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Bundesliga, 2. Spieltag: Zu spät ins Rollen gekommen ...


(tg) Herringen, Düsseldorf und Iserlohn – nur drei Mannschaften sind nach der zweiten Runde in der Rollhockey-Bundesliga noch ungeschlagen, wobei der Titelverteidiger aus Iserlohn ja auch schon einen Punkt abgeben musste. Altmeister Cronenberg komplettiert das Quartett, das an beiden Spieltagen punkten konnte – und sich an diesem Wochenende, an dem in vier von fünf Begegnungen die Gäste den Dreier einfuhren, überaus souverän präsentierte.


Spiel der Woche: TuS Düsseldorf-Nord – IGR Remscheid 5:2 (4:0)

Tore im Zweierpack zum richtigen Moment öffneten Düsseldorf den Weg zum Erfolg über Remscheid und damit auf den zweiten Platz in der noch jungen Bundesligatabelle.

Tarek Abdalla zeichnete sich dabei frühzeitig als Matchwinner ab, denn ihm gelangen schon in den ersten fünf Minuten der Partie zwei Tore (3./5.). Die sorgten im TuS-Lager für die nötige Sicherheit, während der Vizemeister des Vorjahres naturgemäß seinen ursprünglichen Matchplan überdenken musste. Doch den Remscheidern fiel schlichtweg kein probates Mittel ein, um die kompakte TuS-Abwehr in Verlegenheit zu bringen.

So hatten die Hausherren die Lage jederzeit unter Kontrolle und beweisen dabei auch die nötige Geduld, abzuwarten, bis sich die Möglichkeit zum erfolgversprechenden Gegenzug bot. Die Zeit war kurz vor Ablauf der ersten 25 Minuten gekommen, als sich die IGRler zunehmend ungeduldig zeigten und in der Absicherung nach hinten Nachlässigkeiten offenbarten. Tobias Paczia (22.) und nochmals Tarek Abdalla (25.) wussten dies zu Gunsten der Rheinländer zu nutzen.

Yannick Peinkes schnelles 1:4 kurz nach Wiederbeginn ließ die Remscheider auf Besserung hoffen (28.), doch auch diese schwand angesichts der sicheren Defensivleistung der Hausherren schnell wieder. Düsseldorf verwaltete seinen Vorsprung souverän und war dann zur Stelle, als sich nach blauer Karte für Lucas Friese per Strafstoß die Möglichkeit zum 5:1 bot: Diogo Carrilho verwandelte sicher (44.). Das letzte Wort hatten zwar die Gäste, die das 2:5 von Alexander Ober aber nur wenig über die Startniederlage hinweg tröstete.

TuS Düsseldorf-Nord:J. Kutscha, Lu. Brandt; T. Abdalla, A. Beckmann, D. Carrilho, D. van Willigen, T. Paczia, C. Gatermann, A. Paczia, J. Pink. – IGR Remscheid: J. van den Dungen (ab 26. J. Langenohl); J. Dutt, L. Friese, Y. Lukassen, A. Ober, Y. Peinke, F. Selbach, D. Strieder. – Schiedsrichter: D. Loewe / A. Sörensen.

Torfolge: 1:0 (3) T. Abdalla, 2:0 (5.) T. Abdalla, 3:0 (22.) T. Paczia, 4:0 (25.) T. Abdalla, 4:1 (28.) Y. Peinke, 5:1 (44./Direkter) D. Carrilho, 5:2 (48.) A. Ober. - Zeitstrafen: TuS 2 min (T. Paczia/24.) – IGR 6 min (Y. Peinke/17. & 24. – L. Friese/44.) - Teamfouls: TuS 10 – IGR 14.


SC Bison Calenberg – ERG Iserlohn 3:7 (2:4)

Auch in Minibesetzung war Titelverteidiger Iserlohn für die Calenberger eine deutliche Nummer zu groß und hatte folglich keine große Mühe, die drei Punkte aus Niedersachsen mitzunehmen.

Den ersten Treffer setzten indes die Bisons, die durch Rico van den Dungen einen vermeintlichen Traumstart hinlegten (5.). Kurz darauf verpasste der SCB per Strafstoß nach blauer Karte für Sergio Pereira das 2:0, was Nils Hilbertz die Möglichkeit gab, drei Minuten nach dem Rückstand auszugleichen. Daraufhin schloss sich zunächst ein offener Schlagabtausch an, bei dem die Westfalen die zwingenderen Möglichkeiten besaßen und die durch Kai Milewski (12.) in Vorlage gingen.

Erneut musste Sergio Pereira auf die Strafbank (13.), doch der Ausglich für die Calenberger ließ noch vier Minuten auf sich warten, dann unterstrich Milan Brandt eindrucksvoll seine Vollstreckerqualitäten (17.). Die Kugel rollte aber kaum wieder, da zappelte sich abermals im Tornetz der Hausherren, Sergio Pereira hatte den amtierenden Meister per Penalty wieder in Führung gebracht (18.).

