IGR steht im Halbfinale!

1. Bundesliga Herren, Play-off-Viertelfinale – 2.  Spiel

(tg) Ligaprimus Remscheid ließ gegen Calenberg (19:4) ebenso wenig anbrennen wie Herringen im Westfalen-Derby gegen Iserlohn (7:2), sodass beide Teams als Halbfinalisten bereits feststehen. Nachsitzen müssen dagegen die Duos Düsseldorf/Cronenberg und Walsum/Darmstadt. Während Cronenberg am Rhein durch einen 7:6-Sieg im Penaltyschießen ein Entscheidungsspiel erzwang, revanchierte sich Walsum zu Hause mit 7:4 über Darmstadt erfolgreich für Niederlage im ersten Aufeinandertreffen.  

IGR Remscheid –SC Bison Calenberg 19:4 (9:3) Play-off-Stand: 2:0

Anfangs unterschätzte Remscheid die Gäste aus Calenberg wohl ein wenig zu sehr und musste einen 1:3-Rückstand verdauen. Am Ende jedoch waren die Verhältnisse mehr als eindeutig. Zwar brachte Daniel Strieder die Hausherren umgehend in Führung (3.), doch danach stürmte die IGR ein wenig zu sorglos auf das Bison-Gehäuse, was Milan Brandt (3./5.) und Rico van den Dungen (6.) mit drei Kontertoren eiskalt bestraften. Die Remscheider schüttelten sich jedoch nur kurz, hatten verstanden, dass Defensivarbeit durchaus seinen Sinn hat und gingen ihre Vorstöße nun geduldiger an.

Der Lohn für die taktische Disziplin stellte sich schnell ein: Yannick Lukassen (6.) und Daniel Strieder (7.) glichen rasch wieder aus, ehe Fabian Selbach (10./14.) und Alexander Ober (16.) für einen klaren Vorsprung sorgten, den Daniel Strieder (20./23.) und nochmals Alexander Ober (22.) noch vor dem Seitenwechsel weiter ausbauten.

Damit war zur Pause schon alles entschieden, doch der Remscheider Torhunger noch längst nicht gestillt: Im zweiten Abschnitt brannten die IGR-Akteure ein regelrechtes Feuerwerk ab, wobei sich am Ende fast alle in die Torschützenliste eingetragen hatten. Einzig Yannick Peinke, der im ersten Duell elfmal ins Schwarze getroffen hatte, ging leer aus. 

IGR Remscheid: J. van den Dungen, J. Langenohl; J. Dutt, F. Selbach, Y. Peinke, M. Richter, A. Ober, Y. Lukassen, D. Strieder, T. Cramer. – SC Bison Calenberg: A. Fragapane (ab 26. G. Johansson); J. Mertens, L. Johansson, D. Kuczynski, R. Johansson, R. van den Dungen, T. Tilborghs, M. Brandt, M. Stoffle. – Schiedsrichter: F. Schäfer / M. Brosien.

Torfolge: 1:0 (3.) D. Strieder, 1:1 83.) M. Brandt, 1:2 (5.) M. Brandt, 1:3 (6.) R. van den Dungen, 2:3 (6.) Y. Lukassen, 3:3 (7.) D. Strieder, 4:3 (10.) F. Selbach, 5:3 (14.) F. Selbach, 6:3 (16.) A. Ober, 7:3 (20.) D. Strieder, 8:3 (22.) A. Ober, 9:3 (23.) D. Strieder, 10:3 (29./Direkter) F. Selbach, 11:3 (30.) A. Ober, 12:3 (31.) F. Selbach, 13:3 (36.) A. Ober, 14:3 (39.) M. Richter, 15:3 (40.) D. Strieder, 16:3 (40.) J. Dutt, 17:3 (42.) T. Cramer, 18:3 (45.) D. Strieder, 19:3 (50.) Y. Lukassen.  – Zeitstrafen: IGR 0 min – SCB 2 min (T. Tilborghs/29.) – Teamfouls: IGR 8 – SCB 9.

SK Germania Herringen – ERG Iserlohn 7:2 (3:1) Play-off-Stand: 2:0

Das Ende für Titelverteidiger Iserlohn bereits im Viertelfinale war absehbar und Herringen ließ auch keinen Zweifel daran aufkommen, warf den westfälischen Kontrahenten im hohen Bogen aus dem DM-Rennen. Liam Hages legte mit seinen beiden frühen Toren (4./10.) den Grundstein für eine letztlich sehr überzeugende Vorstellung der Germanen. Die gingen in der Folge indes zu fahrlässig mit ihren Torchancen um, sodass nach Sergio Pereiras Anschlusstreffer (17.) der Titelverteidiger zumindest für einen Moment an das Wunder glauben durfte. Noch vor der Pause stellte Lucas Karschau jedoch den alten Abstand wieder her (21.), wobei er von einer Überzahl aufgrund einer Zeitstrafe für Nils Hilbertz profitierte (20.).

