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Bundesliga, 1. Play-off-Finale: Der Meister hat vorgelegt

(tg) Alles oder nichts – dieses Motto hatten sich die beiden Finalisten aus Iserlohn und Remscheid offensichtlich groß auf die Fahnen geschrieben: Von der ersten bis zur letzten Sekunde lieferten sich die beiden Teams im ersten Finalspiel einen furioses Highspeed-Duell, bei dem der Titelverteidiger am Ende die Nase zwar vorne hatte, die Meisterschaft damit aber noch längst nicht entschieden ist. Denn Am heimischen Hackenberg haben die Remscheider schon so manches Unmögliche geschafft …

ERG Iserlohn – IGR Remscheid 3:1 (1:1)

Keine taktischen Spielchen, kein „Beschnuppern“ – hüben wie drüben wurde das Gaspedal sofort tief durchgetreten und den 400 Fans beider Lager ein Finale furioso dargeboten. Sicher: Die Abwehrarbeit war dabei nichtsdestotrotz Trumpf, weder Herausforderer Remscheid noch Titelverteidiger Iserlohn gingen volles Risiko, sondern sicherten mit einem Mann immer nach hinten ab. Aber die Marschroute war hüben wie drüben dennoch sehr offensiv ausgerichtet.

Und so dauerte es auch nicht lange, bis die erste hochkarätige Chance verbucht wurde: IGR-Kapitän Yannick Peinke war nach Doppelpass mit Alexander Ober völlig blank, scheiterte aber an ERG-Torwart Patrick Glowka (5.). Nachdem es Daniel Strieder dann aus der Distanz versucht hatte (6.), tauchte auch Iserlohn erstmals vor dem Gästetor auf, in dem Moritz Kreidewolf mit dem Schlenzer von Andreas Münger aber keine Probleme hatte (9.).

Unter dem Strich hatten die Gäste in den ersten Minuten ein Übergewicht, sodass die Führung durch Alexander Ober, der kurz hinter der Mittellinie genau Maß genommen hatte, keineswegs überraschend kam (11.). Keine 60 Sekunden darauf hätte Maximilian Richter auf 2:0 erhöhen müssen, doch völlig frei von Patrick Glowka rutsche ihm plötzlich das Herz in die Hose, seinem Schuss fehlte der nötige Druck. Und so konnten sich die jubelnden IGR-Anhänger nicht lange über den Vorsprung ihres Teams freuen, denn nur zwei Minuten nach dem Rückstand lenkte Sergio Pereira einen Münger-Schuss an Moritz Kreidewolf vorbei – 1:1.

Der Ausgleich drehte zugleich das Kräfteverhältnis, nun hatten die Westfalen ein klares Puls, konnten daraus trotz guter Gelegenheiten von Sergio Pereira (15.), Carlos Nunez (16.) und Kai Milewski (25./Pfosten) aber kein Kapital mehr schlagen. Sowohl die IGR-Defensive als auch die ERG-Abwehr arbeitete nun bei nahezu 100 Prozent, die wenige Schüsse fischten die sicheren Schlussmänner aus der Luft.

Daran änderte sich auch nach dem Seitenwechsel zunächst nicht, beide Mannschaften hielten vor dem eigenen Tor die Reihen geschlossen, sodass den Angreifern kaum ein gefährlicher Abschluss gelang. So war der Distanzschuss von Nils Hilbertz letztlich durchaus auch eine Verlegenheitsoption, doch sein Versuch war so gut getimt, dass er an Freund und Feind vorbei seinen Weg ins IGR-Tor fand (33.).

Vorteil für den Titelverteidiger also – und diesen verteidigten die Iserlohner fortan mit nahezu beängstigender Perfektion. Die Gäste aus dem Bergischen versuchten immer wieder mit ebenso variablen wie kreativen Mitteln, eine Lücke in die ERG-Abwehr zu reißen, fanden letztlich aber keinen wirklichen Ansatzpunkt. Patrick Glowka war zwar keineswegs arbeitslos, doch von den IGR-Abschlüssen ging letztlich keine ernsthafte Gefahr aus.

Dies lag sicherlich auch daran, dass die Iserlohner komplett durchwechselten und somit immer wieder Kräfte tanken konnten, während beim Herausforderer das Quartett Yannick Peinke, Fabian Selbach, Daniel Strieder und Alexander Ober im zweiten Durchgang nahezu durchspielte, nachdem sich gleich zu Beginn dieses Durchgangs Maximilian Richter nach einem Zusammenprall mit Timon Henke eine Platzwunde an der Stirn zugezogen hatte und danach ausfiel. So ging den Remscheidern langsam die Luft aus und es schlichen sich Fehler ein. Mit letztlich fatalen Folgen, denn zwei Minuten vor dem Ende kam Andreas Münger so an den Ball, schickte dann Kai Milewski und der ließ Moritz Kreidewolf keine Chance – 3:1 (48.). 

ERG Iserlohn:P. Glowka, L. Kost; C. Nunez, N. Hilbertz, K. Milewski, C. Hegener, A. Münger, S. Pereira, T. Henke, A. Costa. – IGR Remscheid: M. Kreidewolf, J. Langenohl; J. Dutt, F. Selbach, Y. Peinke, R. Selbach, M. Richter, Y. Lukassen, D. Strieder, A. Ober. – Schiedsrichter: T. Flössel / F. Schäfer.

Torfolge: 0:1 (11.) A. Ober, 1:1 (13.) S. Pereira, 2:1 (33.) N. Hilbertz, 3:1 (48.) K. Milewski. - Zeitstrafen: ERG 0 min – IGR 0 min - Teamfouls: ERG 5 – IGR 6.

 

So geht’s weiter …

… am 21. Mai 2017 mit dem Play-off-Finale          

IGR Remscheid             -           ERG Iserlohn                            15.30 Uhr, Sporthalle Hackenberg
 

              

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