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Bundesliga, 4. Spieltag: IGR überrollt Krefeld

(tg) Die rheinische Rebellion ist im vollen Gange, nachdem in den zurückliegenden 13 Jahren sämtliche nationale Meistertitel nach Westfalen oder ins Bergische Land gingen: Düsseldorf distanzierte Titelverteidiger Iserlohn mit 6:3 und übernahm damit dank des Walsumer 7:6-Erfolges in Herringen die Spitzenstellung. Der Rekordmeister liegt dank des vorerst besseren direkten Vergleichs mit den Germanen auf Rang 2. Im oberen Drittel des Rangliste etabliert hat sich vorerst auch Calenberg durch seinen 10:6-Sieg über Recklinghausen, während sich Vizemeister Remscheid nach einem 14:3 in Krefeld wieder an die Spitze herangeschoben hat. Frustabbau vollzog derweil Darmstadt mit einem 12:0 über Wuppertal.


Spiel der Woche: SK Germania Herringen – RESG Walsum 6:7 (4:3)

0:3 lag Walsum nach gerade einmal sieben Minuten zurück und hatte sich dabei durchaus dilettantisch präsentiert. Herringen dagegen war sich damit des Sieges wohl zu früh zu sicher und kassierte am Ende die Quittung.

Auch wenn sich RESG-Trainer Günter Szalek über den Sieg freute, angesichts der Startphase seiner Mannen fand er deutliche Worte: „Das waren katastrophale Fehler, wir haben uns einen Bockschuss nach dem anderen geleistet!“ Und diese Einladung nahmen die Herringern natürlich dankend an. So brauchte Liam Hages die Kugel nur noch über die Linie zu schieben (3.). Dann war Stefan Gürtler beim Penalty ebenso zielsicher (6.), wie nur Sekunden später Robin Schulz nach einem Konter (7.).

Diesen Schock musste der Rekordmeister erst einmal verdauen, wobei der 1:3-Anschluss von Miquel Vila Gallaguet (15.) großen Anteil hatte. Die RESG nahm umgehend noch eine Auszeit – und kam dann wie verwandelt auf das Feld zurück. Dass sich Kevin Karschau unmittelbar danach eine blaue Karte einhandelte und Felipe Sturla den Direkten zum 2:3 verwandelte (16.), spielte den Gästen natürlich zusätzlich in die Karten. Denn auch wenn Robin Schulz nahezu postwendend zum 4:2 traf (19.), Walsum war nun im Spiel und verkürzte dank Miquel Vila Gallaguet noch vor dem Seitenwechsel wieder auf ein Tor Rückstand (22.).

Auch der Gleichstand war letztlich ein Geschenk der Germanen, in deren Reihen nun Liam Hages auf die Strafbank musste, woraufhin Christopher Nusch eine Strafstoßqualitäten eindrucksvoll beweis (30.). Direkt vom Wiederanstoß brachte Robin Schulz die Hausherren zwar wieder in Vorlage, doch die Herringer waren angezählt.

Dies ließ sich auch dadurch nicht verbergen, dass es in der Folgezeit in hohem Tempo hin und her ging. Während die Gäste nun der Siegeswille buchstäblich im Gesicht abzulesen war, sahen die Zuschauer bei den Heimischen vor allem große Verunsicherung. Die zwingenderen Chancen besaß somit Walsum, wenngleich es einen erneuten Direkten brauchte, um zum 5:5 zu treffen. Wieder „saß“ Liam Hages auf der Strafbank, wieder vollstreckte Christopher Nusch (43.).

Nun wurde es naturgemäß dramatisch, denn beide Teams wollten die Verlängerung vermeiden. Doch weder hüben noch drüben wollte sich ein Vorteil ergeben. So brachte Miquel Vila Gallaguet die roten Teufel zwar drei Minuten vor Ablauf der Uhr erstmal in Führung, doch nur 15 Sekunden später vollendete Lucas Karschau zum 6:6. Als dann aber Sebastian Haas die Gäste zum siebten Mal jubeln ließ (50.), reichte den Westfalen die Zeit nicht mehr zur Antwort.        

SK Germania Herringen:T. Tegethoff, M. Schartner; K. Karschau, Li. Hages, M. Stork, S. Gürtler, J. Klein, R. Schulz, L. Karschau. – RESG Walsum: T. Wahlen, C. Paß; M. Vila Gallaguet, C. Berg, C. Nusch, X. Berruezo, F. Schmidt, S. Haas, N. Rilhas, F. Sturla. – Schiedsrichter: B. Ullrich / T. Ullrich.

Torfolge: 1:0 (3.) Li. Hages, 2:0 (6./Penalty) S. Gürtler, 3:0 (7.) R. Schulz, 3:1 (15.) M. Vila Gallaguet, 3:2 (16./Direkter) F. Sturla, 4:2 (19.) R. Schulz, 4:3 (22.) M. Vila Gallaguet, 4:4 (30./Direkter) C. Nusch, 5:4 (30.) R. Schulz, 5:5 (43./Direkter) C. Nusch, 5:6 (47.) M. Vila Gallaguet, 6:6 (47.) L. Karschau, 6:7 (50.) S. Haas. - Zeitstrafen: SKG 6 min (K. Karschau/16. - Li. Hages/30. & 43.) – RESG 2 min (X. Berruezo/36.) - Teamfouls: SKG 9 – RESG 5.
TuS Düsseldorf-Nord – ERG Iserlohn 6:3 (2:1)

Wer 1:0 führt, der stets verliert! Auch wenn diese Binsenweisheit wohl keiner statistischen Überprüfung standhalten würde, für Meister Iserlohn traf sie in Düsseldorf zu. Wobei die Rheinländer am Ende ganz klar die besseren Karten hatten.

