IGR beendet Vorrunde auf Platz 4 und erreicht Final Four

Bundesliga Damen, Nachholspiele

(tg) Die Moskitos Wuppertal haben die Chance genutzt und mit einem 4:0-Sieg im Stadtderby gegen Cronenberg auf den letzten Drücker den 2. Platz übernommen. Auch Remscheid siegte im abschließenden Hauptrunden-Match souverän mit 5:1 in Darmstadt, bleibt aber aufgrund des direkten Vergleichs hinter Calenberg (spielfrei) zurück. Im Kellerduell schoss Gera Recklinghausen mit 16:2 aus der Halle, um tags darauf gegen Cronenberg einen ebenso klaren 15:5-Kantersieg folgen zu lassen.

RSC Darmstadt – IGR Remscheid 1:5 (0:3)

Remscheid ist schon jetzt das Team des Jahres, ungeachtet: Seit Iserlohn hat es kein Neuling geschafft, auf Anhieb in die DM-Halbfinals zu kommen. Der Sieg in Darmstadt war deshalb ein weiteres Indiz für die Stärke der jungen Mannschaft.

Die Bergischen übernahmen gleich die Initiative und bejubelten folgerichtig schon in der fünften Minute das 1:0 durch Annika Zech. Und auch im weiteren Verlauf ging es vornehmlich in Richtung RSC-Tor, sodass die Tore von Lea Steinmetz (11.) und Celina Söhngen (17.) die logische Konsequenz waren. Allerdings spielten die Hessinnen munter mit, fanden nur kein Mittel gegen IGR-Torfrau Carolin Reinert, die sich durch nichts aus der Ruhe bringen ließ.

Nach dem 4:0 durch Julia Krause (34.) nahmen die Gäste dann deutlich Tempo aus dem Spiel, konnten sich diesen Luxus aber auch leisten, weil bei den Darmstädterinnen merklich die Kräfte ausgingen. Dass Eva Kroschewski zehn Minuten vor dem Abpfiff zum 1:4 entwischte, war letztlich nur eine Unkonzentriertheit, die Celina Söhngen umgehend mit dem 5:1 wieder wettmachte (42.).   

RSC Darmstadt: L. Brum de Freitas, N. Uhl; M. Richter, E. Kroschewski, L. Heger, H. Huth, J. Sieger, L. Koch. – IGR Remscheid: C. Reinert, L. Hochstein; F. Kaub, J. Krause, C. Söhngen, K. Steinmetz, L. Steinmetz, A. Zech. – Schiedsrichter: P. Thißen.

Torfolge: 0:1 (5.) A. Zech, 0:2 (11.) L. Steinmetz, 0:3 (17.) C. Söhngen, 0:4 (34.) J. Krause, 1:4 (40.) E. Kroschewski, 1:5 (42.) C. Söhngen. – Zeitstrafen: RSC 0 min – IGR 0 min – Teamfouls: RSC 6 – IGR 7.

RSC Cronenberg – SC Moskitos Wuppertal 0:4 (0:3)

Die Dörper Cats sind im Bergischen Land derzeit nur die Nummer drei, auch das vierte Derbyspiel der Saison ging an die benachbarte Konkurrenz, wobei sich die Moskitos mit diesem Erfolg zugleich den 2. Platz zum Abschluss der Hauptrunde sicherten.

Maike Johannsen erwischte einen Blitzstart und netzte die Kugel nach nur wenigen Sekunden bereits ein. Der Schock saß bei den mit großen Ambitionen ins Spiel gegangenen Cronenbergerinnen, die wenig später auch schon das 0:2 schlucken mussten. Dieses Mal war Tabea Lückenhaus entwischt (8.). In der Folge kamen die Gastgeberinnen dann zwar besser ins Spiel, aber auch, weil die Moskitos nun ganz clever ihren Vorsprung verwalteten und nicht mehr volles Risiko im Angriff gingen. Als sich kurz vor der Pause Yolanda Kahmann jedoch die Möglichkeit bot, schlug sie mit dem 3:0 eiskalt zu (24.).

Die zweite Halbzeit war geprägt von bemühten RSC-Angriffen, doch wirklich in Verlegenheit brachten die Dörper Cats die Gästeabwehr nur selten. Und dann war da ja noch Anna Behrens im SCM-Tor als nicht zu überwindende Barriere. So blieb es lange beim 3:0-Zischenstand, da die Moskitos nun nicht mehr als das Notwendigste in der Vorwärtsbewegung taten. Erst in der Schlussminute konterte Tabea Lückenhaus zum 4:0-Endstand. 

RSC Cronenberg: L. Spiecker, A. de Beauregards; M. Tacke, A. Kaub, J. Spiecker, L. Dicke, La. Seidler, D. Ducherow, Le. Seidler, N. Fichtner. – SC Moskitos Wuppertal: A. Behrens, A. Kahmann; S. Thronberens, Y. Kahmann, T. Lückenhaus, N. Lückenhaus, M. Johannsen. – Schiedsrichter: C. Niestroy.

Torfolge: 0:1 (1.) M. Johannsen, 0:2 (8.) T. Lückenhaus, 0:3 (24.) Y. Kahmann, 0:4 (50.) T. Lückenhaus. – Zeitstrafen: RSC 0 min – SCM 0 min – Teamfouls: RSC 5 – SCM 9.

