IGR-Team erreicht das Pokal-Halbfinale!

DRIV-Pokal Damen, Viertelfinale

Gera düpiert Moskitos – Remscheid siegt in Calenberg

(tg) Ohne Gegenwehr erreichte Cronenberg das Pokal-Halbfinale und auch Titelverteidiger Iserlohn hatte gegen Düsseldorf (9:0) nur wenig Mühe, eine Runde weiter zu kommen. Zwei weitere Favoriten mussten indes die Segel streichen: Gera warf wie im Vorjahr Wuppertal aus dem Rennen (6:3) und Neuling Remscheid siegte beim Vizemeister Calenberg mit 4:3. Damit kommt es im Halbfinale am 1. Mai zum Bergischen Derby zwischen Cronenberg und Remscheid, während Iserlohn nach Gera reisen muss.

SC Bison Calenberg – IGR Remscheid 3:4 (2:2)

Zweimal zog Remscheid gegen Calenberg in der Meisterschaft knapp den Kürzeren, im Pokal gelang den Bergischen nun aber die Revanche und damit gleich im ersten Jahr der Einzug ins Halbfinale, wo es nun zum Derby mit Altmeister Cronenberg kommt.

Anna Hartje hatte den Bisons einen Traumstart verschafft, als sie schon in der 7. Minute zum 1:0 ins Schwarze traf. Doch die jungen Remscheiderinnen ließen sich von dem raschen Rückstand nicht beirren und boten engagiert Paroli. So entwickelte sich ein offener Schlagabtausch auf Augenhöhe, wobei schnell klar wurde, dass die beiden Torfrauen Claudia Mayer (SCB) und Carolin Reinert (IGR) letztlich das Zünglein an der Waage sein würden.

Mitte des ersten Durchgangs nutzten die Remscheiderinnen eine kurze Phase der Unkonzentriertheit bei den Bisons, um durch Saphira Giersch das Blatt zu wenden (16./19.). Allerdings schalteten dann die Gäste etwas zu früh auf Pausenmodus, mit dem letzten Angriff glich Kim Henckels somit wieder aus (25.).

Der Start in den zweiten Spielabschnitt gehörte indes wieder den Bergische, die durch Lea Steinmetz prompt wieder in Vorlage gingen (29.) – und diesen Vorteil in der Folge auch geschickt verteidigten. Die Bisons blieben zwar stets am Drücker, doch schafften sie es nicht, die IGR-Abwehr entscheidend auseinander zu ziehen. Selbst eine zweiminütige Überzahl durch eine Zeitstrafe für Lea Steinmetz (30.) brachte keinen zählbaren Erfolg.

Als die Calenbergerinnen schließlich ihr 10. Teamfoul kassierten, war somit der Weg für Saphira Giersch frei, auf 4:2 zu erhöhen (39.). Die Niedersächsinnen steckten diesen Nackenschlag zwar gut weg und drängten vehement auf den Anschluss, verzweifelten letztlich aber IGR-Torfrau Carolin Reinert. Erst in der 47. Minute musste sie sich zum dritten Mal geschlagen geben, als Anna Hartje knallhart abzog. Doch für Calenberg reichte kam dieser Treffer zu spät, um dem Spiel nochmals eine Wende zu geben.      

SC Bison Calenberg: C. Mayer, N. Buchta; A. Hartje, B. Johansson, A. Hasenheit, E. Schulze, K. Henckels, L. Dobbratz, K. Nowotka, M. Paul. – IGR Remscheid: C. Reinert, L. Hochstein; F. Kaub, J. Krause, C. Söhngen, L. Steinmetz, A. Zech, K. Steinmetz, S. Giersch. – Schiedsrichter: T. Ehlert.

Torfolge: 1:0 (7.) A. Hartje, 1:1 (16.) S. Giersch, 1:2 (19.) S. Giersch, 2:2 (25.) K. Henckels, 2:3 (29.) L. Steinmetz, 2:4 (39./Direkter) S. Giersch, 3:4 (47.) A. Hartje. – Zeitstrafen: SCB 0 min – IGR 2 min (L. Steinmetz/30.) – Teamfouls: SCB 13 – IGR 7. 

RSC Gera – SC Moskitos Wuppertal 6:3 (1:1)

Einen Sahnetag erwischten die Thüringerinnen gegen die favorisierten Wuppertalerinnen. Wie im Vorjahr schaffte Gera somit gegen die Moskitos den Einzug in das Halbfinale des Pokal-Wettbewerbs.

Die Parte begann spektakulär: Nachdem Jessica Sudin die Gastgeberinnen praktisch gleich mit dem ersten Versuch in Vorlage geschossen hatte (4.), sorgte Katja Hauck quasi mit dem zweiten SCM-Anrennen auch schon wieder für den Gleichstand (7.). In diesem Tempo ging es fortan auf und ab, doch die Torsteherinnen Clara Sommermeyer (RSC) und Anna Behrens (SCM) hielten nun ihre Kästen sauber, sodass es bis zum Seitenwechsel beim Remis blieb.