Kai Milewski ließ den amtierenden Meister nahezu perfekt aus den Startblöcken kommen, als er nach nur wenigen Sekunden zum 1:0 traf. Doch danach zeigten die TuSler wieder ihre gewohnt stabile Abwehrleistung und ließen Iserlohn nur noch selten in gefährliche Positionen kommen. Auf der Gegenseite fuhr Düsseldorf immer wieder blitzschnelle Konter, bei denen ERG-Keeper Patrick Glowka ordentlich ins Schwitzen kam – und den Ausgleich letztlich nur bis zur elften Minute hinauszögern konnte: Diogo Carrilho war dann nicht mehr zu bremsen.

Auch im weiteren Verlauf hatte Iserlohn zwar mehr Ballbesitz, doch die aussichtsreicheren Chancen kreierten die Gastgeber, die folgerichtig durch Tarek Abdalla in Führung gingen (21.). Noch vor dem Seitenwechsel reagierte Iserlohn mit einer taktischen Auszeit, doch es fehlten schlichtweg die zündenden Ideen, um die TuS-Abwehr vor ernsthafte Probleme zu stellen.

Die Rheinländer blieben somit ihrem Erfolgsrezept treu: Hinten eng stehen, vorne blitzschnell zuschlagen. Zumal sie mit Diogo Carrilho einen eiskalten Vollstrecker hatten, der in der 30. Minute schließlich auf 3:1 erhöhte. Kurz danach zeigte dann Jan Kutscha sein ganzes Können bei einem Iserlohner Strafstoß nach „Blau“ für Andreas Paczia. Sowohl diese Unterzahl als auch die wenig später folgende nach roter Karte für Davy van Willigen (39.) überstanden die Unterrather schadlos.

Hatte der Titelverteidiger sich damit schon beste Möglichkeiten nehmen lassen, zu verkürzen, verspielte er mit der Zeitstrafe von Sergio Pereira endgültig die letzte Chance: Tarek Abdalla behielt vom Punkt die Nerven – 4:1 (43.). Da Diogo Carrilho prompt das fünfte (46.) und sechste Tor (49.) folgen ließ, besaß das Doppelpack von Nils Hilbertz (48./50.) nur noch statistischen Wert.           

TuS Düsseldorf-Nord:J. Kutscha, Lu. Brandt; J. Pink, T. Abdalla, D. Carrilho, D. van Willigen, N. Fichtner, C. Gatermann, A. Paczia, T. Paczia. – ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; P. Kirtyan, N. Hilbertz, K. Milewski, S. Glowka, A. Börkei, S. Pereira, T. Henke. – Schiedsrichter: L. Niestroy / A. Feiteira.

Torfolge: 0:1 (1.) K. Milewski, 1:1 (11.) D. Carrilho, 2:1 (21.) T. Abdalla, 3:1 (30.) D. Carrilho, 4:1 (43./Direkter) T. Abdalla, 5:1 (46.) D. Carrilho, 5:2 (48.) N. Hilbertz, 6:2 (49.) D. Carrilho, 6:3 (50.) N. Hilbertz. - Zeitstrafen: TuS 2 min (A. Paczia/32.) – ERG 4 min (A. Börkei/39. – S. Pereira/43.) - Rote Karte: D. van Willigen (39./TuS) - Teamfouls: TuS 7 – ERG 8.
SC Bison Calenberg – RHC Recklinghausen 10:6 (6:2)

Calenbergs Lebensversicherung ist und bleibt Milan Brandt, der mit seinen sechs Toren den entscheidenden Unterscheid gegenüber der Recklinghäuser ausmachte.

Den besseren Start legte der RHC hin, der durch einen Doppelschlag von Niklas Nohlen nach sechs Minuten mit 2:0 in Führung lag. Doch die Bisons brauchten in Anschluss nur ganze vier Minuten, um durch Milan Brandt (6./10.) und Mateus Luther (7.) das Blatt zu ihren Gunsten zu wenden. In der Folge schloss sich ein offener Schlagabtausch an, in dem weitere Treffer jedoch zunächst nicht verbucht werden konnten.

Die letzten fünf Minuten des ersten Durchgangs sollten dann die Entscheidung bringen. Die Calenberger hatten nach temporeichem Spiel noch mehr Reserven und nutzen diesen kleinen Vorteil, um ihren Vorsprung bis zum Kabinengang auf vier Tore auszubauen. Die Treffer gingen dabei an Milan Brandt (22.), Leif Johansson (24.) und Reik Johansson (25.).

Und in diesem Stil ging es unmittelbar nach Wiederbeginn weiter. Erneut kamen die Vester besser aus den Startblöcken. Doch ehe sie sich nach dem 3:6 von Christoph Rindfleisch (26.) intensiver um eine Aufholjagd bemühen konnten, hatten Joeri Mertens (28.) und Milan Brandt (29.) schon für neue Tatsachen gesorgt.

Per Doppelschlag ließ Niklas Nohlen die Gäste für die Schlussphase nochmals hoffen - 5:8 (41.). Allerdings war Milan Brandt schlichtweg nicht zu neutralisieren, sodass der Torjäger binnen weniger Sekunden per Strafstoß und Konter doppeln konnten und somit die Entscheidung brachte (45.). Den Schlusspunkt setzte schließlich RHC-Spielführer Philipp Wagner mit einem erfolgreichen Penalty (48.).    

SC Bison Calenberg:D. Mertens, T. Richter; J. Rocha, M. Bässler, L. Johansson, M. Brandt, R. Johansson, M. Luther, T. Tilborghs, J. Mertens. – RHC Recklinghausen: D. Jakubiak (ab 45. L. Andrioff); L. Sowade, P. Wagner, Niklas Nohlen, C. Rindfleisch, M. Angenendt, Niko Nohlen, M. Schürmann. – Schiedsrichter: S. Dahlbock / T. Flössel.

