0 (12.) A. Börkei, 2:1 (25.) M. Hack, 3:1 (30.) M. Pereira, 3:2 (46.) A. Andrade, 3:3 (49./Penalty) M. Hack, 3:4 (52.) M. Hack, 4:4 (54.) N. Hilbertz, 5:4 (55.) N. Hilbertz, 5:5 (55.) N. Koch, 6:5 (57.) K. Milewski, 6:6 (59.) M. Behnke, 6:7 (60.) A. Andrade. - Zeitstrafen: ERG 4 min (S. Pereira/9. & 17.) – RSC 0 min - Teamfouls: ERG 8 – RSC 12.


RSC Cronenberg – TuS Düsseldorf-Nord 4:12 (1:3)

Eine herbe Heimklatsche gab es für die Cronenberger Löwen vom aktuellen Spitzenreiter Düsseldorf. Als zusätzlichen Dämpfer müssen die Bergischen nach Blau-Rot gegen Jordi Molet und Rot für Benjamin Nusch in den kommenden Wochen noch auf zwei wichtige Akteure verzichten.

Schon nach vier Minuten ergab sich für die Gastgeber die große Möglichkeit zur Führung: Nach „Blau“ für TuS-Keeper Jan Kutscha war dessen Ersatz Lean Brandt jedoch ein sicherer Rückhalt und hielt während seines Kurzeinsatzes den Kasten sauber. So waren es dann doch die Rheinländer, die den ersten zählbaren Treffer landeten: Tobias Paczia schloss zum 1:0 ab (13.).

Noch in den Jubel hinein sorgte Kay Hövelmann zwar wieder für den Gleichstand (14.), der aber auch nur wenig später von Tarek Abdalla revidiert wurde (16.). Bis zur Pause schloss sich ein offener Schlagabtausch an, wobei die Cronenberger den spielerischen Mitteln der Düsseldorfer ihren Kampfgeist entgegen stellen, was sich allerdings negativ in der Teamfoulstatistik niederschlug. So war das zehnte Vergehen schon in der 25. Minute verbucht, Tarek Abdalla nutze den Strafstoß zum 3:1.

Nach dem Seitenwechsel durften dann in kurzer Folge Jordi Molet (28.) und Kay Hövelmann (29.) auf der Strafbank Platz nehmen. Die doppelte Überzahl nutzte Diogo Carrilho zum Doppelpack (30.), womit der Weg für den TuS klar auf Erfolg wies. Noch aber zeigten sich die RSC-Löwen kämpferisch, konnten die Düsseldorfer aber nicht entscheidend bremsen. Andreas Paczia (39.), Tobias Paczia (41./Direkter nach 15. RSC-Teamfoul) und Tarek Abdalla (42.) machten alles klar, wobei Jordi Molet zwischenzeitlich das zweite Cronenberger Tor eingestreut hatte (40.).

Dies war aber zugleich der letzte positive Beitrag des RSC-Routiniers, der sich kurz darauf zwei weitere blaue Karten einhandelte, und damit die Disqualifikation (43./47.). Die jeweilige Überzahl nutzen derweil Tobias Paczia (44.) und André Beckmann (47.), um die 10ner-Marke zu erreichen. Tarek Abdalla (48.) und Jonas Pink (50.) machten gar noch das Dutzend voll, während RSC-Youngster Niko Morovic noch zweimal für die Hausherren traf (48./50.). Dies war letztlich aber einerlei, zumal Cronenberg noch die rote Karte von Benjamin Nusch (49.) verdauen musste.

RSC Cronenberg:E. Soriano, L. Geisler; M. Bernadowitz, J. Molet, B. Nusch, K. Hövelmann, S. Rath, K. Riedel, L. Seidler, N. Morovic. – TuS Düsseldorf-Nord: J. Kutscha (4. -7. Le. Brandt); J. Pink, T. Abdalla, D. Carrilho, N. Fichtner, A. Beckmann, C. Gatermann, A. Paczia, T. Paczia. – Schiedsrichter: T. Ullrich / T. Sörensen.

Torfolge: 0:1 (13.) T. Abdalla, 1:1 (14.) K. Hövelmann, 1:2 (16.) T. Paczia, 1:3 (25./Direkter) T. Abdalla, 1:4 (30./Überzahl) D. Carrilho, 1:5 (Überzahl) D. Carrilho, 1:6 (39.) A. Paczia, 2:6 (40.) J. Molet, 2:7 (41./Direkter) T. Paczia, 2:8 (42.) T. Abdalla, 2:9 (44./Überzahl) T. Paczia, 2:10 (47./ 3-3) A. Beckmann, 2:11 (48.) T. Abdalla, 3:11 (48.) N. Morovic, 3:12 (50./Überzahl) J. Pink, 4:12 (50.) N. Morovic. - Zeitstrafen: RSC 8 min (J. Molet/28., 43. & 47. - K. Hövelmann/29.) – TuS 4 min (J. Kutscha/4. – N. Fichtner/47.) - Rote Karte: B. Nusch (49./RSC) - Teamfouls: RSC 18 – TuS 9.