Quasi mit dem Pausenpfiff gelang den Iserlohnern durch Nils Hilbertz das 4:2, das letztlich vorentscheidend war. Zumal die Hausherren nach dem Seitenwechsel regelrecht Harakiri liefen und sich binnen der ersten fünf Minuten drei weitere Tore durch Sergio Pereira (28.) und Nils Hilbertz (2x 30.) einfingen. Milan Brandt konnte per Penalty zwar kurz danach um ein Tor verkürzen, doch die Iserlohner brachten nun souverän und clever ihre klare Führung über die Ziellinie.

SC Bison Calenberg:A. Fragapane, A. Schadinsky; R. van den Dungen, L. Johansson, D. Kuczynski, R. Johansson, T. Tilborghs, M. Brandt, M. Stoffle, J. Mertens. – ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Weber; P. Kirtyan, N. Hilbertz, K. Milewski, A. Börkei, S. Pereira, T. Henke. – Schiedsrichter: L. Nawratil / S. Häger.

Torfolge: 1:0 (5.) R. van den Dungen, 1:1 (8.) N. Hilbertz, 1:2 (12.) K. Milewski, 2:2 (17.) M. Brandt, 2:3 (18./Penalty) S. Pereira, 2:4 (25.) N. Hilbertz, 2:5 (28.) S. Pereira, 2:6 (30.) N. Hilbertz, 2:7 (30.) N. Hilbertz, 3:7 (33./Penalty) M. Brandt. - Zeitstrafen: SCB 0 min – ERG 4 min (S. Pereira/6. & 13.) - Teamfouls: SCB 10 – ERG 10.

HSV Krefeld – SK Germania Herringen 1:9 (1:1)

Eine Halbzeit lang war Krefeld mehr als nur auf Augenhöhe, doch im zweiten Durchgang zog Herringen mit Torjäger Kevin Karschau (fünf Tore) den entscheidenden Trumpf aus dem Ärmel.

Der HSV hatte sich gegen die offensivstarken Westfalen genau das richtige Konzept zurecht gelegt: Enge Verteidigung und blitzschnelle Gegenstöße, die Hausherren schlugen den Favoriten mit dessen eigenen Waffen und lagen somit zu Mitte der ersten Hälfte nicht unverdient in Führung. Stan Holtzer hatte einen der Gegenzüge erfolgreich abgeschlossen (12.). Dass die Germanen vor der Pause zumindest den Gleichstand erreichten, war letztlich nur einem Verzweiflungsschuss von Stefan Gürtler (16.) zu verdanken. Und dem Umstand, dass die Krefelder aus ihren weiteren Chancen einfach kein Kapital mehr zu schlugen wussten.

Dies sollte sich schon zu Beginn des zweiten Durchgangs bitter rächen, als Kevin Karschau die Partie gleich mit einem Doppelpack zum 3:1 fortsetzte (29./31.). Der SKG-Torjäger war nun kaum mehr zu bremsen und legte im weiteren Verlauf noch drei weitere Tore nach (36./48./49.), womit er freilich auch seine Mitspieler mitriss, von denen Stefan Gürtler (35.) und Lucas Karschau (44./47.) ebenfalls zu erfolgreichen Abschlüssen kamen, denen der HSV nun gar nichts mehr entgegenzusetzen hatte.  

HSV Krefeld:M. Hass, N. Kluschewski; S. Freyer, S. Holtzer, M. Hendricks, D. Quabeck, P. Greiffenstein, D. Hausch, C. Jachtmann. – SK Germania Herringen: T. Tegethoff, M. Schartner; K. Karschau, Li. Hages, M. Stork, S. Gürtler, J. Klein, L. Karschau. – Schiedsrichter: A. Feiteira / A. Richter.

Torfolge: 1:0 (12.) S. Holtzer, 1:1 (16.) S. Gürtler, 1:2 (29.) K. Karschau, 1:3 (31.) K. Karschau, 1:4 (35.) S. Gürtler, 1:5 (36.) K. Karschau, 1:6 (44.) L. Karschau, 1:7 (47.) L. Karschau, 1:8 (48.) K. Karschau, 1:9 (49.) K. Karschau. - Zeitstrafen: HSV 0 min – SKG 0 min - Teamfouls: HSV 3 – SKG 0.


RSC Darmstadt – RESG Walsum 2:4 (0:1)

Darmstadts Fehlstart ist perfekt, Walsum kann wieder zuversichtlicher in die Zukunft blicken. Allerdings so klar war die Sache im hessischen Landesleistungszentrum nicht, die Entscheidung über Sieg und Niederlage fiel erst zwei Minuten vor dem Ende.

Die erste Hälfte war geprägt davon, dass keine der beiden Seiten Fehler machen wollte, die dem Gegenüber einen Vorteil bieten würde. Entsprechend verhalten agierten die Protagonisten in der Vorwärtsbewegung, die Sicherung des eigenen Tores hatte absolute Priorität. Einzig Miquel Vila Gallaguet gelang es einmal, eine Lücke zu finden – und nutzte diese umgehend zum 1:0 für den Rekordmeister (11.).