Torfolge: 0:1 (2.) Niklas Nohlen, 0:2 (6.) Niklas Nohlen, 1:2 (6.) M. Brandt, 2:2 (7.) M. Luther, 3:2 (10.) M. Brandt, 4:2 (22.) M. Brandt, 5:2 (24.) R. Johansson, 6:2 (25.) L. Johansson, 6:3 (26.) C. Rindfleisch, 7:3 (29.) M. Brandt, 8:3 (28.) J. Mertens, 8:4 (39.) Niklas Nohlen, 8:5 (41.) Niklas Nohlen, 9:5 (45./Direkter) M. Brandt, 10:5 (45.) M. Brandt, 10:6 (48./Penalty) P. Wagner. - Zeitstrafen: SCB 0 min – RHC 2 min (D. Jakubiak/45.) - Teamfouls: SCB 7 – RHC 8.

HSV Krefeld – IGR Remscheid 3:14 (1:7)

Auch in der neuen Saison kommt Krefeld nicht auf die Füße, gegen Remscheid folgte die vierte klare Niederlage in Serie. Der Vizemeister hat indes den kleinen Fehlstart abgehakt und sich – bei einem Spiel weniger als die besser platzierte Konkurrenz – auf Rang 5 vorgeschoben.

Keine zehn Minuten brauchten die Remscheider, um durch eine Doublette von Jungnationalspieler Daniel Strieder (7./9.) unwiderruflich auf die Straße des Erfolges einzubiegen. Zumal Yannick Peinke (10.) und nochmals Daniel Strieder per Zweierpack (12./17.) rasch nachlegten. Erst nachdem Joshua Dutt das halbe Dutzend voll gemacht hatte (20.), gab auch der Gastgeber ein Lebenszeichen von sich: Daniel Horchmers 1:6 war aber nur ein kurzer Lichtblick, denn Yannick Peinke (22./34.), Daniel Strieder (34./37.) und Yannik Lukassen (35.) bauten den IGR-Vorsprung schließlich auf zehn Tore aus.

Danach kehrte etwas Ruhe ein, was Krefeld die Möglichkeit bot, durch Stan Holtzer (37./41.) etwas Ergebniskorrektur zu betreiben. Die fiel letztlich aber nur rein optisch aus, denn Maximilian Richter (39.), Alexander Ober (44.) und Joshua Dutt (50.) trafen noch für die Bergischen ins Schwarze.

HSV Krefeld:M. Hass, R. Surrey; N. Kluschewski, P. Greiffenstein, M. Hackel, S. Emmrich, D. Quabeck, C. Jachtmann, S. Holtzer, D. Horchmer. – IGR Remscheid: J. Langenohl, J. van den Dungen; J. Dutt, J. Kulessa, Y. Lukassen, A. Ober, Y. Peinke, D. Strieder, F. Selbach, M. Richter. – Schiedsrichter: C. Niestroy / T. Ehlert.

Torfolge: 0:1 (7.) D. Strieder, 0:2 (9.) D. Strieder, 0:3 (10.) Y. Peinke, 0:4 (12.) D. Strieder, 0:5 (17.) D. Strieder, 0:6 (20.) J. Dutt, 1:6 (22.) D. Horchmer, 1:7 (22.) Y. Peinke, 1:8 (34.) Y. Peinke, 1:9 (34.) D. Strieder, 1:10 (35.) Y. Lukassen, 2:10 (37.) S. Holtzer, 2:11 (37.) D. Strieder, 2:12 (39.) M. Richter, 3:12 (41.) S. Holtzer, 3:13 (44.) A. Ober, 3:14 (50.) J. Dutt. - Zeitstrafen: HSV 0 min – IGR 0 min - Teamfouls: HSV 7 – IGR 5.
RSC Darmstadt – SC Moskitos Wuppertal 12:0 (5:0)

Schlusslicht Wuppertal kam den gebeutelten Darmstädtern genau richtig: Kompromisslos spielten die Hessen ihre technischen und läuferischen Vorteile aus und nutzten die Überlegenheit zum Frustabbau. Die Wuppertaler dagegen kassierten damit im dritten Spiel die dritte zweistellige Abfuhr.

Alexandre Andrade eröffnete in der dritten Minute das RSC-Schützenfest, Felix Bender (8.) und Marcel Behnke (9.) legten rasch nach. Doch auch wenn es im Anschluss ein Spiel auf ein Tor war, die Moskitos verteidigten eifrig und ließen im ersten Durchgang nur noch zwei Gegentreffer durch Nils Koch (14.) und Alexandre Andrade (24.) zu.

Nach dem Seitenwechsel jedoch konnten die Gäste der Darmstädter Angriffslawine nichts mehr entgegensetzen: Binnen zehn Minuten schraubten Alexander Andrae mit einem Doppelpack (26./28.) und Max Hack per Hattrick (31./33./35.) das Resultat auf 10:0. Nachdem wenig später Nils Koch das Dutzend voll gemacht hatte (38./41.), schalteten die Hessen zurück und ließen es dabei bewenden.   

RSC Darmstadt:P. Leyer (ab 35. M. Warmbier); F. Bender, P. Wagner, M. Hack, M. Behnke, A. Andrade, M. Abdi, N. Koch, D. May. – SC Moskitos Wuppertalk: R. Prange, A. Obermeier; T. Lucht, D. Meuer, N. Brikmann, G. Dincer, N. Obermeier, M. Mirscheid, J. Henckels. – Schiedsrichter: P. Thißen / M. Wittig.

