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Bundesliga, 4. Spieltag: IGR überrollt Krefeld

(tg) Die rheinische Rebellion ist im vollen Gange, nachdem in den zurückliegenden 13 Jahren sämtliche nationale Meistertitel nach Westfalen oder ins Bergische Land gingen: Düsseldorf distanzierte Titelverteidiger Iserlohn mit 6:3 und übernahm damit dank des Walsumer 7:6-Erfolges in Herringen die Spitzenstellung. Der Rekordmeister liegt dank des vorerst besseren direkten Vergleichs mit den Germanen auf Rang 2. Im oberen Drittel des Rangliste etabliert hat sich vorerst auch Calenberg durch seinen 10:6-Sieg über Recklinghausen, während sich Vizemeister Remscheid nach einem 14:3 in Krefeld wieder an die Spitze herangeschoben hat. Frustabbau vollzog derweil Darmstadt mit einem 12:0 über Wuppertal.


Spiel der Woche: SK Germania Herringen – RESG Walsum 6:7 (4:3)

0:3 lag Walsum nach gerade einmal sieben Minuten zurück und hatte sich dabei durchaus dilettantisch präsentiert. Herringen dagegen war sich damit des Sieges wohl zu früh zu sicher und kassierte am Ende die Quittung.

Auch wenn sich RESG-Trainer Günter Szalek über den Sieg freute, angesichts der Startphase seiner Mannen fand er deutliche Worte: „Das waren katastrophale Fehler, wir haben uns einen Bockschuss nach dem anderen geleistet!“ Und diese Einladung nahmen die Herringern natürlich dankend an. So brauchte Liam Hages die Kugel nur noch über die Linie zu schieben (3.). Dann war Stefan Gürtler beim Penalty ebenso zielsicher (6.), wie nur Sekunden später Robin Schulz nach einem Konter (7.).

Diesen Schock musste der Rekordmeister erst einmal verdauen, wobei der 1:3-Anschluss von Miquel Vila Gallaguet (15.) großen Anteil hatte. Die RESG nahm umgehend noch eine Auszeit – und kam dann wie verwandelt auf das Feld zurück. Dass sich Kevin Karschau unmittelbar danach eine blaue Karte einhandelte und Felipe Sturla den Direkten zum 2:3 verwandelte (16.), spielte den Gästen natürlich zusätzlich in die Karten. Denn auch wenn Robin Schulz nahezu postwendend zum 4:2 traf (19.), Walsum war nun im Spiel und verkürzte dank Miquel Vila Gallaguet noch vor dem Seitenwechsel wieder auf ein Tor Rückstand (22.).

Auch der Gleichstand war letztlich ein Geschenk der Germanen, in deren Reihen nun Liam Hages auf die Strafbank musste, woraufhin Christopher Nusch eine Strafstoßqualitäten eindrucksvoll beweis (30.). Direkt vom Wiederanstoß brachte Robin Schulz die Hausherren zwar wieder in Vorlage, doch die Herringer waren angezählt.

Dies ließ sich auch dadurch nicht verbergen, dass es in der Folgezeit in hohem Tempo hin und her ging. Während die Gäste nun der Siegeswille buchstäblich im Gesicht abzulesen war, sahen die Zuschauer bei den Heimischen vor allem große Verunsicherung. Die zwingenderen Chancen besaß somit Walsum, wenngleich es einen erneuten Direkten brauchte, um zum 5:5 zu treffen. Wieder „saß“ Liam Hages auf der Strafbank, wieder vollstreckte Christopher Nusch (43.).

Nun wurde es naturgemäß dramatisch, denn beide Teams wollten die Verlängerung vermeiden. Doch weder hüben noch drüben wollte sich ein Vorteil ergeben. So brachte Miquel Vila Gallaguet die roten Teufel zwar drei Minuten vor Ablauf der Uhr erstmal in Führung, doch nur 15 Sekunden später vollendete Lucas Karschau zum 6:6. Als dann aber Sebastian Haas die Gäste zum siebten Mal jubeln ließ (50.), reichte den Westfalen die Zeit nicht mehr zur Antwort.        

SK Germania Herringen:T. Tegethoff, M. Schartner; K. Karschau, Li. Hages, M. Stork, S. Gürtler, J. Klein, R. Schulz, L. Karschau. – RESG Walsum: T. Wahlen, C. Paß; M. Vila Gallaguet, C. Berg, C. Nusch, X. Berruezo, F. Schmidt, S. Haas, N. Rilhas, F. Sturla. – Schiedsrichter: B. Ullrich / T. Ullrich.