Dem Spanier in RESG-Diensten gelang unmittelbar nach dem Seitenwechsel auch der zweite Streich (29.), in deren Folge die Partie nun endlich mehr Schwung erhielt. Die Darmstädter mussten einfach mehr riskieren, wollten sie sich noch einmal um die Punktevergabe zu Wort melden. Dies taten sie durchaus clever aus einer kompakten Defensive heraus, sodass Walsum nur selten die Möglichkeit besaß, zu erhöhen, dann aber den Meister in RSC-Keeper Marvin Mensah fand. So auch nach der Zeitstrafe gegen Max Hack (40.).

Die schien den Wendepunkt zu markieren, denn kaum waren die Hessen wieder komplett, gelang Alexandre Andrade der Anschluss (42.). zwei weitere Minuten darauf war alles wieder offen, nachdem Philip Wagner zum 2:2 abgeschlossen hatte. Das Momentum schien für Darmstadt, doch das Pendel schlug zurück, als sich Alexandre Andrade eine blaue Karte einhandelte und Xavier Berruezo so per Direktem zum 3:2 kam (48.). Sekunden darauf jubelte die RESG erneut, denn Xavier Berruezo hatte den umgehenden Gegenschlagversuch der Hausherren durchschaut und war zum 4:2 davongezogen.            

RSC Darmstadt:M. Mensah, P. Leyer; F. Bender, N. Koch, P. Wagner, M. Becker, M. Hack, M. Behnke, A. Andrade, D. May. – RESG Walsum: T. Wahlen, R. Lorz; M. Vila Gallaguet, C. Berg, C. Nusch, J. Dobbratz, X. Berruezo, S. Haas, F. Schmidt, F. Sturla. – Schiedsrichter: T. Ullrich / B. Ullrich.

Torfolge: 0:1 (11.) M. Vila Gallaguet, 0:2 (19.) M. Vila Gallaguet, 1:2 (42.) A. Andrade, 2:2 (44.) P. Wagner, 2:3 (48./Direkter) X. Berruezo, 2:4 (48.) X. Berruezo. - Zeitstrafen: RSC 4 min (M. Hack/40. - A. Andrade/48.) – RESG 2 min (X. Berruezo/50..) - Teamfouls: RSC 8 – RESG 9.


RHC Recklinghausen – RSC Cronenberg 3:8 (3:3)

Im Vorjahr hatte Recklinghausen dem Altmeister aus Cronenberg ein Schnippchen schlagen können, bei erneuten Treffern aber waren die Löwen letztlich bissiger und damit auch erfolgreich.

Eine gute Viertelstunde lang tat sich nicht viel in der Heinrich-Auge-Sporthalle, beide Mannschaften wagten nur selten den direkten Weg zum Tor und neutralisierten sich somit gegenseitig. Dies änderte sich schlagartig, als Marco Bernadowitz das 1:0 gelang (17.). Nun musste der RHC offensiver agieren und tat dies ziemlich zielstrebig: Niklas Nohlen ließ nur zwei Zeigerumdrehungen später das 1:1 folgen.

Damit war Pfeffer in der Partie, zumal Jordi Molet (20.) und Benjamin Nusch (21.) umgehend weitere Tore folgen ließen. Damit war das letzte Kapitel im ersten Durchgang aber noch nicht geschrieben: Die restliche Zeit reichte Niklas Nohlen, um per Doppelpack abermals den Gleichstand zu erreichen. Bei seinem 3:3 profitierte er dabei allerdings von einer blauen Karte gegen Jordi Molet (24.).

In der Pause legten sich die Cronenberger dann allerdings die bessere Marschroute zurecht, sodass es nach Wiederanpfiff praktisch nur in eine Richtung ging. Kay Hövelmann (31.) und Lucas Seidler (35.) trafen zur erneuten Zwei-Tore-Führung für die Bergische, ehe Jordi Molet und Benjamin Nusch binnen weniger Sekunden den Sack zuschnürten – 7:3 (40.). Die Vester gaben sich folglich geschlagen, mussten durch Kai Riedel aber noch einen weiteren Treffer hinnehmen (47.). 

RHC Recklinghausen:D. Jakubiak, L. Andrioff; L. Sowade, P. Wagner, Niklas Nohlen, C. Rindfleisch, Niko Nohlen, M. Schürmann, S. Sowade, D. Cholewinski. – RSC Cronenberg: F. Hilbertz, L. Geisler; M. Trimborn, M. Bernadowitz, J. Molet, B. Nusch, K. Hövelmann, S. Rath, K. Riedel, L. Seidler. – Schiedsrichter: L. Niestroy / C. Albsmeier.

Torfolge: 0:1 (17.) M. Bernadowitz, 1:1 (19.) Niklas Nohlen, 1:2 (20.) J. Molet, 1:3 (21.) B. Nusch, 2:3 (24.) Niklas Nohlen, 3:3 (24./Direkter) Niklas Nohlen, 3:4 (31.) K. Hövelmann, 3:5 (35.) L. Seidler, 3:6 (40.) J. Molet, 3:7 (40.) B. Nusch, 3:8 (47.) K. Riedel. - Zeitstrafen: RHC 0 min – RSC 2 min (J. Molet/24.) - Teamfouls: RHC 10 – RSC 9.

 

              

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