Torfolge: 1:0 (3.) A. Andrade, 2:0 (8.) F. Bender, 3:0 (9.) M. Behnke, 4:0 (14.) N. Koch, 5:0 (24.) A. Andrade, 6:0 (26.) A. Andrade, 7:0 (28.) A. Andrade, 8:0 (31.) M. Hack, 9:0 (33.) M. Hack, 10:0 (35.) M. Hack, 11:0 (38.) N. Koch, 12:0 (41.) N. Koch. - Zeitstrafen: RSC 0 min – SCM 0 min - Teamfouls: RSC 8 – SCM 5.

 

Bundesliga, 3. Spieltag: Erstes Heimspiel gegen Darmstadt


(tg) Meister ERG Iserlohn hat am Wochenende aufgrund der Dezimierung auf nur noch elf Teams spielfrei, was die Konkurrenz in der 1. Rollhockey-Bundesliga natürlich ausnutzen möchte: Herringen und Düsseldorf, um den Vorsprung zu erweitern, und Cronenberg, Calenberg, Recklinghausen und Walsum, um am Titelverteidiger vorbei zu ziehen. Alle Wünsche werden aber nicht in Erfüllung gehen, da es einige Direktduelle geben wird.

Das interessanteste dabei wird das Aufeinandertreffen von RSC Cronenberg und SC Bison Calenberg sein (Sa., 15.30 Uhr – Alfred-Henckels-Halle). Zum einen, weil die beiden Kontrahenten in der Liga als Vierter bzw. Fünfter unmittelbare Nachbarn sind. Zum anderen wegen der in etwa gleichstark einzuschätzenden Spielerkader. Beide Mannschaften haben bislang sowohl ein positives als auch ein negatives Erlebnis gehabt und wollen nun die Gunst der Stunde nutzen, sich in der oberen Hälfte einzunisten. Im Vorjahr gab es unter ähnlichen Voraussetzungen ein relativ klares Resultat: Cronenberg schickte die Bisons mit einem 8:3 auf die Heimreise

Nicht minder delikat wird das Duell in nur knapp 15 Kilometer Entfernung sein, wenn sich in der Sporthalle Hackenberg die IGR Remscheid und der RSC Darmstadt gegenüber stehen (Sa., 16 Uhr). Die Bergischen, immerhin als Vorjahresvize am Start, haben ihren Auftakt in Düsseldorf gründlich vergeigt, sodass sie vor eigenem Publikum nun ein wenig unter Zugzwang stehen. Noch schlechter stehen die Hessen da, die ja schon zweimal im Einsatz waren – und in beiden Spielen nicht punkten konnten. Entsprechend steht für beide Seiten nicht weniger auf dem Spiel, als einen völligen Fehlstart zu vermeiden. Die IGR hat zumindest den Pluspunkt, in der eigenen Halle nur schwer zu bezwingen zu sein, wie die Darmstädter im Vorjahr beim 5:9 erfuhren.


Klare Verhältnisse – zumindest auf dem Papier – herrschen bei den Partien des derzeitigen Spitzenduos. So muss Tabellenführer SK Germania Herringen zum RHC Recklinghausen, der momentan auf Platz 6 rangiert (Sa. 15.30 Uhr – Heinrich-Auge-Halle). Vor Jahresfrist gab es an gleicher Stelle ein 4:19-Debakel für die Vester, die auch im Play-off-Viertelfinale von den Germanen zweistellig (4:11) abgefertigt wurden. Und auch Verfolger TuS Düsseldorf-Nord wird seinen dritten Saisonsieg fest eingeplant haben, wenn er um 17.30 Uhr in der Sporthalle Am Kothen beim SC Moskitos Wuppertal antreten wird. 14:3 siegten die Rheinländer im Vorjahr, zuletzt gab es für die Bergischen in eigener Halle ein 0:15 gegen Calenberg.

Zu guter Letzt hält die 3. Runde der Saison 2017/18 noch ein Derby parat: Die RESG Walsum und der HSV Krefeld stehen sich im Niederrheinduell gegenüber (Sa., 15.30 Uhr – Sporthalle Beckersloh). Während die roten Teufel aus Duisburg mit ihrem 4:2 in Darmstadt einen Fehlstart verhindern konnten, steckt Krefeld bereits wieder dick im Schlamassel: Einem 3:7 in Recklinghausen folgte ein 1:9 gegen Herringen, was den Vorletzten Rang bedeutet. In Derbys gelten gemeinhin aber andere Regeln und so war der HSV in der Vorsaison beim knappen 3:5 in Walsum auch dicht an einem Coup. Der Rekordmeister ist also gewarnt …   

Der Spieltag im Überblick …

… am 14. Oktober 2017 mit dem 3. Spieltag                                 

RSC Cronenberg           -           SC Bison Calenberg       15.30 Uhr, Alfred-Henckels-Halle

RESG Walsum              -           HSV Krefeld                  15.30 Uhr, Sporthalle Beckersloh

RHC Recklinghausen     -           SK Germania Herringen  15.30 Uhr, Heinrich-Auge-Halle

IGR Remscheid             -           RSC Darmstadt             16.00 Uhr, Sporthalle Hackenberg 

SC Moskitos Wuppertal  -           TuS Düsseldorf-Nord      17.30 Uhr, Sporthalle Am Kothen

spielfrei: ERG Iserlohn

Bundesliga, 2. Spieltag: Zu spät ins Rollen gekommen ...


