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Bundesliga, 2. Play-off 1/2-Finale: Die IGR Remscheid steht im Finale!!!

(tg) Emotionen, Tore, Leidenschaft – der diesjährige Play-off-Modus sorgt für großes Rollhockey-Kino in den entscheidenden zweiten Halbfinalspielen. Titelverteidiger Iserlohn verteidigte in Walsum mit viel Engagement und durchaus auch einer Portion Glück den knappen 3:2-Vorsprung aus dem ersten Treffen und zieht mit einem 3:3 einmal mehr ins Finale ein. Dort treffen die Westfalen nicht wie in den vergangenen Jahren auf Herringen, sondern auf Remscheid: Die Bergischen schafften das schier Unmögliche und drehten nach 4:7-Rückstand aus Spiel 1 den Spieß durch einen 6:2-Heimsieg noch um und greifen nach 1994 erstmals wieder nach dem Meistertitel.

Das erste Finale findet damit am kommenden Samstag um 15.30 Uhr am Iserlohner Hemberg statt, tags darauf wird der Pott dann am Remscheider Hackenberg (ebenfalls 15.30 Uhr) an die Meister 2017 überreicht.

IGR Remscheid – SK Germania Herringen 6:2 (3:0)

Als der Abpfiff ertönte, das herrschte für einen kurzen Moment Stille, denn so recht glauben wollten es die Remscheider auf Anhieb nicht, dass sie es tatsächlich einmal wieder geschafft hatten: Ein praktisch schon verlorenes Rennen gegen Heringen in einen Erfolg umzumünzen. Die Germanen schwiegen auch – aus Enttäuschung über das eigene Unvermögen, einen 7:4-Vorsprung zu verteidigen.

Herringen trat in Remscheid an, als wäre es reine Formsache, das Finalticket perfekt zu machen. Doch es war letztlich ein grober Fehler, gegen die defensivstarken Remscheider blindlinks anzurennen und dabei die Absicherung des eigenen Tores teils fahrlässig aus Acht zu lassen. Zumal mit Moritz Kreidewolf im IGR-Tor durchaus ein Klassemann hockt, der nicht so leicht zu überwinden ist, vor allem, wenn seine Vorderleute schon reichlich Arbeit vorab erledigen.

Doch der Druck auf das Tor der Hausherren war auch keineswegs so hoch, als dass sich diese nicht immer wieder befreien konnten, um dann immer wieder frei Bahn auf das gegnerische Gehäuse zu haben. Die ersten Versuche konnte Timo Tegethoff noch abwehren, doch als in rascher Folge Yannick Peinke (9.) und Daniel Strieder (10.) für ein 2:0 der Bergischen sorgten, war die Richtung klar.

Herringen hatte nun große Probleme die immer vehementer anstürmenden Remscheider vom eigenen Tor fern zu halten, die konnten schlichtweg den Schalter nicht auf Kampfmodus umlegen. Auch eine Auszeit von Coach Christian Zarod half nicht, die nötige Ruhe ins Spiel zu bringen. Und so war zur Pause der eigentlich satte Vorsprung des Vortages aufgebraucht, nachdem Daniel Strieder das 3:0 gelungen war (22.).

Einen kurzen Moment gerieten die Hausherren ins Straucheln, als Kevin Karschau kurz nach Wiederbeginn auf 1:3 verkürzte (32.). U20-Nationalspieler Daniel Strieder erstickte die Germanen-Gegenwehr jedoch im Keim, als er nicht nur umgehend wieder zum 4:1 einschob (34.), sondern kurz darauf eine Zeitstrafe für Robin Schulz zum 5:1 nutze. Eine Minute zuvor hatte Maximilian Richter auf der Strafbank Platznehmen müssen, Moritz Kreidewolf den SKG-Direkten jedoch pariert.