Torfolge: 1:0 (3.) Li. Hages, 2:0 (6./Penalty) S. Gürtler, 3:0 (7.) R. Schulz, 3:1 (15.) M. Vila Gallaguet, 3:2 (16./Direkter) F. Sturla, 4:2 (19.) R. Schulz, 4:3 (22.) M. Vila Gallaguet, 4:4 (30./Direkter) C. Nusch, 5:4 (30.) R. Schulz, 5:5 (43./Direkter) C. Nusch, 5:6 (47.) M. Vila Gallaguet, 6:6 (47.) L. Karschau, 6:7 (50.) S. Haas. - Zeitstrafen: SKG 6 min (K. Karschau/16. - Li. Hages/30. & 43.) – RESG 2 min (X. Berruezo/36.) - Teamfouls: SKG 9 – RESG 5.
TuS Düsseldorf-Nord – ERG Iserlohn 6:3 (2:1)

Wer 1:0 führt, der stets verliert! Auch wenn diese Binsenweisheit wohl keiner statistischen Überprüfung standhalten würde, für Meister Iserlohn traf sie in Düsseldorf zu. Wobei die Rheinländer am Ende ganz klar die besseren Karten hatten.

Kai Milewski ließ den amtierenden Meister nahezu perfekt aus den Startblöcken kommen, als er nach nur wenigen Sekunden zum 1:0 traf. Doch danach zeigten die TuSler wieder ihre gewohnt stabile Abwehrleistung und ließen Iserlohn nur noch selten in gefährliche Positionen kommen. Auf der Gegenseite fuhr Düsseldorf immer wieder blitzschnelle Konter, bei denen ERG-Keeper Patrick Glowka ordentlich ins Schwitzen kam – und den Ausgleich letztlich nur bis zur elften Minute hinauszögern konnte: Diogo Carrilho war dann nicht mehr zu bremsen.

Auch im weiteren Verlauf hatte Iserlohn zwar mehr Ballbesitz, doch die aussichtsreicheren Chancen kreierten die Gastgeber, die folgerichtig durch Tarek Abdalla in Führung gingen (21.). Noch vor dem Seitenwechsel reagierte Iserlohn mit einer taktischen Auszeit, doch es fehlten schlichtweg die zündenden Ideen, um die TuS-Abwehr vor ernsthafte Probleme zu stellen.

Die Rheinländer blieben somit ihrem Erfolgsrezept treu: Hinten eng stehen, vorne blitzschnell zuschlagen. Zumal sie mit Diogo Carrilho einen eiskalten Vollstrecker hatten, der in der 30. Minute schließlich auf 3:1 erhöhte. Kurz danach zeigte dann Jan Kutscha sein ganzes Können bei einem Iserlohner Strafstoß nach „Blau“ für Andreas Paczia. Sowohl diese Unterzahl als auch die wenig später folgende nach roter Karte für Davy van Willigen (39.) überstanden die Unterrather schadlos.

Hatte der Titelverteidiger sich damit schon beste Möglichkeiten nehmen lassen, zu verkürzen, verspielte er mit der Zeitstrafe von Sergio Pereira endgültig die letzte Chance: Tarek Abdalla behielt vom Punkt die Nerven – 4:1 (43.). Da Diogo Carrilho prompt das fünfte (46.) und sechste Tor (49.) folgen ließ, besaß das Doppelpack von Nils Hilbertz (48./50.) nur noch statistischen Wert.           

TuS Düsseldorf-Nord:J. Kutscha, Lu. Brandt; J. Pink, T. Abdalla, D. Carrilho, D. van Willigen, N. Fichtner, C. Gatermann, A. Paczia, T. Paczia. – ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; P. Kirtyan, N. Hilbertz, K. Milewski, S. Glowka, A. Börkei, S. Pereira, T. Henke. – Schiedsrichter: L. Niestroy / A. Feiteira.

Torfolge: 0:1 (1.) K. Milewski, 1:1 (11.) D. Carrilho, 2:1 (21.) T. Abdalla, 3:1 (30.) D. Carrilho, 4:1 (43./Direkter) T. Abdalla, 5:1 (46.) D. Carrilho, 5:2 (48.) N. Hilbertz, 6:2 (49.) D. Carrilho, 6:3 (50.) N. Hilbertz. - Zeitstrafen: TuS 2 min (A. Paczia/32.) – ERG 4 min (A. Börkei/39. – S. Pereira/43.) - Rote Karte: D. van Willigen (39./TuS) - Teamfouls: TuS 7 – ERG 8.
SC Bison Calenberg – RHC Recklinghausen 10:6 (6:2)

Calenbergs Lebensversicherung ist und bleibt Milan Brandt, der mit seinen sechs Toren den entscheidenden Unterscheid gegenüber der Recklinghäuser ausmachte.