(tg) Herringen, Düsseldorf und Iserlohn – nur drei Mannschaften sind nach der zweiten Runde in der Rollhockey-Bundesliga noch ungeschlagen, wobei der Titelverteidiger aus Iserlohn ja auch schon einen Punkt abgeben musste. Altmeister Cronenberg komplettiert das Quartett, das an beiden Spieltagen punkten konnte – und sich an diesem Wochenende, an dem in vier von fünf Begegnungen die Gäste den Dreier einfuhren, überaus souverän präsentierte.


Spiel der Woche: TuS Düsseldorf-Nord – IGR Remscheid 5:2 (4:0)

Tore im Zweierpack zum richtigen Moment öffneten Düsseldorf den Weg zum Erfolg über Remscheid und damit auf den zweiten Platz in der noch jungen Bundesligatabelle.

Tarek Abdalla zeichnete sich dabei frühzeitig als Matchwinner ab, denn ihm gelangen schon in den ersten fünf Minuten der Partie zwei Tore (3./5.). Die sorgten im TuS-Lager für die nötige Sicherheit, während der Vizemeister des Vorjahres naturgemäß seinen ursprünglichen Matchplan überdenken musste. Doch den Remscheidern fiel schlichtweg kein probates Mittel ein, um die kompakte TuS-Abwehr in Verlegenheit zu bringen.

So hatten die Hausherren die Lage jederzeit unter Kontrolle und beweisen dabei auch die nötige Geduld, abzuwarten, bis sich die Möglichkeit zum erfolgversprechenden Gegenzug bot. Die Zeit war kurz vor Ablauf der ersten 25 Minuten gekommen, als sich die IGRler zunehmend ungeduldig zeigten und in der Absicherung nach hinten Nachlässigkeiten offenbarten. Tobias Paczia (22.) und nochmals Tarek Abdalla (25.) wussten dies zu Gunsten der Rheinländer zu nutzen.

Yannick Peinkes schnelles 1:4 kurz nach Wiederbeginn ließ die Remscheider auf Besserung hoffen (28.), doch auch diese schwand angesichts der sicheren Defensivleistung der Hausherren schnell wieder. Düsseldorf verwaltete seinen Vorsprung souverän und war dann zur Stelle, als sich nach blauer Karte für Lucas Friese per Strafstoß die Möglichkeit zum 5:1 bot: Diogo Carrilho verwandelte sicher (44.). Das letzte Wort hatten zwar die Gäste, die das 2:5 von Alexander Ober aber nur wenig über die Startniederlage hinweg tröstete.

TuS Düsseldorf-Nord:J. Kutscha, Lu. Brandt; T. Abdalla, A. Beckmann, D. Carrilho, D. van Willigen, T. Paczia, C. Gatermann, A. Paczia, J. Pink. – IGR Remscheid: J. van den Dungen (ab 26. J. Langenohl); J. Dutt, L. Friese, Y. Lukassen, A. Ober, Y. Peinke, F. Selbach, D. Strieder. – Schiedsrichter: D. Loewe / A. Sörensen.

Torfolge: 1:0 (3) T. Abdalla, 2:0 (5.) T. Abdalla, 3:0 (22.) T. Paczia, 4:0 (25.) T. Abdalla, 4:1 (28.) Y. Peinke, 5:1 (44./Direkter) D. Carrilho, 5:2 (48.) A. Ober. - Zeitstrafen: TuS 2 min (T. Paczia/24.) – IGR 6 min (Y. Peinke/17. & 24. – L. Friese/44.) - Teamfouls: TuS 10 – IGR 14.


SC Bison Calenberg – ERG Iserlohn 3:7 (2:4)

Auch in Minibesetzung war Titelverteidiger Iserlohn für die Calenberger eine deutliche Nummer zu groß und hatte folglich keine große Mühe, die drei Punkte aus Niedersachsen mitzunehmen.

Den ersten Treffer setzten indes die Bisons, die durch Rico van den Dungen einen vermeintlichen Traumstart hinlegten (5.). Kurz darauf verpasste der SCB per Strafstoß nach blauer Karte für Sergio Pereira das 2:0, was Nils Hilbertz die Möglichkeit gab, drei Minuten nach dem Rückstand auszugleichen. Daraufhin schloss sich zunächst ein offener Schlagabtausch an, bei dem die Westfalen die zwingenderen Möglichkeiten besaßen und die durch Kai Milewski (12.) in Vorlage gingen.

Erneut musste Sergio Pereira auf die Strafbank (13.), doch der Ausglich für die Calenberger ließ noch vier Minuten auf sich warten, dann unterstrich Milan Brandt eindrucksvoll seine Vollstreckerqualitäten (17.). Die Kugel rollte aber kaum wieder, da zappelte sich abermals im Tornetz der Hausherren, Sergio Pereira hatte den amtierenden Meister per Penalty wieder in Führung gebracht (18.).

Quasi mit dem Pausenpfiff gelang den Iserlohnern durch Nils Hilbertz das 4:2, das letztlich vorentscheidend war. Zumal die Hausherren nach dem Seitenwechsel regelrecht Harakiri liefen und sich binnen der ersten fünf Minuten drei weitere Tore durch Sergio Pereira (28.) und Nils Hilbertz (2x 30.) einfingen. Milan Brandt konnte per Penalty zwar kurz danach um ein Tor verkürzen, doch die Iserlohner brachten nun souverän und clever ihre klare Führung über die Ziellinie.

SC Bison Calenberg:A. Fragapane, A. Schadinsky; R. van den Dungen, L. Johansson, D. Kuczynski, R. Johansson, T. Tilborghs, M. Brandt, M. Stoffle, J. Mertens. – ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Weber; P. Kirtyan, N. Hilbertz, K. Milewski, A. Börkei, S. Pereira, T. Henke. – Schiedsrichter: L. Nawratil / S. Häger.