Die Iserlohner aber wehrten sich weiterhin mit allen Mitteln gegen das drohende Aus, schafften es aber zu selten vor das SKG-Tor. Und aus der Distanz ließ sich Herringens Schlussmann Timo Tegethoff nicht aufs Glatteis führen. Auf der anderen Seite verzweifelten die Hausherren immer wieder am starken Lukas Kost im ERG-Gehäuse, sodass es bis in die Schlussphase durchaus spannend blieb.

Dann aber ging es ruckzuck: Kevin Karschau versenkte die Kugel zum 4:1 (41.), kurz danach sahen mit Nils Hilbertz und Timon Henke gleich zwei Gästeakteure „Blau“ (42.). Den Direkten donnerte Stefan Gürtler in die Maschen, Sekunden darauf bejubelte Lucas Karschau seinen zweiten Überzahltreffer an diesem Tag. Dass in der Schlussminute Stefan Gürtler sowie Adrian Börkei jeweils um ein Tor erhöhten, war nur noch für sie Statistik.   

SK Germania Herringen: T. Tegethoff, M. Schartner; K. Karschau, Li. Hages, M. Stork, S. Gürtler, J. Klein, R. Schulz, L. Karschau, Lu. Hages. – ERG Iserlohn: L. Kost, T. Weber; P. Kirtyan, N. Hilbertz, K. Milewski, S. Glowka, C. Hegener, A. Börkei, S. Pereira, T. Henke. – Schiedsrichter: T. Ullrich / A. Feiteira.

Torfolge: 1:0 (4.) Li. Hages, 2:0 (10.) Li. Hages, 2:1 (17.) S. Pereira, 3:1 (21./Überzahl) L. Karschau, 4:1 (41.) K. Karschau, 5:1 (42./Direkter) S. Gürtler, 6:1 (42./Überzahl) L. Karschau, 7:1 (50./Direkter) S. Gürtler, 7:2 (50.) A. Börkei. – Zeitstrafen: SKG 0 min – ERG 6 min (N. Hilbertz/20. & 42. – T. Henke/42.) – Teamfouls: SKG 6 – ERG 15.

TuS Düsseldorf-Nord – RSC Cronenberg 6:7 n. Pen. (4:4/4:4/3:2) Play-off-Stand: 1:1 

Ihren Matchball haben die Düsseldorfer vergeben, Cronenberg hatte in der TuS-Rollsportarena die besseren Nerven und erzwang in einem spannenden Duell das sonntägliche Entscheidungsspiel.

Es hatte eigentlich alles nach Plan für die Hausherren begonnen, denn Tarek Abdalla hatte sie schon in der fünften Minute in Führung geschossen. Für ruhigere Nerven sorgte das schnelle 1:0 aber nicht unbedingt, was auch daran lag, dass sich die Gäste überaus frech präsentierten und ihrerseits gute Chancen kreierten. Und so hieß es nach einem heftigen Schlagabtausch und weiteren Toren durch Diogo Carrilho (12.) sowie Sebastian Rath (12.) und Jordi Molet (13.) 2:2-Unentschieden.

Bei dem wäre es sicherlich auch bis zum Ende der ersten Hälfte geblieben, da beide Seiten nun taktisch zurückhaltender auftraten, hätte sich Otto Platz nicht kurz vor Ablauf der Zeit eine blaue Karte eingehandelt. Die Chance vom Punkt ließ sich Jonas Pink nicht nehmen (24.). Und diese Führung verteidigten die TuSler nach Wiederbeginn mit einer eisernen Defensive, versäumten es aber bei guten Konterchancen, ihrerseits nachzulegen.

Die Quittung dafür bekamen sie in der 45. Minute präsentiert, als Otto Platz unhaltbar zum 3:3-Ausgleich einnetzte – und damit eine dramatische Schlussphase einleitete. Denn praktisch noch in den Jubel der RSC-Anhänger hinein vollendete Tarek Abdalla zum 4:3 der Düsseldorfer, die somit alle Trümpfe in der Hand hatten und mit mehr als einem Bein im Halbfinale standen. Cronenberg mobilisierte aber noch einmal die letzten Kräfte, ging volles Risiko und wurde 19 Sekunden vor dem Abpfiff mit dem 4:4 durch Sebastian belohnt.

In der Verlängerung war dann engagierte Abwehrarbeit auf beiden Seiten maßgeblich dafür verantwortlich, dass es beim Remis blieb und der Sieger erst im Penaltyschießen ermittelt wurde. Die Hausherren durften vorlegen, Jonas Pink traf zum 5:4, doch auch Otto Platz verwandelte, ebenso wie Diogo Carrilho zum 6:5 für die Hausherren. Danach versagten allen weiteren Schützen die Nerven, ehe schließlich Sebastian Rath als fünfter und somit letzter Akteur für Cronenberg antrat und knallhart zum 6:6 einschoss. Also weiter im K.o.-schießen, bei dem Andreas Paczias anfing, aber ohne Treffer blieb. Jordi Molet war es damit vorbehalten mit seinem Versuch zum 7:6 die Bergischen ins dritte Spiel zu befördern.   

