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Bundesliga, 2. Play-off-Finale: Remscheider Löwen scheitern an Iserlohns Abgeklärtheit

(tg) Sie haben gekämpft und mit dem Herzen eines bergischen Löwen wirklich alles versucht, um dann am Ende doch den großen Traum sich in Luft auflösen zu sehen. Die Gründe, warum es für die IGR Remscheid nicht zum großen Wurf reichte, waren beim Gegner zu finden: Mit der ganzen Routine und Abgeklärtheit aus 13 DM-Finalserien in Folge ließ der erfolgreiche Titelverteidiger ERG Iserlohn den Herausforderer regelrecht an sich abperlen und zieht damit in den elitären Club Titel-Hattrick-Vereine ein. Die Remscheider Anhänger ließen es sich aber nicht nehmen, ihre „Jungs“ frenetisch für die Vizemeisterschaft zu feiern. 


IGR Remscheid – ERG Iserlohn 3:4 (0:1)

Wie schon am Vortag gab es hüben wie drüben kein langes Taktieren, vielmehr wollten beide Seiten frühestmöglich ein Zeichen setzen. Dabei wurde schnell ersichtlich, dass die Iserlohner wohlweislich ihres Zwei-Tore-Vorsprungs vom Vortag zwar ein hohes Tempo gingen, ihr Hauptaugenmerk aber durchaus auf die Defensive legten.

So hatten die Remscheider zwar schnell ein klares Übergewicht und setzten sich minutenlang in der Hälfte des Titelverteidigers fest. Doch bis auf einen strammen Schuss Yannick Peinke gleich in der ersten Minute kam dabei nichts wirklich Gefährliches heraus.

Mitgnadenloser Effektivität schlug dagegen Iserlohn zu, als sich in der 5. Minute die erste gute Chance bot: Sergio Pereira spielte den Ball ins Zentrum auf Kai Milewski, der wuchtig mit der Rückhand abzog und genau in den Knick traf. Ein herber Nackenschlag für die Hausherren, die diesen aber gut verarbeiteten – wohlwissend, dass die Aufgabe durch das 0:1 nicht leichter geworden war.

Aber die IGRler krempelten, angefeuert von ihren laustarken Fans, die Ärmel hoch. Nur: Es wurde kein Lohn dafür eingefahren. Sosehr sich die Hausherren auch bemühten den Ball in die gegnerische Gefahrenzone zu bringen, es war immer ein Iserlohner im Weg und verhinderte einen Abschluss. So rackerten sich die Bergischen regelrecht an der ERG-Abwehr ab und hatten überdies Glück, dass die Gäste bei ihren blitzschnellen Gegenstößen von Nils Hilbertz (13./Pfosten), Kai Milewski (17.) und Timon Henke (23.) die nötige Millimeter zum zweiten Tor fehlten.

Wesentlichen Anteil daran, dass es zur Pause noch nicht gänzlich aussichtslos war, hatte somit Remscheids Keeper Moritz Kreidewolf, der kurz vor dem Halbzeitpfiff auch noch einen Direkten von Sergio Pereira parierte, nachdem zuvor Daniel Strieder für ein Foul an Nils Hilbertz „Blau“ gesehen hatte (25.).

Das Fazit der ersten Hälfte fiel bei allen Betrachtern aber dennoch einhellig aus: Die routinierteren Iserlohner waren schlichtweg zu clever für die Bergischen Jungspunde, die zwar tapfer immer weide anrannten, aber dabei kaum Schaden verursachten. Stattdessen gerieten sie kurz nach dem Wiederanpfiff noch weiter ins Hintertreffen, als Andre Costa die Überzahl der Westfalen zum 2:0 nutze (27.).

Die Remscheider aber spielten ungeachtet dessen weiter nach vorne, glaubten weiter an ihre Chance, wenngleich zum Titelsieg inzwischen schon ein kleines Wunder nötig war. So blieb Maximilian Richter wenig später abermals der Anschluss verwehrt (28.), doch der nächste Schuss saß dann plötzlich: Daniel Strieder hatte die Kugel aus kurzer Distanz über die Linie gedrückt (30.).

Die IGR-Fans peitschten umgehend die Stimmung an, skandierten „Jetzt geht’s los! Jetzt geht’s los!“ Doch inmitten dieser frenetischen Anfeuerungsrufe, die von den ERG-Anhängern stets in gleicher Laustärke gekontert wurde, tauchte Nils Hilbertz vor Moritz Kreidewolf auf. Der Remscheider Schlussmann pariert zwar, war beim umgehenden Nachschuss von Andrea Münger dann aber machtlos – der Meister hatte zurückgeschlagen (32.).

Und die Westfalen hätten vier weitere Minuten alles klar machen können, doch nach dem 10. IGR-Teamfoul war Moritz Kreidewolf von Andre Costa nicht zu überwinden – und der sich direkt daraus entwickelnde Gegenzug brachte die Hausherren dank ihres abgebrühten Youngsters Alexander Ober wieder heran.

Das 2:3 machte bei den Hausherren offensichtlich die letzten Reserven frei. Mit dem unbändigen Herzen des bergischen Löwen rannten die Herausforderer immer wieder auf das Iserlohner Tor zu, Yannick Peinke scheitere aber erst am Pfosten (37.) dann an Patrick Glowka (39.). Auch das 10. Iserlohner Teamfoul half den Remscheidern nicht, Alexander Ober donnerte die Kugel über das gegnerische Gehäuse (40.).

Die Iserlohner hatten also keinen Grund die Nerven zu verlieren, hielten die Abwehrreihen mit großer Ruhe geschlossen und blockten die IGR-Angriffswellen zumeist auch souverän ab. Darüber hinaus gab es immer öfter Chancen zum Konter, wobei Moritz Kreidewolf zumeist Endstation war. Bis zur 49. Minute war folglich wenigstens der Ausgleich für die tapferen IGRler möglich, doch dann entwischte Andreas Münger und machte mit dem 4:2 den 9. Iserlohner Meistertitel perfekt.

Das Schlusswort hatten aber die Gastgeber, für die Yannick Peinke praktisch mit dem Schlusspfiff noch das 3:4 erzielte, was aber nur ein schwacher Trost war. Der Traum war geplatzt, mit Tränen in den Augen hockten die Remscheider auf dem Feld und mussten den feiernden Iserlohnern zuschauen. 

IGR Remscheid:M. Kreidewolf, J. Langenohl; J. Dutt, F. Selbach, Y. Peinke, R. Selbach, M. Richter, Y. Lukassen, D. Strieder, A. Ober. – ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; C. Nunez, N. Hilbertz, K. Milewski, C. Hegener, A. Münger, S. Pereira, T. Henke, A. Costa. – Schiedsrichter: L. Niestroy / C. Niestroy.

Torfolge: 0:1 (5.) K. Milewski, 0:2 (27./Überzahl) A. Costa, 1:2 (30.) D. Strieder, 1:3 (32.) A. Münger, 2:3 (36.) A. Ober, 2:4 49.) A. Münger, 3:4 (50./Überzahl) Y. Peinke. - Zeitstrafen: IGR 2 min (D. Strieder/25.) – ERG 2 min (S. Pereira/50.) - Teamfouls: IGR 17 – ERG 11.

            

              

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