Torfolge: 1:0 (5.) R. van den Dungen, 1:1 (8.) N. Hilbertz, 1:2 (12.) K. Milewski, 2:2 (17.) M. Brandt, 2:3 (18./Penalty) S. Pereira, 2:4 (25.) N. Hilbertz, 2:5 (28.) S. Pereira, 2:6 (30.) N. Hilbertz, 2:7 (30.) N. Hilbertz, 3:7 (33./Penalty) M. Brandt. - Zeitstrafen: SCB 0 min – ERG 4 min (S. Pereira/6. & 13.) - Teamfouls: SCB 10 – ERG 10.

HSV Krefeld – SK Germania Herringen 1:9 (1:1)

Eine Halbzeit lang war Krefeld mehr als nur auf Augenhöhe, doch im zweiten Durchgang zog Herringen mit Torjäger Kevin Karschau (fünf Tore) den entscheidenden Trumpf aus dem Ärmel.

Der HSV hatte sich gegen die offensivstarken Westfalen genau das richtige Konzept zurecht gelegt: Enge Verteidigung und blitzschnelle Gegenstöße, die Hausherren schlugen den Favoriten mit dessen eigenen Waffen und lagen somit zu Mitte der ersten Hälfte nicht unverdient in Führung. Stan Holtzer hatte einen der Gegenzüge erfolgreich abgeschlossen (12.). Dass die Germanen vor der Pause zumindest den Gleichstand erreichten, war letztlich nur einem Verzweiflungsschuss von Stefan Gürtler (16.) zu verdanken. Und dem Umstand, dass die Krefelder aus ihren weiteren Chancen einfach kein Kapital mehr zu schlugen wussten.

Dies sollte sich schon zu Beginn des zweiten Durchgangs bitter rächen, als Kevin Karschau die Partie gleich mit einem Doppelpack zum 3:1 fortsetzte (29./31.). Der SKG-Torjäger war nun kaum mehr zu bremsen und legte im weiteren Verlauf noch drei weitere Tore nach (36./48./49.), womit er freilich auch seine Mitspieler mitriss, von denen Stefan Gürtler (35.) und Lucas Karschau (44./47.) ebenfalls zu erfolgreichen Abschlüssen kamen, denen der HSV nun gar nichts mehr entgegenzusetzen hatte.  

HSV Krefeld:M. Hass, N. Kluschewski; S. Freyer, S. Holtzer, M. Hendricks, D. Quabeck, P. Greiffenstein, D. Hausch, C. Jachtmann. – SK Germania Herringen: T. Tegethoff, M. Schartner; K. Karschau, Li. Hages, M. Stork, S. Gürtler, J. Klein, L. Karschau. – Schiedsrichter: A. Feiteira / A. Richter.

Torfolge: 1:0 (12.) S. Holtzer, 1:1 (16.) S. Gürtler, 1:2 (29.) K. Karschau, 1:3 (31.) K. Karschau, 1:4 (35.) S. Gürtler, 1:5 (36.) K. Karschau, 1:6 (44.) L. Karschau, 1:7 (47.) L. Karschau, 1:8 (48.) K. Karschau, 1:9 (49.) K. Karschau. - Zeitstrafen: HSV 0 min – SKG 0 min - Teamfouls: HSV 3 – SKG 0.


RSC Darmstadt – RESG Walsum 2:4 (0:1)

Darmstadts Fehlstart ist perfekt, Walsum kann wieder zuversichtlicher in die Zukunft blicken. Allerdings so klar war die Sache im hessischen Landesleistungszentrum nicht, die Entscheidung über Sieg und Niederlage fiel erst zwei Minuten vor dem Ende.

Die erste Hälfte war geprägt davon, dass keine der beiden Seiten Fehler machen wollte, die dem Gegenüber einen Vorteil bieten würde. Entsprechend verhalten agierten die Protagonisten in der Vorwärtsbewegung, die Sicherung des eigenen Tores hatte absolute Priorität. Einzig Miquel Vila Gallaguet gelang es einmal, eine Lücke zu finden – und nutzte diese umgehend zum 1:0 für den Rekordmeister (11.).

Dem Spanier in RESG-Diensten gelang unmittelbar nach dem Seitenwechsel auch der zweite Streich (29.), in deren Folge die Partie nun endlich mehr Schwung erhielt. Die Darmstädter mussten einfach mehr riskieren, wollten sie sich noch einmal um die Punktevergabe zu Wort melden. Dies taten sie durchaus clever aus einer kompakten Defensive heraus, sodass Walsum nur selten die Möglichkeit besaß, zu erhöhen, dann aber den Meister in RSC-Keeper Marvin Mensah fand. So auch nach der Zeitstrafe gegen Max Hack (40.).

Die schien den Wendepunkt zu markieren, denn kaum waren die Hessen wieder komplett, gelang Alexandre Andrade der Anschluss (42.). zwei weitere Minuten darauf war alles wieder offen, nachdem Philip Wagner zum 2:2 abgeschlossen hatte. Das Momentum schien für Darmstadt, doch das Pendel schlug zurück, als sich Alexandre Andrade eine blaue Karte einhandelte und Xavier Berruezo so per Direktem zum 3:2 kam (48.). Sekunden darauf jubelte die RESG erneut, denn Xavier Berruezo hatte den umgehenden Gegenschlagversuch der Hausherren durchschaut und war zum 4:2 davongezogen.            

RSC Darmstadt:M. Mensah, P. Leyer; F. Bender, N. Koch, P. Wagner, M. Becker, M. Hack, M. Behnke, A. Andrade, D. May. – RESG Walsum: T. Wahlen, R. Lorz; M. Vila Gallaguet, C. Berg, C. Nusch, J. Dobbratz, X. Berruezo, S. Haas, F. Schmidt, F. Sturla. – Schiedsrichter: T. Ullrich / B. Ullrich.