Den besseren Start legte der RHC hin, der durch einen Doppelschlag von Niklas Nohlen nach sechs Minuten mit 2:0 in Führung lag. Doch die Bisons brauchten in Anschluss nur ganze vier Minuten, um durch Milan Brandt (6./10.) und Mateus Luther (7.) das Blatt zu ihren Gunsten zu wenden. In der Folge schloss sich ein offener Schlagabtausch an, in dem weitere Treffer jedoch zunächst nicht verbucht werden konnten.

Die letzten fünf Minuten des ersten Durchgangs sollten dann die Entscheidung bringen. Die Calenberger hatten nach temporeichem Spiel noch mehr Reserven und nutzen diesen kleinen Vorteil, um ihren Vorsprung bis zum Kabinengang auf vier Tore auszubauen. Die Treffer gingen dabei an Milan Brandt (22.), Leif Johansson (24.) und Reik Johansson (25.).

Und in diesem Stil ging es unmittelbar nach Wiederbeginn weiter. Erneut kamen die Vester besser aus den Startblöcken. Doch ehe sie sich nach dem 3:6 von Christoph Rindfleisch (26.) intensiver um eine Aufholjagd bemühen konnten, hatten Joeri Mertens (28.) und Milan Brandt (29.) schon für neue Tatsachen gesorgt.

Per Doppelschlag ließ Niklas Nohlen die Gäste für die Schlussphase nochmals hoffen - 5:8 (41.). Allerdings war Milan Brandt schlichtweg nicht zu neutralisieren, sodass der Torjäger binnen weniger Sekunden per Strafstoß und Konter doppeln konnten und somit die Entscheidung brachte (45.). Den Schlusspunkt setzte schließlich RHC-Spielführer Philipp Wagner mit einem erfolgreichen Penalty (48.).    

SC Bison Calenberg:D. Mertens, T. Richter; J. Rocha, M. Bässler, L. Johansson, M. Brandt, R. Johansson, M. Luther, T. Tilborghs, J. Mertens. – RHC Recklinghausen: D. Jakubiak (ab 45. L. Andrioff); L. Sowade, P. Wagner, Niklas Nohlen, C. Rindfleisch, M. Angenendt, Niko Nohlen, M. Schürmann. – Schiedsrichter: S. Dahlbock / T. Flössel.

Torfolge: 0:1 (2.) Niklas Nohlen, 0:2 (6.) Niklas Nohlen, 1:2 (6.) M. Brandt, 2:2 (7.) M. Luther, 3:2 (10.) M. Brandt, 4:2 (22.) M. Brandt, 5:2 (24.) R. Johansson, 6:2 (25.) L. Johansson, 6:3 (26.) C. Rindfleisch, 7:3 (29.) M. Brandt, 8:3 (28.) J. Mertens, 8:4 (39.) Niklas Nohlen, 8:5 (41.) Niklas Nohlen, 9:5 (45./Direkter) M. Brandt, 10:5 (45.) M. Brandt, 10:6 (48./Penalty) P. Wagner. - Zeitstrafen: SCB 0 min – RHC 2 min (D. Jakubiak/45.) - Teamfouls: SCB 7 – RHC 8.

HSV Krefeld – IGR Remscheid 3:14 (1:7)

Auch in der neuen Saison kommt Krefeld nicht auf die Füße, gegen Remscheid folgte die vierte klare Niederlage in Serie. Der Vizemeister hat indes den kleinen Fehlstart abgehakt und sich – bei einem Spiel weniger als die besser platzierte Konkurrenz – auf Rang 5 vorgeschoben.

Keine zehn Minuten brauchten die Remscheider, um durch eine Doublette von Jungnationalspieler Daniel Strieder (7./9.) unwiderruflich auf die Straße des Erfolges einzubiegen. Zumal Yannick Peinke (10.) und nochmals Daniel Strieder per Zweierpack (12./17.) rasch nachlegten. Erst nachdem Joshua Dutt das halbe Dutzend voll gemacht hatte (20.), gab auch der Gastgeber ein Lebenszeichen von sich: Daniel Horchmers 1:6 war aber nur ein kurzer Lichtblick, denn Yannick Peinke (22./34.), Daniel Strieder (34./37.) und Yannik Lukassen (35.) bauten den IGR-Vorsprung schließlich auf zehn Tore aus.