SK Germania Herringen – IGR Remscheid 6:2 (3:2)

Herringens Selbstverständnis, zu Hause eine Macht zu sein, ist mit dem klaren Erfolg über Vizemeister Remscheid wieder hergestellt. Die Germanen stürmten dabei jedoch keineswegs in gewohnter Manier über das Feld, sondern traten taktisch solide aus kompakter Abwehr auf den Plan.

Es dauerte jedoch eine ganze Halbzeit lang, ehe sich dieses Mittel zum Erfolg auch tatsächlich manifestierte. Im ersten Durchgang nämlich ließen sich die Hausherren von dem Offensivhockey der Remscheider anstecken, zumal dies den eigenen Fans mehr Spektakel versprach. Und so ging es auf dem Feld auf stetig hin und her, brenzlige Torraumszene reihte sich an Torraumszene.

Den ersten Treffer verbuchten die Hausherren dank eines knallharten Penaltys von Stefan Gürtler (7.), dem keine 60 Sekunden später Yannick Peinke aber schon das 1:1 folgen ließ. Nochmals gut zwei Zeigerumdrehungen später lagen die Bergischen in Führung, Alexander Ober hatte via Innenpfosten ins Schwarze getroffen. Aber auch dieser Score hatte nur kurz bestand, dann war Kevin Karschau mit dem erneuten Gleichstand zur Stelle (15.). Es war also folglich nur eine Sache des Glücks, dass die Germanen durch Robin Schulz (22.) mit einem leichten Vorteil in die Halbzeitpause gingen  - und nicht etwa die gleichstarken Gäste.

In der Kabine folgten offenbar klare Worte von SKG-Coach Christian Zarod, denn nach Wiederbeginn hielten sich die Herringen weitgehend zurück und konzentrierten sich primär auf die Abwehrarbeit, um dann blitzschnell umzuschalten.

In diese Falle rannten die weiterhin sehr offensiv ausgerichteten Gäste nahezu blindlings hinein: Kevin Karschau entwischte zweimal und ließ sich dabei die Chancen, zu erhöhen, nicht nehmen (31./35.). Nun hatten die Gastgeber leichtes Spiel, ließen Remscheids Attacken ins Leere laufen, um kurz vor Ende durch Lucas Karschau schließlich selbst noch einmal nachzulegen.       

SK Germania Herringen:T. Tegethoff, M. Schartner; K. Karschau, Li. Hages, M. Stork, S. Gürtler, J. Klein, R. Schulz, L. Karschau. – IGR Remscheid: J. Langenohl, J. van den Dungen; J. Dutt, F. Selbach, Y. Peinke, M. Richter, D. Strieder, A. Ober, J. Kulessa, Y. Lukassen. – Schiedsrichter: P. Thißen / T. Flössel.

Torfolge: 1:0 (7./Penalty) S. Gürtler, 1:1 (8.) Y. Peinke, 1:2 (11.) A. Ober, 2:2 (15.) K. Karschau, 3:2 (22.) R. Schulz, 4:2 (31.) K. Karschau, 5:2 (35.) K. Karschau, 6:2 (48.) L. Karschau. - Zeitstrafen: SKG 0 min – IGR 0 min - Teamfouls: SKG 7 – IGR 14.


RHC Recklinghausen – RESG Walsum 2:4 (2:1)

Am Ende blieb den Recklinghäusern zwar die Erkenntnis, mit einem der Großen der Liga gut mitgehalten zu haben, aber eben auch das Wissen, dass durchaus mehr gegen Walsum möglich gewesen wäre. Wäre nur die Strafstöße genutzt worden …

Die Recklinghäuser nutzten konsequent ihren Heimvorteil, denn Walsum kam mit der niedrigen Bande überhaupt nicht zurecht und bugsierten den Ball immer wieder ins Seitenaus. So war es nicht weiter überraschend, dass der RHC mehr vom Spiel hatte, da er mit den Rahmenbedingungen besser vertraut war. Das 1:0 von Niklas Nohlen (10.) war die logische Konsequenz.