Damit war die Wende bereits geschafft, doch noch war eine knappe Viertelstunde zu absolvieren. Die Hausherren ließen sich indes nicht dazu verleiten, nun vollends Gas zu geben, sondern beschränkten sich mit aller Ruhe und Geduld darauf, das Spiel von hinten heraus zu kontrollieren. Dabei wurde es ihnen von den Herringern indes auch leicht gemacht, denn Liam Hages sorgte in deren Reihen für eine zweiminütige Lücke.

Den daraus resultierenden Direkten ließ die IGR zwar ungenutzt (39.), was aber nicht weiter ins Gewicht fiel, da Herringen keine Mittel zur Gegenwehr fand. Alexander Ober machte schließlich den Sack per Strafstoß zu, nachdem die Westfalen ihr 10. Teamfoul begangen hatten (46.). Das 2:6 von Torschützenkönig Kevin Karschau half den Gästen nicht mehr (50.).  

IGR Remscheid:M. Kreidewolf, J. Langenohl; J. Dutt, F. Selbach, L. Kuhn, Y. Peinke, M. Richter, Y. Lukassen, D. Strieder, A. Ober. – SK Germania Herringen: T. Tegethoff, M. Schartner; K. Karschau, Li. Hages, S. Gürtler, P. Michler, R. Schulz, M. Brandt, L. Karschau, Lu. Hages. – Schiedsrichter: T. Ehlert / P. Thißen.

Torfolge: 1:0 (9.) Y. Peinke, 2:0 (10.) D. Strieder, 3:0 (22.) D. Strieder, 3:1 (32.) K. Karschau, 4:1 (34.) D. Strieder, 5:1 (36./Direkter) D. Strieder, 6:1 (46./Direkter) A. Ober, 6:2 (50.) K. Karschau. - Zeitstrafen: IGR 2 min (M. Richter/35.) – SKG 6 min (R. Schulz/36. & 50. - Li. Hages/39.) - Teamfouls: IGR 8 – SKG 11.
 

RESG Walsum – ERG Iserlohn 3:3 (1:2)

Die Sporthalle Beckersloh war ein brodelnder Hexenkessel, doch auch mit ihren lautstarken Fans im Rücken schaffte es der Rekordmeister aus Walsum nicht, den Rückstand aus dem ersten Treffen aufzuholen. Iserlohn warf sich am Ende mit Mann und Maus gegen die Angriffswellen, rettete das Remis über die Zeit und wahrte somit seine Chancen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung.

Walsum legte umgehend furios los, doch statt, wie erhofft, schnell den Ein-Tor-Rückstand aufzuholen, liefen die roten Teufel in die Falle. Iserlohn hatte die Lunte gerochen, sich bewusst auf eine starke defensive eingestellt, um dann mit einem einstudierten Konterzug Nils Hilbertz auf dem Weg zum 1:0 zu schicken (5.).

Der Gegentreffer wirkte wie ein Tiefschlag, den die Hausherren nur schwer verdauten. Statt aber wie am Vortag die Ruhe zu bewahren – es war ja noch reichlich Zeit zur Korrektur – wurde schon jetzt die Brechstange ausgepackt, was in Paarung mit großer Emotionalität in einer doppelten Zeitstrafe gegen Miquel Vila-Gallaguet und Pedro Queiros gipfelte (11.). Andre Costa schlug die Einladung zum 2:0 nicht aus, verwandelte den resultierenden Direkten vielmehr kaltschnäuzig.

Schließlich tat RESG-Trainer Günter Szalek das einzig richtige, nahm eine Auszeit und sorgte damit dafür, dass sich die Gemüter erst einmal abkühlten. Mit dem erhofften Erfolg, denn nun agierten seine Mannen wesentlich besonnener und vor allem zielstrebiger. Dass vor Der Pause Christopher Berg lediglich den 1:2-Anschluss markierte (18.) war letztlich der Hauptverdienst von ERG-Torwart Patrick Glowka, der so manche Walsumer Großchance zunichtemachte.