Danach kehrte etwas Ruhe ein, was Krefeld die Möglichkeit bot, durch Stan Holtzer (37./41.) etwas Ergebniskorrektur zu betreiben. Die fiel letztlich aber nur rein optisch aus, denn Maximilian Richter (39.), Alexander Ober (44.) und Joshua Dutt (50.) trafen noch für die Bergischen ins Schwarze.

HSV Krefeld:M. Hass, R. Surrey; N. Kluschewski, P. Greiffenstein, M. Hackel, S. Emmrich, D. Quabeck, C. Jachtmann, S. Holtzer, D. Horchmer. – IGR Remscheid: J. Langenohl, J. van den Dungen; J. Dutt, J. Kulessa, Y. Lukassen, A. Ober, Y. Peinke, D. Strieder, F. Selbach, M. Richter. – Schiedsrichter: C. Niestroy / T. Ehlert.

Torfolge: 0:1 (7.) D. Strieder, 0:2 (9.) D. Strieder, 0:3 (10.) Y. Peinke, 0:4 (12.) D. Strieder, 0:5 (17.) D. Strieder, 0:6 (20.) J. Dutt, 1:6 (22.) D. Horchmer, 1:7 (22.) Y. Peinke, 1:8 (34.) Y. Peinke, 1:9 (34.) D. Strieder, 1:10 (35.) Y. Lukassen, 2:10 (37.) S. Holtzer, 2:11 (37.) D. Strieder, 2:12 (39.) M. Richter, 3:12 (41.) S. Holtzer, 3:13 (44.) A. Ober, 3:14 (50.) J. Dutt. - Zeitstrafen: HSV 0 min – IGR 0 min - Teamfouls: HSV 7 – IGR 5.
RSC Darmstadt – SC Moskitos Wuppertal 12:0 (5:0)

Schlusslicht Wuppertal kam den gebeutelten Darmstädtern genau richtig: Kompromisslos spielten die Hessen ihre technischen und läuferischen Vorteile aus und nutzten die Überlegenheit zum Frustabbau. Die Wuppertaler dagegen kassierten damit im dritten Spiel die dritte zweistellige Abfuhr.

Alexandre Andrade eröffnete in der dritten Minute das RSC-Schützenfest, Felix Bender (8.) und Marcel Behnke (9.) legten rasch nach. Doch auch wenn es im Anschluss ein Spiel auf ein Tor war, die Moskitos verteidigten eifrig und ließen im ersten Durchgang nur noch zwei Gegentreffer durch Nils Koch (14.) und Alexandre Andrade (24.) zu.

Nach dem Seitenwechsel jedoch konnten die Gäste der Darmstädter Angriffslawine nichts mehr entgegensetzen: Binnen zehn Minuten schraubten Alexander Andrae mit einem Doppelpack (26./28.) und Max Hack per Hattrick (31./33./35.) das Resultat auf 10:0. Nachdem wenig später Nils Koch das Dutzend voll gemacht hatte (38./41.), schalteten die Hessen zurück und ließen es dabei bewenden.   

RSC Darmstadt:P. Leyer (ab 35. M. Warmbier); F. Bender, P. Wagner, M. Hack, M. Behnke, A. Andrade, M. Abdi, N. Koch, D. May. – SC Moskitos Wuppertalk: R. Prange, A. Obermeier; T. Lucht, D. Meuer, N. Brikmann, G. Dincer, N. Obermeier, M. Mirscheid, J. Henckels. – Schiedsrichter: P. Thißen / M. Wittig.

Torfolge: 1:0 (3.) A. Andrade, 2:0 (8.) F. Bender, 3:0 (9.) M. Behnke, 4:0 (14.) N. Koch, 5:0 (24.) A. Andrade, 6:0 (26.) A. Andrade, 7:0 (28.) A. Andrade, 8:0 (31.) M. Hack, 9:0 (33.) M. Hack, 10:0 (35.) M. Hack, 11:0 (38.) N. Koch, 12:0 (41.) N. Koch. - Zeitstrafen: RSC 0 min – SCM 0 min - Teamfouls: RSC 8 – SCM 5.

 

              

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