Walsum war spielerisch zwar durchaus überlegen, konnte dieses Pfund aber nur selten in die Waagschale werfen. In der 14. Minute aber klappte es einmal reibungslos – und prompt schloss Felipe Sturla zum Gleichstand ab. Der währte indes nur knappe vier Minuten, dann war Niklas Nohlen wieder für die munter aufspielenden Hausherren erfolgreich.

Kurz nach dem Seitenwechsel musste RESG-Akteur Xavier Berruezo für zwei Minuten in die Kühlbox (30.), doch die Hausherren konnten den Vorteil aus Direkten sowie zweiminütiger Überzahl nicht nutzen, um die Führung zu vergrößern. Kaum waren die Walsumer indes wieder komplett, war Miquel Vila Gallaguet zur Stelle und glich erneut aus (33.). Eine Minute später jubelten die roten Teufel erneut, Sebastian Haas hatte sie in Vorlage gebracht.

Und diesen Vorsprung verteidigten die Gäste nun routiniert. Selbst eine weitere Unterzahl – nun saß Christopher Nusch in der Kühlbox (38.) – wurde schadlos überstanden. Als Miquel Vila Gallaguet dann das 4:2 erzielte, war der Weg zum vierten Saisonsieg der Walsumer frei.   

RHC Recklinghausen:D. Jakubiak, L. Andrioff; L. Sowade, P. Wagner, Niklas Nohlen, C. Rindfleisch, M. Angenendt, Niko Nohlen, M. Schürmann, M. Carstensen. – RESG Walsum: T. Wahlen, R. Lorz; M. Vila Gallaguet, C. Nusch, J. Dobbratz, X. Berruezo, S. Haas, N. Rilhas, F. Sturla. – Schiedsrichter: A. Feiteira / M. Wittig.

Torfolge: 1:0 (10.) Niklas Nohlen, 1:1 (14.) F. Sturla, 2:1 (18.) Niklas Nohlen, 2:2 (33.) M. Vila Gallaguet, 2:3 (34.) S. Haas, 2:4 (42.) M. Vila Gallaguet. - Zeitstrafen: HSV 0 min – IGR 0 min - Teamfouls: HSV 7 – IGR 5.


SC Moskitos Wuppertal – HSV Krefeld 1:7 (0:4)

Im Kellerduell waren die Wuppertaler Moskitos chancenlos gegen siegeshungrige Krefelder, die sich mit diesem ersten Sieg vorerst eventueller Abstiegssorgen entledigt haben.

Es dauerte jedoch eine ganze Weile, ehe die Krefelder im Bergischen die Handbremse in den Köpfen so richtig lösen konnten. Die Negativerlebnisse der Vorwochen ließen sie nur halbherzig starten, was den Wuppertalern mehrfach die Möglichkeit zur Führung gab. Daniel Horchmer war es schließlich, der mit einem Doppelschlag (12./13.) den Knoten beim HSV platzen ließ, der im weiteren Verlauf dann klar das Geschehen bestimmte. Mit den Treffern von Steven Emmrich (21.) und Maximilian Hendricks (25.) war zum Seitenwechsel auch nummerisch eine klare Distanz geschaffen.

Dennis Meuer sorgte kurz nach dem Wiederanpfiff kurzzeitig für Hoffnung bei den Moskitos, als er zum 1:4 abschloss (33.). Doch Maximilian Hendricks antwortete postwendend, und nahm den Hausherren damit die Luft aus den Segeln. In der Schlussphase legten Daniel Horchmer (46.) und Steven Emmrich (50.) dann noch zweimal für die Seidenstädter nach. 

SC Moskitos Wuppertalk:R. Prange, A. Obermeier; R. Hauck, D. Meuer, T. Lucht, N. Brikmann, G. Dincer, N. Obermeier, M. Mirscheid, J. Henckels. – HSV Krefeld: M. Hass, R. Surrey; P. Greiffenstein, M. Hackel, S. Emmrich, C. Jachtmann, S. Holtzer, D. Horchmer, D. Hausch, M. Hendricks. – Schiedsrichter: B. Ullrich / A. Richter.

Torfolge: 0:1 (12.) D. Horchmer, 0:2 (13.) D. Horchmer, 0:3 (21.) S. Emmrich, 0:4 (25.) M. Hendricks, 1:4 (33.) D. Meuer, 1:5 (35.) M. Hendricks, 1:6 (46.) D. Horchmer, 1:7 (50./Überzahl) S. Emmrich. - Zeitstrafen: SCM 2 min (R. Hauck/49.) – HSV 0 min - Teamfouls: SCM 9 – HSV 7.

 

              

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