Kurz nach der Pause bot sich für Iserlohn die große Möglichkeit, wieder auf zwei Tore davon zu ziehen, doch nach dem 10. Walsumer Teamfoul blieb Tobias Wahlen Sieger im Duell mit Andre Costa (28.). Und diese Großtat schien das Blatt zu wenden, fortan ging es fast ausnahmslos nur noch in Richtung Iserlohner Tor. Eine blaue Karte für Nils Hilbertz erleichterte den Hausherren die Jagd auf den Ausgleich, Xavier Berruezo zielte maßgenau (32.).

Naturgemäß sorgte der Gleichstand für die Freisetzung weiterer Kräfte bei den Rheinländern, die in der Folge das Gästetor unter Dauerbeschuss nahmen, dabei aber auch zunehmend an Patrick Glowka verzweifelten. Schließlich aber war das ERG-Tor sturmreif geschossen, beim Versuch von Sebastian Haas hatte auch der Nationaltorwart kein probates Mittel  - 3:2, Gleichstand in der Summe beider Spiele (42.).

Angesichts der fortgeschrittenen Spielzeit war klar, der nächste Treffer bringt mit größter Wahrscheinlichkeit die Entscheidung. Und dabei schlug das Pendel nun wieder zugunsten der Iserlohner aus, als nach 15. Teamfoul der Hausherren Iserlohns Kapitän die Verantwortung übernahm, an den Punkt schritt und die Kugel zum 3:3 in die Maschen schob (44.).

Noch aber war für Walsum nicht alles verloren, zumal die Dramaturgie des Spiels durchaus noch einen möglichen Wendepunkt bot: Knappe 80 Sekunden vor dem Ende sah Andre Costa den blauen Karton, womit Walsum ein big Point praktisch auf dem Silbertablett präsentiert bekam. Allein: Sie nahmen das Geschenk nicht an. So scheiterte Miquel Vila-Gallaguet mit dem fälligen Direkten an Patrick Glowka, der auch in den restlichen Sekunden der Partie, in der Walsum für Tobias Wahlen einen fünften Feldspieler brachte und somit in 5:3-Überzahl agierte, der Turm in der Brandung war und Iserlohn den Einzug ins Finale sicherte.

Das werden die Iserlohner ohne ihren Trainer Jens Behrendt bestreiten müssen, der sich nach dem Abpfiff auf dem Spielfeld mit Nuno Rilhas ein ebenso erhitztes wie leider auch unschönes Wort- und Gestengefecht lieferte, für welches beide Akteure mit einer roten Karten „belohnt“ wurden.     

RESG Walsum:T. Wahlen, R. Lorz; M. Vila-Gallaguet, C. Berg, C. Nusch, X. Berruezo, S. Haas, N. Rilhas, P. Queiros, F. Sturla. – ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; C. Nunez, N. Hilbertz, K. Milewski, C. Hegener, A. Münger, S. Pereira, T. Henke, A. Costa. – Schiedsrichter: B. Ullrich / L. Nawratil.

Torfolge: 0:1 (5.) N. Hilbertz, 0:2 (11./Direkter) A. Costa, 1:2 (18.) C. Berg, 2:2 (32./Direkter), 3:2 (42.) S. Haas, 3:3 (44./Direkter) S. Pereira. - Zeitstrafen: RESG 4 min (M. Vila-Gallaguet/11. - P. Queiros/11.) – ERG 4 min (N. Hilbertz/32. – A. Costa/49.) - Rote Karte: N. Rilhas (RESG/50+) – J. Behrendt (ERG/50+) -Teamfouls: RESG 17 – ERG 9.

 

So geht’s weiter …

… am 20./21. Mai 2017 mit dem Play-off-Finale     

ERG Iserlohn - IGR Remscheid                          15.30 Uhr, Sporthalle Hemberg


IGR Remscheid - ERG Iserlohn                          15.30 Uhr, Sporthalle Hackenberg      

    

              

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