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Bundesliga, 1. Play-off 1/2-Finale: Westfalen nutzen ihren Heimvorteil

(tg) Die beiden Vorjahresfinalisten aus Iserlohn und Herringen nutzten im ersten Halbfinalspiel ihren Heimvorteil und gehen nach ihren Siegen nun entsprechend selbstbewusst in das jeweils entscheidende Sonntagsmatch: Rekordmeister Walsum hat gegen Titelverteidiger Iserlohn nach einem 2:3 durchaus noch beste Chancen auf das Finale, während Remscheid gegen Herringen einen schon recht üppigen 4:7-Rückstand aufholen müsste.

SK Germania Herringen – IGR Remscheid 7:4 (2:2)

40 Minuten war es ein Duell auf Augenhöhe, dann schien den Remscheidern die Luft auszugehen, was Herringen – besser: Milan Brandt – dann ausnutzte, um den Westfalen für das Sonntagsspiel ein Drei-Tore-Polster zu verschaffen.

Die Anfangsphase hatte etwas Skurriles: Gleich der erste Angriff brachte Herringen durch einen sicher verwandelten Penalty zwar die Führung (3.), den Ton gaben aber eindeutig die Gäste aus dem Bergischen an, die sich dabei drei, vier erstklassige Möglichkeiten erspielten – indes: ohne Erfolg! Umso mehr wurde das Geschehen dann auf den Kopf gestellt, als Milan Brandt die erst zweite SKG-Chance zum 2:0 nutzte (12.) …

Dann aber fanden auch die Remscheider erfolgreich den Weg zum gegnerischen Tor, keine zwei Minuten nach dem 0:2 konnte Daniel Strieder nur per Foul gebremst werden und verwandelte den fälligen Strafstoß selbst zum Anschluss für die IGR. Und die blieb am Drücker, während die Hausherren sich in Geduld übten und ihre Defensivkünste in die Waagschale warfen. Vor allem an Schlussmann Timo Tegethoff bissen sich die Remscheider regelrecht die Zähne aus. Erst eine blaue Karte gegen Lucas Karschau machte den Weg zum Ausgleich frei, Alexander Ober nutzte den Direkten eiskalt (22.).

Kurz nach dem Seitenwechsel wurden die Gäste für unbändiges Engagement mit dem Führungstreffer belohnt, Daniel Strieder hatte per Schlagschuss unhaltbar in den Knick getroffen (30.). Doch auch dieser Vorsprung hatte keinen Bestand, nur drei Minuten später schob Liam Hages zum 3:3 ein.

In der Folge wogte die spannende Partie hin und her, vor beiden Toren brannte es immer wieder lichterloh. Die Frage, wer sich – nun vielleicht entscheidend – die Führung erarbeitet, wurde in der 38. Minute geklärt, als Stefan Gürtler per Direktabnahme ins Schwarze traf. Remscheid investierte in der Folge viel Energie, um abermals gleichzuziehen, hatte dabei Glück, einen Direkten nach „Blau“ für Yannick Peinke schadlos zu überstehen (42.). Doch in Unterzahl verloren die Gäste dann Milan Brandt aus den Augen, der dies umgehend mit dem 5:3 bestrafte (44.).

Keine zwei Minuten darauf schlug der Sturmtank ein weiteres Mal zu, womit die Richtung nun klar war. Maximilian Richter verkürzte für die Remscheider zwar nochmal (47.), doch es war nun auch nicht zu verhehlen, dass den IGR-Recken die Kräfte schwanden. Nutznießer war einmal mehr Milan Brandt, der aus spitzem Winkel den 7:4-Endstand markierte.

SK Germania Herringen:T. Tegethoff, M. Schartner; K. Karschau, Li. Hages, S. Gürtler, P. Michler, R. Schulz, M. Brandt, L. Karschau, Lu. Hages. –
IGR Remscheid: M. Kreidewolf, J. Langenohl; J. Dutt, F. Selbach, Y. Peinke, M. Richter, Y. Lukassen, D. Strieder, A. Ober, T. Cramer.
Schiedsrichter: D. Loewe / T. Sörensen.

Torfolge: 1:0 (3./Penalty) L. Karschau, 2:0 (12.) M. Brandt, 2:1 (14./Penalty) D. Strieder, 2:2 (22./Direkter) A. Ober, 2:3 (30.) D. Strieder, 3:3 833.) Li. Hages, 4:3 (38.) S. Gürtler, 5:3 (44./Überzahl) M. Brandt, 6:3 (46.) M. Brandt, 6:4 (47.) M. Richter, 7:4 (49.) M. Brandt. - Zeitstrafen: SKG 2 min (L. Karschau/22.) – IGR 2 min (Y. Peinke/42.) - Teamfouls: SKG 13 – IGR 7.