Torfolge: 0:1 (11.) M. Vila Gallaguet, 0:2 (19.) M. Vila Gallaguet, 1:2 (42.) A. Andrade, 2:2 (44.) P. Wagner, 2:3 (48./Direkter) X. Berruezo, 2:4 (48.) X. Berruezo. - Zeitstrafen: RSC 4 min (M. Hack/40. - A. Andrade/48.) – RESG 2 min (X. Berruezo/50..) - Teamfouls: RSC 8 – RESG 9.


RHC Recklinghausen – RSC Cronenberg 3:8 (3:3)

Im Vorjahr hatte Recklinghausen dem Altmeister aus Cronenberg ein Schnippchen schlagen können, bei erneuten Treffern aber waren die Löwen letztlich bissiger und damit auch erfolgreich.

Eine gute Viertelstunde lang tat sich nicht viel in der Heinrich-Auge-Sporthalle, beide Mannschaften wagten nur selten den direkten Weg zum Tor und neutralisierten sich somit gegenseitig. Dies änderte sich schlagartig, als Marco Bernadowitz das 1:0 gelang (17.). Nun musste der RHC offensiver agieren und tat dies ziemlich zielstrebig: Niklas Nohlen ließ nur zwei Zeigerumdrehungen später das 1:1 folgen.

Damit war Pfeffer in der Partie, zumal Jordi Molet (20.) und Benjamin Nusch (21.) umgehend weitere Tore folgen ließen. Damit war das letzte Kapitel im ersten Durchgang aber noch nicht geschrieben: Die restliche Zeit reichte Niklas Nohlen, um per Doppelpack abermals den Gleichstand zu erreichen. Bei seinem 3:3 profitierte er dabei allerdings von einer blauen Karte gegen Jordi Molet (24.).

In der Pause legten sich die Cronenberger dann allerdings die bessere Marschroute zurecht, sodass es nach Wiederanpfiff praktisch nur in eine Richtung ging. Kay Hövelmann (31.) und Lucas Seidler (35.) trafen zur erneuten Zwei-Tore-Führung für die Bergische, ehe Jordi Molet und Benjamin Nusch binnen weniger Sekunden den Sack zuschnürten – 7:3 (40.). Die Vester gaben sich folglich geschlagen, mussten durch Kai Riedel aber noch einen weiteren Treffer hinnehmen (47.). 

RHC Recklinghausen:D. Jakubiak, L. Andrioff; L. Sowade, P. Wagner, Niklas Nohlen, C. Rindfleisch, Niko Nohlen, M. Schürmann, S. Sowade, D. Cholewinski. – RSC Cronenberg: F. Hilbertz, L. Geisler; M. Trimborn, M. Bernadowitz, J. Molet, B. Nusch, K. Hövelmann, S. Rath, K. Riedel, L. Seidler. – Schiedsrichter: L. Niestroy / C. Albsmeier.

Torfolge: 0:1 (17.) M. Bernadowitz, 1:1 (19.) Niklas Nohlen, 1:2 (20.) J. Molet, 1:3 (21.) B. Nusch, 2:3 (24.) Niklas Nohlen, 3:3 (24./Direkter) Niklas Nohlen, 3:4 (31.) K. Hövelmann, 3:5 (35.) L. Seidler, 3:6 (40.) J. Molet, 3:7 (40.) B. Nusch, 3:8 (47.) K. Riedel. - Zeitstrafen: RHC 0 min – RSC 2 min (J. Molet/24.) - Teamfouls: RHC 10 – RSC 9.

 

Bundesliga, 2. Spieltag: Die IGR startet in Düsseldorf


Calenberg vs. Iserlohn – auf dem Papier ein Spitzenspiel   

(tg) Der Spitzenreiter empfängt den Titelverteidiger – auf dem Papier verspricht der der kommende Spieltag in der 1. Rollhockey-Bundesliga also einen Hochkaräter. Allerdings ist es ja erst die zweite Runde und die Tabelle damit noch keineswegs aussagekräftig…

Dem TuS Düsseldorf-Nord ist mit seinem 3:0 in Walsum ein Aufgalopp nach Maß gelungen, nun soll gegen Vizemeister IGR Remscheid der nächste Streich folgen (Sa., 16 Uhr - Rollsporthalle Unterrath). Die Neulinge Davy van Willigen und Diogo Carrilho haben sich als echte Verstärkungen entpuppt, die sich überdies nahtlos ins Mannschaftsgefüge eingepasst haben. Die Bergischen derweil hatten eine Woche länger Sommerpause, wissen demzufolge aber auch nicht genau, wo sie derzeit im Vergleich zur Konkurrenz stehen. Das Team ist allerdings weitegehend unverändert, einzig Torwart Moritz Kreidewolf ist auf dem Meldebogen nicht mehr zu finden. Mit Joey van den Dungen haben die Röntgenstädter in Valkenswaard aber einen durchaus ebenbürtigen Ersatz gefunden, mit dem eine Wiederholung des 4:3-Erfolges aus 2016/17 im Rheinland durchaus möglich erscheint.