Die Pause indes ließ die Aufmerksamkeit deutlich sinken, anders lässt es sich jedenfalls nicht erklären, dass kurz nach Wiederbeginn die Tore in rascher Folge fielen. Den Anfang machte Anna Behrendt (31.), doch Yolanda Kahmann glich postwendend wieder aus (33.). Allzu lange hielt aber auch dieser Zwischenstand nicht an: Jessica Sudin traf zur erneuten Führung der Thüringerinnen (34.).

Und diese hatte nun auch Bestand. Zwar bemühten sich die wuppertalerinnen nach Kräften, abermals gleichzuziehen, doch alle Versuche waren vergeblich. Als die Moskitos dann alles auf eine Karte setzten, demonstrierten die Gastgeberinnen nicht nur Nervenstärke in der Abwehr, sondern auch Kaltschnäuzigkeit beim Kontern. Anna Behrendt (45./48.) und Jessica Sudin (46.) machten innerhalb weniger Minuten das halbe Dutzend voll, ehe den Gästen durch Yolanda Kahmann endlich das dritte Tor gelang (50.), das nun aber keinerlei Gewicht mehr hatte.

RSC Gera: C. Sommermeyer; S. Adam, J., Sudin, M. Lindemann, A. Müller, V. Kemmerling, N. Sudin, A. Behrendt. – SC Moskitos Wuppertal: A. Behrens; S. Thronberens, J. Stöckmann, Y. Kahmann, K. Hauck, T. Lückenhaus, M. Johannsen, K. Hainbuch. – Schiedsrichter: S. Dahlbock.

Torfolge: 1:0 (4.) J. Sudin, 1:1 (7.) K. Hauck, 2:1 (31.) A. Behrendt, 2:2 (33.) Y. Kahmann, 3:2 (34.) J. Sudin, 4:2 (45.) A. Behrendt, 5:2 (46.) J. Sudin, 6:2 (48.) A. Behrendt, 6:3 (50.) Y. Kahmann. – Zeitstrafen: RSC 0 min – SCM 0 min – Teamfouls: RSC 3 – SCM 6. 

ERG Iserlohn – TuS Düsseldorf-Nord 9:0 (5:0)

Iserlohns Vormachtstellung bleibt auch im Pokal unangetastet, Düsseldorf hatte gegen die Nr. 1 im deutschen Frauen-Rollhockey keine Chance.

Dass es erst Mitte des ersten Durchgangs zum ersten Mal im TuS-Tor einschlug, war der engagierten Defensivarbeit der Rheinländerinnen zu verdanken, die auch eine Unterzahlphase nach blauer Karte für Marie Rittler (5.) schadlos überstanden hatten. Als dann aber Katharina Neubert das – angesichts der klaren Iserlohner Dominanz – überfällige 1:0 erzielte (14.), ging es plötzlich Schlag auf Schlag: Maren Wichardt (15./16.), Katharina Neubert (20.) und Franziska Neubert (21.) sorgten in den nachfolgenden Minuten für einen deutlichen Pausenvorsprung.

Nach dem Seitenwechsel hielten die Iserlohnerinnen das Tempo weiterhin hoch und bauten den Vorsprung schon in den Anfangsminuten durch Maren Wichardt (27.), Katharina Neubert (30.) und Svenja Runge (31.) weiter aus. Danach ließen es die Gastgeberinnen gemächlicher angehen. Als sich per Strafstoß („Blau“ für Joyce Brusdeilins/38.) aber die Chance zum 9:0 bot, nahm Franziska Neubert diese Gelegenheit gerne an.   

ERG Iserlohn: J. Ehlert; S. Pothöfer, M. Wichardt, F. Neubert, K. Neubert, L. La Rocca, S. Runge. – TuS Düsseldorf-Nord: M. van der Fels, L. Kittel; M. Theiler, C. Baltes, J. Brusdeilins, L. Hansel, J. Delgado, M. Rittler. – Schiedsrichter: A. Feiteira.

Torfolge: 1:0 (5.) N Lückenhaus, 2:0 (6.) Y. Kahmann, 3:0 (8.) Y. Kahmann, 4:0 (11.) K. Hauck, 5:0 (13.) T. Lückenhaus, 6:0 (26.) K. Hauck, 7:0 (34.) N. Lückenhaus, 8:0 (38.) Y. Kahmann, 9:0 (45.) T. Lückenhaus, 10:0 (47.) J. Stöckmann, 11:0 (47.) N. Lückenhaus, 12:0 (50.) N. Lückenhaus, 13:0 (50.) Y. Kahmann. – Zeitstrafen: SCM 0 min – RHC 0 min – Teamfouls: SCM 6 – RHC 12. 

RSC Cronenberg – RSC Darmstadt 10:0-Wertung

Aus verschiedenen Gründen konnte der RSC Darmstadt für seinen Pokaleinsatz beim RSC Cronenberg kein einsatzfähiges Team aufbieten, sodass die Begegnung für die Dörper Cats gewertet wurde, die damit kampflos ins Halbfinale einzogen. 

   

So geht es weiter…

… mit dem Halbfinale am 1. Mai 2018

6) RSC Gera – ERG Iserlohn 15.30 Uhr, Panndorf-Halle
7) IGR Remscheid – RSC Cronenberg 15.30 Uhr, Sporthalle Hackenberg