ERG Iserlohn – RESG Walsum 3:2 (1:1)
Defensive war Trumpf in dieser intensiven Begegnung zwischen Iserlohn und Walsum, in welcher der Titelverteidiger letztlich die Nase dank zwingenderer Aktionen verdient leicht vorne hatte.

Die Partie hatte eine überaus lange Anlaufzeit, denn sowohl Jens Behrendt (Iserlohn) als auch Günter Szalek (Walsum) hatten „disziplinierte Defensivarbeit“ in den Fokus gestellt – und die Akteure auf dem Feld setzten diese Vorgaben so perfekt um, dass vor den Tore kaum mal etwas anbrannte.

Gleich der erste Fehler – und der unterlief Iserlohn – zeigte dann, wie erbarmungslos die Angreifer selbst kleinste Chancen zu nutzen vermochten: Felipe Sturla kam letztlich völlig frei zum Abschluss und ließ Patrick Glowka im ERG-Tor keine Chance (23.). Allerdings konnten sich die Walsumer nicht lange über diese Führung freuen, denn kurz darauf übersahen sie Andre Costa, der mutterseelenalleine auf RESG-Schlussmann Tobias Wahlen zusteuerte und eiskalt zum 1:1 einschob (25.).

Die Tore taten der Partie insofern gut, dass beide Seiten nun wussten, dass nur über ein größeres Engagement in der Offensive die Freiräume erzwungen werden konnten, die für Tore notwendig waren. Vor allem die Hausherren setzten nun auf verstärktes Risiko, zogen nach dem Seitenwechsel das Tempo an, ohne dabei jedoch die Absicherung nach hinten aus den Augen zu verlieren.

Die Taktik ging auf, als Sergio Pereira kurz hinter der Mittellinie schwungvoll ausholte und die Kugel via Innenpfosten zum 2:1 ins Walsumer Tor donnerte (29.). Nun waren die Westfalen klar am Drücker, Walsum gelang es nur selten, sich zu befreien, kam dann aber auch zumeist nicht einmal in die Nähe des ERG-Tores. Als dann Felipe Sturla doch mal eine Lücke fand, blieb Sergio Pereira nur die Möglichkeit eines Fouls, um den Ausgleich zu verhindern, wofür er zu Recht die blaue Karte sah (36.). Da aber Xavier Berruezo den Penalty über das Tor setzte und den roten Teufeln auch in Überzahl nicht viel einfiel, hatte sich das taktische Foul letztlich gelohnt.

Kaum waren die Iserlohner wieder komplett, wieder das alte Bild: Die Hausherren bedrängten das RESG-Gehäuse, wobei das 3:1 schließlich aus einem lupenreinen Überzahl-Konter resultierte: Andre Costa und Andreas Münger spielten doppelten Doppelpass, das 3:1 war perfekt (39.). Kurz darauf hätte Kai Milewski nochmal erhöhen können, sein Schuss strich aber um Millimeter am gegnerischen Tor vorbei (42.), woraus sich ein direkter Konter für Walsum entwickelte, der ihnen den Anschluss brachte: Nuno Rilhas hatte aus der Distanz den Ball vors ERG-Tor gebracht, Pedro Queiros diesem im letzten Moment noch die entscheidende Richtungsänderung gegeben – 2:3 (42.).

Danach folgte ein regelrechter Nervenkrimi, denn inzwischen waren beide Seiten bei neun Teamfouls angelangt, weshalb nun hüben wie drüben in den anfänglichen Defensivmodus zurückschalteten, dabei in den Zweikämpfen aber nicht mehr allzu viel Risiko eingingen. So lief die Uhr immer weiter herunter, ohne dass es nochmals eine wirklich gute Einschussmöglichkeit für eine Seite gab …

ERG Iserlohn:P. Glowka, L. Kost; C. Nunez, N. Hilbertz, K. Milewski, C. Hegener, A. Münger, S. Pereira, T. Henke, A. Costa. – RESG Walsum: T. Wahlen, R. Lorz; M. Vila-Gallaguet, C. Berg, C. Nusch, X. Berruezo, S. Haas, N. Rilhas, P. Queiros, F. Sturla. – Schiedsrichter: L. Niestroy / T. Ehlert.

Torfolge: 0:1 (23.) F. Sturla, 1:1 (25.) A. Costa, 2:1 (29.) S. Pereira, 3:1 (39.) A. Costa, 3:2 (42.) P. Queiros. - Zeitstrafen: ERG 2 min (S. Pereira/36.) – RESG 0 min - Teamfouls: ERG 9 – RESG 9.

 

So geht’s weiter …

… am  14. Mai 2017 mit dem 2. Play-off-Halbfinale          

IGR Remscheid - SK Germania Herringen      15.30 Uhr, Sporthalle Hackenberg

RESG Walsum - ERG Iserlohn                        15.30 Uhr, Sporthalle Beckersloh     
 

              

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