TuS Düsseldorf-Nord: J. Kutscha, Lu. Brandt; J. Pink, D. Carrilho, D. van Willigen, A. Beckmann, T. Paczia, A. Paczia, C. Gatermann, T. Abdalla, D. Kutscha. RSC Cronenberg: F. Hilbertz, L. Geisler; M. Bernadowitz, J. Molet, O. Platz, K. Hövelmann, S. Rath, K. Riedel, L. Seidler, N. Morovic. – Schiedsrichter: T. Ehlert/ T. Sörensen.

Torfolge: 1:0 (5.) T. Abdalla, 2:0 (12.) D. Carrilho, 2:1 (12.) S. Rath, 2:2 (13./Direkter) J. Molet, 3:2 (24./Direkter) J. Pink, 3:3 (45.) O. Platz, 4:3 848.) T. Abdalla, 4:4 (50.) S. Rath. – Penaltyschießen: J. Pink zum 5:4, O. Platz zum 5:5; D. Carrilho 6:5, K. Riedel (kein Tor); T. Paczia (kein Tor), J. Molet (kein Tor); D. van Willigen (kein Tor), N. Morovic (kein Tor); T. Abdalla (kein Tor), S. Rath zum 6:6; A. Paczia (kein Tor), J. Molet zum 6:7. –  Zeitstrafen: TuS 2 min (T. Paczia/13.) – RSC 2 min (O. Platz/24.) – Teamfouls: TuS 7 – RSC 7.

RESG Walsum – RSC Darmstadt 7:4 (4:2) Play-off-Stand: 1:1

Ein Entscheidungsspiel war das Walsumer Ziel, doch bevor für Sonntag geplant werden konnte, musste gegen Darmstadt erst einmal ein hartes Stück Arbeit erledigt werden. Erst weit in der zweiten Hälfte fiel die Entscheidung zugunsten des Rekordmeisters.

Darmstadt konnte der RESG-Startoffensive nicht wie erhofft standhalten und rannte bereits nach fünf Minuten einem Rückstand hinterher, nachdem Sebastian Haas erfolgreich Maß genommen hatte. Dabei zeigten sich die Hessen durchaus kreativ und kamen immer wieder gefährlich vor das Walsumer Gehäuse, sodass das 1:1 durch Philip Wagner keineswegs aus heiterem Himmel kam (16.). Doch wenig später sah Alexandre Andrae „Blau“, vom Punkt brachte Miquel Vila Gallaguet die Hausherren wieder in Vorlage (16.)

Doch auch diesen Rückstand machten die Krokodile wieder wett, Max Hack ließ die Hessen auf ein Remis zum Pausentee hoffen. Dass daraus nichts wurde, lag an der Kaltschnäuzigkeit der roten Teufel, die nochmals kräftig Gas gaben und so durch Felipe Sturla (23.) und Xavier Berruezo (24.) einen zwei-Tore-Vorsprung mit in die Kabine nahmen.

Als Sebastian Haas diese Führung per Penalty kurz nach dem Seitenwechsel weiter ausbaute, schien die Richtung klar zu sein (29.). Doch die Hessen blieben dran, verkürzten durch Alexandre Andrade schnell wieder (32.), hielten ihre Aktien somit im Rennen. Zumindest bis zu einer blauen Karte für Marcel Behnke (35.), die den Hausherren den Durchbruch verschaffte. Den Strafstoß verwandelte Felipe Sturla sicher und ließ keine Minute danach noch das 7:3 folgen. Und auch wenn Maximilian Beckers 4:7 schon in der 40. Minute folgte, Darmstadt erkannte die Aussichtslosigkeit und sparte fortan Kräfte für das dritte Duell.                   

RESG Walsum: T. Wahlen, R. Lorz; M. Vila Gallaguet, C. Berg, C. Nusch, J. Dobbratz, X. Berruezo, S. Haas, N. Rilhas, F. Sturla. – RSC Darmstadt: P. Leyer, M. Mensah; F. Bender, P. Cuntz, P. Wagner, M. Becker, M. Hack, N. Koch, M. Behnke, A. Andrade. – Schiedsrichter: D. Loewe / S. Häger.

Torfolge: 1:0 (5.) S. Haas, 1:1 (16.) P. Wagner, 2:1 816./Direkter) M. Vila Gallaguet, 2:2 (22.) M. Hack, 3:2 (23.) F. Sturla, 4:2 (24.) X. Berruezo, 5:2 (29./Penalty) S. Haas, 5:3 (32.) A. Andrade, 6:3 (35./Direkter) F. Sturla, 7:3 (36.) F. Sturla, 7:4 (40.) M. Becker. –  Zeitstrafen: RESG 0 min – RSC 4 min (A. Andrade/ 16. – M. Behnke/35.)  – Teamfouls: RESG 5 – RSC 9. 

 

So geht’s weiter …

… am 29. April 2018 – 3. DM-Viertelfinale           

RESG Walsum – RSC Darmstadt, 15.30 Uhr, Sporthalle  Beckersloh

TuS Düsseldorf-Nord – RSC Cronenberg, 15.30 Uhr, Rollsporthalle Unterrath