RSC Gera – RHC Recklinghausen 16:2 (10:1)

Die Chance, gegen das Ligaschlusslicht Recklinghausen den zweiten Saisonsieg zu feiern, ließ sich Gera nicht nehmen und nutzte die gegnerischen Schwächen dabei schonungslos aus.

Das Schützenfest begann schon in der fünften Minuten: Ab da war im Wechsel für Anna Behrendt und Sabrina Adam quasi jeder Schuss ein Treffer, sodass es nach zwölf Minuten 6:0 für die Thüringerinnen hieß. Jessica Sudin mit einem Hattrick und nochmals Anna Behrendt machten es schließlich noch vor dem Seitenwechsel zweistellig, während Marie Schürmann zumindest den RHC-Ehrentreffer markierte (18.). Im zweiten Durchgang nahmen die Gastgeberinnen dann deutlich das Tempo raus, ließen sich aber nicht zweimal bitten, wenn die Gelegenheit zu weiteren Toren günstig war: Anna Behrendt (2), Jessica Sudin (2) und Anna Müller erhöhten auf diesem Weg, auf der Gegenseite war nochmals Marie Schürmann erfolgreich. 

RSC Gera: C. Sommermeyer, L. Schmidt; S. Adam, J. Sudin, A. Müller, V. Kemmerling, N. Sudin, A. Behrendt. – RHC Reckling-hausen: J. Wozniak; M. Schürmann, L. Mackowiak, L. Einig, M. Brandt, N. Gregorowius. – Schiedsrichter: W. Niestroy.

Torfolge: 1:0 (5.) A. Behrendt, 2:0 (6.) S. Adam, 3:0 (8.) S. Adam, 4:0 (9.) A. Behrendt, 5:0 (12.) A. Behrendt, 6:0 (12.) S. Adam, 7:0 (15.) J. Sudin, 8:0 (16.). J. Sudin, 8:1 (18.) M. Schürmann, 9:1 (19.) A. Behrendt, 10:1 (25.) J. Sudin, 11:1 (27.) A. Behrendt, 12:1 (34.) A. Behrendt, 12:2 (43.) M. Schürmann, 13:2 (44./Direkter) A. Müller, 14:2 (45.) A. Behrendt, 15:2 (47.) J. Sudin, 16:2 (47.) J. Sudin. – Zeitstrafen: RSC 2 min (J. Sudin/36.) – RHC 2 min (M. Schürmann/44.) – Teamfouls: RSC 6 – RHC 8.

RSC Gera – RSC Cronenberg 15:5 (6:1)

Geras Rollhockeyspielerinnen knüpften nahtlos an die Vortagespartie an und schickten auch die Gäste aus Cronenberg mit einer zweistelligen Packung zurück auf die Heimfahrt.

Anna Behrendt, die schon gegen Recklinghausen siebenmal eingenetzt hatte, eröffnete das zweite Schützenfest binnen 24 Stunden nach nicht einmal drei Minuten und auch Jessica Sudin (am Vortag fünfmal erfolgreich) traf schon in der Startphase wieder ins Schwarze (7.). Damit war den Dörper Cats umgehend der Wind aus den Segeln genommen. Bis zur Pause legten die beiden RSC-Spielerinnen im Wechsel noch vier weitere Tore nach, Anna Kaub gelang immerhin der Ehrentreffer zum zwischenzeitlichen 1:6.

Und auch nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Thüringerinnen weiter überaus torhungrig, insbesondere Anna Behrendt (4) und Jessica Sudin (3) hatten ihre wahre Freude daran, die Kugel immer wieder ins gegnerische Tornetz einzuschieben. Die ersten beiden Treffer der zweiten Halbzeit gingen indes auf die Konten von Sabrina Adam (29.) und Natalie Sudin (31.). Auf der Gegenseite mischte Anna Kaub die RSC-Abwehr immer wieder auf und verbuchte noch drei Einschläge für sich, ehe Marie Tacke das letzte Tor der Hauptrunde markierte.    

RSC Gera: C. Sommermeyer, L. Schmidt; S. Adam, J. Sudin, A. Müller, N. Sudin, A. Behrendt. – RSC Cronenberg: L. Spiecker, A. de Beauregards; M. Tacke, A. Kaub, J. Spiecker, D. Ducherow, N. Fichtner. – Schiedsrichter: W. Niestroy.

Torfolge: 1:0 (3.) A. Behrendt, 2:0 (7.) J. Sudin, 3:0 (11.) A. Behrendt, 4:0 (18.) A. Behrendt, 5:0 (21.) A. Behrendt, 6:0 (22.) J. Sudin, 6:1 (23.) A. Kaub, 7:1 (29.) S. Adam, 8:1 (31.) N. Sudin, 9:1 (31.) A. Behrendt, 9:2 (35.) A. Kaub, 9:3 (37.) A. Kaub, 10:3 (38.) J. Sudin, 11:3 (39.) A. Behrendt, 12:3 (40.) A. Behrendt, 13:3 (42.) A. Behrendt, 13:4 (46.) A. Kaub, 14:4 (49.) J. Sudin, 15:4 (50.) J. Sudin, 15:5 (50.) M. Tacke. – Zeitstrafen: GER 0 min – CRO 0 min – Teamfouls: GER 8 – CRO 3.