Die Paarung, die sich hinter dem vollmundigen Versprechen eines Spitzenspiels versteckt, ist somit auch keinesfalls so spannungsgeladen: Der SC Bison Calenberg empfängt die ERG Iserlohn, wobei die Favoritenrolle im Grunde klar vergeben ist. An die Westfalen! Die haben sich in den vergangenen Jahren zwar nicht unbedingt immer mit Ruhm bekleckert, wenn sie in der Sporthalle von Eldagsen gastierten, unter dem Strich aber jeweils die drei Punkte mit nach Hause genommen. Im Vorjahr gewann der aktuelle Meister souverän 9:3, woran auch ein Milan Brandt nichts ändern konnte. Die Calenberger haben am Samstag ab 18 Uhr aber immerhin die Rolle des Spitzenreiters inne, die ihnen sicherlich auch Rückenwind geben wird. Vielleicht gelingt es ihnen ja doch einmal, dem Titelverteidiger – aktuell ja nur Fünfter – ein Schnippchen zu schlagen…

 

Klare Verhältnisse dürften auch beim zweiten Club aus Westfalen zu erwarten sein: Der SK Germania Herringen tritt am Samstag ab 18 Uhr in der Bonhoeffer-Sporthalle beim HSV Krefeld an. Die Seidenstädter haben jedenfalls keine guten Erinnerungen an das jüngste Gastspiel der Germanen vor Jahresfrist, als sie sang- und klanglos mit 0:14 untergingen (und damit sogar noch gut bedient waren). Nun also kommen diese torhungrigen Herringer wieder, wobei die Vorzeichen mit denen vor knapp einem Jahr nahezu identisch sind: Während der Sportklub sich bereits wieder an der Spitze eingenistet hat, ist dem HSV der Saisonstart beim 3:7 in Recklinghausen gründlich misslungen.


Mit einem 0:6 in Herringen ist auch beim RSC Darmstadt der Auftakt in die neue Serie alles andere als erwünscht verlaufen – und nun kommt dem der RESG Walsum ein weiterer Hochkaräter ins hessische Landesleistungszentrum (Sa., 18 Uhr). Dem jedoch ist das erste Saisonspeil auch gründlich in die Hose gegangen, gab es zu Hause im Niederrheinderby doch ein bitteres 0:3 gegen Düsseldorf zu schlucken. Nun treffen sich die beiden Enttäuschten und noch torlosen Teams also zum direkten Duell, aus dem am Ende nur eines Hoffnung für einen Aufschwung wird ziehen können. Eine Parallele zum Vorjahr im Übrigen, in dem ein Sieger letztlich erst im Penaltyschießen ermittelt werden konnte: Die Darmstädter hatten beim 5:4 im Shutout die bessern Nerven.


Im Vorjahr war das 5:4 über den RSC Cronenberg für den RHC Recklinghausen die Basis für die beste Erstligasaison in der Vereinsgeschichte, die schließlich in der erstmaligen Play-off-Teilnahme mündete. Nun feiern die Vester in der heimischen Heinrich-Auge-Sporthalle in Wiedersehen mit den bergischen Löwen (Sa., 15.30 Uhr) – und haben dabei durchaus eine Wiederholung des Vorjahressieges im Sinn. Zumal der RHC mit einem 7:3-Heimerfolg über Krefeld durchaus gut ins Rollen gekommen ist. Dem gegenüber steht ein Achtungserfolg der Cronenberger, die sich Meister Iserlohn vor 14 Tage erst im Penaltyschießen beugten. Eine durchaus interessante Begegnung also…

 

Der Spieltag im Überblick …

… am 7. Oktober 2017 mit dem 2. Spieltag 
                                 

RHC Recklinghausen  - RSC Cronenberg     15.30 Uhr, Heinrich-Auge-Halle

TuS Düsseldorf-Nord - IGR Remscheid        16.00 Uhr, Rollsporthalle Unterrath

SC Bison Calenberg - ERG Iserlohn              18.00 Uhr, Sporthalle Eldagsen

HSV Krefeld - SK Germania Herringen         18.00 Uhr, Bonhoeffer-Sporthalle

RSC Darmstadt - RESG Walsum                   18.00 Uhr, Landesleistungszentrum

spielfrei:SC Moskitos Wuppertal
 

Europa-Cup: IGR trifft auf CP Voltregà

Ein attraktiver Gegner wurde der IGR Remscheid für die 1. Runde im diesjährigen CERS-Cup zugelost. Mit dem CP Voltregà ist wieder ein Team aus Spanien unser Kontrahent. Voltregà ist eine Kleinstadt in Katalonien, ca. 70 km nördlich von Barcelona gelegen. Der CP Voltregà ist einer der großen und traditionsreichen Clubs in Spanien. Seine größten Erfolg errang CP Voltregà mit den drei Siegen in der Europa-League (1966, 1975 und 1976). In der Saison 2001/2002 wurde der CERS-Cup gewonnen. In den Jahren 1965, 1975, 1976  stellte Voltregà den spanischen Meister und gewann den Pokal 5 Mal (1960, 1965, 1969, 1974, 1977). In der letzten Saison belegte das Team in der OK-Liga Platz 5.

Wir freuen uns darauf, ein Spitzenteam aus Spanien zu Gast in der Halle Hackenberg zu haben. Das Hinspiel wird am 04.11.2017 in Remscheid ausgetragen, am 25.11. steigt das Rückspiel in Voltregà. 

Auch die anderen deutschen Teams haben attraktive Gegner gezogen:

Europaleague (Gruppe A)

ERG Iserlohn

Reus Deportiu (SP)

CGC Viareggio (IT)

UD Oliverense (PT)

 

CERS-Cup

IGR Remscheid - CP Voltregà (SP)

RESG Walsum - CE Lleida (SP)

Ass. Juventude Viana (PT) - TuS Düsseldorf-Nord

CE Noia (SP) - RSC Darmstadt

Hockey Valdagno (IT) - SKG Herringen

 

Female League Cup

TuS Düsseldorf-Nord - CS Noisy le Grand (FR)

Stuart HCM (PT) - SC Bison Calenberg
RSC Uttigen - ERG Iserlohn
 

 

              

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